Erfahrungen eines Linux unerfahrenen Gamers - Ein Tagebuchthread

Caramon2 schrieb:
Was soll daran unhandlich sein?
Naja. Deine Behauptung war, das Subvolumes unhandlich waren ohne das aber näher zu begründen.
Das wundert mich etwas, das Du da so dogmatisch unterscheidest, statt es einfach als zwei verschiedene Möglichkeiten aufzufassen.

Caramon2 schrieb:
Ich sehe es nicht als Vorteil mich in meinen Möglichkeiten zu behindern.
Indirekt kannst Du sie ja trotzdem adressieren.
Und wie gesagt. Es ist ja auch ein Feature, das sie standardmäßig nicht im normalen Namespace eingeblendet sind. Im Grunde ist das so ähnlich wie beim Overlay-Dateisystem, wo man auch nur auf die oberste Schicht drauf guckt aber natürlich bei Bedarf Zugang zu den unteren Schichten hat.

Das verhindert zum Beispiel ja auch, das man versehentlich Dinge kaputt machen kann.

Caramon2 schrieb:
S. den Screenshot in meinem ersten Post hier und den compsize dazu.
Ehrlich gesagt hab ich wenig Lust ellenlange Postings und Screenshots von Dir zu lesen für Dinge, die sich mit einem kurzen Satz beantworten lassen.
Ich gebe mir ja schließlich auch Mühe die Dinge hier an Ort und Stelle darzulegen und passend zur Frage darzulegen.

Caramon2 schrieb:
Jede einzelne Sicherungsstufe davon ist eine in sich vollständige Komplettsicherung der Systempartition und meines Benutzerordners. Ich kann ganz normal mit der Dateiverwaltung in jeden beliebigen Ordner gehen und mir beliebige Dateien ansehen oder zurück kopieren. - Das alles ist vollkommen transparent.
Das kann ich auch.
Die einzige spürbare "Einschränkung" ist, das alte Dateiversion in der View read-only sind, was aber auch gewollt ist. Denn ich will ja genau nicht, das mir Kopien durch Fehler/Versehen oder Malware verloren gehen.

Caramon2 schrieb:
ist eine in sich vollständige Komplettsicherung der Systempartition
Das ist etwas, was ich nicht mache. Systeme/Programme sichere ich nicht.
Kostet nur unnütz Speicher (und das sogar mehrfach, je nachdem wieviel Systeminstanzen ich habe).
Systemdateien und Programme sind ja ohnehin allgemein zugänglich und notfalls auch "im Internet" als Kopie da.

Was ich sichere, ist /etc und einiges aus /var sowie eine Liste der installierten Software, welche ich dann dem Paketmanager "zum Fraß" vorwerfen kann.
Software die nicht im Package-Repository drin ist muss ich natürlich extra sichern. Aber die hab ich eh als Kopie bzw. liegt die dann unter /opt, so das ich auch die in einem Rutsch sichern kann.

Daten sicher ich Snapshot-gestützt. Das hat den großen Vorteil, das ich nur am Anfang darauf achten muss, das alles in-sync ist, dann mache ich ein Snapshot was halt in einer Sekunde erledigt ist und wieviel Zeit dann das Backup-Skript braucht, ist egal, weil es den konsistenten Stand des Snapshots sichern.

Ich kann also während des Backups weiter arbeiten und muss nicht Sorge haben, das das Backupskript ne unvollständige Datei sichert, weil das Skript grad' die Datei wegsichert die ich zufällig in dem Augenblick speichere.

