Galaxy Z Fold 7 und Flip 7 im Test: Kameras und Fazit
3/3Die 200-MP-Kamera des Galaxy S25 Ultra
Zum „Ultra-Mantra“ von Samsung sollen diesmal auch die Kameras beitragen, denn Anwender sollen beim Kauf eines Foldables in diesem Punkt keine Kompromisse mehr gegenüber günstigeren Smartphones wie dem Galaxy S25 Ultra hinnehmen müssen.
Viele Kameras bleiben aber gleich
Im Detail betrachtet gilt dies jedoch ausschließlich für das Fold 7, das den 200-MP-Sensor der Hauptkamera des Galaxy S25 Ultra jetzt ebenso für die Hauptkamera erhalten hat. Die zwei weiteren Kameras für Teleobjektiv und Ultraweitwinkel, sowie beide Kameras des Flip 7 hat Samsung unverändert aus den jeweiligen Vorgängern übernommen. Unterschiede zum Vorjahr können sich aufgrund anderer Bildprozessoren (ISP) dennoch ergeben.
Under-Display-Kamera in Rente geschickt
Darüber hinaus hat sich der Hersteller beim Fold 7 zugunsten einer besseren Bildqualität von der Under-Display-Kamera auf der Innenseite verabschiedet und setzt dort neuerdings auf eine klassische 10-MP-Kamera, die in einer Aussparung im OLED-Panel resultiert. Der schwarze Punkt im Bildschirm fiel im Test jedoch nicht weiter negativ auf, die Kamera liefert im Gegenzug deutlich bessere Bilder. Dennoch ist es ein wenig schade, dass die Under-Display-Technologie über die letzten Jahre nicht weiter entwickelt und auf das Qualitätsniveau normaler Kameras gehoben werden konnte.
Fold 7 und Flip 7 im Bildvergleich
In der Praxis hat das Fold 7 schlichtweg die besseren und vielseitigeren Kameras als das Flip 7. Im Bildvergleich beider Hauptkameras kommt das Fold 7 deutlich besser mit unterschiedlichen natürlichen und künstlichen Lichtbedingungen im selben Motiv zurecht. Es liefert sattere Farben und allgemein Fotos mit höherem Schärfegrad. Im Direktvergleich hängt über den Aufnahmen des Flip 7 stets ein leichter Schleier, Lichtquellen überstrahlen und die Fotos wirken etwas weichgezeichnet.
Mit drei statt zwei Linsen lässt sich das Fold 7 zudem flexibler einsetzen, der zweifache digitale Zoom, den beide Modelle über den primären Sensoren abwickeln, kann sich in beiden Fällen sehen lassen. Auf den stärkeren Vergrößerungsstufen gewinnt das Fold 7 mit einem dafür dedizierten Objektiv, das jedoch in die Jahre gekommen ist. Der Wechsel zur Ultraweitwinkelkamera offenbart erneut Vorteile für das Fold 7, der ISP im Snapdragon zeichnet auch hier durchweg bessere Bilder als der ISP des Exynos.
Bei Selfies sind beide im Vorteil
Dennoch gilt für beide Modelle: Wer häufig Selfies schießt, kommt bei faltbaren Smartphones stets besser weg, da sich die Selbstporträts mit der Hauptkamera aufnehmen lassen. In beiden Fällen dreht man das Smartphone einfach um und nutzt den äußeren Bildschirm als Sucher für die Kameras.
Fazit
Abschließend bewertet hat Samsung mit dem Galaxy Z Fold 7 den bislang größten Schritt zu einem kleineren und damit praxistauglichen Foldable gemacht. Das Smartphone wirkt deutlich moderner, so wie es bei früheren Neuauflagen nicht immer der Fall war. Das neue Format mit breiterem Außendisplay und nochmals größerem Hauptbildschirm passt besser zu dem Foldable. In puncto Leistung, Software und Updates gibt es nichts auszusetzen, insbesondere der lange Support spricht abermals für Samsung.
Vor allem dieser Punkt macht das Fold 7 aus Sicht der Redaktion zu einer sinnvolleren Anschaffung als das Find N5 (Test). Oppo bleibt die Messlatte beim Thema Batterie, hier kann man Samsung lediglich zugutehalten, dass der Akku nicht kleiner geworden ist. Mit der Software vor Marktstart fielen die Laufzeiten dennoch kürzer als beim Vorgänger aus, was Fragezeichen hinterlässt und auf ein baldiges Software-Update hoffen lässt.
Das Flip 7 hat sich weniger dramatisch verändert als das Fold 7, dennoch sind auch hier alle Veränderungen begrüßenswert. Vor allem das neue Außendisplay lässt das Smartphone moderner erscheinen, und mit ein paar Tricks bekommt man darauf auch alle Apps zum Laufen. Etwas dünner ist das Smartphone ebenfalls geworden, anders als beim Fold 7 ist der Fortschritt aber nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Samsungs Exynos 2500 ist schneller als der letztjährige Snapdragon des Flip 6 und punktet insbesondere über die GPU. Qualcomms eigene Oryon-CPU behält im Android-Umfeld aber die Krone, und letztlich hat der Chip auch in Bereichen wie dem ISP gewisse Vorteile. Dennoch: Samsungs erster 3-nm-Chip für Smartphones passt gut zum Flip 7.
