Ich bin am Ende. Maus‑Schwenken erzeugt Tearing / Ruckler / CPU Spikes alle 10Sek.

Mein Kopf explodiert...

Vorab – Lösung Stand 08.01.2026:

Windows 10 LTSC Edition

Unter Windows 10 gibt es keine Micro‑Stalls, kein Tearing, keine Ruckler und keine Bugs beim Verschieben von Fenstern.


Update:

Ich nehme jede Kritik von euch an und verstehe eure Punkte bezüglich Anticheat, Antivirenprogrammen und FPS, die über die Monitor‑Spezifikation hinausgehen.

Ihr müsst aber bitte auch verstehen:
FreeSync/G‑Sync bedeutet immer, die Framerate zu cappen (das ist logisch), und es wurde mehrfach gemessen, dass dies zu erhöhter Eingabeverzögerung führt. In Online‑Spielen machen diese Features daher wenig Sinn, weil es sich anfühlt, als würde man auf Schlittschuhen fahren.

Es gibt dazu bereits mehrere Tests auf YouTube, bei denen mit Arduinos die Latenz gemessen wurde.
Ich spreche nicht von Tearing im Sinne von „Bilder schneiden sich ineinander“, sondern von einem Gefühl, als würde das Spiel unter 60 FPS laufen; trotz 500–800 FPS in Valorant (Ein Beispiel per se)

Es ist keine Kritik und ich möchte in keiner Art und Weise eure Vorschläge in Frage stellen, aber wie kann es sein, dass sich mein damaliger 144‑Hz‑Monitor mit 400 FPS in CS:GO besser angefühlt hat als mein heutiges System? Okay, Engines ändern sich und die Windows Pipeline. Gut, ... aber das es so schlecht performt?

Auch in Elden Ring (Nightreign) gibt es alle drei Sekunden einen kurzen „Hänger“, quasi rhythmisch.

Fundamental betrachtet funktioniert das Spielerlebnis unter Windows 11 für mich nicht.


Ich habe eure Vorschläge ernst genommen:

Windows 11 neu installiert, alle Platten entfernt, nur Maus und Tastatur angeschlossen (kein Audio‑Interface, keine weitere Peripherie). Keine Software, kein Schnickschnack. Ergebnis bleibt gleich.

Ich mache einen CMOS‑Reset, teste PCIe Gen 4/3, ändere nacheinander CPU‑Features, erhöhe sogar den Curve Optimizer (vielleicht braucht der Prozessor mehr „Wumms“ für Windows 11 ~ who knows).

Ich ändere Registry‑Einträge für die Xbox Game Bar (hat temporär geholfen, aber nach einiger Zeit wird es wieder genauso schlimm). Ich ändere Registry‑Parameter für den Windowed Game Mode, fange an zu debloaten oder nutze eine angepasste Windows‑11‑Installation von Schneegans.
(Mich nervt das XBOX Game Bar trotzdem immer wieder startet obwohl Spielmodus deaktiviert ist und in der Registry der Hexadezimalwert auf 0 ist...


Nun probiere ich Windows 10 LTSC und starte minimalistisch:
Tastatur, Maus, kein CMOS‑Reset, nur „Optimized Defaults“.
Zack: Alles läuft wie Butter.
Nein, ich habe kein Singleplayer‑Spiel getestet, weil mein Ziel weiterhin Valorant und andere Online-Spiele sind.

Nach und nach schalte ich bei jedem Bootvorgang mehr Platten hinzu, installiere mehr Programme, sogar Kaspersky. Keine Probleme. (Valorant Support meinte ich sollte unbedingt Kaspersky deinstallieren für ein besseres Spielerlebnis)

Immer noch butterweich. Keine Aussetzer, keine Micro‑Stalls, keine Textur‑Ruckler, nichts.
Jedes Fenster das ich verschiebe ruckelt nicht, bleibt smooth und es kommt kein Hänger...

Während meiner Tests fand ich auf Reddit und in der Steam‑Community weitere Nutzer mit dem 5800X3D, die ebenfalls auf Windows 10 LTSC umgestiegen sind.


Meine Frage:

Kann mir jemand erklären, wie es sein kann, dass ich eine Windows‑11‑Installation so stark modifizieren muss und sie trotzdem schlecht läuft, während ein Windows‑10‑Install alle Probleme sofort behebt?

Ich habe sogar die gleichen Treiber installiert:
(Stand heute: Nvidia Studio Driver 591.74 und die neuesten AMD‑Chipsatztreiber).

Ich kann es einfach nicht verstehen...
Es macht mich teilweise wirklich fertig zu wissen, dass Windows 11 auf meinem System immer noch nicht funktioniert.

Es kann doch nicht sein, dass Windows 11 mein System so stark ausbremst???

