Asus GeForce RTX 5080 Noctua im Test: Benchmarks, Testergebnisse und Fazit
2/2Takt unter Last
Asus nennt für die GeForce RTX 5080 Noctua OC Edition einen durchschnittlichen Boost-Takt von 2.700 MHz, mittels Asus-eigener Software kann dieser auf 2.730 MHz erhöht werden (letzteres spielt in diesem Artikel keine Rolle). Metro Exodus PC Enhanced Edition ist bezüglich der Leistungsaufnahme und damit der anliegenden Taktrate ein Worst-Case-Szenario und dort erreicht die Grafikkarte nach einer längeren Aufwärmphase von 20 Minuten in den folgenden 10 Minuten einen durchschnittlichen Takt von 2.753 MHz mit dem Quiet-BIOS. Das Performance-BIOS lässt durch die höhere Lüfterdrehzahl und damit den geringeren Temperaturen minimal höhere 2.775 MHz zu.
In beiden Fällen wird die Asus-Angabe überschritten, was bei Nvidia-Grafikkarten aber völlig normal ist. Nvidias eigene GeForce RTX 5080 Founders Edition erzielt in diesem Szenario eine Frequenz von 2.677 MHz, die Asus-Karte taktet entsprechend 76 MHz beziehungsweise drei Prozent höher im Vergleich zum Quiet-BIOS.
Im Quervergleich zu anderen bereits von ComputerBase getesteten Custom-Lösungen der GeForce RTX 5080 (auf einem leicht anderen Testsystem) zeigt sich, dass die 2.753 MHz ein gutes Stück unter der Asus GeForce RTX 5080 Astral liegen, die auf 2.820 MHz kommt, auch wenn die Unterschiede gering sind. Das Noctua-Modell taktet damit in einem Bereich zwischen der PNY GeForce RTX 5080 OC und der MSI GeForce RTX 5080 Suprim.
Die Gaming-Performance
Von Haus aus übertaktete Grafikkarten sind in Spielen für gewöhnlich nur geringfügig schneller als das Basis-Modell, sodass der Unterschied gerade einmal mess-, aber keinesfalls spürbar ist. Das ist auch bei der Asus GeForce RTX 5080 Noctua OC Edition der Fall, die in Warhammer 40k: Space Marine 2 um 3 Prozent schneller als Nvidias eigene Founders Edition arbeitet. Ob sich die Grafikkarte im Quiet- oder im Performance-Modus befindet, macht diesbezüglich keinerlei Unterschied.
Lautstärke unter Last
Auf dem Windows-Desktop stehen bei der Asus GeForce RTX 5080 Noctua OC Edition die Lüfter still, entsprechend ist nichts von der Grafikkarte zu hören. Das ändert sich auch unter Last nicht großartig, denn mit dem Quiet-BIOS agieren die 3 Lüfter gerade einmal mit einer Lüfterdrehzahl von 740 Umdrehungen pro Minute, was in praktisch unhörbaren 28,5 Dezibel resultiert. Was für ein Unterschied, gerade im Vergleich zur ziemlich lauten Founders Edition, die auf 41 Dezibel kommt.
Mit dem Quiet-BIOS ist die GeForce RTX 5080 Noctua aus einem geschlossenen Gehäuse nicht zu hören, die Gehäuselüfter werden mit Sicherheit einen höheren Geräuschpegel haben. Nochmal quasi „extra leise“ wird die Grafikkarte durch zwei Eigenschaften: Die von Noctua stammenden Lüfter des Typs NF-A12x25 G2 weisen anders als die Pendants eigentlich sämtlicher Grafikkarten abseits der Luftbewegung kein hörbares Eigengeräusch auf. Und darüber hinaus ist die Asus-Karte kaum vom Problem des Spulenrasselns betroffen, zumindest gilt dies für das Testexemplar. Dieses ist normalerweise bei leisen Grafikkarten oft lauter als das Lüftergeräusch, bei der Asus-Karte ist beides kaum bis gar nicht vorhanden.
