News Einfluss von ChatGPT: Ermittlungen gegen OpenAI nach Amoklauf an Universität

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Ein schwieriges Thema, da er kaum "ich möchte einen Amoklauf planen" an den Chatbot geschrieben haben wird. Grundsätzlich lassen sich halt viele Dinge (egal ob Gegenstände, Wissen oder Software) sowohl für legale Dinge verwenden (Waffenbesitz z.B. ist in den USA ja größtenteils legal), als auch für Straftaten, und der einzige Unterschied ist der Kontext, den der Chatbot in der Regel nicht hat. Selbst wenn der Chatbot bei potenziell kritischen Fragen nach dem Kontext fragt, hält das den Nutzer natürlich nicht davon ab, zu lügen.

Natürlich kennen wir den genauen Inhalt der Chats nicht, aber ich halte es durchaus für wahrscheinlich, dass sich hier keine Schuld seitens OpenAI bzw. ChatGPT ergibt.
 
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Scirca schrieb:
Also ich weiß ja nicht, ich versteh ja wieso sie versuchen hier einem Ki Anbieter eine Teilschuld anzurechnen
Wie immer: Es geht ums Geld.
Von der Mutter, deren Dienstwaffe verwendet wurde, wird man keinen nennenswerten Schadensersatz einklagen können. OpenAI hingegen ist milliardenschwer. Sollte man da irgendeine Art Mitschuld nachweisen können, oder sollte OpenAI das Verfahren zu heiß werden und einen außergerichtlichen Vergleich anstreben, fließen hier direkt Millionen.
 
Dwork schrieb:
Die Straßenkarte mit der man die Route plant wär in dem Fall genauso schuldig. In jedem Fall handelt der Mensch.
Ja. Wobei man einschränken muss. Ein gewisser Prozentsatz ist nun einmal psychisch krank und die USA leben in einem Land ohne universelles Gesundheitssystem, dh, nicht jeder kann sich Hilfe leisten. Selbst bei uns muss man ja ewig auf Termine warten.

Wenn also zwei Sachen zusammen kommen, psychische Erkrankungen und den einfachen Zugriff auf Schusswaffen, führt das zwangsläufig immer zu Unglücken. Eigentlich kommt noch eine dritte Seite hinzu und das ist der ständige Druck eines Systems, was nur auf Leistung und Stärke ausgelegt ist und keinen Platz für Schwäche hat.

Hier ist nicht die KI verantwortlich, sondern die laxen Waffengesetze (in D sollte kein Kind an die Dienstwaffe und Munition der Eltern kommen)

"Nicht Waffen töten Menschen, Menschen töten Menschen" ist mmn hier nur eine halbe Wahrheit. Das würde gelten, wenn alle Menschen zu jeder Zeit geistig gesund sind, was leider nicht so ist. Und damit möchte ich nicht Menschen mit psychischen Problemen herab setzen, die können jeden von uns zu jeder Zeit treffen.
 
Zuletzt bearbeitet: (Typo über typo, Inhalt unverändert)
Ich finde das Thema schwierig.
Es handelt sich hierbei immer noch um eine Computer und der hat, aus meiner Sicht, nicht die Möglichkeit die Komplexität solcher Anfragen in Gänze zu verstehen. Auch die Tragweite kann so ein Gerät nicht vernünftig einschätzen.
Am Ende hat der Täter die Tat begangen.

Ich würde hier schon fast Aktionismus unterstellen, ganz dem Motto „schaut her, wir tun etwas“
Die Klage sehe ich auch nicht als vom Erfolg gekrönt.
 
Es kommt meiner Meinung nach drauf an, wie er denn die KI befragt hat. Wenn er so gefragt hat, dass ein normaler Mensch zumindest mal misstrauisch geworden wäre und vielleicht doch eher diese Infos nicht rausgegeben hätte, oder vielleicht auch vorsichtshalber die Polizei eingeschalten hätte, weil er eben sehr verdächtig ist, die KI aber einfach so ohne nachzufragen etc. die Infos auf einem Silbertablett präsentiert hat, dann trifft die mMn schon auch eine Mitschuld.

