Nintendo Switch 2 im Test: Neue Joy Con, Akkulaufzeit und Leistung

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Dennis Krause (+2)
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Die neuen Joy Con im Praxistest

Joy Con nennt Nintendo die Controller der Switch und Switch 2, die jeweils links und rechts an der Konsole befestigt werden. Die Joy Con 2 der neuen Generation haften nun allerdings magnetisch – mit einer Öffnung für den Kontakt zur Konsole – an der Switch oder der beigelegten Controllerhalterung. Die erste Generation wurde noch über einen Schiebemechanismus arretiert. Im Alltag erweisen sich die magnetischen Joy Con 2 praktischer in der Handhabung. Die Controller lassen sich leichter lösen, setzen sich schnell und zuverlässig in ihre Position und haften dort stabil. Ein zufriedenstellendes Klacken quittiert dabei das saubere Einrasten in Konsole oder Halterung.

Dock der Switch 2 (rechts) und der Switch 1 (links)
Dock der Switch 2 (rechts) und der Switch 1 (links)

Solide Verarbeitung

Die Verarbeitung der Joy Con ist sauber und präzise. Alle Spaltmaße sind gleichmäßig, die Tasten wurden sauber eingefasst, die Druckpunkte sind angenehm. An der Konsole befestigt sind sie stabil und fest, das Spiel nach vorne und hinten ist minimal und entspricht dabei ungefähr dem der Vorgängerkonsole mit mechanischen Verbindungen. Anzumerken ist, dass zwischen den einzelnen Controllern und dem Gehäuse der Konsole respektive der Halterung ein minimaler, aber sichtbarer Spalt vorliegt. Dieser ist auf beiden Seiten gleichmäßig und sorgt auch bei der Handheld-Nutzung für keine Probleme, könnte aber die Ansammlung von Staub oder Dreck begünstigen.

Wie von Nintendo bekannt, haben auch die neuen Joy Con NFC für die Nutzung von Amiibos. Der Chip dafür sitzt im rechten Joy Con. Auch Handgelenkschlaufen liegen dem Lieferumfang erneut bei und werden leicht befestigt. Die Akkulaufzeit der Joy Con 2 gibt Nintendo mit bis zu 20 Stunden an. Im Alltag erscheint dieser Wert nicht unrealistisch. Geladen werden die Controller ab Werk beim Anschluss an die Switch. Wie bereits bei der ersten Switch gibt es eine optionale Halterung, mit der die Joy Con 2 auch von der Konsole abgekoppelt geladen werden können. Die beigelegte Halterung bietet diese Funktion nicht.

Verbesserte Handhabung

Mit der gewachsenen Konsole gehen auch größere Joy Con 2 einher. Dabei haben diese nicht nur in der Höhe und Breite zugelegt, sondern bieten nun auch größere Tasten und Analogsticks. Zwar können diese bei der Größe nicht mit denjenigen des Pro Controller oder den Eingabegeräten anderer Konsolen mithalten, zumindest für die Hände von Erwachsenen ist der Zuwachs aber ein Komfortgewinn. Gerade bei Spielen wie Mario Kart World, wo etwa die Taste zur Beschleunigung lange gedrückt gehalten wird, bohren sich die neuen Joy Con dank der größeren Tastenfläche weniger spitz in die Finger.

Neuer Joy Con (links) neben altem
Neuer Joy Con (links) neben altem

Ein Vorteil der Switch und ihrer Joy Con ist darüber hinaus, dass ab Werk für viele Spiele bereits ein zweiter Controller vorliegt. In Spielen wie Mario Kart oder Mario Party lassen sich die Joy Con vertikal oder horizontal verwenden, ohne dass Spieler auf zum Spielen notwendige Tasten verzichten müssen. Die neuen Joy Con 2 sind dabei auch mit besser erreichbaren Schultertasten ausgestattet. Waren die Schultertasten der ersten Generation im Querformat nur mit der beigelegten Handgelenkschlaufe wirklich angenehm zu bedienen, sind diese nun nicht mehr nötig und lassen die Schultertasten frei.

