Galaxy Z TriFold im Hands-on: Samsungs heilige Zweifaltigkeit
Das Galaxy Z TriFold ist Samsungs erstes Smartphone, das sich zweimal falten lässt, um einen aus drei Bereichen bestehenden Bildschirm mit insgesamt 10 Zoll zu erhalten. Beim Hands-on zur CES 2026 hinterließ das TriFold obgleich des filigranen Aufbaus einen soliden Eindruck und überzeugte vor allem bei Webseiten und Filmen.
Samsung hatte das Smartphone Anfang Dezember für den koreanischen Markt vorgestellt, außerdem soll es in den USA, China, Taiwan, Singapur und den Vereinigten Arabischen Emiraten auf den Markt kommen. In Südkorea kostet das Galaxy Z TriFold 3.594.000 KRW, umgerechnet 2.100 Euro. Einen Termin für Deutschland gibt es nicht. Potenziell wird Samsung erst mit der nächsten Generation nach Deutschland kommen.
Zur Messe in Las Vegas konnte ComputerBase das Galaxy Z TriFold das erste Mal selbst ausprobieren und sich vor allem mit dem doppelten Faltmechanismus und dem größeren Bildschirm im Vergleich zum Galaxy Z Fold 7 (Test) auseinandersetzen.
Zweifaches Falten für 10-Zoll-Bildschirm
Auf der Innenseite sitzt beim Galaxy Z TriFold nicht direkt ein zweiter Bildschirm, der über einmaliges Falten zu erreichen ist, sondern zunächst ein weiteres Bildschirmelement, das ebenfalls geklappt werden muss, bevor das Smartphone in Gänze genutzt werden kann. Der innere OLED-Bildschirm mit 10 Zoll bietet 2.160 × 1.584 Pixel und arbeitet wie das äußere Display mit bis zu 120 Hz. Die Spitzenhelligkeit gibt Samsung mit 1.600 cd/m² an. Der vordere Bildschirm misst 6,5 Zoll, bietet 2.520 × 1.080 Pixel und arbeitet mit bis zu 120 Hz und deutlich höheren 2.600 cd/m².
Filigrane Bauweise fühlt sich zunächst ungewohnt an
Falsch machen kann man beim Aufklappen nichts, dennoch fühlt sich das TriFold aufgrund der sehr dünnen Bauweise ziemlich filigran und deswegen zunächst etwas (vermeintlich) zerbrechlich an, obwohl es das gar nicht ist. Man will ja bei einem Testgerät nicht gleich etwas kaputt machen, auf Herz und Nieren getestet wurde es daher noch nicht. Zur vollen Größe geöffnet, erhält man ein Display im Breitbildformat (4:3), während das Galaxy Z Fold 7 eher quadratisch ausgelegt ist. Das Format des TriFold eignet sich sehr gut für Filme, wobei selbst dort bei Produktionen in 2,35:1 oder 21:9 noch breite schwarze Balken bleiben – sie wirken aber nicht so lächerlich gigantisch wie beim Galaxy Z Fold 7. Inhalte im 16:9-Format passen aber nochmals besser zum Bildschirmformat des TriFold.
Webseiten stellt Chrome auf dem TriFold in der vollen Desktop-Ansicht dar, sofern es im Querformat gehalten wird. Hochkant passt zwar mehr Inhalt in der Vertikalen auf den Bildschirm, das Smartphone stutzt die Webseite dann ein wenig in der Breite. Dennoch: Webseiten und Dokumente im A4-Format wirken am besten in dieser Ausrichtung.
Smartphone warnt vor falschem Zuklappen
Erst beim Zuklappen kann man theoretisch etwas falsch machen, wenn der Vorgang nicht in der korrekten Reihenfolge ausgeführt und versucht wird, zuerst den rechten Bereich zu schließen. Dann erscheint auf der linken Seite des Displays ein Hinweis, dass zuerst dieser Abschnitt geschlossen werden muss. Parallel dazu vibriert das TriFold.
Dünn, aber dicker als ein Galaxy Z Fold 7
Damit das Smartphone nicht zu dick aufträgt, mussten alle drei Abschnitte dünner im Vergleich zum Galaxy Z Fold 7 ausfallen. Samsung gibt eine Bautiefe von 3,9 mm für das dünnste Element rechts, 4,2 mm für das zentrale Bauteil und 4,0 mm für das linke Element an. Geschlossen misst das TriFold 12,9 mm aufgrund der zwei Faltmechanismen. Das Gewicht liegt bei 309 g und damit 94 g über dem Galaxy Z Fold 7.
Das Gewicht „schrumpft“ mit der Größe
Die Abmessungen des TriFold belaufen sich auf 159,2 × 75 × 12,9 mm (geschlossen) und 159,2 × 214,1 × 3,9 mm (geöffnet, dünnste Stelle). Im Direktvergleich zum Galaxy Z Fold 7 trägt das TriFold ein gutes Stück dicker auf, wie die Bilder verdeutlichen. Interessanterweise „verliert“ das TriFold subjektiv an Gewicht, wenn es aufgeklappt gehalten wird – und umgekehrt. Eine Täuschung aufgrund der geöffnet größeren Fläche. Von dem regulären Foldable erbt das Galaxy Z TriFold den IP48-Schutz gegen das Eindringen größerer Staubkörner und Wasser.
Die Technik des Galaxy Z Fold 7
Samsung verbaut mit dem Snapdragon 8 Elite for Galaxy den gleichen Prozessor, der in der Galaxy-S25-Familie und im Galaxy Z Fold 7 zum Einsatz kommt. Der Snapdragon 8 Elite Gen 5 dürfte noch bis zur Galaxy-S26-Familie auf sich warten lassen. Dem Chip stehen im Galaxy Z TriFold immer 16 GB RAM zur Seite, lediglich beim UFS gibt es die Optionen 512 GB und 1 TB. Den insgesamt 5.600 mAh großen Akku verteilt Samsung über drei Zellen in den drei Faltelementen. Drahtloses Laden wird weiterhin unterstützt.
Die Kameras hat Samsung laut Datenblatt ohne weitere Anpassungen vom Galaxy Z Fold 7 übernommen. Die Upgrades beschränken sich auf das Display. Auf der Rückseite sind Linsen für Weitwinkel (200 MP, f/1.7), Ultraweitwinkel (12 MP, f/2.2) und Teleobjektiv (10 MP, f/2.4) verbaut, während die Selfie-Kameras des äußeren und inneren Bildschirms jeweils mit 10 MP (f/2.2) arbeiten.
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