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Gallium X Nickel

Chillaholic

Fleet Admiral
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Hab beim letzten CPU-Wechsel auf Conductonaut gesetzt und neulich ein Interview mit dem Acht-auern gesehn, wo er sagt Gallium und Nickel sind wohl wider erwarten doch nicht so die besten Freunde geworden. So jetzt eben das System ausgetauscht und das hier vorgefunden. Lasst den Scheiss und nehmt Duronaut oder wat anderes auf Silikonbasis. :)
Sieht so aus als ob sich das richtig reingefressen hat, rechts sind fühlbare Beschädigungen.

Dark Rock Pro 3.jpg

P.S. Das war nach 10-15 min rubbeln mit Küchentüchern und Alkohol, der Rest geht nicht mehr ab.
 
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Dann hat jemand wohl nicht Anleitung gelesen...
Erster Warnhinhweis aus Anleitung:
Conductonaut basiert auf Flüssigmetall und darf nicht mit Kühlkörpern
aus Aluminium verwendet werden! Kontakt mit Aluminium führt zu
dauerhaften Schäden am Kühlkörper!

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Außerdem gibt es selbst nach kurzer Recherche so viele Probleme mit dem DRP3 und Conductonaut, aber der ist ja auch nicht erst seit gestern auf dem Markt...
 
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Am besten sollte man keine Experimente oder ne Wissenschaft draus machen beim Thema Wärmeleitpaste. Bei vermutlich 99 % der Leute tut es die 0815 Paste die in irgendwelchen Tüten beiliegt.
 
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Chillaholic schrieb:
System ausgetauscht und das hier vorgefunden. Lasst den Scheiss und nehmt Duronaut oder wat anderes auf Silikonbasis. :)
ich nutze seit teenagertagen Zahnpasta oder Senf. wenn ich von denen die dabei waren nichts mehr habe. Keine Probleme.
Den Mehrwert was extra zu kaufen sehe ich schlicht nicht
 
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Quanar schrieb:
Conductonaut basiert auf Flüssigmetall und darf nicht mit Kühlkörpern
aus Aluminium verwendet werden!
Kollege das ist kein Alu, oder hast du Alu mal so glänzen gesehen?
Das ist vernickeltes Kupfer und das galt anfänglich als verträglich.
Hab dann keine Recherchen zu neuen Erkenntnissen mehr getätigt weil ich die hier noch rumliegen hatte.
 
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Habe grad auch Zahnpasta Minze drauf, weil ich nichts zur Hand hatte letztens.
 
es IST verträglich.
nach wie vor.

das, was der TE schildert und abbildet ist das mühsame an flüssigmetall. schwer wieder abzukriegen.
der grund, warum mein spiel mit dem außerdem mühsam auszutragendem zeug aus der spritze vor zwanzig jahren ein eher kurzes war.
es altert ned im üblichen sinn, aber es ist erschütterungsempfindlich.
und wenn eine erschütterung diese steinharte schicht brechen läßt, ist die kühlleistung quasi weg.
das abzkriegen braucht feinschleifmittel, und sehr viel gefühl. weil zuviel und der nickel ist ab.

more easy sind "metal pads", weil die kriegt man wieder ab.
aber davon hat sich eines durch verflüssigung im betrieb davongestohlen, zack, kühlleistung weg, drum hab ich auch davon wieder abstand genommen.
aktueller stand in meinen notebooks: ptm7950, auf nacktem die.

aber selbst mit dem besten gefühl wird die oberfläche nach flüssigmetall nie wieder so wie zuvor.
d.h. verkaufen läßt sich so ein kühler nur schwer und mit schwerem verlust.
die kühlleistung selbst leidet ned wirklich, nur die optik.
weil halt plain copper ein buntmetall ist, und die sind alle dirty, sehr korrosionsempfindlich.
aber nix, was man mit antioxidationsmittel ned wieder wegkriegt, grünspan blättert ned ab und versiegelt alles drunter. drum halten kupferdachln ewig, auch wenns total grünspanig sind.
und apropos: grünspan is giftig. sehr.

aber, natürlich wollte ich das mit dem alu genau wissen, vor rund zwanzig jahren.
und ich hatte einen kühler, den ich nie wirklich mochte.
ein zalman 7000 in alu/kupfer.
und den hab ich unter beobachtung hingerichtet.
was tut man ned alles für eine naturwissenschaftliche beobachtung.

und man kann zusehen, das gallium geht ins alu, und das alu beginnt bröselig zu werden, seine struktur löst sich auf, es blühen/wachsen kristalline strukturen hervor, das zeug löst sich quasi auf.
in wenigen minuten. es verfällt in echtzeit.
man kann zusehen. live quasi.
in der mitte das kupfer unverändert, links/rechts das alu schlicht nimmer als aluminium erkennbar.

das ist aber NED DAS, was man auf dem photo sieht.
das auf dem photo sind stinknormale rückstände, die zeigen, wie intensiv flüssigmetall an nickel bindet.
aber das ist genau das, was man kühlungtechnisch möchte, oder ned?
wiederverkaufswert stand halt nie auf der to do liste, quasi.

wobei küchentücher und alc sowieso quasi wertlos sind. und absolut wirkungslos für sowas.
feinere schleifschwämme, danach sehr feines schleifpapier und als dessert noch ein bissl schleifpaste.
 
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Anständige Pasten sind mittlerweile so gut da brauchts auch kein Flüssigmetall mehr, verzichte selbst schon seit 2022 darauf. Wenn man etwas näher am Flüssigmetall, was die Performance angeht will, nimmt man halt PTM. Da hat man auch diese Sauerei am Kühler nicht.
 