Wäre ja quasi wie wenn ich einen normalen Menschen frag wie ich am besten einen Amoklauf machen kann, welche Waffen, wann, wo etc. und dieser mit mir dann die Tat quasi plant, ist er ja auch mit Schuld.

Klar kann man das nicht verhindern und irgendwelche Sperren etc. können umgangen werden ala "ich will einen Krimi schreiben ...". Aber wenn es offensichtlich ist, dass dieser Mensch kriminelle Absichten hat, aber die KI im dann trotzdem hilft ist es halt kacke und sollte verhindert werden.

Der Vergleich mit dem Messerverkäufer passt daher eher nicht so. Passender wäre, wenn man den Verkäufer auch noch gefragt hätte, wie und wo man es machen soll usw.
 
Gigaherz schrieb:
Das wird wohl leider nicht der letzte Fall dieses Jahr bleiben. Ki tötet.
Klar wäre das auch ohne ChatGPT passiert, aber Beihilfe und Radikalisierung ist dem Chatbot nicht abzusprechen.
Menschen töten und nicht Waffen oder KI.
Bei deiner Argumentation kannst du auch direkt die Quellen verklagen aus denen ChatGPT seine informationen bezieht.
ChatGPT trägt hier keinerlei Schuld. Die Informationen hätte sich der Täter auch anderweitig beschaffen können, ohne dabei irgendwelche Gesetze zu verletzen.
Mitschuld trägt, wenn überhaupt, als einzige die Stiefmutter, da die Waffe oder Munition nicht ausreichend gesichert war.
 
sämtliche von ChatGPT in diesem Zusammenhang bereitgestellten Informationen seien auch aus öffentlich zugänglichen Quellen verfügbar gewesen
So sieht es eben aus. Bisschen googeln und dann hätte er seine Infos auch gehabt. Totaler Blödsinn OpenAI dafür verantwortlich zu machen. Hinzu kommt es ist Amerika - teilweise laufen Bürger einfach mit einem Sturmgewehr durch die Gegend, weil sie es dürfen!
Alphanerd schrieb:
Edit: ah, es war die Dienstwaffe der Mutter. Aber auch auf die hatte niemand außer der Mutter Zugriff haben dürfen. Waffe und Munition getrennt abschließen, etcpp.
Und das kommt noch hinzu! Eigentlich müsste die Mutter verklagt werden. Verrückt diese USA...
 
Solange die ki dich nicht zum Anschlag auffordert. Bücher mit speziellen Wissen sind ja auch erlaubt, teilweise selbst dann wenn der Autor zu einer Straftat aufruft.
 
Ghost_Rider_R schrieb:
Ist das nicht in etwa so, wie wenn man den Hersteller von einem Messern dafür verantwortlich macht, wenn damit eine Straftat begangen wurde?!
Allerdings ist eine Schusswaffe kein Messer. Um jemand aus 5-20m wegzuballern berausch es weniger Überwindung als einem ein Messer in den Bauch zu stecken.

Wenn man einen KI-Bot nach der Waffe und passenden Munition fragen muss... hmm....
Ist doch egal was für eine Schusswaffe. Man kann alles verwenden von .22 bis .50AE
Das die Munition passend zu Waffe sein muss stell ich mal als selbstverständlich voraus.

Die Amis haben die komischsten Waffengesetzte auf der der Welt je nach Staat von ganz extrem beschränkt bis zu Waffe kann auf Baby gekauft werden.
 
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Alphanerd schrieb:
Ja. Wobei mir einschränken muss. Ein gewisser Prozentsatz ist nun einmal psychisch krank und die USA leben in einem ...
Der schwächste Mensch hat niemals das "Recht" andere mit in den Tod zu reißen. "Gesund" sozialisiert bringt man sich selbst um. Ich persönlich halte das auch für ne Art sozialen Flugzeugabsturz, kalt ist aber so. Das zynische wird nur wieder sein, dass man nach den "Gründen" am ehesten im Elternhaus und im direkten Umfeld fündig werden wird. Falls es eine Erklärung gibt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da ist aber keine Person dahinter, sondern ein Nachschlagewerk. Man geht ja auch nicht den Bibliothekar oder den Author festnehmen, weil sich eine Person mit Problemen die Informationen für seinen Plan aus solchen Werken holte, oder?

