Samsung Galaxy S25 Edge im Test: Hat's für mehr gereicht als dünn und leicht?
Das Galaxy S25 Edge ist in erster Linie dünn und leicht, diesen zwei Punkten müssen sich andere Aspekte mal mehr und mal weniger unterwerfen, wie der Test verdeutlicht. Technisch interessant ist das Smartphone allemal, und es dürften weitere Geräte dieser Art folgen. Der größte Konkurrent ist zum Start mal wieder Samsung selbst.
2025 könnte das Jahr der besonders dünnen Smartphones werden, zumindest wenn es um die global betrachtet zwei größten Hersteller Samsung und Apple geht. Samsung ist jetzt schon mit dem Galaxy S25 Edge an der Reihe, bei Apple soll Gerüchten zufolge im Spätsommer ein „iPhone 17 Air“ präsentiert werden. Im ewigen Konkurrenzkampf beider Unternehmen darf sich Samsung jetzt Erster nennen und legt mit einem 5,84 mm dünnen Smartphone vor. Bei Apple werden angeblich noch dünnere 5,5 mm anvisiert.
Doppelter Speicher für Vorbesteller
Das Galaxy S25 Edge hat eine unverbindliche Preisempfehlung von 1.249 Euro (256 GB) und 1.369 Euro (512 GB). Vorbesteller erhalten den größeren Speicher noch bis zum 29. Mai zum Preis des kleineren, ab 30. Mai soll das Smartphone im Handel erhältlich sein. Bei den Farben stehen Titanium Silver (Testgerät), Jetblack und Icyblue zur Auswahl.
Am unverbindlichen Preis gemessen landet es somit exakt zwischen Galaxy S25+ (1.149 Euro) und S25 Ultra (1.449 Euro). Die bereits im Januar vorgestellten Smartphones sind im freien Handel jedoch bereits ab 759 Euro und ab 929 Euro zu bekommen, hier benachteiligt das Galaxy S25 Edge im Direktvergleich der vier Monate spätere Marktstart.
Technische Daten des Galaxy S25 Edge
| Samsung Galaxy S25 Edge | Samsung Galaxy S25 Ultra | Samsung Galaxy S25+ | Samsung Galaxy S25 | |
|---|---|---|---|---|
| Software: (bei Erscheinen) |
Android 15.0 | |||
| Display: | 6,70 Zoll, 1.440 × 3.120 513 ppi, 120 Hz Dynamic AMOLED 2X, HDR, Gorilla Glass Ceramic 2 |
6,90 Zoll, 1.440 × 3.120 498 ppi, 120 Hz Dynamic AMOLED 2X, HDR, Gorilla Armor 2 |
6,70 Zoll, 1.440 × 3.120 513 ppi, 120 Hz Dynamic AMOLED 2X, HDR, Gorilla Glass Victus 2 |
6,20 Zoll, 1.080 × 2.340 416 ppi, 120 Hz Dynamic AMOLED 2X, HDR, Gorilla Glass Victus 2 |
| Bedienung: | Touch, Fingerabdrucksensor, Gesichtsscanner | Touch, Stylus, Fingerabdrucksensor, Gesichtsscanner | Touch, Fingerabdrucksensor, Gesichtsscanner | |
| SoC: | Qualcomm Snapdragon 8 Elite 2 × Oryon 2, 4,47 GHz 6 × Oryon 2, 3,53 GHz 3 nm, 64-Bit |
|||
| GPU: | Adreno 830 1.200 MHz |
|||
| RAM: | 12.288 MB LPDDR5X |
|||
| Speicher: | 256 / 512 GB | 256 / 512 / 1.024 GB | 256 / 512 GB | 128 / 256 / 512 GB |
| 1. Kamera: | 200,0 MP, 4320p f/1,70, AF, OIS, LED |
50,0 MP, 4320p f/1,80, AF, OIS, LED |
||
| 2. Kamera: | 12,0 MP, f/2,20, AF | 50,0 MP, f/1,90, AF | 12,0 MP, f/2,20 | |
| 3. Kamera: | Nein | 10,0 MP, f/2,40, AF, OIS | ||
| 4. Kamera: | Nein | 50,0 MP, f/3,40, AF, OIS | Nein | |
| 5. Kamera: | Nein | |||
| 1. Frontkamera: | 12,0 MP, 2160p Display-Blitz, f/2,20, AF |
|||
| 2. Frontkamera: | Nein | |||
| GSM: | GPRS + EDGE | |||
| UMTS: | HSPA+ ↓42,2 ↑5,76 Mbit/s |
|||
| LTE: | Advanced Pro | |||
| 5G: | NSA/SA | |||
| WLAN: | 802.11 a/b/g/n/ac/ax/be Wi-Fi Direct |
|||
| Bluetooth: | 5.4 | |||
| Ortung: | A-GPS, GLONASS, BeiDou, Galileo, QZSS, NavIC | |||
| Weitere Standards: | USB-C 3.2, UWB, NFC | USB-C 3.2, NFC | ||
| SIM-Karte: | Nano-SIM, Dual-SIM | |||
| Akku: | 3.900 mAh, 25,0 W fest verbaut, kabelloses Laden |
5.000 mAh, 45,0 W fest verbaut, kabelloses Laden |
4.900 mAh, 45,0 W fest verbaut, kabelloses Laden |
4.000 mAh, 25,0 W fest verbaut, kabelloses Laden |
| Größe (B×H×T): | 75,6 × 158,2 × 5,84 mm | 77,6 × 162,8 × 8,20 mm | 75,8 × 158,4 × 7,30 mm | 70,5 × 146,9 × 7,20 mm |
