FRITZ!Box für Mesh-Netzwerk hinter Speedport für Internet

BoDyGuArD

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Hallo zusammen,

ich bin ratlos bei folgendem Szenario, bei dem ich einem Freund versuche zu helfen.

Kurze Randinformation: Er hat sein Haus frisch renoviert. Jeder Raum hat Ethernet-Dosen, die über ein Switch aus einem zentralen Technikraum verbunden sind. Dieses Setup funktioniert einwandfrei und darum geht es hier nicht.

Ursprung - problemfrei:
  • Kabel-Internet (Kabel-Anschluss im Wohnzimmer) via Vodafone
  • Hardware: FRITZ!Box 6660 Cable (Wohnzimmer), FRITZ!Repeater 1200 AX (1. Etage, LAN-Bridge)
    • Betrieb via Mesh (Box: Master)
    • Die FRITZ!Box speist das Internet (LAN1) im Wohnzimmer via Ethernet-Dose ins Netzwerk ein.
  • Fazit: Problemloser Betrieb, alles super.

Neues Szenario - das für mich nicht lösbare Problem:
  • Er hat von Vodafone (Kabel) zur Telekom (DSL) gewechselt.
  • Wunsch: Die FRITZ!-Geräte aus dem Ursprungsszenario sollen identisch genutzt werden, als hätte sich (eigentlich) nichts verändert.
  • Von der Telekom gab es eine Speedport Smart 4 Typ A.
    • Der Speedport steht im Technikraum, baut dort die DSL-Verbindung auf und speist das Internet (LAN1) via Switch ins Netzwerk ein. WLAN wurde am Gerät deaktiviert.
  • Die FRITZ!Box 6660 Cable im Wohnzimmer (LAN1) ist via Ethernet-Dose verbunden, um das Internet zu verteilen. Konfiguration wurde so angepasst, dass sie via LAN1 die fremd-erzeugte Internetverbindung übernimmt.
    • Damit das Mesh (LAN-Bridge) in der 1. Etage weiter funktioniert, geht von der FRITZ!Box via LAN2 ein zweites Kabel in die Ethernet-Dose im Wohnzimmer. Dies scheint eine notwendige Eigenheit zu sein, weil LAN1 in der neuen Konfiguration exklusiv für den Internet-Empfang via LAN genutzt wird.
    • Die FRITZ!-Geräte sind ansonsten identisch konfiguriert, wie oben.
  • Jetzt zum Problem: Nutzt ein Gerät im WLAN das Internet (insbesondere oben via FRITZ!Repeater), haben alle anderen Geräte im WLAN/Ethernet zwar eine Verbindung zum Netzwerk aber kein/kaum Internet.
    • Nach Recherche sind Themen wie „zwei DHCP-Server“ (Speedport, FRITZ!) aufgekommen. Habe ich beim Speedport ausgeschaltet - identisches Problem.
    • Speedport im DSL-Modem-Betrieb bringt leider nichts, weil die FRITZ!Box als Kabelmodel keine PPPoE-Verbindung aufbauen kann.
Wir haben gestern Stunden verbracht und frustriert aufgegeben. Ich habe keine Idee mehr.

Was ist das Problem? Was ist die Lösung mit bestehender FRITZ!Hardware und dem Wunsch, dass diese das gesamte Mesh-Netzwerk (WLAN/Ethernet) weiterhin „orchestriert“ und lediglich die Internetverbindung vom Speedport nutzt und verteilt?