- Riesiger Schritt bei Dicke und Gewicht
- Außendisplay in praktischerem Format
- Deutliches Upgrade der Hauptkamera
- Sehr hohe Leistung
- Viele Multitasking- und AI-Funktionen
- Hochwertige Verarbeitung
- IP48-Schutz
- Sieben Jahre Software-Support
- Laufzeiten könnten besser sein
- Andere Kameras stagnieren seit Jahren
- Preis erneut gestiegen
Alles besser, also uneingeschränkte Kaufempfehlung? Der plattgetretene Spruch „Die besten Foldables, die Samsung jemals auf den Markt gebracht hat“ trifft es sehr gut. Wer schon immer Interesse an dieser Geräteklasse hatte, bekommt mit dem Fold 7 ein äußerst attraktives Gesamtpaket von Samsung. Trotz manches Kritikpunkts war es nie leichter ein Foldable von Samsung zu empfehlen. Das Fold 7 bekommt deshalb einen Award von der Redaktion, auch wenn noch immer etwas Luft nach oben besteht.
- Außendisplay wirkt viel moderner
- Bautiefe leicht reduziert
- Hohe Leistung, vor allem bei der GPU
- IP48-Schutz
- Hochwertige Verarbeitung
- Akkulaufzeiten verbessert
- Sieben Jahre Software-Updates
- Keine Kamera-Upgrades
Technische Daten des Samsung Galaxy Z Fold 7
| Samsung Galaxy Z Fold 7 | Samsung Galaxy Z Fold 6 | Samsung Galaxy Z Fold 5 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Software | Android 16 | Android 14 | Android 13 | ||
| Display | innen | 8,0 Zoll, 2.184 × 1.968, Dynamic AMOLED 2X Infinity Flex, HDR, 120 Hz | 7,6 Zoll, 2.160 × 1.856, Dynamic AMOLED 2X Infinity Flex, HDR, 120 Hz | 7,6 Zoll, 2.176 × 1.812, Dynamic AMOLED 2X Infinity Flex, HDR, 120 Hz | |
| außen | 6,5 Zoll, 2.520 × 1.080, Super AMOLED, 120 Hz, Gorilla Glass Ceramic 2 | 6,3 Zoll, 2.376 × 968, Super AMOLED, 120 Hz, Gorilla Glass Victus 2 | 6,2 Zoll, 2.316 × 904, Super AMOLED, 120 Hz, Gorilla Glass Victus 2 | ||
| Bedienung | Touch, Fingerabdrucksensor, Gesichtsscanner | Touch, Stylus, Fingerabdrucksensor, Gesichtsscanner | |||
| SoC | Qualcomm Snapdragon 8 Elite for Galaxy | Qualcomm Snapdragon 8 Gen 3 for Galaxy | Qualcomm Snapdragon 8 Gen 2 for Galaxy | ||
| GPU | Adreno 830 | Adreno 750 | Adreno 740 | ||
| RAM | 12 GB/16 GB LPDDR5X | 12 GB LPDDR5X | |||
| Speicher | 256 GB/512 GB/1 TB UFS 4.0 | ||||
| Kameras | hinten | Weitwinkel | 200 MP, f/1.7, Dual Pixel AF, OIS, 24 mm | 50 MP, f/1.8, Dual Pixel AF, OIS, 23 mm | |
| Ultraweitwinkel | 12 MP, f/2.2, 12 mm | ||||
| Tele | 10 MP, f/2.4, AF, OIS, 70 mm | ||||
| vorne | 10 MP, f/2.2 | ||||
| innen | 10 MP, f/2.2 | 4 MP, f/1.8, UDC | |||
| Mobilfunk | GPRS/EDGE, HSPA+, LTE Advanced Pro, 5G NSA/SA | ||||
| WLAN/BT | Wi-Fi 7, Bluetooth 5.4, UWB | Wi-Fi 6E, Bluetooth 5.3, UWB | Wi-Fi 6E, Bluetooth 5.3, UWB | ||
| Ortung | A-GPS, GLONASS, BeiDou, Galileo, QZSS | ||||
| Weitere Standards | USB-C 3.2 Gen 1, NFC | ||||
| SIM | 2 × Nano-SIM + 1 × eSIM | 1 × Nano-SIM + 1 × eSIM | |||
| Akku | 4.400 mAh (fest verbaut), kabelloses Laden | ||||
| Größe | aufgeklappt | 158,4 × 143,2 × 4,2 mm | 153,5 × 132,6 × 5,6 mm | 154,9 × 129,9 × 6,1 mm | |
