Infineon Smart Power Fab: Neue Bundesregierung genehmigt Millionen für Chip-Fabrik
Die neue Bundesregierung hat Infineon heute die finale Bestätigung für eine Förderung in Höhe von 920 Millionen Euro überreicht. Der Bau der neuen Chip-Fabrik im Osten der Republik hat bereits begonnen. Das Projekt hat noch die alte Ampel-Regierung unter Ex-Wirtschaftsminister Habeck losgetreten.
EU fördert Chip-Fabrik
Die Bestätigung der Förderung durch das neue Bundesministerium für Wirtschaft und Energie folgt einem grünen Signal der EU-Kommission, die über den EU-Chips-Act die regionale Halbleiterproduktion stärken möchte. Infineon bezieht die gesamte Fördersumme von „rund einer Milliarde Euro“ sowohl aus dem Chips Act als auch aus dem Innovationsprogramm IPCEI ME/CT.
5 Milliarden Euro insgesamt für die Fabrik
Die Förderung in Höhe von knapp einer Milliarde Euro macht jedoch nur einen kleineren Teil der Gesamtinvestitionssumme von fünf Milliarden Euro aus, die Infineon für eine „der größten Halbleiterfabriken Europas“ eingeplant hat. Die Smart Power Fab entsteht im „Silicon Saxony“ und soll selbst über 1.000 neue Arbeitsplätze schaffen und indirekt über Zulieferer und notwendige Infrastruktur noch einmal 6.000 im wirtschaftlichen Umfeld der Fabrik.
Die Förderung wurde noch von der Vorgängerregierung versprochen. Unter Ex-Wirtschaftsminister Habeck wurde bereits 2023 eine Förderung in Aussicht gestellt, nachdem Infineon im Jahr 2022 erstmals Pläne für den Bau der Fabrik vorgestellt hatte. Neue Bundeswirtschaftsministerin ist seit der Vereidigung von Kanzler Friedrich Merz, die CDU-Politikerin und Managerin Katherina Reiche.
Bau bereits begonnen
Der Bau des neuen Werks wurde bereits vor über zwei Jahren per Spatenstich in Gang gebracht. Mittlerweile gibt es grünes Licht für die ganze Anlage, der Bau ist in vollem Gange.
Nach Angaben von Infineon ist der Rohbau der Chip-Fabrik mittlerweile beinahe „abgeschlossen“, die Arbeiten damit insgesamt im Zeitplan. Mit einer Inbetriebnahme aller Kapazitäten ist jedoch nicht vor dem Jahr 2031 zu rechnen, schreibt der Hersteller weiter. Die ersten Chips sollen dennoch schon ab dem kommenden Jahr vom Wafer laufen.