Alte Joy Con und Controller weiter kompatibel

Wer möchte, kann zudem auch die Joy Con und andere Controller der ersten Switch mit der neuen Konsole verbinden. Dies hat im Test mit Joy Con, dem Pro Controller der ersten Switch sowie einem Drittanbieter-Pad problemlos funktioniert. In allen Fällen wurden die Eingabegeräte drahtlos verknüpft. Das ist auch bei den Joy Con der ersten Generation nötig, da diese nicht mit dem neuen Magnetmechanismus kompatibel sind und nicht in die neue Konsole passen. Die Einrichtung erfolgt über die Controller-Einstellungen im Betriebssystem der Konsole, dort kann die Synchronisierung mit neuen Controllern initialisiert werden. Eine Erklärung für ältere Controller ist aber nicht auf den ersten Blick zu sehen.

Mausfunktion der Joy Con 2

Die Mausfunktion ist eine Neuheit der Joy Con 2, deren Praxistauglichkeit und Akzeptanz unter Entwicklern zum Start kaum zu beurteilen sind. Zwar lässt sich bereits das Betriebssystem der Switch damit bedienen, weitere Spiele mit Maus-Support lassen sich zum Launch allerdings schnell aufzählen.

Joy Con mit Handgelenkschlaufe im Mausmodus
Joy Con mit Handgelenkschlaufe im Mausmodus

Mit Civilization 7 ist ein Spiel dabei, das – zumindest auf dem Papier – bestens geeignet ist. Das rundenbasierte Strategiespiel lässt sich Genre-typisch mit einer Maus wesentlich leichter steuern als mit einem Controller. Auch die bereits erhältliche Ultimate Edition von Cyberpunk 2077 unterstützt den Maus-Modus der Joy Con 2 ebenso wie Hogwarts Legacy.

Ende Juni erscheint zudem ein Upgrade für Mario Party Jamboree, das dann ebenfalls als Switch-2-Edition vorliegt (und den Zusatzinhalt Jamboree TV beinhaltet). Metroid Prime 4: Beyond unterstützt auf der Switch 2 ebenfalls die Mausfunktion, erscheint aber ebenfalls erst im Laufe des Jahres.

Zum Testzeitpunkt bekannte Titel mit Maus-Support (Spiele zum Konsolenstart sind hervorgehoben)

  • Civilization 7
  • Bravely Default: Flying Fairy
  • Drag x Drive
  • Deltarune
  • Fortnite
  • Kunitsu-Gami: Path of the Goddess
  • Metroid Prime 4: Beyond
  • NOBUNAGA'S AMBITION: Awakening Complete Edition
  • Puyo Puyo Tetris 2S
  • Rune Factory: Guardians of Azuma
  • Super Mario Party Jamboree
  • Tamagotchi Plaza

Im Alltag zeigt sich die Maus-Steuerung als durchaus präzise und überraschend nahtlos. Am besten lässt sich die Funktion mit angebrachter Handgelenkschlaufe auf einem ebenen Untergrund verwenden. Die Handgelenkschlaufen bieten kleine Gleitfüße. Für längere Nutzung sind die Joy Con aber nicht komfortabel genug, durch ihre schmale Form wird der Griff mit Händen von Erwachsenen schnell verkrampft. Für die gelegentliche Navigation, etwa durch den eShop, ist die Funktion aber gut geeignet. Insbesondere, da die Erkennung von Maus-Modus oder als Controller nahtlos läuft und nicht separat aktiviert oder deaktiviert werden muss.

Für die Nutzung des Maus-Modus gibt es noch ein kleines Tutorial in der Controller-Sektion des Betriebssytems. Einige Spiele bieten auch die Unterstützung für einen doppelten Maus-Modus, in dem beide Joy Con als Maus verwendet werden. Am Beispiel des rechten Joy Con funktionieren die Tasten wie folgt: Die Schultertasten R und ZR sind jeweils für einen Klick da, A bestätigt alternativ etwas vorher mit den Schultertasten Ausgewähltes, der B-Knopf ist „Zurück“. Auch der Analogstick lässt sich im Maus-Modus weiter verwenden, um Listen oder Inhalte durchzuscrollen.

