Synology NAS: DS425+ ist ab heute in Deutschland erhältlich

Frank Hüber
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Synology NAS: DS425+ ist ab heute in Deutschland erhältlich

Wie Synology bekannt gibt, ist nach der DS925+ ab heute mit der DS425+ das nächste NAS der Plus-Serie der 25er-Generation im Handel erhältlich. Die DS425+ kann bis zu vier 3,5"-HDDs und zwei M.2-SSDs aufnehmen. Im Handel wird das neue NAS-System von ersten Händlern für 529 Euro gelistet.

2,5-Gigabit-Ethernet auch für die DS425+

Auch die DS425+ erhält LAN mit 2,5 Gigabit pro Sekunde, was zugleich die wichtigste Neuerung im Vergleich zur DS423+ darstellt. Anstelle der zwei schnelleren Anschlüsse der DS925+ bietet die DS425+ nur einen LAN-Anschluss mit 2,5 Gigabit/s. Nichtsdestoweniger verfügt sie aber auch über einen zweiten LAN-Anschluss, dieser ist jedoch auf 1 Gbit/s begrenzt.

Synology DS425+ Synology DS925+ Synology DS423+
SoC: Intel Celeron J4125
x86
2,00 GHz, 4 Kern(e), 4 Thread(s)
AMD Ryzen V1500B
x86
2,20 GHz, 4 Kern(e), 8 Thread(s)
Intel Celeron J4125
x86
2,00 GHz, 4 Kern(e), 4 Thread(s)
RAM: 2.048 MB 4.096 MB 2.048 MB
Festplatteneinschübe: 4
S-ATA-Standard: I/II/III
HDD-Format: 2,5" & 3,5"
RAID-Level: Einzellaufwerk, JBOD, RAID 0, RAID 1
RAID 5, RAID 5 + Hot Spare, RAID 6, RAID 10
M.2-Ports für SSD-Cache: 2
I/O-Ports: 1 × 1-Gbit-LAN
1 × 2,5-Gbit-LAN
2 × USB 3.0
2 × 2,5-Gbit-LAN
2 × USB 3.0, 1 × USB 3.1 Typ C
2 × 1-Gbit-LAN
2 × USB 3.0
Wake on LAN: Ja
Verschlüsselung: AES-256 (ordner- und laufwerksbasiert) AES-256 (ordnerbasiert)
Lüfter: 2 × 92 × 92 × 25 mm 2 × 92 × 92 × 25 mm
(nicht entkoppelt)
Netzteil: 90 Watt (extern) 100 Watt (extern) 90 Watt (extern)
Maße (H×B×T): 166,0 × 199,0 × 223,0 mm
Leergewicht: 2,18 kg 2,26 kg 2,18 kg
Preis: ab 483 € ab 592 € ab 732 €

Celeron-CPU und nur 2 GB Non-ECC-RAM

Als CPU setzt Synology wie schon bei der DS423+ weiterhin auf einen Intel Celeron J4125. Die DS925+ setzt im Vergleich dazu auf einen AMD Ryzen V1500B. Der Celeron in der DS425+ bietet vier Kerne und taktet mit 2,0 GHz in der Basis und bis zu 2,7 GHz im Turbo. Positiv für Nutzer von Plex an der Wahl der vergleichsweise alten CPU ist, dass mit der integrierten Intel UHD Graphics 600 weiterhin das Transkodieren von Videos unterstützt wird – die AMD-NAS von Synology ohne GPU sind hier schlechter aufgestellt, da sie kein Hardware-Transkodieren bieten können.

Synology paart die Celeron-CPU in der DS425+ erneut nur mit 2 GB DDR4 Non-ECC-RAM – hier hat sich im Vergleich zur DS423+ nichts verändert. In der DS925+ kommen hingegen 4 GB ECC SODIMM zum Einsatz. Allerdings lässt sich auch bei der DS425+ der Arbeitsspeicher vom Benutzer über die Vorderseite des NAS aufrüsten, indem ein zusätzliches SODIMM-Modul eingesetzt wird. Offiziell sind maximal 6 GB auf der Plattform möglich, in der Praxis ist aber auch mehr RAM kein Problem.

Synology DS425+
Synology DS425+

M.2-SSDs von Synology oder für Bastler

Wie die DS423+ und die DS925+ verfügt auch die DS425+ über zwei M.2-Steckplätze für SSDs an der Unterseite. Hier können ein oder zwei Laufwerke im 2280-Format eingesetzt werden, wobei für ein SSD-Volume und einen SSD-Cache inzwischen auch zwingend SSDs von Synology genutzt werden müssen. Der Hersteller bietet die Modelle SNV3400 und SNV3410 mit 400 und 800 Gigabyte Kapazität an. Nutzer haben bereits Skripte erstellt, mit denen sich die Laufwerkssperre zumindest bei SSDs umgehen lässt – ein riskantes Spiel bei wichtigen Daten und nur für Bastler, da mit jedem Update plötzlich der Betrieb versagen kann.

Darüber hinaus bietet die DS425+ zwei USB-A-Anschlüsse nach USB 3.2 Gen 1. Die Erweiterungseinheit DX525 für zusätzliche Laufwerke kann mit der DS425+ nicht genutzt werden, der notwendige USB-C-Anschluss ist nur bei der DS925+ vorhanden.

Synology DS425+ (Bild: Synology)

Ein externes 90-Watt-Netzteil sorgt für die Stromversorgung. Die typische Leistungsaufnahme liegt laut Synology bei 28,25 Watt, wenn auf das NAS zugegriffen wird. Befinden sich die Laufwerke im Standby, gibt Synology 6,10 Watt an. Gekühlt werden das System und die Laufwerke über zwei 92-mm-Lüfter an der Rückseite. Als Lautstärke gibt Synology 21,6 Dezibel an. Das NAS wiegt ohne Laufwerke 2,18 kg.

Nur zertifizierte HDDs können genutzt werden

Wie bei der DS925+ und generell allen Modellen ab der 25er Plus-Serie müssen auch in der DS425+ zertifizierte HDDs eingesetzt werden. Bislang sind dies ausschließlich die eigenen HDDs von Synology. Ob und wann andere Hersteller ihre Laufwerke zertifizieren lassen, ist noch nicht bekannt. Mit neuen, nicht-zertifizierten HDDs anderer Hersteller lassen sich keine Speicherpools einrichten und das NAS gar nicht erst initialisieren.

Ein Schlupfloch stellt die Migration von einem älteren NAS von Synology dar, denn vorhandene HDDs aus älteren Synology-NAS lassen sich auch auf die DS425+ migrieren und dann weiterhin nutzen – auch wenn dem Nutzer dann immer wieder Warnungen angezeigt werden, dass er keine zertifizierten Laufwerke nutzt.

Preis und Verfügbarkeit

Die Synology DS425+ ist ab sofort im Handel verfügbar. Dort wird sie bisher von einem Händler für 529 Euro geführt. Die unverbindliche Preisempfehlung der DS425+ beträgt 534,31 Euro. Die unverbindliche Preisempfehlung der Synology DS423+ lag bei Markteinführung bei 546,20 Euro, also über dem Preis der neuen DS425+ jetzt im Handel.

Zum Vergleich: Die DS925+ ist derzeit im Handel ab 599 Euro erhältlich. Die DS423+ kostet im Handel immer noch 485 Euro*.

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