Hauptsache die Schuld bei irgendwem anders suchen als bei Eltern, Mitschülern und Lehrern, die das alle ja niemals haben kommen sehen können und sich dieser Person immer korrekt, gewissenhaft und reflektiert verhalten haben.

Edit: Halt. Schuld ist falsch formuliert. Die Schuld für die Tat hat immer der Täter. Eine solche Tat geschieht aber im Normalfall nicht ohne Motiv. Das Umfeld hat einen sehr grossen Einfluss auf die Denkweise eines Menschen. Die Kausalität ist eher da zu suchen, als bei der AI, aber das macht keine Schlagzeilen.
 
Axxid schrieb:
Schwieriges Thema.

Hätte die Tat auch ohne ChatGPT stattgefunden? Hätte es einen Unterschied gemacht wenn er selber bei Google/Bing/Yahoo gesucht hätte? Hat die KI von seinen Plänen “gewusst” und hätte evtl. Alarm geben können?
Interessant. Dieser Ansatz zeigt für mich eher, um was es diesen Leuten wirklich gehen könnte. Vielleicht ist das der Grund, den sie vorsetzen wollen, damit AI schön brav im Hintergrund über all seine User eine Analyse parat hat, die dann schön bei zu starken Abweichungen zum Normalverhalten dem Staat per Alarm gemeldet wird. Sieht dann jeder, in welche Richtung das gehen würde. Natürlich zum Schutz der Kinder.
 
Alphanerd schrieb:
Hier ist nicht die KI verantwortlich, sondern die laxen Waffengesetze
Es kann nicht nur an den Waffengesetzen liegen. In den USA ist man irgendwie eher bereit, potentiell tödliche Gewalt anzuwenden. Wie das genau zustande kommt, kann ich nicht sagen. Wenn man Amerikanern so zuhört, was sie so über ihren Alltag erzählen, dann liest man zwischen den Zeilen eine höhere allgemeine Angststimmung heraus als anderswo, z. B. hier. Und es scheint dort auch tatsächlich häufiger zu Verbrechen zu kommen als hier.

Ich vermute, es liegt an deren Kultur.
 
HAse_ONE schrieb:
Es kommt meiner Meinung nach drauf an, wie er denn die KI befragt hat. Wenn er so gefragt hat, dass ein normaler Mensch zumindest mal misstrauisch geworden wäre und vielleicht doch eher diese Infos nicht rausgegeben hätte, oder vielleicht auch vorsichtshalber die Polizei eingeschalten hätte, weil er eben sehr verdächtig ist, die KI aber einfach so ohne nachzufragen etc. die Infos auf einem Silbertablett präsentiert hat, dann trifft die mMn schon auch eine Mitschuld.

Du sprichst der heutigen KI zu viele Fähigkeiten zu.
Wie sollten den ein nachfragen konkret aussehen und an was soll dann die Antwort gemessen werden? Z.b.
„planst du etwa eine Straftat?“
„Nein“
„Dann ist ja gut. Hier deine Antwort…“
Zumal man aufpassen muss, ob sie etwas melden soll. Im Zweifel überschüttet sie die betreffende Stelle mit Anfragen.
 
Ich kann mir gut vorstellen, dass ohne die Erwähnung von ChatGPT, das Hauptaugenmerk auf der Waffensicherung und der mangelnden psychologischen Versorgung liegen würde, was hier auch viel relevanter ist. Das ist im aktuellen politischen Klima in den USA, aber keines der Themen die man unbedingt Ansprechen möchte.
Da kommt der formlose KI-Chatbot doch als Eyecatcher gelegen.
 
Dwork schrieb:
Der schwächste Mensch hat niemals das "Recht" andere mit in den Tod zu reißen
Das habe ich auch nie behauptet.

