3 Milliarden US-Dollar: Google schließt bisher größtes Ökostrom-Abkommen ab
KI-Rechenzentren lassen weltweit den Stromverbrauch rasant ansteigen. Neben dem kurzfristigen Einsatz von Gasturbinen (xAI) und Verträgen mit Reaktorbetreibern suchen Firmen auch nach neuen Ökostromquellen. Google hat zu diesem Zweck nun das bislang größte Abkommen seiner Art mit einem Umfang von drei Milliarden USD geschlossen.
Stromverbrauch auf höchstem Stand seit 20 Jahren
Rechenzentren, die für künstliche Intelligenz und Cloud Computing benötigt werden, haben in den Vereinigten Staaten nach rund zwei Jahrzehnten mit nahezu konstantem Strombedarf den Energieverbrauch innerhalb kürzester Zeit auf ein neues Rekordniveau gehoben. Um das Ziel, die eigenen Geschäftsprozesse aus erneuerbaren Energien nicht vollständig ad acta zu legen, ist Google jetzt auch wieder auf diesem Sektor aktiv gewesen.
Energie aus Wasserkraft für zwei Rechenzentren
Google hat – nachdem sich der Konzern schon Zugriff auf neue Mini-AKW gesichert hatte – eine erste Rahmenvereinbarung mit dem Entwickler und Betreiber von Anlagen für erneuerbare Energien Brookfield abgeschlossen. Im Rahmen des nun vereinbarten und mit drei Milliarden US-Dollar bezifferten Abkommens sollen die beiden Wasserkraftwerke des Unternehmens in Pennsylvania modernisiert und erneut lizenziert werden.
Der Technologiekonzern plant darüber hinaus in den kommenden zwei Jahren Investitionen in Höhe von rund 25 Milliarden US-Dollar in Rechenzentren in Pennsylvania sowie angrenzenden Bundesstaaten, die ihren Strombedarf künftig über diese beiden Kraftwerke decken sollen. „Diese Zusammenarbeit mit Brookfield ist ein bedeutender Schritt nach vorn, der die Versorgung mit sauberer Energie in der Pennsylvania-New Jersey-Maryland-Region, in der wir tätig sind, sicherstellt“, erklärte Amanda Peterson Corio, Googles Leiterin der Energieabteilung für Rechenzentren. Weitere Informationen hierzu soll voraussichtlich Ruth Porat, Präsidentin und Chief Investment Officer der Google-Muttergesellschaft Alphabet, auf dem bevorstehenden KI-Gipfel in Pittsburgh geben.
Auf der Suche nach dem Strom
Bereits im Juni des vergangenen Jahres hatte Google mehrere neue Stromabnahmeverträge geschlossen, die unter anderem kohlenstofffreien geothermischen Strom sowie Kernenergie beinhalteten. Zudem wurde eine Kooperation mit dem landesweit größten Stromnetzbetreiber PJM Interconnection mit dem Ziel gestartet, durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz den Anschluss neuer Stromquellen an das Netz zu beschleunigen.