Habe ich etwas übersehen? Ist die Hardware einfach nicht gedacht für Windows11?

Ich bekomme Depressionen...
 
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Dass Windows 10 "zackiger" läuft, wundert mich gar nicht. Ich hab ja auch das Upgrade von Windows 10 22H2 auf Windows 11 24H2 hinter mir und das erste was mir aufgefallen war, war der lahme Datei-Explorer. Ich hab aber mittlerweile mein Windows 11 soweiten hingefriemelt, dass es halbwegs schnell läuft.

In einigen Spielen hab ich hier und da weniger 1% Lows gehabt. Ich vermute mal, dass Windows 11 mit seiner härteren Sicherheitsstrategie auch einfach mehr CPU-Cycles verschlingt, die dann den Games nicht zur Verfügung stehen.

Aber das was du hier an Problemen mit Windows 11 schilderst, kann ich bei mir (zum Glück) nicht bestätigen. Also wenn ich alle 10s irgendwelche Hänger hätte, würde ich wohl auch verrückt werden :x.
 
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sind Studio-Treiber nicht zum arbeiten optimiert, game-ready laut Nvidia for high FPS-Gaming? Der Game-Ready läuft bei dir schlechter?
 
@BmwM3Michi Beide laufen gleich gut, ich wollte nur „probieren“, aber unter Windows 10 ist das Ergebnis dasselbe.
Es fühlt sich wesentlich besser an als unter Windows 11.

Studio‑Treiber bringen nur einen Vorteil für z. B. Stable Diffusion, aber generell mehr Stabilität.
Der neueste Game‑Ready‑Treiber ist eher für neuere Spiele gedacht, dabei werden aber ältere Spiele hintenangestellt. Bei Nvidia ist es nicht unbekannt, dass dadurch ältere Spiele Performance‑Einbußen erleiden.

Wenn man regelmäßig die neuesten Titel spielt, gerne.
Allerdings habe ich unter Windows 11 ein Treiber‑Karussell gespielt, und weder Game‑Ready‑ noch Studio‑Treiber haben geholfen. Mir ging es ums Prinzip, dieselben Treiber unter Windows 10 zu testen, tja und siehe da: Es liegt nicht am Treiber, sondern am OS.

Trotzdem muss es etwas geben, das Windows 11 bei mir total ausbremst und untauglich macht.

Hätte ich jetzt andere Treiber verwendet könnte ich wieder den Treiber als Schuldigen sehen...
Auch auf der nVidia Seite steht, dass die Studio-Treiber für mehr Stabilität sorgt und aktuell will ich mein System so nicht weiter "manipulieren" sondern endlich anfangen auch meine Musikprogramme und Stable Diffusion wieder draufzuhauen.

Warum W11 nicht funktioniert, egal welches Build... keine Ahnung.

Ich vermute allerdings, das es an der CPU liegt.
Irgendwas wird unter W11 anders verarbeitet weil bei den kleinen Aussetzer sieht man auch den Spike bei der CPU in Valorant oder MSi Afterburner...

Ich hätte vom Prinzip auch ein neues System gekauft (nur aus Testzwecken), aber bei den RAM-Preisen spiele ich nicht mit.
Ergänzung ()

Also mir geht es moment um ein "Never Change a running System" Prinzip, solange das System stabil ist und funktioniert, wird nichts angefasst. *Hände hoch
 
Ich kann nur sagen, ich hab auch ein Zen3-System (Ryzen 9 5950X), 32GB RAM und auch eine Nvidia Ampere-Karte (RTX3090). Mit den neueren Blackwell Treibern (570+) gabs leider bisher immer irgendwelche Probleme. Daher bin ich immer noch bei 566.36. Die ganz neuesten 590+ Treiber hab ich aber noch nicht getestet. Möglich, dass die jetzt problemlos laufen. Ich war bisher nur zu genervt von dem Treiber-Desaster. Aber irgendwann werd ich mir die neuesten Treiber sicherlich nochmal anschauen.
 
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Valorant CapFrameX Resultat:
1768069352706.png


Update:

Unter Windows 10 LTSC habe ich folgende Einstellungen unternommen, damit ich den Fehler eingrenzen kann weshalb Windows 11 bei meinem System nicht funktioniert:

BIOS Settings

  • CPPC: Auto -> Enabled
  • CPPC Preferred Cores: Auto -> Enabled
  • C-States Auto: -> Enabled

XMP Profile

  • Latency : CL16
  • Freq: 3600MHz
  • Cap: 2x16GB Modules by G.Skill

PBO Limits

  • PPT: 90
  • TDC: 75
  • EDC: 110

Scalar

  • 1x

Curve Optimizer

  • -10 on all Cores

Ergebnis​

  • Temp OCCT CPU Extreme Settings: Max 86° -> Max 65°
  • Valorant: Keine Hänger, Laggs, großen Stalls (Außer Shader-Loadings, was normal ist)
  • No Laggs/Stalls während ich einen Stress Test mit Prime95 oder OCCT mache
  • Höhere Single CPU Frequenz
Selbst unter diesen Einstellungen kann ich den Fehler von Windows11 auf Windows10 nicht re-produzieren, anscheinend funktionieren meine PBO Limits, Curve Optimizer und XMP Profil einwandfrei...