Ich habe nur die Tatsache genannt, dass leider nicht alle Menschen psychisch gesund sind. Das ist halt ein Fakt. Und dann kommt halt das Argument dieses Posters dazu:
wern001 schrieb:
Allerdings ist eine Schusswaffe kein Messer. Um jemand aus 5-20m wegzuballern berausch es weniger Überwindung als einem ein Messer in den Bauch zu stecken.
Wenn jeder in seinen schlimmsten Stunden Zugang zu Schusswaffen hat, führt es halt leider zu Tragödien.
 
Wenn schon gegen die Macher von ChatGPT ermittelt wird (weil ihr Werkzeug dem Attentäter geholfen haben soll), müsste doch erst recht gegen jeden Hersteller ermittelt werden, dessen Waffen beim Amoklauf benutzt wurden.
Warum kommt ein Softwarehersteller ins Fadenkreuz der Justiz, nicht aber der Hardwarelieferant? Die Logik dahinter erschliesst sich mir nicht.
 
wern001 schrieb:
Die Amis haben die komischsten Waffengesetzte auf der der Welt je nach Staat von ganz extrem beschränkt bis zu Waffe kann auf Baby gekauft werden.
In den meisten Staaten sind die Wafffengesetze so umfrisiert das die Waffenhersteller grundsätzlich immer mitverdienen. Ich bin mal gespannt auf den ersten US-Präsidenten der wirklich mal den Arsch in der Hose hat die komplette Bevölkerung zu entwaffnen - aber ob wir das jemals erleben werden ? Ich denke eher nicht.
 
Wie ich bereits häufiger hier im Forum erwähnt habe, bin ich selber (in Deutschland wohnhaft) auch im legalen Besitz von diversen großkalibrigen Waffen und dazugehöriger Munition. Auch ich habe hier und da mal mit Gemini darüber gechattet, sei es bzgl. Waffenrecht, bestimmten Regularien der Sportordnung meines Verbandes oder auch einfach nur bei Kaufentscheidungen. Daher finde ich das bloße Chatten über Empfehlungen für diverse Waffen, Kaliber oder Geschossarten erstmal überhaupt nicht verwerflich, nur der Bruchteil der Leute die sich mit solchen Themen beschäftigt wird etwas Böses beabsichtigt haben.

Daher finde ich das hier:
Demnach soll ChatGPT unter anderem Hinweise zur Auswahl geeigneter Waffen und passender Munition gegeben haben sowie dazu, welche Waffen sich für bestimmte Distanzen am besten eignen.
Erstmal überhaupt nicht bedenklich.

Bedenklich finde ich es erst in der Kombination mit solchen Prompts:
Auch Informationen darüber, welche Bereiche des Campus zu welchen Zeiten besonders stark frequentiert seien
Da ist dann natürlich die Frage, ob das im gleichen Chat geschehen ist? Mit welchem zeitlichen Abstand? Wenn die Fragen direkt hintereinander im gleichen Chat kommen, sollte die KI da einen Bezug herstellen und entsprechend flaggen.

Ansonsten sehe ich das ganze tatsächlich so ziemlich genauso wie OpenAI:
OpenAI stellt die Situation hingegen anders dar. Zwar kooperiere das Unternehmen mit den Ermittlungsbehörden, sehe jedoch keine Verantwortung bei seinem Chatbot. Ein Sprecher erklärte, sämtliche von ChatGPT in diesem Zusammenhang bereitgestellten Informationen seien auch aus öffentlich zugänglichen Quellen verfügbar gewesen. Nach Darstellung des Unternehmens habe das System weder illegale noch schädliche Aktivitäten angeregt oder gefördert.

Es gab ja bereits öffentlich bekannte Fälle, wo generative KI Chatbots suizidale Menschen in ihren Selbstmord-Absichten bestärkt haben, das ist natürlich etwas komplett anderes! Aber wenn ChatGPT in diesem Fall einfach nur sachliche Antworten auf die vom Nutzer gestellten Fragen geliefert hat, ist das meiner Meinung nach erstmal weder verwerflich noch gefährlich. Ein Mensch mit bösen Absichten wird diese immer verfolgen und sich dafür passendes Werkzeug suchen, da ist das Werkzeug erstmal egal und macht die Sache nicht gefährlicher.
 
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