Quartalszahlen: Arm setzt erstmals mehr als 1 Milliarde US-Dollar um
Erstmals in der Unternehmensgeschichte hat Arm ein Quartal mit mehr als 1 Milliarde US-Dollar Umsatz abgeschlossen. Mit 1,241 Milliarden US-Dollar Umsatz beläuft sich das Fiskaljahr 2025 auf über 4 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen hat vor allem mehr mit der Armv9-ISA und mehr mit Lizenzen als Nutzungsgebühren eingenommen.
Der Umsatz von Arm ist damit um 32,2 Prozent im Vergleich zum vierten Quartal 2024 gestiegen. Das Unternehmen hat sein Fiskaljahr 2025, das bis zum 31. März 2025 lief, mit einem Gesamtumsatz von 4,007 Milliarden US-Dollar und somit 24,3 Prozent mehr als im Fiskaljahr 2024 abgeschlossen. Der Nettogewinn lag bei 210 Millionen US-Dollar.
Mehr Umsatz mit Lizenzen als Nutzungsgebühren pro Chip
Bei Arm setzt sich der Umsatz primär aus den Nutzungsgebühren pro verkauften Chip bei den Abnehmern der Arm-Architektur und den Lizenzen für die Entwicklungen von unter anderem CPU- und GPU-Designs zusammen. Gemeint sind damit CPU-Kerne wie Cortex-X925 und A725 sowie GPU-Designs wie Mali und Immortalis, die Arm designt, aber nicht selbst produziert. Abnehmer lizenzieren diese Designs und lassen sie für eigene SoCs bei beauftragten Foundry-Partnern fertigen. Für jeden produzierten Chip, sei es nur mit Arm-Architektur oder auch mit Arm-Design, fällt dann noch eine Nutzungsgebühr (Royalty) an.
Der aktuelle Quartalsumsatz von 1,241 Milliarden US-Dollar setzt sich zu 607 Millionen US-Dollar für Royalty (48,9 Prozent) und 634 Millionen US-Dollar für Lizenzen (51,1 Prozent) zusammen. Das letzte Mal, dass mit mehr Lizenzen als Royalty eingenommen wurde, war bei Arm im ersten Quartal 2025 mit 472 zu 467 Millionen US-Dollar.
Armv9 stagniert nicht mehr
Die Verbreitung der Arm-Architektur nach Version protokolliert Arm anhand der Nutzungsgebühren pro Chip. Nachdem die aktuelle Armv9 über die letzten drei Quartale bei 25 Prozent stagnierte, stand sie im vierten Quartal laut Diagramm geschätzt bei 32,5 Prozent – exakte Zahlen gibt Arm nicht heraus. Die vorherige Armv8 kam auf ungefähr 42,5 Prozent, auf Armv7 und älter entfielen noch 25 Prozent. Mit Armv9 kann das Unternehmen höhere Nutzungsgebühren verlangen.
Zugewinne können nicht gehalten werden
Für das kalendarisch seit dem 1. April 2025 laufende erste Quartal des Fiskaljahres 2026 erwartet Arm einen Umsatz in Höhe von 1,0 bis 1,1 Milliarden US-Dollar und somit 6,5 bis 17,1 Prozent oberhalb des ersten Quartals im Fiskaljahr 2025. Damit würde Arm den aktuell verzeichneten Zugewinn pro Quartal nicht im gleichen Umfang im nächsten Fiskaljahr fortsetzen können. Das Unternehmen gibt aber auch an, dass das vierte Quartal 2025 von multiplen Lizenzabkommen mit sehr hohem Wert und einem Auftragsüberhang beeinflusst war.