Mit dem alternativen Performance-BIOS wird die Asus GeForce RTX 5080 Noctua OC Edition deutlich lauter, 1.370 rpm ergeben gut hörbare 37,5 Dezibel. Anders als zum Beispiel bei der Founders Edition ist nur die Luftzirkulation zu hören. Der Geräuschpegel ist nicht störend, leise aber eben auch nicht mehr.
Der Lautstärke-Quervergleich mit MSI Suprim, Asus Astral und co.
ComputerBase hat bereits die Asus RTX 5080 Astral, die MSI RTX 5080 Suprim, die PNY RTX 5080 und die Zotac RTX 5080 AMP Extreme Infinity getestet, aufgrund eines leicht anderen Testsystems zieht die Redaktion in diesem Artikel aber nur einen Quervergleich, anstatt die Ergebnisse mit in die Diagramme zu nehmen.
Dabei zeigt sich sofort, dass die Asus GeForce RTX 5080 Noctua OC Edition noch einmal ein Stück leiser als die MSI GeForce RTX 5080 Suprim ist. Letztere kommt beim Spielen auf gute und durchaus leise 36 Dezibel, im Vergleich zu den 28,5 Dezibel der Noctua Edition ist dies aber fast noch als „Lärm“ zu bezeichnen. Die 28,5 Dezibel sind auch nochmal leiser als die Asus RTX 5080 Astral, die mit einem neuen, mittlerweile verfügbaren Quiet-BIOS auf 31 Dezibel kommt. Hier ist der Unterschied aber nur noch geringfügig vorhanden.
Die 37,5 Dezibel mit dem Performance-BIOS sehen im Vergleich zu den anderen Custom-Designs auch gar nicht mehr so schlecht aus, denn mit diesem ist die Grafikkarte kaum lauter als die meistens RTX-5080-Customs mit dem Quiet-BIOS. Oben drauf kommt zudem noch das Plus, dass bei der Noctua-Karte nur die Luftzirkulation zu hören ist.
GPU- und GDDR7-Temperaturen
Die Asus GeForce RTX 5080 Noctua ist nicht nur sehr leise, sondern bleibt auch kühl. Hier gibt es zwar nur geringe Unterschiede zur Founders Edition, doch ist diese auch nicht gerade ein Hitzkopf. Mit dem Quiet-BIOS wird die Noctua-Karte beim Spielen 71 Grad auf der GPU, 62 Grad auf der Kartenrückseite und 80 Grad beim GDDR7-Speicher warm. Mit dem Performance-BIOS sind es kühlere 62, 54 respektive 68 Grad.
Im Quervergleich zu den anderen Custom-Designs weist die Noctua-Karte mit dem Quiet-BIOS rund 5 Grad höhere GPU-Temperaturen auf, mit dem Performance-BIOS ist die neue Karte genauso kühl wie ihre Pendants. Der GDDR7-Speicher wird auf der RTX 5080 Noctua OC Edition ebenso etwas wärmer, bleibt schlussendlich mit 80 Grad aber kühl. Die noch geringeren Temperaturen bringen einem schlussendlich nichts.
Leistungsaufnahme
Mit 18 Watt auf dem Windows-Desktop benötigt die Asus GeForce RTX 5080 Noctua OC Edition vergleichbar viel Energie wie die GeForce RTX 5080 FE, die auf 19 Watt kommt. Auch unter Last ändert sich an der Differenz nicht viel, 355 Watt lassen sich bei der Noctua-Karte messen, bei der Founders Edition sind es 345 Watt. Die zusätzlichen 10 Watt sind mit den leicht höheren Taktraten zu erklären.
Gemeinsam haben beide Grafikkarten zudem, dass sie kaum Energie über den PCIe-Slot ziehen (gerade einmal 7 Watt) und diese quasi komplett über den Stromstecker kommt. Wenig verwunderlich schneiden beide Modelle auch bei den wenige Millisekunden auftretenden Stromspitzen vergleichbar ab. Die Noctua OC Edition kommt auf 409 Watt, die Founders Edition auf 399 Watt.