Viele Grüße und ich danke euch herzlich
Tobias
 
Zuletzt bearbeitet:
@norKoeri Die gebrauchte FritzBox für 30€ ist in solchen Setups fast immer der eleganteste Ausweg, schon allein weil man sich die ganzen Einschränkungen des Speedports bei Port-Weiterleitungen und fehlendem Exposed Host spart. Alles andere ist Frickelei auf hohem Niveau.
 
norKoeri schrieb:
Perfekt. Dann das schwarze Kabel aus der blauen Buchse des Speedport nicht unten in den Switch sondern oben in das Patch-Panel, also dort wo FRITZ!Box LAN1 angeschlossen ist. Dann von FRITZ!Box LAN2 wieder über die Doppel-Dose zurück zum Patch-Panel (was dann wieder auf den Switch geht). Fertig,

Problem könnte sein, dass die Kabel nicht beschriftet sind. In dem Fall musst Du alles im Haus abstecken (oder stromlos machen) und nur FRITZ!Box LAN1 einstecken. Dann siehst Du anhand der LED am Switch, welcher Port am Patch-Panel ist. Das ist dann der Port wo der Speedport direkt dran muss.

1. Klappt es, keine weiteren Fragen? Falls ja:

2. Was spricht denn dagegen, im Keller eine FRITZ!Box 7520, gebraucht zu setzen? Das kostet keine 30 €.

3. Was spricht denn dagegen?

Hätte ich jetzt ehrlich gesagt eher als eine Unter-Variante von Alternative C gesehen, weil es immer noch eine Router-Kaskade ist, aber ja, guter Punkt, noch eine Möglichkeit der Optimierung.

Wobei die Speedports kein Exposed-Host bzw. DMZ erlauben. Wäre mir jedenfalls neu. Daher muss man sowohl für UDP als auch TCP über Port-Freigabe arbeiten, also einen Port-Bereich angeben. Und – jedenfalls bei älteren Speedports, Smart 4 noch nicht selbst getestet – ging das nicht über den kompletten Bereich 1-65535. Stattdessen musste mehrere Bereiche angeben. Aber ja, bekommt man hin. :)
Hi - kurzes Update: Wir probieren genau das heute Abend.

Nochmal zur Verkabelung:
1) Port Patch-Panel <> Dose im Wohnzimmer identifizieren
2) Entsprechendes Kabel am Port des Patch Panels abstecken, stattdessen das Kabel zum Speedport (LAN1) dort anschließen
3) Im Wohnzimmer die FRITZ!Box (LAN1) normal an die LAN-Dose anstecken
4) Im Wohnzimmer von der FRITZ!Box (LAN2) ein Kabel zurück in die LAN-Dose anstecken.

Zwei Fragen:
a) Was für mich jetzt unklar ist: Wie kommt die Verbindung in den Switch? Von LAN2 des Speedports?
b) Ich muss die FRITZ!Box nicht als IP-Client konfigurieren, sondern kann sie ganz normal laufen lassen. Den Speedport ebenfalls. Korrekt?

Vielen Dank und Grüße
Tobias
 
BoDyGuArD schrieb:
Im Wohnzimmer von der FRITZ!Box (LAN2) ein Kabel zurück in die LAN-Dose anstecken.
Das ist dann die Verbindung zum Switch.
BoDyGuArD schrieb:
Von LAN2 des Speedports?
Nein, vom Speedport bitte keine weiteren Kabel Richtung Patch-Panel oder Switch. Nur einen einzigen LAN-Port in Richtung Patch-Panel, z. B. LAN2.
BoDyGuArD schrieb:
Ich muss die FRITZ!Box nicht als IP-Client konfigurieren, sondern kann sie ganz normal laufen lassen. Den Speedport ebenfalls. Korrekt?
Genau, das ist dann die Router-Kaskade. Ich würde so vorgehen:
  1. Speedport von LAN1 auf LAN2 umstecken (also gelbes Kabel in eine der gelben Buchsen)
  2. speedport.ip → System → Externes Modem → Anhaken
  3. Speedport vom Switch nehmen, erstmal baumeln lassen
  4. FRITZ!Box LAN2 mit dem Switch verkabeln
  5. fritz.box → Internet → Zugangsdaten → (Reiter) Internetzugang → weiterer Internetanbieter → vorhandener Zugang über LAN
  6. FRITZ!Box LAN1 mit dem Speedport LAN2 verkabeln (nicht über Switch sondern direkt über Patch-Panel)
So könnte Ihr irgendwann jederzeit auf Glasfaser wechseln, einfach nur durch einstecken des Glasfaser-Modems in die blaue Buchse, dann ist gar keine Umkonfiguration mehr nötig.
 