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Wieso eigentlich die dämliche Diskussion über Alu? So wie das glänzt ist das kein ALU!
Des weiteren ist Alkohol oder andere angeblichen mittel aus YT kein Lösungsmittel für Flüssigmetall!

Ich wiederhole mich mal:
So hart gewordenes Flüssigmetall läst sich recht leicht entfehrnen:
1. grobes mit der Kante einer alten CD oder ähnlichem abschaben.
2. entweder wegpolieren mit z.B. dremel+Filz+MX4 Wärmeleitpaste
oder mit 4-7% Salzsäure (sowas ist nur für Leute die mit Säuren umgehen können!)

Flüssigmetall und Kupfer ist wieder eine eigene Sache. Das bekommt man nur durch schleifen wieder weg.
 
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Hier, Flüssigmetalnutzer der ersten Stunde.
  • Flüssigmetal greift kein Nickel an, es bindet sich nur stark an Oberflächen
  • Wer die Oberfläche wieder glänzend haben will muss polieren (bring kühlungstechnisch aber keinen Vorteil)
  • Flüssigmetal bei Direct-Die-Kühlung. Auf normale Heatspreader normale Wärmeleitpaste
  • Wer beim Kühlerkauf schon wieder an den Widerverkauf denkt hat die Kontrolle über sein Leben verloren
 
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@TE: So sehen vernickelte Kupferkühleroberflächen nunmal aus, wenn man mit Flüssigmetall arbeitet. Die Oberflächen sind auch nicht kaputtgefressen wie bei Alu. Der Kühler funktioniert noch ganz normal wie immer.

Ich muss aber auch sagen, bei CPUs mit ihren Heatspreadern würde ich mittlerweile auf Flüssigmetall verzichten. Flüssigmetall würde ich nur noch für Direct-Die Kühlung nutzen (geköpfte CPU ohne Heatspreader, GPUs) und selbst da gibts mittlerweile gute Alternativen: Graphene-Pad für die "Faulen", PTM für Enthusiasten und haltbarere WLP wie MX7 o. Duronaut für die "Normalos".
 
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Hab mir mal grad den "Spaß" gemacht und den alten i7-4770k nochmal mit prime95 SmallFFT (AVX2/FMA3) getestet, den ich vor 13! Jahren geköpft und mit Flüssigmetall versehen hatte und seitdem nie wieder angefasst hatte (glaub so vor 6-7 Jahren mal den Staub aus den Lamellen entfernt, aber nicht! den Kühler demontiert). Also WLP zwischen Heatspreader und Die durch Flüssigmetall ausgetauscht und auch Flüssigmetall zwischen Kühler (Thermal Right Silver Arrow) u. Heatspreader benutzt. Dazu ist die CPU noch etwas overclocked (4.3GHz Core, 4.1GHz Uncore), aber auf 125W/110A begrenzt.

p95_sfft_i7-4770k.png


Die Kühlung ist praktisch fast genauso gut, wie vor 13 Jahren (hatte damals ähnliche Temperaturen, aber mit 130W).

Ursprünglich ohne Köpfen mit der Original-WLP zwischen Heatspreader und Die ging die CPU @stock Settings (sind glaub 95W) auf ~85°C. Das nur mal so zum Vergleich.
 
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@qiller
Mein Hauptarbeitsgerät ist nach wie vor ein 4790K. Mit der originalen Isolationspaste zwischen IHS und DIE war der unkühlbar, egal wie groß der Kühler, egal wie viel RPM. Binnen Sekunden/Minuten auf 100°C und Throtteling (@Stock Settings!). Hab dann den Mist rausgekratzt und durch Flüssigmetall ersetzt. Zack ruhe. Jetzt max irgendwas um die 80°C bei hörst-mich-nicht-Umdrehungen mit offenem Gehäuse.

Auch bei meinem alten S775 System mit Flüssigmetall zwischen Heatspreader und dem Mugen 2 selbst nach vielen Jahren kein Problem.
 
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MORPEUS schrieb:
@qiller
war der unkühlbar, egal wie groß der Kühler, egal wie viel RPM. Binnen Sekunden/Minuten auf 100°C und Throtteling. Hab dann den Mist rausgekratzt und durch Flüssigmetall ersetzt. Zack ruhe.

Ähnliches Problem hatte ich mit meinem Threadripper 2970. Mit Standard einstellungen und normaler Wärmeleitpaste kein problem zu kühlen. Aber nach anhebung von TPD und PBO ging die CPU binnen Sekunden ins Thermallimit von 94 °C.
Erst nach dem Tausch gegen Flüssigmetall hatte ich eine max temp von ca 82-84 °C
 
Chillaholic schrieb:
der Rest geht nicht mehr ab.
800er Schleifpapier und alles glänzt wieder.
Eventuell noch mal mit 2000er und 4000er Papier nachschleifen und läppen.

Gallium geht gerne mit Metallen Legierungen ein, aber Gallium-Nickel gibt es laut Galliumverbindungsliste bisher nicht.
Aber man entdeckt ja immer noch neue Legierungen.
 
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@wuselsurfer eine Verbindung und eine Legierung ist was grundsätzlich anderes.
z.B.: Wasser ist eine Verbindung während Flüssigmetall oder Edelstahl eine Legierung ist.
 
MORPEUS schrieb:
Was sagtest Du kostet das? Geizhals-Link?

Nix Geizhals, Mouser. Das Sheet hält auch für die nächsten 30 Jahre, da man damit etwa 121 IHS belegen kann:D
 
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