Chuwi AuBox im Test: Dem AMD-Ryzen-Mini-PC für 395 Euro auf den Zahn gefühlt

Volker Rißka
118 Kommentare
Chuwi AuBox im Test: Dem AMD-Ryzen-Mini-PC für 395 Euro auf den Zahn gefühlt

Mini-PCs mit AMD Ryzen boomen. Die Chuwi AuBox liefert 8 Kerne, 16 Threads plus RAM und SSD für unter 400 Euro. Ob das funktioniert, hat sich die Redaktion am Beispiel der Chuwi AuBox genauer betrachtet und festgestellt, dass auch durch den Preis bedingt viel Potenzial ungenutzt liegen bleibt.

Chuwi AuBox: Wie viel Mini-PC gibt es ab 395 Euro?

In den letzten Wochen häuften sich die Angebote. Eine Vielzahl Hersteller aus China kam mit Mini-PCs im Portfolio auf die Bühne, die vergleichsweise günstig mit auf den ersten Blick sehr guter Ausstattung daherkamen. Die Ausstattung ist dabei stets sehr ähnlich: Es wird die letzte oder vorletzte AMD-Ryzen-Generation alias Hawk Point genutzt, RAM und SSD dazu gepackt – und schon ist der Mini-PC nahezu fertig. Und für Preise von unter 400 Euro ist das Paket dann auf den ersten Blick durchaus ansprechend. Doch der Teufel steckt wie üblich im Detail, wie der Test der Chuwi AuBox für 395 Euro zeigt.

Chuwi AuBox 8745HS
11.09.2025
  • Hohe Anwendungsleistung
  • Geringer Verbrauch im Alltag
  • Gute Kühlung mit solider Lüfterkurve
  • Kompaktes Alu-Chassis
  • Vielfältige Anschlüsse
  • Dual-2,5-Gbit-LAN
  • Uralt-BIOS mit Sicherheitslücken
  • Support undurchsichtig
  • Dennoch unter Volllast gut hörbar
  • Überraschungsbox bei RAM/SSD
  • Nur ein RAM-Riegel ab Werk verbaut
  • Nur PCIe-3.0-SSD

Schneller mobiler Last-Gen-Prozessor von AMD

Herzstück der Chuwi AuBox ist ein AMD Ryzen 7 8745HS. Diese APU bietet acht Kerne und 16 Threads bei maximal 4,9 GHz an, die zugrunde liegende CPU-Architektur heißt Zen 4. Damit ist er per se zwar nur das Vorgängermodell der neuesten Zen-5-Lösungen, da aber auch die bereits viel CPU-Leistung bot, ist das im Alltag kaum relevant. Bekanntlich gehört zu den APU-Lösungen von AMD auch eine integrierte GPU, in dem Fall eine Radeon 780M. Diese basiert auf RDNA 3 und kann damit sogar Raytracing; primär auf dem Papier, denn für Hochkaräter-Spieletitel ist die Leistung dann doch viel zu schwach, zumal das System bei der Speicherbandbreite geizt. Doch dazu später mehr.

Beide AuBoxen geöffnet
Beide AuBoxen geöffnet

RAM und SSD sind im Lieferzustand limitiert

Obwohl das Mainboard in der AuBox zwei Speicherslots bietet, wird in der kaufbaren Option lediglich ein Riegel verbaut. Auch beim Massenspeicher wählt Chuwi den günstigsten Weg: die beiden M.2-Slots unterstützen zwar PCIe 4.0 mit je vier Lanes, doch der Hersteller verbaut nur 512 GByte beziehungsweise neuerdings auch 1 TByte als PCIe-3.0-Lösung. Anders gesagt: Das System bietet Optionen für eine leichte Aufrüstung nach dem Kauf.

Eine OEM-SSD ist ab Werk verbaut

So oder so ist beim RAM und der SSD vor dem Kauf nicht klar, was genau man denn bekommt, sprich welche Produkte genau. Bei den zwei Testmodellen war der Speicher beispielsweise bereits unterschiedlich, die SSD kam zumindest vom gleichen Anbieter. Auch hier kann es aber zu Anpassungen kommen, je nachdem, was der Markt gerade in Mengen verfügbar hat – das betrifft aber viele Hersteller.

Noname-OEM-Arbeitsspeicher

ComputerBase lag die AuBox in zwei Ausführungen vor, weil das erste Muster mit 16 GB RAM im SIngle-Channel-Modus mit 512 GB PCIe-3.0-Festplatte doch überraschte. Die inzwischen ebenfalls angebotene 1-TB-Version wurde daraufhin ebenfalls noch angefordert, erwies sich aber ebenfalls als Single-Channel-RAM-Modell.