Caramon2 schrieb:
Einschließlich NTFS
Das Problem hab ich nicht. :-)
Fremddateisysteme benutze ich i.d.R. gar nicht direkt. Wenn ich ein Austausch mit einem anderen Betriebssystem brauche, dann mache ich das meist mit Netzfreigaben. Wenn ich dann doch so was wie NTFS anlege, weil ich z.B. eine Windows-VM habe, dann liegt die embedded in einem Subvolume. Das hat dann auch gleich den Vorteil, das ich Features wie Snapshots dann plötzlich indirekt auch für NTFS zur Verfügung hab. :-)

Aber ja. Letztlich gibts immer mehrere Möglichkeiten zum Ziel zu kommen. Und man sollte halt gucken, was für die jeweiligen Anforderung gut passt.
 
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Ich frage mich an dieser Stelle, ob in diesem Thread mittlerweile die Antwort auf die endgültige Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest zu finden ist, nachdem er die 42. Seite erreicht hat. ;)
 
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Photon schrieb:
die endgültige Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest zu finden ist
the-hitchhikers-guide-to-the-galaxy-the-computer-1892452125.jpg
 
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Was genau stört euch an Canonical so ungemein? Ist das was Exotisches und eine Sache von Prinzip oder was Schwerwiegendes und Handfestes?
Seit meinen ersten Versuchen mit massenweise Suse CDs in der Schulzeit die sehr ernüchternd waren bin ich mit Ubuntu seid Jahren gut unterwegs.
 
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riloka schrieb:
Was genau stört euch an Canonical so ungemein?
Ich glaube das ist mehr so ein Selbstläufer, nachdem sich Canonical jahrelang mit irgendwelchen Sonderlocken selbst das Image versaut hat. Die haben einfach den Stempel auf der Stirn, in meinen Augen durchaus zurecht. Da konnte man schon MS-Vibes bei bekommen, und da reagiert die Linux gemeinde nunmal sehr verschnupft drauf.
Viele mögen zudem snap nicht. Leider ist aber diese Debatte eben durch das schlechte Image etwas arg gefärbt. Aber der Drops ist einfach gelutscht. Rein technisch wird es leider für die Derivate durch die ganzen Transitions-Pakete von DEB zu SNAP immer schwieriger, auf die Ubuntu Basis ohne zusätzlichen eigenen Aufwand zu setzen, wenn man nicht mit snap ausliefern möchte.
 
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Man darf auch nicht vergessen, das jemand der erfolgreich ist (und das ist Canonical bzw. ubuntu ja nun mal, obs einem gefällt oder nicht), eben auch besonders unter kritischer Beobachtung steht.

Ich bin jetzt auch kein Fan von ubuntu, weil ich denke, das die mir nichts besonderes liefern. Allerdings sehe ich auch wenig Grund das Treiben von Canonical / ubuntu überkritisch zu sehen. Denn das ist immer noch ein Linux-System. Und dann zu einer anderen Distribution zu wechseln ist auch nicht besonders schmerzhaft.

Anders als zum Beispiel Microsoft / Windows. Wenn mir da was nicht passt ist 'ne Transition zu einem anderen System sehr viel aufwendiger. Dort wird sich ja auch aufgeregt. Und da kann ich es deshalb eher nachvollziehen als wenn sich jemand über Canonical/ubuntu aufregt.
 
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Was ist das Problem mit Snaps? Wäre es lieber wenn sie gewisse Pakete auf Flatpak oder Appimage umgestellt hätten weil es "noch nen neues Containerformat" ist was keine nennenswerten Vorteile bringt gegenüber den andren?
 
Das ist es ja eben nicht, Snap ist nämlich älter als Flatpak, das ist also tatsächlich sogar umgekehrt. Aber, wie gesagt, die Debatte ist gefärbt, und genauso, wie du es jetzt beschreibst, wird es auch wieder wahrgenommen. Fällt nach der Geschichte von Ubuntu bis jetzt ja auch mehr als leicht.