Überzeugend ist, wie nahtlos Nintendo die Nutzung und Erkennung in das Betriebssystem implementiert hat. Ob viele Entwickler langfristig mit der Funktion planen oder sie als kleines Gimmick meist ungenutzt bleibt, ist kaum zu beurteilen. Aufgrund des geringen Komforts erscheint eine Nutzung im Alltag eher in zeitlich begrenzten oder auf bestimmte Elemente, wie zum Beispiel Mini-Spiele in Mario Party, zugeschnittene Szenarien sinnvoller.

Weiteres Zubehör

Neben den Joy Con bietet Nintendo wie gewohnt weiteres Zubehör an, so gibt es einen GameCube-Controller mit USB-C aber auch einen neuen Pro-Controller, sowie erstmals Kameras.

Das Nintendo Switch 2 Testkit von Nintendo
Das Nintendo Switch 2 Testkit von Nintendo

Pro-Controller

Den neuen Pro-Controller hat sich die Redaktion näher angesehen und schon beim ersten in die Hand nehmen fällt auf, dass Nintendo zwar nicht das Layout des Controllers überarbeitet hat, sehr wohl aber die Haptik. Das Eingabegerät fühlt sich durch eine matt-gummierte Oberfläche deutlich wertiger und insgesamt auch runder an, da Nintendo die Oberfläche nun aus einem Guss herzustellen scheint. Bisher setzte Nintendo auf eine texturierte Plastikoberfläche in den Griffstücken und dann auf einen abrupten Übergang auf glattes Plastik für den Rest der Oberfläche.

Nicht nur die Haptik hat sich geändert: Der neue Pro-Controller verfügt zudem über einen Klinkenstecker und konnte nach einem kurzen Software-Update einen angeschlossenen Beyerdynamic DT 1990 ansprechen. Einen besonders hochwertigen Audio-Chip scheint Nintendo zwar nicht verbaut zu haben, doch Nutzer können so auf Bluetooth-Kopfhörer verzichten und einfach den Kopfhörer vom Schreibtisch nutzen. Komfortabel ist die Option allemal.

Neu sind überdies ein C-Button, um wie mit den Joy Con per Schnellzugriff den Gamechat zu öffnen, sowie zwei Backpaddles auf der Rückseite.

Kameras

Für die Switch 2 bietet Nintendo auch erstmals Kameras an, die entweder für die Videochat-Funktion Gamechat genutzt oder in Spiele integriert werden können, wie es Nintendo mit Mario Party Jamboree noch vorhat. Die Redaktion konnte dies jedoch nicht testen, da das Upgrade-Pack erst Ende des Monats erscheint.

Ladung & Akkulaufzeit

Nintendo gibt für die Switch 2 eine Akkulaufzeit zwischen 2 und 6,5 Stunden an, je nach Spiel und Helligkeit des Displays. Die Bandbreite ist demnach enorm. Bei automatischer Helligkeitsregelung und normalen Lichtverhältnissen im Innenraum hielt die Switch im Test in Mario Kart World rund 2:45 Stunden durch, bevor der Akku leer war.

Lange Ladezeiten, trotz größerem Netzteil

Die leere Switch 2 wieder aufzuladen, dauert im Test etwas über 3 Stunden, wenn sie dabei im Ruhemodus mit ausgeschaltetem Display verweilt, also nicht genutzt wird. Das mitgelieferte Netzteil stellt maximal 60 Watt bereit und ist notwendig für den Betrieb am TV. Im Test konnte der Dock-Modus nicht mit dem Netzteil der ersten Switch gestartet werden. Da die Switch 2 USB-C-Power-Delivery unterstützt, konnte die Konsole in der Redaktion jedoch auch mit 65-Watt- oder 140-Watt-Netzteilen geladen und im Dock-Modus betrieben werden.

Weiterhin niedriger Stromverbrauch

Weshalb Nintendo der Konsole ein 60-Watt-Netzteil beilegt, ist jedoch unklar, denn beim Laden außerhalb des Docks im schlafenden Zustand fließen nur gemächliche ~11 Watt in die Konsole. Die Switch 2 lud an beiden USB-C-Anschlüssen gleich schnell. Unter Last im Dock werden um die 18 Watt aus der Steckdose bei nicht voll geladenem Akku gezogen, was sich auch mit den Werten des Vorgängers deckt. Der Stromverbrauch kann je nach Szenario jedoch auch geringer ausfallen. Vermutlich reserviert Nintendo hier also eher Energie für Zubehör, denn das verbaute SoC von Nvidia nimmt sich von den 60 Watt nur einen Bruchteil.