| Schutzart: | IP68 | |||
| Gewicht: | 163 g | 218 g | 190 g | 162 g |
| Preis: | ab 619 € / ab 700 € | ab 892 € / ab 1.040 € / ab 1.285 € | ab 759 € / ab 999 € | ab 579 € / ab 649 € / ab 729 € |
Dünner und leichter fühlt sich moderner an
Der Formfaktor ist das Merkmal, über das sich das Galaxy S25 Edge definiert. Eines muss man Samsung lassen: Dünne und leichte Technikprodukte fühlen sich schlichtweg mehr nach Zukunft an als dicke und schwere. Insofern fühlt sich das S25 Edge moderner als die drei anderen Modelle der Serie an. Es ist das Zusammenspiel von drei Variablen, das für diesen Eindruck sorgt: Bautiefe, Gewicht und Flächenmaß. 5,8 mm, 163 g und 6,7 Zoll wollen im Kopf nicht zusammenpassen und wirken deshalb surreal in der Hand.
Jedes andere Galaxy S25 ist mindestens 1,4 mm dicker. Das S25 Edge ist damit nicht mehr ganz so präsent in der Hosentasche, die 6,7 Zoll für den Bildschirm lassen sich in diesem Punkt aber nicht kaschieren. Mehr trägt zum reduzierten Eindruck das Gewicht bei, das mit nur 1 g Unterschied fast dem kleinsten Galaxy S25 entspricht. Nimmt man das Galaxy S25 Edge in die Hand, wirkt es zunächst besonders leicht, bevor die geringe Bautiefe ihren nicht minder modernen Eindruck hinterlässt.
Smartphones waren sogar schon mal dünner
Unter aktuellen Top-Smartphones setzt Samsung damit einen neuen Benchmark, allerdings nicht rückblickend betrachtet. Schon vor zehn Jahren kam Motorola mit dem Moto Z (Test) auf lediglich 5,2 mm, dann jedoch mit ausgelagerten Features. Oppo und Vivo haben vor ein paar Jahren sogar schon einmal die Marke von 5 mm unterschritten. Superlative sind beim S25 Edge angesichts der gebotenen Ausstattung durchaus angebracht, man darf es damit aber nicht übertreiben.
Stabil ist das Smartphone trotzdem
Samsung vertraut für das Gehäuse auf Titan und somit den gleichen Rahmen wie beim S25 Ultra. Schon zum ersten Hands-on-Termin hinterließ das Smartphone einen stabilen Eindruck, woran auch der Test nichts verändert hat. Angst vor dem nächsten „Bendgate“ muss man nicht haben. Fest steht aber auch, dass sich jedes Smartphone mit genug Kraft verbiegen lässt. Im Test ließ sich das S25 Edge keine konstruktionsbedingte Schwäche anmerken, auch der IP68-Schutz gegen Staub und Wasser fällt identisch zur restlichen Serie aus. Dünner klingen hingegen die hier kleineren Lautsprecher.
6,7-Zoll-OLED wie im S25+
Der Bildschirm entspricht praktisch dem des Galaxy S25+ (Test), lediglich beim Schutzglas handelt es sich um Gorilla Glass Ceramic 2 statt Gorilla Glass Victus 2. Das Keramikglas soll bei gleicher Stabilität flacher bauen, erklärte Samsung zur Vorstellung, und ein wenig besser Reflexionen schlucken als Gorilla Glass Victus 2. Im Test war davon allerdings nichts zu merken, erst mit dem Gorilla Armor 2 des S25 Ultra kommt es zu einer deutlichen Verbesserungen in diesem Punkt. In den Punkten Ablesbarkeit und Schwarzwert bei einfallendem Licht bleibt das Topmodell von Samsung die Messlatte.
Spitzenwerte von 2.600 cd/m²
Bei der Helligkeit nehmen sich alle vier Galaxy S25 kaum etwas. Für das S25 Edge ließen sich im Test vollflächig rund 1.400 cd/m² und bis zu 2.600 cd/m² in der Spitze ermitteln. Die Bildwiederholrate liegt auch für dieses Modell bei dynamischen 120 Hz. Wie beim S25+ sorgt die Kombination aus 1.440 × 3.120 Pixeln und „nur“ 6,7 Zoll für ein sehr scharfes Schriftbild mit 513 ppi. Um die Batterie etwas zu schonen, ist das Panel ab Werk aber auch hier lediglich auf Full HD eingestellt. Die Akkutests hat die Redaktion einmal mit Samsungs Standardeinstellungen und einmal anspruchsvolleren Einstellungen wie unter anderem voller QHD-Auflösung durchgeführt.