Auch mit OC bei 400 Watt bleibt alles leise
Auch das Übertakten bringt die Asus GeForce RTX 5080 Noctua OC Edition nicht aus der Ruhe. Beim Testsample lässt sich die GPU um 354 MHz übertakten, bevor es zu ersten Abstürzen kommt. Beim 16 GB großen GDDR7-Speicher sind zusätzliche 1.003 MHz möglich, darüber hinaus verliert die Grafikkarte geringfügig an Leistung.
In Warhammer 40k: Space Marine 2 steigert sich der Takt dadurch um 360 MHz auf 3.123 MHz, die Performance um ordentliche 11 Prozent. Die Leistungsaufnahme steigert sich laut Telemetrie um 58 Watt auf 401 Watt. Die Lüfter reagieren auf die Änderung, die Drehzahl erhöht sich von 740 auf 950 Umdrehungen pro Minute. Das lässt die Lautstärke auf 31,5 Dezibel ansteigen, was immer noch deutlich leiser ist als zum Beispiel die MSI RTX 5080 Suprim mit dem Silent-BIOS im Werkszustand.
Fazit
Die Asus GeForce RTX 5080 Noctua OC Edition wird ein teures Custom-Design werden, das dem Preis einer „Astral“ von Asus in nichts nachstehen wird. Alles andere wäre zumindest sehr verwunderlich, dazu muss man den tatsächlichen UVP-Preis gar nicht kennen. Wer also eine günstige GeForce RTX 5080 sucht, ist mit ihr falsch beraten.
Dafür liefert die GeForce RTX 5080 Noctua OC Edition bezüglich des Kühlsystems aber eine Qualität ab, die auch die wirklich gute und empfehlenswerte MSI GeForce RTX 5080 Suprim nicht bietet. Die Noctua OC Edition ist beim Spielen quasi unhörbar, sowohl was die Lüfter als auch was das Spulenrasseln angeht. Das Ergebnis ist absolut beeindruckend. Und ja, um die kühlste GeForce RTX 5080 handelt es sich definitiv nicht. Kühl genug ist diese dennoch und genügend Reserven gibt es auch, sodass ein noch kühlerer Betrieb schlicht und ergreifend nichts bringt.
Mit dem Quiet-BIOS eigentlich perfekt
Damit hat die Asus GeForce RTX 5080 Noctua OC Edition mit dem Quiet-BIOS – und genau dieses ist zum Glück der Werkszustand – die Perfekte Mischung aus lautlosem Betrieb und immer noch guter Kühlleistung gefunden. Auch wer die Grafikkarte manuell übertaktet, wird nach wie vor einen sehr leisen Betrieb erleben, an den die anderen Custom-Designs nicht heran kommen.
Das alternative Performance-BIOS wirkt ein wenig sinnlos. Die Grafikkarte bleibt damit zwar ein gutes Stück kühler, nur hat der Spieler davon nichts. Die Lautstärke ist nach wie vor ziemlich leise und allen anderen Custom-Designs im Performance-Modus weit überlegen, doch wird die Grafikkarte so der eigentlichen Stärke beraubt, den flüsterleisen Gaming-Betrieb.
Für einen Spieler, der Wert auf Lautstärke legt, ist die Asus GeForce RTX 5080 Noctua OC Edition damit die beste GeForce RTX 5080 am Markt, zumal das Modell auch keine Schwächen aufweist. Zumindest, solange die wirklich massiven Ausmaße nicht stören und eben die Noctua-typische Optik. Und auch auf den Preis sollte man als Käufer nicht achten müssen. Ist das kein Problem, erwirbt man vermutlich die optimale GeForce RTX 5080.
- Die leiseste aktuelle Grafikkarte mit Lüfter überhaupt
- Absolut flüsterleise mit dem werksseitig aktivem Quiet-BIOS
- Auch mit dem Performance-BIOS immer noch leise
- Zuverlässiger Fan Stop
- Mit 450 Watt hohe maximal einstellbare TDP
- Hochwertige Verarbeitung
- 3 Jahre Garantie ab Kauf
- Massive Ausmaße in allen Dimensionen
- Wer RGB haben möchte ist hier falsch
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