Laden der Switch 2 im Stand-By
Laden der Switch 2 im Stand-By

Leistung: Der neue Tegra T239

Intern wirkt abermals ein exklusiv mit Nvidia entwickelter Mobile-Chip. Was Nintendo nur „Angepasster Prozessor von NVIDIA“ nennt, hat zwischen den beiden Unternehmen den Namen Tegra T239 bekommen. Erneut setzt Nintendo daher auf einen System-on-a-Chip mit Arm-Architektur. In einem offiziellen Werbevideo schwärmt Nvidia-CEO Jensen Huang nur so von einem „technischen Wunderwerk“ und tatsächlich ist das neue SoC dem bisherigen Tegra X1 auf dem Papier überlegen: Anstatt der Maxwell-Architektur (GTX 900er) stammt die GPU nun aus der Ampere-Architektur (RTX 3000er) und macht einen denkbar großen Sprung. Die Switch 2 unterstützt dadurch DLSS Super Resolution, hardwarebeschleunigtes Raytracing sowie G-Sync.

Neben einer GPU verbaut Nvidia für den japanischen Spielriesen zudem nun acht „große“ Cortex-A78C-Kerne, der Tegra X1 in der Switch 1 musste noch mit vier großen Cortex A57 auskommen, denn die vier kleineren Cortex A53 auf dem SoC hat Nintendo nicht genutzt. Beide Processing-Units der Switch 2 können gemeinsam auf den 2 × 6 GB LPDDR5X Arbeitsspeicher zugreifen, der neben dem SoC liegt.

Das bestückte PCB der Nintendo Switch 2
Das bestückte PCB der Nintendo Switch 2 (Bild: Geekerwan)

Für Nvidia reicht das, um öffentlich mit 10× mehr Leistung zu werben. Auf welcher Grundlage diese Behauptung beruht, ist jedoch nicht nachprüfbar.

Modell T239 (Switch 2) X1 (Switch 1)
SoC-Größe 207 mm² 118/100 mm²
Zustand Handheld Angedockt Handheld Angedockt
CPU-Architektur 8 × ARM Cortex A78C 4 × ARM Cortex A57 (+ 4 × ARM Cortex A53)
CPU-Takt 1,10 GHz 0,998 GHz 1,02 GHz
GPU-Architektur Ampere (RTX 3000er) Maxwell (GTX 900er)
Fertigung 8nm (Samsung) 20nm/16nm (TSMC)
CUDA-Kerne 768 (1536) 256
GPU-Takt 0,56 GHz 1,00 GHz 0,46 GHz 0,77 GHz
TFLOPS 1,71 TFLOPs 3,07 TFLOPs 0,235 TFLOPs 0,393 TFLOPs
Speicher-Interface 128-bit @ LPDDR5 64-bit @ LPDDR4
Speicher-Größe (RAM) 12 GB 4 GB
Speicher-Bandbreite 68 GB/s 102 GB/s 21,3 GB/s 25,6 GB/s
Inoffizielle Eckwerte von Digital Foundry

Höhere Auflösungen und FPS in der Praxis

In der Theorie kann die Switch 2 dadurch nicht nur das schärfere verbaute Display bei 120 FPS ansteuern, sondern nun auch UHD-TVs mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde bespielen. So viele Pixel hat noch keine Nintendo-Konsole ausgegeben, wohl gleich Microsoft und Sony dies seit der letzten Konsolengeneration bereits bieten. Die beliebte 1440p-Auflösung unterstützt die Switch 2 ebenfalls ab Werk. Wie auch schon bei der ersten Switch, hängt die tatsächliche Ausgabeauflösung und Bildwiederholrate in der Praxis jedoch vom konkreten Spiel ab.

