Pioneers of Pagonia 1.0 im Test: Benchmarks (WQHD, UWQHD & UHD), Frametimes und VRAM
2/3Das Testsystem und die Benchmark-Szene
Alle Benchmarks werden auf einem AMD Ryzen 7 9800X3D (Test) durchgeführt, der mit den Standardeinstellungen betrieben wird. Als Mainboard ist das MSI MPG X870E Carbon WIFI (BIOS: 7E49v1A70) verbaut.
Die CPU wird von einem Noctua NH-D15 G2 mit zentral installiertem 140-mm-Lüfter gekühlt. 48 GB Speicher (Corsair Terminator, 2 × 24 GB, DDR5-6000, CL30-38-38-96) stehen dem Prozessor zur Verfügung. Windows 11 25H2 mit sämtlichen Updates und aktiviertem HVCI ist auf einer NVMe-M.2-SSD mit PCIe 4.0 installiert. Dasselbe gilt für das Spiel.
| Treiberversion | Game Ready | |
|---|---|---|
| AMD Radeon | Adrenalin 25.11.1 | Nein |
| Nvidia GeForce | GeForce 591.44 | Nein |
| Intel Arc | 8331 | Nein |
Die 20 Sekunden lange Testsequenz findet im dritten Kampagnenlevel statt und zeigt ein ausgebautes Dorf mit etwa 1.250 Pagoniern. Zu sehen sind entsprechend viele Bewohner, darüber hinaus auch mehrere Gebäude und viel Vegetation. Es handelt sich um eine übliche Szene im Spiel.
Benchmarks in WQHD, UWQHD und Ultra HD
| Grafikoptionen |
|---|
| Ultra-Preset |
| Maximale Grafikdetails |
| 4×MSAA |
Als Aufbaustrategiespiel sind 60 FPS oder mehr in Pioneers of Pagonia nicht notwendig, um ein gutes Spielerlebnis zu ermöglichen. Auf einem VRR-Monitor sind auch 45 FPS ausreichend. Auch mit noch geringeren Spielraten leidet der Spielspaß nur geringfügig, doch wird die Steuerung dann etwas zäh, weshalb 45 Bilder pro Sekunde das angesetzte, empfohlene Minimum sind.
| Nvidia | AMD | Intel | |
|---|---|---|---|
| 2.560 × 1.440 | RTX 5060 Ti (16 GB) RTX 4060 Ti (16 GB) |
RX 9060 XT (16 GB) RX 7700 XT |
X |
| 3.440 × 1.440 | RTX 5060 Ti (16 GB) RTX 4070 |
RX 9070 RX 7800 XT |
X |
| 3.840 × 2.160 | RTX 5070 RTX 4070 |
RX 9070 RX 7900 XT |
X |
- Nvidia-Grafikkarten sind durchweg schneller als die Pendants von AMD
- Blackwell und Lovelace schneiden zueinander wie gewohnt ab, die RTX 5090 ist weiter voraus als üblich
- RDNA 3 hat gegenüber RDNA 4 die Überhand – die deutlich bessere Architektur hilft in dem optisch einfacheren Spiel offenbar nicht
- Intel Arc hat große Probleme: Mit Alchemist startet das Spiel gar nicht erst, auf Battlemage gibt es keine MSAA-Kantenglättung
- 8 GB VRAM sind für maximale Texturdetails zu wenig – auch in Full HD
45 FPS auf RTX 4060 und RX 7600 – was muss ich tun?
Schlicht und ergreifend gar nichts – wenn auch nur knapp. Pioneers of Pagonia läuft mit maximalen Grafikdetails und 4×MSAA in Full HD mit ziemlich genau 45 FPS auf einer Radeon RX 7600, wenn die Texturdetails von der Hoch-Einstellung auf „Mittel“ reduziert werden – sonst reichen die 8 GB VRAM beim Scrollen nicht aus. Für die GeForce RTX 4060 gilt dies ebenso: Mit mittleren Texturen ist die Grafikkarte stark genug, um rund 50 FPS in Full HD zu erzielen.
Das Frame Pacing ist merkwürdig, aber okay
Pioneers of Pagonia kompiliert keine Shader vorab, zumindest ist dies nicht zu erkennen. Shader-Kompilierungsruckler gibt es nicht und auch Traversal-Stotterer sind nicht vorhanden, auch wenn dies bei einem Aufbaustrategiespiel nicht weiter verwundert.
Das eigentliche Frame Pacing ist dennoch ziemlich merkwürdig: Es ist in einer Inkonsistenz sehr konstant. So zeigen sowohl die GeForce RTX 5070 Ti als auch die Radeon RX 9070 XT andauernd kleinere Abweichungen bei der Bildausgabe. Diese Abweichungen wirken aber sehr kontrolliert und sind quasi durchweg gleich groß. Und zum Glück klein genug, dass diese beim Scrollen auf einem VRR-Monitor überhaupt nicht auffallen. Dennoch sollten die Entwickler versuchen, dieses Verhalten abzustellen oder zumindest zu reduzieren.
8 GB VRAM reichen selbst in Full HD nicht aus
| 8 GB | 12 GB | 16 GB | 24 GB | |
|---|---|---|---|---|
| 2.560 × 1.440 | X | ✓ | ✓ | ✓ |
| 3.440 × 1.440 | X | ✓ | ✓ | ✓ |
| 3.840 × 2.160 | X | ✓ | ✓ | ✓ |
Pioneers of Pagonia und der Prozessor
In Pioneers of Pagonia laufen gleichzeitig teils mehr als 1.000 Einwohner über die Karte, das Spiel belastet aber dennoch primär die Grafikkarte. In einem ausgeglichenen System wird immer die Grafikkarte limitieren, zumindest ist der Redaktion keine Sequenz bekannt, in der dies nicht der Fall ist.
Auch der im Test genutzte Ryzen 7 9800X3D und die GeForce RTX 5090 sind ausgeglichene Komponenten. In WQHD wird die Grafikkarte zu 100 Prozent ausgelastet, entsprechend ist dort noch kein CPU-Limit in Sicht. Selbst in 720p ist das Spiel auf dem System noch GPU-limitiert. Entsprechend ist davon auszugehen, dass die CPU nur in sehr unausgeglichenen Systemen, wo die Grafikkarte deutlich leistungsstärker als der Prozessor ist, die FPS limitieren könnte.