Keychron Q0 HE QMK Wireless: Luxus-Nummernblock rüstet schmale Tastaturen nach

Max Doll
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Keychron Q0 HE QMK Wireless: Luxus-Nummernblock rüstet schmale Tastaturen nach
Bild: Keychron

Viele Tastaturen haben keinen Nummernblock mehr. Bei Keychron kann man ihn als „Q0 HE QMK Wireless“ separat in einer Luxusversion mit High-End-Technik nachkaufen. Das Konzept von Modularität und Flexibilität hat Vorteile, aber auch seinen Preis.

Wo die Reise hingeht, macht die Bezeichnung des Nummernblocks deutlich. Er ist Teil der Q-Serie, die bei Keychron gehobene Ausstattung ankündigt und neben deren Ausstattung mit Makro-Tasten und Drehregler auch deren Formsprache aufgreift. Der Block kann so visuell passend neben Q-Tastaturen (Test des 96%-Modells Q5 Max) ohne Nummernblock gestellt werden.

Flexibel in der Aufstellung und Kommunikation

Der Ort spielt keine Rolle, denn der Nummernblock wird nicht links oder rechts mit der Tastatur und darüber dann mit dem Rechner verbunden, wie etwa bei einer be quiet! Dark Mount (Test). Stattdessen ist der Q0 HE QMK Wireless sein eigenes Eingabegerät und kommuniziert direkt mit dem Rechner, entweder per Kabel, 2,4-GHz-Funk oder Bluetooth 5.1 bei einer Laufzeit von 50 Stunden bei niedrigster Hintergrundbeleuchtung. Dadurch kann der Nummernblock frei auf dem Schreibtisch auf- und weggestellt werden. Ergonomisch erlaubt es das, den Komfort einer schmalen Tastatur im Mini-Format zu erhalten und gleichzeitig die Tasten des Nummernblocks nutzen zu können – und das entweder mit der rechten oder linken Hand.

Aufgebaut ist der Q0 HE wie Q-Tastaturen. Er verfügt über ein Aluminium-Gehäuse und mehrere Schichten schallabsorbierenden Schaumstoffs, eine PET-Schicht und ein Latex-Pad, das den Klang von Anschlägen angenehm machen soll.

Keychron Q0 HE QMK
Keychron Q0 HE QMK (Bild: Keychron)
Keychron Q0 HE QMK
Keychron Q0 HE QMK (Bild: Keychron)
Gateron Nebula Switches
Gateron Nebula Switches (Bild: Keychron)

Anschläge erfassen Gaterons analoge Nebula-Taster mit PBT-Tastenkappen. Auch sie besitzen Magnete im Stempel. Die Eindrücktiefe erfassen hier jedoch keine Hall-Effekt-, sondern TMR-Sensoren wie zuletzt auch bei Cherry, die die Änderungen des elektrischen Widerstands auf dem PCB erfassen. Die Technik soll geringere Reaktionszeiten, weniger Stromverbrauch und eine höhere Signalstabilität mit sich bringen. Das Feature-Set gleicht demjenigen von HE-Tastern, es umfasst neben der Wahl des Auslösepunkts Rapid Trigger, Snap Tap, einen Thumbstick-Modus und die Mehrfachbelegung von Tasten.

Programmiert werden kann das Q0 HE im Browser über den Keychron-Launcher. Auch Mehrfachbelegungen sind möglich. Standardmäßig agiert die unterste Makro-Taste als FN-Button zum Umschalten der Ebenen.

Hoher Preis für wenig Tasten

Aktuell kann das Q0 HE in Schwarz oder Weiß für rund 135 Euro über die Keychron-Homepage erworben werden. Viel Geld für wenig Tasten zu verlangen ist erfahrungsgemäß ein Aufreger – und teuer ist das Q0 HE ohne Frage. Es spielt, wenn die Q-Tastaturen ein Indikator sind, materialseitig aber auch in der Luxusliga. Andere Hersteller wie Epomaker oder 8BitDo bieten entsprechendes Zubehör deutlich günstiger an und liegen unter 50 Euro.

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