Auswahl an Auflösungen und FPS pro Spiel auf der Nintendo Switch 2
Spiel Ausgabe Handheld Ausgabe TV DLSS Dynamisch
Mario Kart World 1080p @60 FPS 1440p @60 FPS Kein DLSS
Cyberpunk 2077 Quality: 1080p @30 FPS
Performance: 720p @40 FPS
Quality: 1080p @30 FPS
Performance: 1080p @40 FPS
No Man’s Sky 1080p @40 FPS 1440p @30 FPS
Fortnite 900p @60 FPS 1224p @60 FPS Kein DLSS
BotW – Switch 2 1080p @60 FPS 2160p @60 FPS Kein DLSS

Zu diesem Zeitpunkt sind diese Maximal-Werte jedoch größtenteils nur plakativ: Beim neuen Mario Kart World kommt das frische SoC etwa bei 1440p an seine Grenzen, 120 FPS unterstützt der einzige exklusive Nintendo-Launchtitel ebenfalls bei keiner Auflösung. Spieler können jedoch gerade ältere Titel teilweise in UHD spielen, wie die Switch-2-Version von Zelda: Breath of the Wild (BotW) zeigt. Die von Nintendo groß angeworbenen 120 Hz im Handheld-Mode sind jedoch auch hier nicht möglich.

Seitens Nintendo ist zum Testzeitpunkt nur für ein Spiel ein 120-Hz-Modus angekündigt – Metroid Prime 4: Beyond. Der neueste Ableger rund um Samus Aran unterstützt als Nintendo-Switch-2-Edition im Leistungsmodus im Handheld-Betrieb 120 FPS bei 720p-Auflösung. Erst im Dock steigt die Pixelzahl auf Full HD (1080p), die Auflösung bleibt also dem Handheld-Modus auch hier verwehrt. Im Qualitätsmodus liegt die Auflösung im Handheld laut Nintendo bei Full HD mit 60 Bildern pro Sekunde. Am TV steigt auch in diesem Modus die Auflösung, diesmal auf 4K bei ebenfalls 60 FPS. Die 120 FPS werden bei voller 1080p Auflösung unterwegs damit bisher in keinem Titel erreicht, die von Nintendo versprochenen 2160p bei 60 FPS auf dem TV gibt es hingegen immerhin in ein paar ausgewählten Titeln.

DLSS auf der Switch 2

Und das, obwohl die Switch 2 nun dank der Ampere-Architektur DLSS Super Resolution und damit, wie vom PC und Konsolen bekannt, über KI-Upscaling zusätzliche FPS oder höhere Auflösungen ermöglichen könnte. Doch DLSS ist optional, Entwickler müssen sich aktiv für die Option entscheiden. Nintendo selbst verzichtet darauf noch, Mario Kart World startet gänzlich ohne Upscaling. Dass die Technologie zur Verfügung steht, beweisen daher nur Drittanbieter wie CDPR mit der Portierung von Cyberpunk 2077 (als Ultimate Edition inklusive Phantom Liberty) und Hello Games mit dem Switch-2-Grafik-Update für No Man's Sky.

Diese Entwickler verbinden den SR-Algorithmus zugleich mit dynamischem Upscaling: Die Auflösung kann also automatisch nach Bedarf noch weiter reduziert werden, um das FPS-Niveau auch in aufwendigen Szenen zu sichern.

Anwendungen und Betriebssystem

Neben Spielen mit mehr Details, höheren Auflösungen und flüssigeren Bewegungen kann auch das Betriebssystem der Switch 2 vom neuen SoC profitieren. Nintendo reserviert für das OS deutlich mehr Ressourcen, auf die Entwickler nicht mehr zugreifen können: Zwei CPU-Kerne und drei Gigabyte an Arbeitsspeicher stehen exklusiv der Nintendo Switch-Systemsoftware zur Verfügung.

Im Alltagsbetrieb ist der Leistungsunterschied grundsätzlich spürbar, besonders eklatant wird dieser im Nintendo eShop. Auf der alten Switch lädt der digitale Spiele-Shop nicht nur allgemein relativ lange, sondern ist auch mit dem Nachladen weiterer Einträge bereits schwer beschäftigt. Alltägliche Dinge wie die Einstellungen, Eingaben oder Online-Dienste werden ebenfalls schnell geladen, bleiben reaktionsfreudig und sind flüssig. Unverändert von der Switch ist aber, dass der eShop bei jedem Aufruf neu geöffnet und geladen wird und nicht im Hintergrund offen bleibt.

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