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Im Test vor 15 Jahren: HTCs teures Riesen-Smartphone Desire HD

Robert McHardy
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Im Test vor 15 Jahren: HTCs teures Riesen-Smartphone Desire HD

Mit dem HTC Desire HD (Test) stellte der taiwanesische Hersteller im Dezember 2010 ein für damalige Verhältnisse riesiges Android-Smartphone mit 4,3 Zoll vor. Trotz des hohen Preises von 550 Euro war das Smartphone nicht frei von Kritik.

4,3 Zoll mit 480p

Das Desire HD war HTCs Flaggschiff mit Android, nachdem das Mozart den Windows-Phone-Markt abdeckte. Unter der Haube des Desire HD steckte ein Snapdragon QSD8255 mit einer Taktrate von einem GHz. Dem SoC standen 768 MByte an Arbeitsspeicher zur Seite, um das installierte Android 2.2 anzutreiben. Der interne Speicherplatz war mit 1,5 GByte nicht besonders großzügig bemessen, ließ sich aber per microSD-Karte zumindest um potenziell langsame 32 GByte erweitern.

Das 4,3 Zoll große Display verfügte über eine Auflösung von 480 × 800 Bildpunkten und wurde über einen kapazitiven Touchscreen bedient. Mit Abmessungen von 123 × 68 × 12 mm (L × B × H) und einem Gewicht von 164 Gramm handelte es sich für damalige Verhältnisse um einen echten Koloss. Im Test hieß es damals „Doch es will schon etwas heißen, wenn eine beim Auspacken anwesende Person sich beim Anblick des HTC-Boliden zu der ironischen Frage hinreißen lässt, um was für ein Tablet es sich hier denn handelt“. Verglichen mit den größten heutigen Smartphones wie dem Samsung Galaxy S25 Ultra (Test) mit 162,8 × 77,6 × 8,2 mm (L × B × H) erscheint das Desire HD jedoch winzig.

HTC Desire HD Spezifikationen
Komponente Ausstattung
Typ: Bartype
Prozessor: Qualcomm Snapdragon (QSD8255), 1 GHz
Arbeitsspeicher: 768 MByte
Betriebssystem: Android 2.2 mit HTC Sense
Akku: Lithium-Ionen, 1.230 mAh
Speicherplatz: ca. 1,5 GByte, per microSD erweiterbar (max. 32 GByte)
Größe: 123 × 68 × 12 mm (L × B × H)
Gewicht: 164 Gramm (inklusive Akku)
Display: Kapazitiv, S-LCD, 4,3 Zoll (WVGA-Auflösung: 480 × 800 Pixel)
Bedienung: Touchscreen mit Zweifinger-Zoom-Funktion, Vier-Knopf-Softtouch
Kommunikation: Quadband GSM/GPRS/EDGE, UMTS (HSDPA / HSUPA (max. 14,4 Mbit/s bzw. 5,76 Mbit/s), WLAN (IEEE 802.11 b/g/n), Bluetooth 2.1 (A2DP), A-GPS
Kamera: 8 Megapixel, Doppel-LED-Blitzlicht, Videos in bis zu 720p
Audio-Unterstützung: aac, .amr, .ogg, .m4a, .mid, .mp3, .wav, .wma
Video-Unterstützung: .3gp, .3g2, .mp4, .wmv (Windows Media Video 9), .avi (MP4 ASP und MP3), .xvid (MP4 ASP und MP3)
SAR-Wert: 0,75 W/Kg

Die Handhabung des Desire HD hing gänzlich von dessen Nutzer ab. Für den einen war der große Bildschirm für Medienkonsum oder mobile Arbeit Gold wert, für den anderen war das Smartphone klobig und schwer in der Hosentasche zu transportieren. Insgesamt verfügte das Desire HD über eine gute Verarbeitung mit einzelnen Schwächen. Spezifisch musste HTC Kritik für die schwammige Lautstärkewippe und Ein/Aus-Schalter sowie für die Batterieabdeckung, die kein Vertrauen gewann.

Gutes Android mit schlechter Laufzeit

Lob gab es für Android 2.2, das vor 15 Jahren in Sachen Nutzerfreundlichkeit auf dem neuesten Stand war. Dank des Snapdragon lief die Bedienung des Desire HD flüssig und ohne Stottern ab. Äußerst mager sah es hingegen mit der Akkulaufzeit aus. Mit einer Kapazität von 1.230 mAh war der Akku bereits in der Theorie vergleichsweise klein. In der Praxis musste das Desire HD bei mäßiger Nutzung nach einem normalen Arbeitstag aufgeladen werden. Wer das Smartphone intensiv nutzte oder die Displayhelligkeit erhöhte, der sollte sich nicht weit von einer Steckdose entfernen.

Fazit

Insgesamt war das HTC Desire HD ohne Zweifel ein sehr gutes Smartphone, das es problemlos in die High-End-Riege des Jahres 2010 schaffte. Mit mindestens 550 Euro ließ der Hersteller das entsprechend vergüten. Ohne Probleme war das Desire HD jedoch nicht. Der große Formfaktor war nicht umsonst und gefiel nicht jedem Nutzer. Das zweite Problem war die schlechte Akkulaufzeit, die einem High-End-Smartphone nicht gerecht wurde. Das war beim HTC Desire HD aufgrund des naheliegenden Nutzens für mobilen Medienkonsum besonders störend.

In der Kategorie „Im Test vor 15 Jahren“ wirft die Redaktion seit Juli 2017 jeden Samstag einen Blick in das Test-Archiv. Die letzten 20 Artikel, die in dieser Reihe erschienen sind, führen wir nachfolgend auf:

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