norKoeri schrieb:
6. FRITZ!Box LAN1 mit dem Speedport LAN2 verkabeln (nicht über Switch sondern direkt über Patch-Panel)
Damit bin ich nicht einverstanden.
Meines Erachtens nach sollte die Fritzbox (LAN 2) auf den Switch gelegt werden, damit dieser das Haus mit Internet versorgt.
Der Speedport dient als Moden nur als Zuspieler für die Fritzbox, die dann das Hausnetzwerk bereitstellt.

Zu den genauen Einstellungen des Speedport kann ich allerdings nichts sagen.
 
@BoDyGuArD:
BoDyGuArD schrieb:
Nochmal zur Verkabelung:
[...]

a) Was für mich jetzt unklar ist: [...]
Is' ja nicht so, als wär' der Verbindungsweg nicht schon in #21 genau beschrieben gewesen. 🤷‍♂️



@norKoeri:
norKoeri schrieb:
1. Speedport von LAN1 auf LAN2 umstecken [...]
Warum sollte das?
Gemäß Anleitung wird wohl nur auf dem Port Link/LAN1 das Signal vom exklusiv im Betriebsmodus als DSL-Modem geschalteten SpeedPort geliefert.​
norKoeri schrieb:
6. FRITZ!Box LAN1 mit dem Speedport LAN2 verkabeln
Und das ist auch eher etwas kontraproduktiv - sollen nicht hausweit alle LAN-Anschlüsse mit Internetsignal versorgt werden?​
 
norKoeri schrieb:
Das ist dann die Verbindung zum Switch.

Nein, vom Speedport bitte keine weiteren Kabel Richtung Patch-Panel oder Switch. Nur einen einzigen LAN-Port in Richtung Patch-Panel, z. B. LAN2.

Genau, das ist dann die Router-Kaskade. Ich würde so vorgehen:
  1. Speedport von LAN1 auf LAN2 umstecken (also gelbes Kabel in eine der gelben Buchsen)
  2. speedport.ip → System → Externes Modem → Anhaken
  3. Speedport vom Switch nehmen, erstmal baumeln lassen
  4. FRITZ!Box LAN2 mit dem Switch verkabeln
  5. fritz.box → Internet → Zugangsdaten → (Reiter) Internetzugang → weiterer Internetanbieter → vorhandener Zugang über LAN
  6. FRITZ!Box LAN1 mit dem Speedport LAN2 verkabeln (nicht über Switch sondern direkt über Patch-Panel)
So könnte Ihr irgendwann jederzeit auf Glasfaser wechseln, einfach nur durch einstecken des Glasfaser-Modems in die blaue Buchse, dann ist gar keine Umkonfiguration mehr nötig.
Moment - dann funktioniert das Konstrukt wieder nicht: Switch und FRITZ!Box stehen physikalisch an komplett unterschiedlichen Orten - und das bewusst. Würde ich die FRITZ!Box in den Technikraum verfrachten, wäre das WLAN im gesamten Erdgeschoss stark eingeschränkt und ich bräuchte einen weiteren FRITZ!Repeater, der das Erdgeschoss dann als LAN-Brücke mit WLAN versorgt.

Zusatzfrage, weil mir das alles nach Pflasterlösungen erscheint: Bekomme ich die DSL-Verbindung vom Telefonanschluss über eine LAN-Dose in eine anderen Raum transportiert? Anfängerfrage, aber fragen kostet ja nichts..
Ergänzung ()

User007 schrieb:
@BoDyGuArD:

Is' ja nicht so, als wär' der Verbindungsweg nicht schon in #21 genau beschrieben gewesen. 🤷‍♂️



@norKoeri:

Warum sollte das?
Gemäß Anleitung wird wohl nur auf dem Port Link/LAN1 das Signal vom exklusiv im Betriebsmodus als DSL-Modem geschalteten SpeedPort geliefert.

