ETI1120 schrieb:
In diesen Preissegmenten schauen sich die Leute an, was das Angebot im Vergleich zu ihrer alten Grafikkarte leistet. Dann entscheiden sie ob sich ein Update lohnt oder nicht lohnt. Wenn die Preise nicht passen wird eben weiter gewartet.
Ja, ich nehme mich da auch nicht aus, die vorher genannten 449Euro als m.E. denkbarer UVP-Maximalbetrag einer RTX 4060 würde ich vermutliuch auch nicht zahlen wollen, genauso wie ich mich aktuell mit dem 480 Euro UVP einer RX 6700XT noch schwer tue.
Dort sind die Preise ja noch nicht einmal angelangt, aber richtiger Weise hat ja
Gamers Nexus damals den angesetzten UVP im Vergleich zur Leistung des Vorgängers (RX 5700XT) schon als deutlich zu hoch angesetzt kritisiert.
Schade, dass so wenige Rezensenten die Preissituation nicht auch in die Produktbewertung einfließen lassen (ein Hoch auf Gamers Nexus dafür), aber dafür hängen wohl zu viele in den klasssischen und Online-Medien von der Gunst der Chip-Entwickler ab, was z.T. schon etwas werbeähnliches hat.
Es kann natürlich wie be Turing (Vanilla) kommen, dass man stur an Mondpreisen über UVP festhält seitens der Händler, zumal am Anfang die Early Adopter und Hobby-Enthusiasten das wenig schert, denn die bezahlen zum Verzücken der Scalper und Abzockhändler gerne deutlich mehr um als erste in den Besitz der neuen GPUs zu kommen.
Ich kann mir gut vorstellen, dass viele Händler sich (gieriger Weise) verkalkuliert haben und zu teuer eingekauft haben vor einigen Monaten noch oder eben aktuell noch heftig pokern und neue Karten schon deutlich günstiger (auch mit Hilfe von Boardpartner-Rabatten) eingekauft haben, und glauben, dass sich die übrig gebliebenen Gamer zu den immer noch z.T. deutlich über UVP angesetzen Preisen (wenn man sich etwa die oft noch absurden Preise der "Topmodelle" in allen Leistungsklassen anschaut oder die Tatsache, dass ab RX 6800 und RTX 3080 - die RTX 3070Ti mit nur 8GB will kaum einer wirklich, da diese grausam verkorkst wurde/preis-leistungstechnisch zu wenig bietet im Vergleich zur RTX 3070 - preislich man immer noch deutlich über 100 Euro vom UVP bei den Angeboten entfernt ist) einfangen zu können.
Akzeptable Preise nach Marktstart der RTX Ada Lovelace Karten sehe ich bei den RTX Ampere erst bei mindestens 10% unter UVP gegeben, aber solange die alte Ware nicht abverkauft wird, solange könnten sich die Händler sträuben nach anfangs heftig überhöhten Preisen (zu offiziellen Preishalter-UVPs von nVidia für Ada Lovelace) diese in den ersten 6 Monaten zu senken.
Die Gewinnmargen wären für nVidia und alle daran hängenden Boardpartner, Händler, etc. mit bspw. 279-299 Euro für solide RTX 3060 (12GB) Custom-Modelle nach Erscheinen der RTX 4060 Lovelace GPUs nicht mehr fett, aber dennoch akzeptabel (wenn man bedenkt wie alt dann die Technik ist), aber ob es so kommen wird, wer weiss das schon?
Natürlich braucht nVidia auch einen Mindestumsatz bei den Gaming-Grafikkarten, wenn die Miner fehlen/aussetzen sollten - auch wenn angeblich Lieferketten und Komponentenverfügbarkeit immer noch schwierig sein sollten und die kriegsbeschleunigte Inflation dazu kommt - so dass man wenigstens den Schein hoher Preise mit noch halbwegs erträglichen neuen UVP für Ada Lovelace ansetzen wird (für welche Preise dann die Packages allerdings hinter den Kulissen an Boardpartner gehen werden und wie spärlich die Founders Edition hergestellt werden, wird man abschätzen müssen), denn man will die Aktionäre ja nicht unnötig vergraulen.
Ob Ada Lovelace RTX GPUs wegen des hohen Verbrauchs/der hohen Abwärme wie damals Fermi/Thermi von nVidia eher schlecht bei den Rezensionen weggehen wird und viele Käufer die 4000er Serie von nVidia (und evt. auch RDNA3 /die 7000er Serie von AMD/RTG, wobei dort auch kräftig im Verbrauch und Preis zugelegt werden dürfte) überspringen werden bzw. lieber alte dann unter UVP reduzierte Ampere und RDNA2 GPUs kaufen werden, wird man abwarten müssen.