Moderne und vielfältige Anschlüsse

Der Mini-PC bietet nach außen hin moderne Anschlüsse. In der Front ist nur der Ein- und Ausschalter zu finden, die ersten zugänglichen Ports liegen dann an der rechten Seite, gefolgt von den typischen Anschlüssen auf der Rückseite, von denen USB 4 und Dual-LAN herausstechen. Diese Anordnung ist ungewöhnlich, letztlich aber auch nur eine Frage der Gewohnheit.

Chuwi AuBox – externe Anschlüsse
Chuwi AuBox – externe Anschlüsse

Zum Lieferumfang gehört auch ein externes 120-Watt-Netzteil, welches die Verbindung zum Mini-PC via Hohlstecker sucht.

In Kürze wird Chuwi die Basisvariante durch ein Modell mit zusätzlichem OCuLink ergänzen, respektive in einigen Ländern vermutlich sogar ersetzen. Da es in der Übergangsphase aber noch nicht ganz klar ist, wann welche Variante wo erscheint, wird aktuell überall nur die Variante ohne OCuLink angepriesen, erklärte Chuwi auf Nachfrage von ComputerBase.

Bildvergleich: Chuwi AuBox in der ersten Version Chuwi AuBox in der zweiten Version

Altes BIOS mit Sicherheitslücken

Das vorinstallierte BIOS der Chuwi AuBox ist aus dem letzten Jahr. Der zugrunde liegende Microcode 1.1.0.3 für die AMD-Plattform Phoenix/Hawk Point ist sogar noch älter – und er gilt bereits einige Zeit als nicht mehr sicher und muss aktualisiert werden. Schon im März hat AMD hier entsprechende Richtlinien veröffentlicht und seitdem mehrmals aktualisiert. Kürzlich kamen weitere Informationen ans Licht, dass die ältere Version noch weitere Lücken aufweist.

AMD empfiehlt letztlich, einen Microcode zu verwenden, der dem Stand 1.2.0.0 oder gar 1.2.0.0c entspricht. Doch bei Chuwi gibt es diesen nicht.

Support bleibt eine schlechte Überraschungsbox

Chuwi vertreibt die Mini-PCs primär über den eigenen Shop, auch bei AliExpress und einigen anderen Plattformen gibt es die Systeme hin und wieder zu ähnlichen Preisen. Chuwi gewährt ein Jahr Garantie.

Auch der Support wird über die eigene Seite abgewickelt. Bei Problemen gibt es wie bei anderen Anbietern aus China erst einmal über ein Kontaktformular auf der Webseite. Auch ein Forum bietet Chuwi, im Unterforum zur AuBox ist aber nahezu nichts los.

Der Downloadbereich bei Chuwi streikt auch gern mal
Der Downloadbereich bei Chuwi streikt auch gern mal

Im Downloadbereich versuchte die Redaktion unter anderem an neue BIOS-Versionen zu kommen, dies war jedoch nicht von Erfolg gekrönt. Dort gibt es zwar zwei Treiberpakete, jedoch wird vorab nicht einmal klar, was diese genau beinhalten. Das OS-Paket ist knapp 11 GByte groß, das Treiberpaket fasst 1,2 GByte. In ersterem steckt wirklich eine Windows-11-ISO, das Treiberpaket liefert Dateien für die AMD-Hardware, LAN, WLAN und Audio.

Das Problem an diesen Paketen: Auch sie sind allesamt aus dem letzten Jahr, es wird damit lediglich sichergestellt, dass der PC lauffähig ist. Aktualität ist hier Fehlanzeige. Auch ein BIOS-Update gibt es nicht.

Das ist ein massiver Minuspunkt, hier haben zuletzt die bereits etwas etablierten Marken wie Minisforum, Geekom und Beelink Verbesserungen eingeführt; dort gibt es mittlerweile BIOS-Updates und mehr. In diesem Punkt muss Chuwi zweifelsohne noch aufholen.

UVPs sind bei Mini-PCs aus China irrelevant

Wie beim Geekom IT15 thematisiert, trifft das Thema der wenig transparenten Preisgestaltung auch bei der Chuwi AuBox zu. Zwar gibt es auf der Webseite eine UVP, diese wird jedoch dauerhaft unterboten. Und wie üblich kommt dann jede Woche noch ein Aktionscode dazu, der den Preis weiter drückt. Aus 569 Euro „UVP“ werden vor Aktionscode schon standardmäßig 449 Euro, mit Code letztlich 395,12 Euro (zumindest zum Testzeitpunkt). Wird stattdessen „BASEAUBOX“ verwendet, sind es 390,63 Euro.