Und das ist auch eher etwas kontraproduktiv - sollen nicht hausweit alle LAN-Anschlüsse mit Internetsignal versorgt werden?​
Das Thema hatten wir ja auch bereits: Der Speedport im Modem-Modus scheint keine aufgebaute Internetverbindung weiterzureichen. Die Interneterbindung müsste in diesem Fall über die FRITZ!Box aufgebaut werden, was durch die Inkompatibilität (DSL <> Kabel) nicht funktioniert.

Und ja, natürlich: Alle weiteren LAN-Dosen sollen im Zukunftsszenario mit dem Internetsignal versorgt werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
sthyen schrieb:
Damit bin ich nicht einverstanden.
Meines Erachtens nach sollte die Fritzbox (LAN 2) auf den Switch gelegt werden, damit dieser das Haus mit Internet versorgt.
Der Speedport dient als Moden nur als Zuspieler für die Fritzbox, die dann das Hausnetzwerk bereitstellt.
OK. Jetzt kann ich Dir noch nicht ganz folgen, weil das doch mein/dein Vorschlag ist? Oder meinst Du statt einer Router-Kaskade den Speedport zum DSL-Modem machen? Das geht ja nicht, weil die FRITZ!Box Cable kein VLAN-Tagging oder PPPoE kann.
User007 schrieb:
Gemäß Anleitung wird wohl nur auf dem Port Link/LAN1 das Signal vom exklusiv im Betriebsmodus als DSL-Modem geschalteten SpeedPort geliefert.
Eine FRITZ!Box Cable kann kein VLAN-Tagging oder PPPoE, weil der Hardware-Beschleuniger-Baustein fehlt. Die kann nur DHCP. Daher kann der Speedport nicht im Modus DSL-Modem sondern nur im Modus Router genutzt werden, also eine Router-Kaskade.
User007 schrieb:
sollen nicht hausweit alle LAN-Anschlüsse mit Internetsignal versorgt werden?
Werden sie, durch die FRITZ!Box.
User007 schrieb:
Is' ja nicht so, als wär' der Verbindungsweg nicht schon in #21 genau beschrieben gewesen. 🤷‍♂️
Du hast in #21 den Weg „IP-Client“ beschrieben – was ich in Post #35 als Alternative A beschrieb. Das will der Thread-Ersteller ja nicht. Warum, klären wir dann, wenn wenigstens die Alternative C „Router-Kaskade“ klappt.
BoDyGuArD schrieb:
Bekomme ich die DSL-Verbindung vom Telefonanschluss über eine LAN-Dose in eine anderen Raum transportiert? Anfängerfrage, aber fragen kostet ja nichts..
Ja, einfach von der DSL-Dose in das Patch-Patch, also auf die mittleren beiden Pins auflegen. Aber das brauchst Du ja nicht.
BoDyGuArD schrieb:
Switch und FRITZ!Box stehen physikalisch an komplett unterschiedlichen Orten
Überhaupt kein Problem. Bitte verlinke konkret den Schritt, den Du nicht verstehst. So verstehe ich nicht, was noch unklar ist. Vielleicht bist Du darüber gestolpert: Das ist nur eine abstrakte Beschreibung, die LAN-Dose habe ich (lediglich gedanklich) weg-abstrahiert. Die FRITZ!Box steht irgendwo im Haus, also an einer LAN-Dose mit zwei Buchsen.

Anders bekommst Du auch keine Verbindung über ein Patch-Panel. Vielleicht ist das Konzept Patch-Panel noch nicht klar? Ein Patch-Panel ist nur eine Sammlung aller LAN-Buchsen an einem Ort. Die Buchsen sind (noch) nicht verschaltet, können also noch nicht miteinander reden. Das macht man mit Kabeln zwischen Patch-Panel-Buchsen (und/oder wie in diesem Fall durch eine FRITZ!Box an einer LAN-Dose).
 