Snapdragon 8 Elite mit höherem Takt
In puncto Leistungsfähigkeit ist das Galaxy S25 Edge identisch zu allen anderen Modellen der Baureihe aufgestellt, sodass auch hier der Qualcomm Snapdragon 8 Elite in der leicht höher getakteten Variante „for Galaxy“ in Kombination mit 12 GB RAM zum Einsatz kommt. Dem SoC stellt Samsung mindestens 256 GB Speicher (UFS 4.0) zur Seite, optional sind 512 GB. Varianten mit 128 GB oder 1 TB gibt es für das S25 Edge nicht.
Peak-Performance auf demselben Niveau
Zur Vorstellung ließ Samsung verlauten, dass die dünne Bauweise die Leistungsfähigkeit nicht negativ beeinflusse. Das ist auch zutreffend, betrifft allerdings nur die Spitzenleistung im jeweils ersten Durchgang des Benchmarks. Unter Dauerlast fällt das S25 Edge früher zurück. Die Peak-Performance aller vier Galaxy-S25-Modell fällt – mit leichten Abweichungen – aber fast identisch aus.
- Geekbench 6.3 – Multi-Core Total
- Geekbench 6.3 – Multi-Core Integer
- Geekbench 6.3 – Multi-Core Floating Point
- Geekbench 6.3 – Single-Core Total
- Geekbench 6.3 – Single-Core Integer
- Geekbench 6.3 – Single-Core Floating Point
- Geekbench 6.3 – GPU (Metal/Vulkan)
- JetStream 2.1
- PCMark Work 3.0
- PCMark Storage 2.0
- 3DMark Unlimited – Solar Bay (Metal/Vulkan)
- 3DMark Unlimited – Steel Nomad Light (Metal/Vulkan)
- 3DMark Unlimited – Wild Life Extreme (Metal/Vulkan)
- 3DMark Unlimited – Wild Life (Metal/Vulkan)
- GFXBench Offscreen – Aztec Ruins 2160p (High) (Metal/Vulkan)
- GFXBench Offscreen – Aztec Ruins 1440p (High) (Metal/Vulkan)
- GFXBench Offscreen – Aztec Ruins 1080p (Normal) (Metal/Vulkan)
- GFXBench Offscreen – Car Chase 1080p (Metal/OpenGL ES 3.1)
- Basemark GPUScore: In Vitro – 1080p, 60% RT
Unter Dauerlast das langsamste S25
Erst unter Dauerlast zeigt das Galaxy S25 Edge, dass dessen Kühlsystem die geringsten Reserven der Serie hat und das Smartphone am ehesten an Leistung verliert. Im Raytracing-Benchmark 3DMark Solar Bay liegt das nächst bessere Galaxy S25 zum Abschluss des Tests rund 16 Prozent vor dem S25 Edge, im 3DMark Steel Nomad Light sind es 7 Prozent. Im älteren 3DMark Wild Life schneidet das S25 9 Prozent besser ab.
Größer fallen die Unterschiede zum flächenbezogen gleich großen Galaxy S25+ aus, das aber 1,5 mm dicker baut. Dieses Smartphone schneidet unter Dauerlast in derselben Reihenfolge der zuvor genannten Benchmarks 30 Prozent, 14 Prozent und 46 Prozent besser ab. Zwischen Galaxy S25 Edge und S25+ klafft demnach durchaus eine größere Leistungslücke. Der dünne Neuzugang erwärmt sich schlichtweg früher und kann Wärme schlechter abführen. Auf nur 5,8 mm hilft selbst die Vapor Chamber nur eingeschränkt.
Im Alltagsgebrauch ein schnelles Smartphone
Auf der Suche nach einem Galaxy-S25-Modell nicht nur mit hoher Spitzenleistung, sondern auch (mehr) Leistung unter stärkerer Belastung, stellen deshalb vor allem Galaxy S25+ und S25 Ultra die bessere Wahl dar. Das überrascht allerdings nicht und ist logische Konsequenz der Bauweise. Das Galaxy S25 Edge bleibt aber selbst damit ein sehr schnelles Smartphone, es wäre übertrieben zu behaupten, dass davon der Alltagsgebrauch negativ beeinflusst wird. Man muss hier ganz klar zwischen Browser, Multimedia, Social Media, Office und ähnlichen Apps auf der einen und Benchmarks respektive anspruchsvollen Spielen auf der anderen Seite unterscheiden.
Android 15 und One UI 7 mit sieben Jahren Updates
Das Galaxy S25 Edge läuft mit dem gleichen Android 15 und One UI 7 wie andere aktuelle Smartphones von Samsung und hinterließ im alltäglichen Gebrauch einen ebenso flotten und stabilen Eindruck. Der Neuzugang bietet das volle Paket an Galaxy-AI-Features und unterstützt auch die Desktop-Umgebung DeX, um das Smartphone mit (drahtloser) Maus und Tastatur am großen Bildschirm nutzen zu können. Auch das S25 Edge kommt mit sieben Jahren Support für Android-Versionen und Sicherheitspatches.