| zugeklappt | 158,4 × 72,8 × 8,9 mm | 153,5 × 68,1 × 12,1 mm | 154,9 × 67,1 × 13,4 mm | ||
| Schutzart | IP48 | IPX8 | |||
| Gewicht | 215 g | 239 g | 253 g | ||
| Preis (UVP) | 2.099 Euro (256 GB) 2.219 Euro (512 GB) 2.519 Euro (1 TB) |
1.999 Euro (256 GB) 2.119 Euro (512 GB) 2.359 Euro (1 TB) |
1.899 Euro (256 GB) 2.019 Euro (512 GB) 2.259 Euro (1 TB) |
||
| Preis (Preisvergleich) | ab 1.399 Euro (256 GB) ab 1.549 Euro (512 GB) ab 1.849 Euro (1 TB) |
ab 1.029 Euro (256 GB) ab 1.165 Euro (512 GB) ab 2.556 Euro (1 TB) |
ab 800 Euro (256 GB) ab 900 Euro (512 GB) ab 980 Euro (1 TB) |
||
Technische Daten des Samsung Galaxy Z Flip 7
| Samsung Galaxy Z Flip 7 | Samsung Galaxy Z Flip 6 | Samsung Galaxy Z Flip 5 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Software | Android 16 | Android 14 | Android 13 | |||
| Display | Außen | Innen | Außen | Innen | Außen | Innen |
| 4,1 Zoll, 1.048 × 948 Pixel Super AMOLED, 120 Hz |
6,9 Zoll, 1.080 × 2.520 Pixel Dynamic AMOLED, 120 Hz |
3,4 Zoll, 720 × 748 Pixel Super AMOLED, 60 Hz |
6,7 Zoll, 1.080 × 2.640 Pixel Dynamic AMOLED, 120 Hz |
3,4 Zoll, 720 × 748 Pixel Super AMOLED, 60 Hz |
6,7 Zoll, 1.080 × 2.640 Pixel Dynamic AMOLED, 120 Hz |
|
| Bedienung | Touch, Fingerabdrucksensor, Gesichtsscanner | |||||
| SoC | Samsung Exynos 2500 | Qualcomm Snapdragon 8 Gen 3 for Galaxy | Qualcomm Snapdragon 8 Gen 2 for Galaxy | |||
| GPU | Xclipse 950 | Adreno 750 | Adreno 740 | |||
| RAM | 12 GB LPDDR5X | 8 GB LPDDR5X | ||||
| Speicher | 256 GB/512 GB (nicht erweiterbar) |
|||||
| 1. Kamera | 50 MP, Weitwinkel, 24 mm, AF, OIS, f/1.8, LED-Blitz, 4K-Video | 12 MP, Weitwinkel, 27 mm, AF, OIS, f/1.8, LED-Blitz, 4K-Video | ||||
| 2. Kamera | 12 MP, Ultraweitwinkel, 12 mm, f/2.2 | |||||
| Innere Kamera | 10 MP, Weitwinkel, f/2.4, Display-Blitz, 4K-Video | |||||
| GSM | GPRS + EDGE | |||||
| UMTS | HSPA+ | |||||
| LTE | Advanced Pro | |||||
| 5G | NSA/SA | |||||
| WLAN | Wi-Fi 7 | Wi-Fi 6E | ||||
| Bluetooth | 5.4 | 5.3 | ||||
| Ortung | A-GPS, GLONASS, BeiDou, Galileo, QZSS | |||||
| Weitere Standards | USB-C, NFC | |||||
| SIM-Karte | Dual-SIM (Nano-SIM + eSIM) | |||||
| Akku | 4.300 mAh, fest verbaut kabelloses Laden |
4.000 mAh, fest verbaut kabelloses Laden |
3.700 mAh, fest verbaut kabelloses Laden |
|||
| Größe (B × H × T) |
Zugeklappt | Aufgeklappt | Zugeklappt | Aufgeklappt | Zugeklappt | Aufgeklappt |
| 85,5 × 75,2 × 13,7 mm | 166,7 × 75,2 × 6,5 mm | 85,1 × 71,9 × 15,1 mm | 165,1 × 71,9 × 6,9 mm | 85,1 × 71,9 × 15,1 mm | 165,1 × 71,9 × 6,9 mm | |
| Gewicht | 188 g | 187 g | ||||
| Preis (UVP) | 1.199 Euro (256 GB) 1.319 Euro (512 GB) |
|||||
| Preis (Preisvergleich) | ab 859 Euro (256 GB) ab 979 Euro (512 GB) |
ab 629 Euro (256 GB) ab 688 Euro (512 GB) |
ab 550 Euro (256 GB) ab 579 Euro (512 GB) |
|||
ComputerBase wurden das Galaxy Z Fold 7 und das Flip 7 leihweise von Samsung zum Testen zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Test fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.
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