Wird der Code „BASEAUBOX“ statt „ABO45“ verwendet, sinkt der Preis sogar auf 390,63 Euro
Wird der Code „BASEAUBOX“ statt „ABO45“ verwendet, sinkt der Preis sogar auf 390,63 Euro

Das Problem bei den Shops ist wie so oft, dass die Shop-Links je nachdem, von wo der Besucher kommt, unsauber sind, Beschreibungen vermischt werden und man letztlich nicht wirklich weiß, welche Variante es denn ist und nach der Bestellung verschickt wird. Automatisch übersetzte Webseiten machen dies oft nur noch schlimmer, so auch bei Chuwi. ComputerBase hat diese Punkte an das Unternehmen herangetragen, Chuwi will daran arbeiten. Und so wurde das ins Deutsche übersetzte Angebot zumindest schon etwas besser, perfekt aber noch nicht.

Die kleine Verkaufsversion lässt viel Potenzial liegen

Die verkaufte Version der AuBox lässt am Ende in wenigstens drei Punkten viel Potenzial liegen und wäre mit Abstellung dieser beinahe unschlagbar. Dies würde aber vermutlich den Preis leicht ansteigen lassen, denn in der Regel sind die Preise nur so gültig, wenn exakt dieses Bundle verkauft wird.

Damit steigt natürlich der Wunsch nach einer Barebone-Variante: Blank gekauft und selbst zwei Speicherriegel und PCIe-4.0-SSD hinzugepackt, erschlägt direkt zwei der Kritikpunkte. Doch das kostet etwas, schnell wäre der Vorteil der AuBox dahin. Und das Software-Problem bestünde weiterhin.

Installation und Einrichtung

Windows 11 ist auf der SSD vorinstalliert, das Build 24H2 2314 dabei auch ganz schnell auf dem Desktop, erst dort werden die Windows Updates angestoßen, um das System auf den aktuellen Stand zu bringen. Dies funktioniert wie üblich bei Hardware von der x86-Stange problemlos, auch alle Treiber sind dann halbwegs aktuell. Davon leben die günstigen Mini-PCs natürlich, so kann der eigene Support auf ein Minimum beschränkt werden.

Chuwi AuBox 1 TB out of the box
Chuwi AuBox 1 TB out of the box

Im Einsatz bleibt der Mini-PC von Chuwi unauffällig, erledigt alle an ihn gestellten Aufgaben problemlos. Auch alle Anschlüsse funktionieren aus dem Stand heraus, hier sind keine Probleme aufgetaucht.

Leistungsaufnahme und Lautstärke

Das Metallgehäuse sorgt für eine gute Wärmeableitung, sodass die Lösung im normalen Alltag auch sehr leise arbeiten kann. Mit 6,5 Watt unter Windows 11 ist sie zudem sehr sparsam, dies ist aber auch dadurch bedingt, dass nur ein Speicherriegel und eine kleine PCIe-3.0-SSD verbaut sind, die sehr wenig Strom aufnehmen.

Wird der PC dann mal etwas länger gefordert, wird er auch sehr gut hörbar. Die Lüfterkurve ist dabei aber deutlich besser als zuletzt bei Geekom ausgelegt. Das System lässt sich erst einmal ganz viel Zeit, bis der Lüfter dann aber stetig weiter aufdreht. Kurze Lastspitzen können so sehr leise abgefangen werden, nur wenn es eben länger dauert, wird es auch laut.

Weil die APU über 70 Watt aufnehmen darf, ist klar, dass das System mit 41 dB(A) gut hörbar kühlt.