Windows11 lief ebenso mit CMOS_RESET und mit Default Optimized Settings.
Ich überlege gerade, wenn das Motherboard von Gigabyte einen "Knacks" hätte, würde er mir diese Settings eigentlich nicht erlauben.

Ich überlege ob die CPU der Hauptverdächtige sein kann?
 
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interessant wäre auch welchen interrupt modus windows 11 zuweist Legacy intx oder den msi mode . Der msi mode hat halt eine niedrigere latenz .Allerdings sollte die rtx 3070 den msi modus automatisch zugewiesen bekommen , aber man weis ja nie.

und re-bar halte ich schon für sehr wichtig.
 
JenKnson schrieb:
ob das notwendig ist für Windows11?
"Das BIOS mit Resizable BAR Support ermöglicht es der CPU, direkt und effizient auf den gesamten Videospeicher (Framebuffer) der Grafikkarte zuzugreifen, anstatt nur auf kleine 256-MB-Blöcke"

also eig. hat man das immer an. GPU-z zeigt es dann an. Oder die Nvidia-Systemsteuerung/Hilfe/systeminfo/
Größenveränderbare Bar: Ja
 
Zuletzt bearbeitet:
@BmwM3Michi Danke für die Erklärung, ich habe es nun aktiviert und im GPU-Z steht auch "enabled".

Ich sehe jetzt aber nicht weshalb dieser fehlende Feature unter W11 alle 3 Sekunden einen Hänger und Microruckler verursachen würde...
 
es sollte halt die Zusammenarbeit von CPU und GPU verbessern. Einfach mal ausprobieren.
 
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Die Frage von @RzumK hat mich auf dieses Video gebracht:


Evtl. ist es hilfreich?
 
DenB schrieb:
Evtl. ist es hilfreich?
Kannst du nicht einfach die Information hinschreiben, statt mit nichtssagenden Kommentar ein 10 min Video dumm hinzurotzen, das vielleicht irgendwann nicht mehr auf YT abrufbar ist?
 
Tevur schrieb:
Kannst du nicht einfach die Information hinschreiben, statt mit nichtssagenden Kommentar ein 10 min Video dumm hinzurotzen, das vielleicht irgendwann nicht mehr auf YT abrufbar ist?
Müssen die Helfer hier alles mundgerecht vorkauen? Das ist eine komplexe Anleitung, wie soll er da "einfach die Info hinschreiben" ? wenn der TE eine Lösung findet, dann wird er es schon schreiben!
JumpingCat schrieb:
Nachdem wir das in #10 schon durch hatten? Sag doch bitte was die neue Erkenntnis hier sein sollte.
Da sind noch einige weitere Tipps im Video, ausprobieren muss er das schon selbst, sein PC hat Probleme, nicht der von DenB! Er könnte die Hinweise Punkt für Punkt durchgehen, evtl findet er so heraus, ob etwas bei Windows 11 anders eingestellt ist, als bei Windows 10.
 
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@DenB ja aber dafür gibt es auch ein tool das die ganze sache deutlich einfacher macht . heißt MSI Utility v3 :)
 
Kann nur mal nen Vergleich posten: Ryzen 9 5950X, GB X570 Aorus Xtreme, 2x 16GB DDR4-3733CL15, UMC/IF 1866MHz, RTX3090 @stock PCIe x16 Gen4, 7.1 Atmos/Sound über HDMI der RTX3090 an AVR, Windows 11 25H2, NV-Treiberversion 566.36, letzten AMD-Chipsatztreiber. TPM/VBS/Kernisolierung/Smartscreen/Smartapp-Control hab ich deaktiviert, Hintergrundprogramme minimiert (da läuft nur zusätzlich Nextcloud Client, Java Updater, OpenVPN Dienst und Veeam Agent [ohne GUI]), keine dynamische Beleuchtung, Windows/Store Updates manuell, unter Datenschutz fast alles deaktiviert, lokales Konto.

So sieht das nach ner PIT in Diablo 4 aus, wo per Autohotkey alle 0.1s Tastatureingaben erfolgen, FF im Hintergrund lief und foobar2000 Internetradio abspielte:

1768121278516.png


Da waren jetzt alle Komponenten involviert, also neben Grafik auch Maus/Tastatur, Netzwerk und Soundausgabe.
 
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