Rein technisch hatte Snap am Anfang Geschwindigkeitsprobleme und z.B. ein Firefox startete dadurch sehr langsam, was aber nicht mehr der Fall ist. Und den Leuten gefällt nicht, dass mit snapcraft.io die zentrale Komponente, der Store, eben closed source ist und zentralisiert. Dahinter fällt die Tatsache, dass Flatpak eben nie ein Standard war, den Canonical nur mal wieder mit was eigenem kontert, völlig zurück, diese Wahrheit interessiert nicht mehr. Canonical hat den Stempel auf der Stirn, und sie habens irgendwo auch nicht anders gewollt.
 
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Deshalb passen Gnome & Ubuntu gut zusammen.
Beide sind eigenwillig & seit Jahrzehnten erfolgreich.

Aber das kann man auch von anderen Distris sagen. 😉

Ubuntu hat es nach Red Hat sehr gut ins Business geschafft. 👍
Es wird, wie bereits geschrieben, immer aufwändiger für auf Ubuntu basierende Ableger-Distris.
Debian-Basis könnte da eine Alternative sein.
 
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Grimba schrieb:
Das ist es ja eben nicht, Snap ist nämlich älter als Flatpak,
Aber nicht älter als das ebenfalls genannte AppImage.

Grimba schrieb:
Und den Leuten gefällt nicht, dass mit snapcraft.io die zentrale Komponente, der Store, eben closed source ist und zentralisiert.
Und das es einem indirekt aufgezwungen wird, weil Pakete aus dem normalen Repository verschwinden.

Grimba schrieb:
dass Flatpak eben nie ein Standard war
Naja. Was heißt Standard. Zumindest hat es eine breitere Beteiligung ist ist nicht im Wesentlichen das Projekt einer einzelnen Firma.
 
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riloka schrieb:
Wäre es lieber wenn sie gewisse Pakete auf Flatpak oder Appimage umgestellt hätten weil es "noch nen neues Containerformat" ist was keine nennenswerten Vorteile bringt gegenüber den andren?
Man hätte auch einfach beim guten alten .deb-Format bleiben können. Es gibt diverse Distros, die mit einem Format der Paketverwaltung bestens fahren, statt mehrere anzubieten.

Manjaro zum Beispiel ist mittlerweile auch mit einem Bein auf den Snap-Zug aufgesprungen, bietet auch Flatpaks via eigener Paketverwaltung Pamac an. Aber anders als bei Ubuntu kann man alle diese zusätzlichen Quellen deaktivieren und findet alle Pakete in den offiziellen Repos oder dem AUR.

Bei Ubuntu hingegen muss man snapd laufen lassen, wenn man den Firefox nutzen möchte, weil das .deb-Paket abgeschafft worden ist bzw. nur noch als Metapaket existiert.
 
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Grimba schrieb:
Canonical hat den Stempel auf der Stirn, und sie habens irgendwo auch nicht anders gewollt.
Solange ich mit Ubuntu das was ich haben möchte, ohne großen Aufwand für mich, realisieren kann ist mir der Stempel vollkommen egal.
andy_m4 schrieb:
Man darf auch nicht vergessen, das jemand der erfolgreich ist (und das ist Canonical bzw. ubuntu ja nun mal, obs einem gefällt oder nicht), eben auch besonders unter kritischer Beobachtung steht.
Eben !!!
Und seit das Problem mit dem langsameren Starten behoben wurde, sehe ich auch keinen Nachteil bei Snaps.

Gruß
R.G.
 
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Photon schrieb:
Man hätte auch einfach beim guten alten .deb-Format bleiben können. Es gibt diverse Distros, die mit einem Format der Paketverwaltung bestens fahren, statt mehrere anzubieten.
Das ist ein Jahrzehntealtes Thema das Packaging bei Linux stets recht kompliziert gewesen ist und Projekte wie Flatpak oder Snap das stark vereinfachen. Mir scheint eine Mischung als Distro-spezifischen Paketen wie .deb und Snap/Flatpak/... sinnvoll zu sein. Ersteres für Kernbestandteile, für alteingesessene Software, für sehr simple Software und letzteres für komplexere GUI Anwendungen mit vielen Dependencies.