Chuwi AuBox in der Standard-Einstellung
Chuwi AuBox im Einsatz
Profil Lautstärke, Temperatur und Stromverbrauch (CPU gesamt)
zum Start Durchschnitt am Ende
Windows 11 im Leerlauf
Standardmodus (65/75 W) 28 dB(A) bei 36 °C und 2,9 Watt
Cinebench 2024 Multi-Core
Standardmodus (65/75 W) 33 dB(A) bei 90 °C und 73,7 Watt 40,5 dB(A) bei 87 °C und 64 Watt 41 dB(A) bei 91 °C und 65 Watt
3DMark Steel Nomad Light
Standardmodus (65/75 W) 30 dB(A) bei 52 °C und 24 Watt
Windows Power Profil immer auf „Ausbalanciert“, Verbrauch laut Telemetrie (CPU only)

Testergebnisse

In normalen Alltagsszenarien schlägt sich die AuBox sehr gut. Acht Kerne und 16 Threads aus der Zen-4-Generation sind zwar nicht mehr der neueste Schrei, aber nach wie vor gut genug um hier zu bestehen. Da die APU auch die TDP von 65 bis 75 Watt voll ausspielen kann, setzt sie die zur Verfügung stehende Leistung entsprechend um – und kann so auch einem auf leise getrimmten Intel Core Ultra 200H in die Parade fahren.

Diagramme
CPU-Leistungsaufnahme in CB24 Multi-Core
020406080Watt (W) 150100150200250300350400

In den Leistungstests kommt es dann aber exakt auf das Szenario an: Multi-Core-Apps funktionieren super, im Single-Core-Betrieb wird der Rückstand durch die ältere Architektur deutlicher. Und bei der Grafik, nunja, das Thema des Speicherriegels wurde bereits angesprochen und schlägt hier voll negativ durch – die iGPU braucht Bandbreite und bekommt mit Single-Channel-RAM nur die Hälfte.

Diagramme
Cinebench 2024 Multi-Core
    • Beelink SER9 – Performance
      HX 370 (65W), LPDDR5X-7500
      1.210
    • Beelink SER9 – Balanced
      HX 370 (54W), LPDDR5X-7500
      1.138
    • Asus NUC 15 Pro – Standard
      U7 255H (64/64W), DDR5-6400
      1.069
    • Asus NUC 15 Pro – Flüstern
      U7 255H (64/64W), DDR5-6400
      1.059
    • Asus NUC 15 Pro – Leistung
      U7 255H (64/64W), DDR5-6400
      1.049
    • Geekom IT15 – Performance
      U9 285H (45/75W), DDR5-5600
      998
    • Chuwi AuBox – Standard
      R7 8745HS (65/75W), DDR5-5600
      889
    • Geekom IT15 – Normal
      U9 285H (33/64W), DDR5-5600
      867
    • Geekom IT15 – Silent
      U9 285H (20/30W), DDR5-5600
      555
Einheit: Punkte

Zwei statt ein Speichermodul sorgen für Leistungsschub

Dass AMDs Prozessoren mit potenter integrierter Grafikeinheit Dual-Channel-Speicher nicht nur bevorzugen, sondern eigentlich auch benötigen, ist ComputerBase-Lesern bereits seit fast 15 Jahren bekannt. Dennoch werden auch heute noch Systeme mit nur einem Modul angeboten, so eben auch von Chuwi.

16 GByte RAM in Form von zwei Modulen sind schnell verbaut
16 GByte RAM in Form von zwei Modulen sind schnell verbaut

In der Redaktion wurde das verbaute DDR5-5600 mit 16 GByte gegen zwei DDR5-5600-Riegel mit jeweils 8 GByte getauscht. Der Aufpreis für solch eine Änderung dürfte sehr gering ausfallen, der Leistungsgewinn liegt aber bereits im 3DMark bei 50 Prozent.

3DMark-Ergebnis mit Single-Channel-RAM
3DMark-Ergebnis mit Single-Channel-RAM
3DMark-Ergebnis mit Dual-Channel-RAM
3DMark-Ergebnis mit Dual-Channel-RAM

Traditionell profitieren vom Zwei-Kanal-Modus aber auch speicherlastige Anwendungen, es ist der einfachste Weg Leistung zu gewinnen – oder eben zu verschenken. Der Speicherbenchmark von AIDA64 zeigt dazu passend direkt die exakt doppelte Bandbreite, wenn zwei Riegel statt ein Modul mit am Ende dennoch gleicher Gesamtkapazität verbaut werden.

Speichertest mit Single-Channel-RAM
Speichertest mit Single-Channel-RAM
Speichertest mit Dual-Channel-RAM
Speichertest mit Dual-Channel-RAM

Die doppelt so große SSD beim etwas neueren Modell bringt in gewissen Szenarien ebenfalls einen deutlichen Geschwindigkeitsschub mit, obwohl sie weiterhin nur PCIe 3.0 bietet.

