NameHere schrieb:
Am Ende tauschen wir nur die Abhängigkeiten gegen teurere.
Naja, es ist das eine, wenn sehen muss, wo man Bestandteile für neue Windkraftanlagen herbekommt (die die stehen laufen ja). Was ganz anderes ist es aber, wenn einem der Lieferant des bevorzugsten Energieträgers einfach und ohne Vorankündigung den Hahn zu dreht. Wind und Sonne treiben bestehende Anlagen an, ein leerer Gasspeicher garnix mehr.
H6-Mobs schrieb:
Keine Ahnung wo ihr immer eure Alternativen Fakten her habt, aber mit der Realität hat das mal Garnichts zu tun.
Du hast dir deine vorgestellte Statistik aber schon mal angeschaut, oder? Und im Hinterkopf was seit 2022 los ist? Deutschland kann 99,99% seiner Energie umsonst aus Luft und Liebe herstellen, solange 0,01% Gas mit dabei ist, setzt das den Preis (Merit Order) und zwar für Alle (Unit Price). Und wenn Gas teuer zu beschaffen ist, dann zahlen wir alle den Preis dafür.
sturmpirat schrieb:
„Einfach mehr importieren, weil’s an der Börse billiger ist“ – genialer Plan … solange irgendwer anders die Drecksarbeit des Erzeugens übernimmt.
Dafür ist ein Netz da, ein Geben und ein Nehmen, um am Ende gesamt bei +/- 0 rauszukommen. Dafür gibt es das europäische Stromnetz.
sturmpirat schrieb:
Preise an der Strombörse sind Momentaufnahmen, keine Energiepolitik.
Habe ich auch nicht behauptet. Aber was will man mit überproportional teurem Strom an der Börse? Also Klartext: Du würdest liefern nicht wettbewerbsfähigen Strom produzieren, als ihn günstiger einzukaufen?
sturmpirat schrieb:
Versorgungssicherheit, Netzstabilität, winterfeste Leistung, Blackout-Risiken – alles weggewischt.
So ein Unsinn, selbstverständlich sind das Faktoren die berücksichtigt werden.
sturmpirat schrieb:
Billig einkaufen funktioniert genau bis zur ersten Kältewelle, zum Exportstopp beim Nachbarn oder zu knappen Kapazitäten.
Ach, du meinst, so wie im Sommer, wenn es manchmal warm wird und in Frankreich die AKWs runtergefahren werden und Strom zugekauft werden muss? Komisch, aber ich glaube Frankreich gibts noch und ist noch nicht in einem Blackout verschwunden...
sturmpirat schrieb:
„Import statt Erzeugung“ ist keine Strategie, sondern Abhängigkeit mit Ansage....
Nochmal: Das behauptet ja auch keiner!! Aber es macht keinen Sinn Erzeuger am Netz zu halten, die sich marktwirtschaftlich nicht positionieren können. Die Strategie ist Autarkie durch Selbsterzeugung, also genau das was du willst. Nur eben mit Wind und Sonne statt mit Kohle und Strahlung.
sturmpirat schrieb:
Eine Netzreserve, das nur auf Anordnung anspringt (und teils sogar im Ausland steht), ist kein Marktkraftwerk für die Abendspitze im Dezember.
Dafür ist eine Reserve auch nicht da. Ich glaube der Grenzwert ab dem die Reserve zugeschaltet wird ist ein Preis von 1000€ pro mWh (vll waren es auch 2000€). Bisher ist das noch nie passiert.
sturmpirat schrieb:
Warum fordert dann die Bundesnetzagentur bis 2035 +22 bis +35 GW zusätzliche steuerbare Kapazität?
Weil alte Kraftwerke zukünftig vom Netz genommen werden. Dabei bezieht sich die Forderung nicht exklusiv auf neue Kraftwerke, sondern auf Stromspeicher im generellen.
sturmpirat schrieb:
Nicht zu vergessen die Netze selbst, die zum Flaschenhals werden können (Nord-Süd-Engpässe)
Die Weißwürste in Lederhosen mögen halt keine Kabel, die ihren Blauen Himmel stören... Ich würde einfach Strompreiszonen einführen, dann könnten sie ja ihre eigene Energie produzieren, weil sie es soviel besser können...
sturmpirat schrieb:
Auch der Märchen-Reflex von einigen „wir importieren einfach“ zerbröselt beim Blick auf die Daten: 2023 und 2024 waren wir Nettoimporteure, und in Mangellagen explodieren die Preise (siehe 12.12.2024).
Wie oft gab es eine Mangellage? Deutschland hat genug Kapazität, um sich abzusichern. Das ist doch auch garnicht der Punkt, sondern der Preis!
sturmpirat schrieb:
Aber gut, alles nur Propaganda Geplapper, ich bin hier raus.
Ist vielleicht auch besser so. Keine zehn Beiträge und schon so am stänkern...
Boimler schrieb:
Das Lade-Thema ist höchstens noch bei Leuten ein Thema, die mit dem Dienstwagen täglich durch die Republik gurken müssen
Nichtmal mehr das. Ein Freund von mir hatte einen ID.5 als Dienstwagen und musste damit quer durch die Republik und ins europäische Ausland. Das Ökosystem ist einfach ein völlig anderes, weil das Auto selber seine Strecke plant mit Ladestopps. Das hat ihn so überzeugt, das seine beiden Autos die er jetzt hat, rein-elektrisch sind.