Ich fand Canonical und Ubuntu immer ganz okay bis super. Die haben Linux für Privatpersonen auch überhaupt erst groß gemacht. Deren "Problem" ist, dass Canonical auch ein Unternehmen ist und daher vermutlich Entscheidungen treffen muss, die nicht "die pure Essenz von FOSS verkörpern".
 
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BeBur schrieb:
Projekte wie Flatpak oder Snap das stark vereinfachen.
Also soweit ich das weis, lässt Canonical die Snaps für Firefox und Thunderbird direkt von Mozilla packen, was zum einen die Zeit für das launchen der jeweils aktuellsten Version verkürzt und zum anderen weniger Aufwand für Canonical bedeutet, da sie die Versionen nicht in die Paketquellen einbinden müssen.

Gruß
R.G.
 
rgbs schrieb:
Solange ich mit Ubuntu das was ich haben möchte, ohne großen Aufwand für mich, realisieren kann ist mir der Stempel vollkommen egal.
Naja es wurde ja danach gefragt, was das Problem bei Canonical und später präziser Snaps ist. Über die Güte der Distribution und was du daraus machst, wurde, zumindest von mir, gar nicht gesprochen. Ich halte Ubuntu weiterhin für eine gute Distribution und arbeite täglich damit. Einfach weniger Emotionen in die Thematik reinstecken, dann kommt man auch mit weniger Ausrufezeichen aus. Die Emotionalität ist ja auch genau das, was die Debatte verfärbt. Das wollte ich ja zum Ausdruck bringen. Canonical könnte derzeit den i-win-button herausbringen, die Leute würden stänkern. Ich hab mir sogar noch ein "wie bei Steam" verkniffen, als ich über die zentralistische proprietäre Natur des Snapcraft Stores gesprochen habe, weil das wäre auch so ein "Geister, die ich rief"-Moment geworden.
 
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Angefangen hat meine Skepsis gegenueber Ubuntu damit, dass sie vor etlichen Jahren damit angefangen haben im Default die interne Suche auch im Internet suchen zu lassen. Genau der gleiche Mist wie MS es ja auch macht.
Dann kann ich auch gleich bei Windows bleiben :P

Dann waren da in der Vergangenheit technische Probleme, so habe ich immer wieder Probleme damit gehabt Ubuntu in virtuellen Maschinen ans laufen zu bekommen, waerend andere Distributionen funktionierten.
Und bei der grosen Auswahl die es gibt braucht es nicht viel, kann es nicht viel, brauchen um aus der Auswahl zu fliegen.
 
Ranayna schrieb:
Und bei der grosen Auswahl
Das ist sowieso ein Punkt. Also selbst wenn man nicht Kontra ubuntu ist, gibts halt nicht unbedingt wirklich viele Gründe die für ubuntu sprechen. Höchstens das man sowas wie LTS hat. Nur wenn man das braucht, kann man auch fast zu Debian greifen.
Canonical/ubuntu ist doch vor allem dann interessant, wenn man kommerziellen Support braucht.

Und genau darauf ist ubuntu auch ausgelegt. ubuntu für Privartanwender ist ein bissl anfüttern und Beta-Testing für Firmenkunden.
 
sedot schrieb:
Leider nicht, du hast erstmal nur Aussagen in den Raum gestellt, weshalb ich eben auch nachgefragt habe. Letztlich kann ich nur mutmaßen was du meinen könntest. Obwohl ich Tumbleweed nutze kann es ja durchaus sein, dass mir wesentliches entgangen ist. 😉
Mir ist wichtig was sich unter der Haube tut. Ich möchte es zumindest grob verstehen, um ggfs. selbst Hand anlegen zu können. - Wie beim Auto, wo ich z. B. Reifen, Öl, Bremsbeläge selbst wechsle und bei meinem vor-vorherigen Wagen sogar mal den Kühler: Ohne das jemals gemacht, oder auch nur gesehen zu haben, habe ich es mir bedenkenlos zugetraut und erfolgreich umgesetzt, weil ich die grundlegende Arbeitsweise kenne.