CrystalDiskMark der Variante mit 512-GByte-SSD
CrystalDiskMark der Variante mit 512-GByte-SSD
CrystalDiskMark der Variante mit 1-TByte-SSD
CrystalDiskMark der Variante mit 1-TByte-SSD

Fazit und Empfehlung

Die Chuwi AuBox ist für unter 400 Euro (nach Rabattcode) ein potenter Mini-PC, der vor allem im Office-Umfeld punkten kann. Der AMD Ryzen 7 8745HS spielt mit acht Kernen und 16 Threads, auch wenn er noch Zen 4 statt Zen 5 (Strix Point) nutzt, eine sehr hohe Leistung aus. Über die integrierte Grafik (Radeon 780M) und Multimediafähigkeiten taugt die Lösung aber auch als kleine Multimedia-Station. Und der Preis wirkt auf den ersten Blick fast unschlagbar. Doch ein rundum perfektes Angebot ist die AuBox am Ende trotzdem nicht.

Chuwi AuBox – externe Anschlüsse
Chuwi AuBox – externe Anschlüsse

Eine Einschränkung gibt es in Bezug auf die Hardware: Es gibt ab Werk nur Single-Channel-RAM und die SSD basiert auf PCIe 3.0.

Bei kostengünstigen PCs, Notebooks und letztlich auch Mini-PCs nur einen Speicherriegel zu verbauen, ist keine Neuheit – kostet aber Leistung. Wann immer der letzte Cent gespart werden soll, kommt dieser Ansatz zum Zuge. Die – insbesondere in Spielen große – Einschränkung lässt sich in der AuBox zum Glück schnell beheben: Ein zweiter SO-DIMM-Riegel ist schnell verbaut.

Bei der Noname-SSD nach PCIe-3.0-Standard kommt es drauf an, wie der PC genutzt wird, ob man überhaupt was merkt. Für alltägliche Aufgaben reicht das nämlich aus und die neue Option auf 1 TByte direkt ab Werk löst auch das Problem, dass eventuell zu schnell der Platz ausgeht.

Die andere Einschränkung wiegt damit am Ende sogar noch schwerer: Der Support, der in diesem Fall einmal mehr für echte Bauchschmerzen sorgt.

Hier steht Chuwi noch ziemlich am Anfang und das ist ein Problem. Support heißt heutezutage bei kompletten PCs eben nicht nur eine Garantie zu bieten. Nein, auch der fortwährende Software-Support gehört dazu. Chuwi liefert die AuBox allerdings mit einem uralten BIOS mit von AMD bestätigten Sicherheitslücken und bietet derzeit auch kein Update an.

Chuwi AuBox 8745HS
11.09.2025
  • Hohe Anwendungsleistung
  • Geringer Verbrauch im Alltag
  • Gute Kühlung mit solider Lüfterkurve
  • Kompaktes Alu-Chassis
  • Vielfältige Anschlüsse
  • Dual-2,5-Gbit-LAN
  • Uralt-BIOS mit Sicherheitslücken
  • Support undurchsichtig
  • Dennoch unter Volllast gut hörbar
  • Überraschungsbox bei RAM/SSD
  • Nur ein RAM-Riegel ab Werk verbaut
  • Nur PCIe-3.0-SSD

Die Alternative? Doch etwas mehr Geld ausgeben und keine Einschränkungen bei Hard- und Software haben.

Beelink hat beispielsweise den sehr guten Mini-PC SER9 (Test) zuletzt nach unten abgerundet und packt dort nun auch einen Ryzen 7 H 255 hinein – das ist quasi der 8745HS unter neuem Namen.

Beelink stellt der APU dann auch 32 GByte LPDDR5X-7500 im Dual-Channel-Modus zur Seite, schneller geht es hinsichtlich RAM nach Datenblatt nicht. Auch eine 1 TByte große PCIe-4.0-Marken-SSD ist dabei. Die Preisempfehlung liegt aktuell bei 443,11 Euro, die Auslieferungen beginnen gerade – vermutlich gibt es bald Rabattcodes, die den Preis noch weiter drücken könnten. Aber auch die aktuell gut 50 Euro mehr lohnen sich schnell, denn auch beim Support ist Beelink schon einen Schritt weiter.

ComputerBase hat zwei Chuwi AuBox zum Test direkt vom Hersteller erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.

Dieser Artikel war interessant, hilfreich oder beides? Die Redaktion freut sich über jede Unterstützung durch ComputerBase Pro und deaktivierte Werbeblocker. Mehr zum Thema Anzeigen auf ComputerBase.

📊 Intel, AMD oder Nvidia? Mach' jetzt noch mit bei unserer großen Jahresumfrage!