SanDisk Stargate: Neuer Controller für die richtig „großen“ SSDs

Michael Günsch
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SanDisk Stargate: Neuer Controller für die richtig „großen“ SSDs
Bild: SanDisk

Der CEO des jetzt wieder eigenständigen SSD- und NAND-Flash-Herstellers SanDisk hat einen neuen SSD-Controller in Aussicht gestellt. Dieser läuft unter dem Projektnamen „Stargate“ und soll mit neuer Architektur im Enterprise-Segment die ganz großen Speicherkapazitäten bedienen.

Bei der Bekanntgabe der jüngsten Quartalszahlen wurde der CEO David Goeckeler darauf angesprochen, wie es denn bei der Roadmap mit QLC-Produkten aussieht. QLC steht für Quadruple Level Cell und meint Flash-Speicher mit 4 Bit pro Zelle, der größere Speicherkapazitäten bei gleicher Fläche als TLC mit 3 Bit ermöglicht.

Mit dem neuen BiCS8-QLC-NAND, der die branchenweit höchste Speicherkapazität von 2 Tbit (256 GByte) pro Die bietet, will SanDisk zunächst bis zu 128 TB bieten. Für 2026 werden aber bereits 256 TB angepeilt, so viel hatte das Unternehmen schon im Februar in Form einer ambitionierten Roadmap angekündigt, die bis 2027 sogar 512 TB vorsieht.

Ambitionierte Roadmap: SanDisk will die nächsten Jahre die SSD-Kapazität auf 256 TB und 512 TB verdoppeln, die PetaByte-SSD rückt näher
Ambitionierte Roadmap: SanDisk will die nächsten Jahre die SSD-Kapazität auf 256 TB und 512 TB verdoppeln, die PetaByte-SSD rückt näher (Bild: SanDisk)

Stargate-Controller soll einschlagen wie eine Bombe

Neu sind die Angaben zum Custom-Controller für die „Ultra QLC“ genannte Plattform. Dieser soll in den kommenden Quartalen eine neue Architektur einführen und auf den Namen Stargate hören. Der Chip werde in Kombination mit BiCS8 QLC zum „dynamite Project“, also mächtig zünden, schwärmte der CEO.

we have a new architecture coming out in the next couple of quarters that we call Stargate, new ASIC, clean sheet design and then, with BiCS 8 QLC … we just think that’s going to be a dynamite project

David Goeckeler, CEO von SanDisk

Technische Eckdaten liegen aber noch nicht vor. Mit PCIe 5.0 sollte dieser aber schon umgehen können. Die Enterprise-SSD-Serie DC SN670 wurde mit 64 TB und 128 TB sowie BiCS8 QLC und PCIe 5.0 für das dritte Quartal 2025 angekündigt. Möglich ist aber auch, dass mit Stargate bereits ein Nachfolger mit PCIe 6.0 gemeint ist.

SanDisk DC SN670 SSD mit bis zu 128 TB (Bild: SanDisk)

Quartalszahlen mit Verlust

Das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2025 bei SanDisk war zugleich das erste seit der Trennung von Western Digital. Bei einem gegenüber dem vorherigen Quartal um 10 Prozent gesunkenen Umsatz von 1,695 Milliarden US-Dollar gab es statt Gewinn einen massiven Verlust von 1,881 Milliarden US-Dollar. Das liegt allerdings an einer einmaligen Abschreibung in Höhe von 1,83 Milliarden US-Dollar, eine sogenannte Goodwill-Wertminderung. Erst Zahlen zum laufenden Quartal erlauben Rückschlüsse zur Profitabilität. SanDisk rechnet mit Umsätzen im Bereich von 1,75 bis 1,85 Milliarden US-Dollar.

Client weiter stärkstes Standbein

Während sich viele Halbleiterhersteller aktuell insbesondere im Server-Bereich mit Cloud und KI eine goldene Nase verdienen, ist dieses Segment bei SanDisk noch nicht so stark ausgeprägt. Gerade einmal 197 Millionen US-Dollar wurden in der Cloud-Sparte eingenommen. Die Consumer-Sparte mit SSDs und Speicherkarten für Verbraucher brachte immerhin 571 Millionen US-Dollar ein und erneut stärkstes Segment war die Client-Sparte mit 927 Millionen US-Dollar.

SanDisk: Umsätze der Sparten
SanDisk: Umsätze der Sparten (Bild: SanDisk)

Mit der UltraQLC-Plattform soll es dann aber auch beim Cloud-Speicher klappen und für schnelle KI-Systeme von Nvidia wurden bereits PCIe-5.0-SSDs mit hohem Durchsatz zertifiziert.

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