Solange du mit Tumbleweed zufrieden bist, spricht ja nichts dagegen, es ist ja nun definitiv kein Mist. - Im Gegenzug würde es mich aber auch nicht überrascht, wenn du mit dem von mir mit großem Abstand favorisierte Artix-Xfce-Runit nichts anfangen könntest. :)

sedot schrieb:
Das sich Dinge bei openSUSE ändern stimmt, ich persönlich sehe konkret keine wesentlichen Änderungen die unmittelbar negativ wirken oder gravierende Nachteile für User hätten.
Ich kann das nicht abschätzen, da ich nicht im Thema bin. Es heißt manches soll eingestellt werden, da wäre es kein gute Idee, jetzt noch drauf zu setzen. Besser abwarten bis es sich beruhigt hat.

sedot schrieb:
Fosstopia kannte ich noch nicht, danke für den Hinweis.
Als ich vor 2-3 Jahren darauf gestoßen bin (damals hieß es noch MichlFranken), habe ich mir parallel zu seinen aktuellen Video auch mit der Zeit alle älteren angesehen: Zu Anfang war der Ton zwar schlecht und er etwas unbeholfen, aber es war trotzdem interessant, auch wie es schnell routinierter wurde.

andy_m4 schrieb:
Naja. Deine Behauptung war, das Subvolumes unhandlich waren ohne das aber näher zu begründen.
Das wundert mich etwas, das Du da so dogmatisch unterscheidest, statt es einfach als zwei verschiedene Möglichkeiten aufzufassen.
Einerseits wegen dieser Verzeichnisverdrehung mit dem @-Kram (meine LMDE-Testinstallation hatte ich zuerst so installiert, um Timeshift testen zu können, aber da ich lieber "richtig" sichere, kam ich bei Wiederherstellungen deswegen immer wieder ins schleudern) und vor allem weil man Snapshots eben nicht als Snapshots kopieren kann: Währen meine 20 Sicherungsstufen jeweils Snspshots könnte ich sie nicht einfach mit einem Befehl als solche auf eine neue Sicherungsplatte übertragen. Und hätte natürlich erst recht nicht die freie Wahl des Dateisystems.

Das hatte ich schon genannt, aber darauf bist du nicht eingegangen.

andy_m4 schrieb:
Das ist etwas, was ich nicht mache. Systeme/Programme sichere ich nicht.
Kostet nur unnütz Speicher (und das sogar mehrfach, je nachdem wieviel Systeminstanzen ich habe).
Systemdateien und Programme sind ja ohnehin allgemein zugänglich und notfalls auch "im Internet" als Kopie da.
Solange ich einen großen Vorteil davon habe, ist es nicht unnütz.

Gerade erst heute habe ich mein Produktivsystem und zwei meiner Testinstallationen nach Tests bzgl. des D-Bus-Problems im KVM-Thread auf die Art wieder zurückgesetzt. - Die Testinstallationen sind übrigens seit kurzem wieder auf xfs, weil btrfs auf der "schrottigen" SSD zu gravierende Nachteile: Was wäre dann aus den Snapshots und dem @-Kram geworden?

Ranayna schrieb:
Angefangen hat meine Skepsis gegenueber Ubuntu damit, dass sie vor etlichen Jahren damit angefangen haben im Default die interne Suche auch im Internet suchen zu lassen. Genau der gleiche Mist wie MS es ja auch macht.
So weit ich weiß, haben die nicht nur im Internet suchen lassen, sondern das sogar eine Zeit lang an Amazon weitergeleiteten, um passende Artikel anbieten zu können.

Bzgl. Snap: Das ist proprietär von Canonical und niemand kann kontrollieren, was die daran vielleicht ändern oder sonst noch rein packen. Gerade im Hinblick auf Wertschöpfung durch Werbung hat Canonical offensichtlich wenig Hemmungen.
 