Zuletzt bearbeitet:
norKoeri schrieb:
OK. Jetzt kann ich Dir noch nicht ganz folgen, weil das doch mein/dein Vorschlag ist? Oder meinst Du statt einer Router-Kaskade den Speedport zum DSL-Modem machen? Das geht ja nicht, weil die FRITZ!Box Cable kein VLAN-Tagging oder PPPoE kann.

Eine FRITZ!Box Cable kann kein VLAN-Tagging oder PPPoE, weil der Hardware-Beschleuniger-Baustein fehlt. Die kann nur DHCP. Daher kann der Speedport nicht im Modus DSL-Modem sondern nur im Modus Router genutzt werden, also eine Router-Kaskade.

Nein, denn wir bauen eine Router-Kaskade.

Du hast in #21 den Weg „IP-Client“ beschrieben – was ich in Post #35 als Alternative A beschrieb. Das will der Thread-Ersteller ja nicht. Warum, klären wir dann, wenn wenigstens die Alternative C „Router-Kaskade“ klappt.

Ja, einfach von der DSL-Dose in das Patch-Patch, also auf die mittleren beiden Pins auflegen. Aber das brauchst Du ja nicht.

Überhaupt kein Problem. Bitte verlinke den Schritt, den Du nicht verstehst. So verstehe ich nicht, was noch unklar ist. Vielleicht bist Du darüber gestolpert: Das ist nur eine abstrakte Beschreibung, die LAN-Dose habe ich weg-abstrahiert. Die FRITZ!Box steht irgendwo im Haus, also an einer LAN-Dose mit zwei Buchsen.

Anders bekommst Du auch keine Verbindung über ein Patch-Panel. Vielleicht ist das Konzept Patch-Panel noch nicht klar? Ein Patch-Panel ist nur eine Sammlung aller LAN-Buchsen an einem Ort. Die Buchsen sind (noch) nicht verschaltet, können also noch nicht miteinander reden. Das macht man mit Kabeln zwischen Patch-Panel-Buchsen.
In Ordnung, danke dir - hier mein Verständnisproblem:
Wenn ich die Verbindung zwischen Patch Panel und Switch physikalisch nicht mehr herstelle, weil ich das Kabel ziehe, die LAN-Dose im
Wohnzimmer (und darüber die FRITZ!Box) direkt mit dem Speedport im Technikraum verbinde und schlussendlich nicht wieder in den Switch zurückführe: Wie wird die Internetverbindung an die restlichen x LAN-Dosen verteilt?
 
  • DSL ↔︎ Speedport DSL
  • Speedport LAN2 ↔︎ Patch-Panel ↔︎ LAN-Dose, irgendwo im Haus, linke Buchse ↔︎ FRITZ!Box LAN1
  • FRITZ!Box LAN2 ↔︎ LAN-Dose, die selbe, rechte Buchse ↔︎ Patch-Panel ↔︎ Switch
So haben dann alle Dosen im Haus Internet. Problem ist, Du musst herausbekommen, welche Buchse im Patch-Panel jene LAN-Dose/-Buchse oben ist.
 
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Mals auf - am besten ordentlich. Das kann man auch neben das Patchpanel hängen - dann weiß man auch in 12 Monaten noch was für'n Furz da veranstaltet wurde ;)
 
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@norKoeri:
norKoeri schrieb:
Eine FRITZ!Box Cable kann kein VLAN-Tagging oder PPPoE, weil der Hardware-Beschleuniger-Baustein fehlt. Die kann nur DHCP. Daher kann der Speedport nicht im Modus DSL-Modem sondern nur im Modus Router genutzt werden, also eine Router-Kaskade.
Ok, das war mir nicht bekannt. 🙄
Also macht dann der im Technik-Raum stehende SpeedPort DSL, DHCP, evtl. Festnetz-Telefonie und WLAN, und gibt das alles per Ethernet an die im WoZi stehende FB weiter. Internet geht zwar, aber kein komplett einheitliches Mesh-WLAN und für Festnetz-Telefonie müßte der SIP-Trunk in der FB konfiguriert werden. Richtig?​
norKoeri schrieb:
Du hast in #21 den Weg „IP-Client“ beschrieben
Na ja, prinzipiell behält aber doch die "Beschaltung" ihre Gültigkeit.
 
norKoeri schrieb:
  • DSL ↔︎ Speedport DSL
  • Speedport LAN2 ↔︎ Patch-Panel ↔︎ LAN-Dose, irgendwo im Haus, linke Buchse ↔︎ FRITZ!Box LAN1
  • FRITZ!Box LAN2 ↔︎ LAN-Dose, die selbe, rechte Buchse ↔︎ Patch-Panel ↔︎ Switch
So haben dann alle Dosen im Haus Internet. Problem ist, Du musst herausbekommen, welche Buchse im Patch-Panel jene LAN-Dose/-Buchse oben ist.
Hier ist vielleicht mein Denkfehler: Ich bin davon ausgegangen, dass ein Patch-Panel-Port pro LAN-Dose für beide LAN-Anschlüsse derselben Dose angeschlossen ist. Damit das funktioniert, müsste es je LAN-Dose zwei Anschlüsse am Patch Panel geben (LAN-Dose links, LAN-Dose rechts).

Frage: Ist das wirklich so? Falls ja, alle Fragen geklärt. Falls nein, wäre der Lösungsweg aus meiner Sicht unlogisch und so nicht umsetzbar.
 
User007 schrieb:
prinzipiell behält aber doch die "Beschaltung" [aus Post #21] ihre Gültigkeit.
Nicht wirklich, denn bei einer Router-Kaskade musst Du zweimal in die FRITZ!Box gehen:
  • LAN1 = WAN = Internet
  • LAN2 (oder LAN3 oder LAN4) = LAN = Heimnetz
Das ist schon grundlegend anders zum Modus IP-Client, bei dem geht man eigentlich nur einmal in die FRITZ!Box.

Man könnte zwar so vorgehen wie Du in Post #21, also auch im Modus IP-Client über die FRITZ!Box zu gehen – also zweimal in die FRITZ!Box –, aber das macht eigentlich keinen Sinn (man hat dann nicht einen zentralen Switch sondern zwei kaskadierte Switche und vergeudet unnötig ein LAN-Kabel).
User007 schrieb:
SpeedPort [macht] DSL, DHCP
Genau das. WLAN auf dem Speedport nutzt Du nicht, andere WLAN-Kennung oder ganz ausschalten. Will man WLAN im Keller, dann müssten wir nochmal schauen, wie man das konkret löst. Gibt auch hier wieder viele Alternativen, die aber erstmal nichts am Aufbau für das Internet ändern.
User007 schrieb:
Festnetz-Telefonie
Telefonie wird laut Post #19 aktuell nicht genutzt. Wenn es soweit ist, gibt es dafür viele Wege
A) Speedport macht Telefonie und reicht diese über TAE und dann Patch-Panel weiter​
B) Speedport macht Telefonie und reicht diese über deren DECT-Basis weiter​
C) FRITZ!Box macht Telefonie und reicht über deren TAE oder DECT weiter​
Alternative C kann vielleicht klemmen, aber dafür hat der Speedport Smart 4 einen SIP-Registrar, also könnte man die FRITZ!Box auch als IP-Telefon in den Speedport einbuchen. Entsprechend bzw. alternativ könnte der Speedport seine Telefonie auch über LAN und dann Patch-Panel weiterreichen, also an eine Gigaset GO-Box 100 als DECT-Basis irgendwo im Haus, zum Beispiel. Gibt auch hier wieder wirklich viele Alternativen, die aber erstmal nichts am Aufbau für das Internet ändern.
BoDyGuArD schrieb:
Ich bin davon ausgegangen, dass ein Patch-Panel-Port pro LAN-Dose für beide LAN-Anschlüsse derselben Dose angeschlossen ist. Damit das funktioniert, müsste es je LAN-Dose zwei Anschlüsse am Patch Panel geben (links, rechts). Frage: Ist das wirklich so? Falls ja, alle Fragen geklärt.
OK, dann haben wir es. :) Ja, jede LAN-Buchse hat eine Buchse auf dem Patch-Panel. Das bedeutet, eine LAN-Dose mit zwei Buchsen, hat dann auch zwei Buchsen auf dem Patch-Panel. Wo die liegen, – nebeneinander, gegenüber oder kreuz-und-quer –, musst Du allerdings selbst herausbekommen. :(