Grimba schrieb:
Einfach weniger Emotionen in die Thematik reinstecken, dann kommt man auch mit weniger Ausrufezeichen aus.
Nun ja, mir geht es nun mal auf den Zwirn, wenn an Geschenken wie Linux rumgenörgelt wird.
Mir wird von Canonical ohne die ganze Aktivierungsk*cke ein für mich prima brauchbares Betriebssystem zur Verfügung gestellt. Ich muss dafür nichts bezahlen, Spende aber ab und an Geld, da ohne Moos nichts los.

Gruß
R.G.
 
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BeBur schrieb:
Das ist ein Jahrzehntealtes Thema das Packaging bei Linux stets recht kompliziert gewesen ist und Projekte wie Flatpak oder Snap das stark vereinfachen. Mir scheint eine Mischung als Distro-spezifischen Paketen wie .deb und Snap/Flatpak/... sinnvoll zu sein. Ersteres für Kernbestandteile, für alteingesessene Software, für sehr simple Software und letzteres für komplexere GUI Anwendungen mit vielen Dependencies.
Ich sehe ehrlich gesagt keinerlei Vorteile, zumindest aus Benutzersicht. Bei Snaps muss irgendein Dämon im Hintergrund laufen, der Start der Anwendungen dauert länger als "nativ". Bei AppImages hab ich eine Datei, die irgendwo in der Verzeichnisstruktur liegt, es gibt keinen Starter dafür unter /usr/share/applications/, sodass die Anwendung dann nicht im Startmenü auftaucht. Außerdem gibt es keine automatischen Updates, nachdem die AppImage-Datei erst mal heruntergeladen worden ist. Mit Flatpaks hatte ich bisher nicht zu tun, vermute aber ähnliche Kleinigkeiten, die die Usability trüben.

Aus Packager-Prespektive könnte es durchaus Sinn machen, ein einheitliches Paketformat zu etablieren. Aber da läuft es mit Snap/AppImage/Flatpak genau wie im entsprechenden XKCD (https://xkcd.com/927/). Jetzt haben Anwendungsentwickler noch mehr Paketformate zu unterstützen statt weniger. Und nach meinen ersten Gehversuchen mit dem Erstellen eines AppImages hab ich den Eindruck, dass die Formate (zumindest das AppImage-Format) auch nicht unbedingt einfacher sind. Bei Archs pacman schreibe ich eine einzige PKGBUILD-Datei, die aus wenigen Zeilen besteht, deren Bedeutung eigentlich schnell ersichtlich ist, und schon ist das Paket fertig. Keine Ahnung, wie ein anderes Format das noch einfacher machen kann.

Die einzigen Gründe für die Verwendung von Snap/AppImage/Flatpak, die mir einleuchten, ist die Portabilität (die bei Snaps nicht mal gegeben ist) und das Sandboxing. Das Sandboxing braucht man aber höchstens für sicherheitskritische Anwendungen. Mir fällt spontan keine aus meinem eigenen Gebrauch ein, wo ich die "normale" Installation als zu unsicher betrachten würde. Und die Portabilität braucht es dann, wenn man seine geliebte Software auf Maschinen nutzen möchte, wo man keine Möglichkeit hat, sie via "normaler" Paketverwaltung zu installieren, also auch eher eine Nischenanwendung.

Vielleicht bin ich als Arch-Nutzer zu sehr vom AUR verwöhnt, wo es fast jede erdenkliche Software gibt, die bequem mit einem Befehl oder dem grafischen Paketmanager installiert werden kann, und wenn mal ein Programm nicht drin ist, ist eine PKBUILD dafür schnell geschrieben. Ich sehe den Nutzen dieser neuen Formate also wirklich nicht... Freue mich aber auf Hinweise, falls ich irgendwas übersehe! :)
 
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