Ist wirklich merkwürdig, dass ein Elektriker ein Patch-Panel ohne Zuordnung hinterlässt. Das dürfte hier für die ganze Verwirrung gesorgt haben.

Und Du musst auch kein Ethernet über das Patch-Panel machen. Du könntest dort auch DSL und/oder Telefon auflegen. Nur Coax kann man nicht (ohne Cable-Modem) auf ein Patch-Panel auflegen, daher ist das eine separate Installation im Haus.
 
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@BoDyGuArD:
BoDyGuArD schrieb:
[...] Damit das funktioniert, müsste es je LAN-Dose zwei Anschlüsse am Patch Panel geben (LAN-Dose links, LAN-Dose rechts).
Das wird gemäß dem Foto am Patch-Panel wohl auch so sein, es sei denn, es wären zwölf Räume mit je nur einem LAN-Anschluß vorhanden. 🤷‍♂️
Und ich kann mir übrigens auch nicht vorstellen, dass da nicht ein Verzeichnis über die Beschaltung der jeweiligen LAN-Anschlüsse in den Räumen zu den entsprechenden Ports am Patch-Panel vom Installateur hinterlassen wurde.​
Ergänzung ()

@norKoeri:
norKoeri schrieb:
[...] Router-Kaskade musst Du zweimal in die FRITZ!Box gehen:
Ok, das ist mein Verständnisfehler gewesen - danke für die Erklärung.
 
So - ich danke euch allen herzlich und werde berichten, ob es geklappt hat. Falls nein, muss eine neue Lösung her (Hardwaretausch). Ich bin kein Freund von Bastellösungen, daher geht mir das Vorgehen eigentlich auch eher gegen die eigene Präferenz.

We‘ll see!
 
Das ist aber eigentlich keine Bastellösung, sondern durchaus üblich. Wenn man das ONT im Keller hat z.B. und den Router im Wohnzimmer. Eine Leitung führt dann aus dem Keller vom ONT zum Router und eine aus dem Wohnzimmer in den Keller zum Switch.

Das Einzige was hier ein bisschen mehr Aufwand produziert ist dass dieser Speedport und diese FRITZ!Box nicht perfekt zueinander passen. Mit einer DSL-FRITZ!Box oder einer ohne Modem wäre die Routerkaskade nicht nötig, sondern der Speedport könnte daran wie ein Modem genutzt werden. Die Verkabelung bliebe dabei allerdings gleich.
 
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Kurzes Feedback von unserem Test: Es scheint allein durch die angepasste Steckverbindung zwischen Speedport, Patch Panel und FRITZ!Box zu funktionieren! Und ich habe etwas dazugelernt!

Hiermit einen ganz herzlichen Dank an euch alle!

Viele Grüße
Tobias
 
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BoDyGuArD schrieb:
Es scheint allein durch die angepasste Steckverbindung zwischen Speedport, Patch Panel und FRITZ!Box zu funktionieren!
Da macht mich aber jetzt neugierig - was bedeutet das genau?
 
Kabel aus Patch Panel für LAN-Dose (rechter Anschluss) im Wohnzimmer in den Speedport. Im Wohnzimmer genau diesen Anschluss in LAN1 der FRITZ!Box. LAN2 der FRITZ!Box in die LAN-Dose (linker Anschluss) im Wohnzimmer. Finito.
 
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