Ich finde es so absurd was für ein Wirbel um das Speichersystem gemacht wird nur weil es nicht "komplett frei" ist. Sorry - das war es in den letzten Spielen die ich gespielt habe auch nicht und NIEMAND hat einen Wirbel darum gemacht! Beispiel: Indiana Jones: Und der Große Kreis. Du hast nur EIN Autosave und keinerlei Kontrolle über Spielstände. Hab da teilweise richtig Spielzeit verloren. Wurde das irgendwo bemängelt oder gab es da nen Aufstand? NÖ.
KCD2 legt Autosaves nach jedem Mini-Questschritt an - viel öfters als noch bei KCD1 wo dies nur bei Quest-Start und -Ende passierte. Man kann jederzeit aus dem Spiel mit Speichern & Beenden und es wird ein richtiger Spielstand angelegt, der sich auch manuell laden lässt. Man kann jederzeit in nem eigenen Bett manuell speichern. Es geht doch lediglich um einen Mini-Invest und dass man die Spieler dazu bringen möchte, auch mal mit Entscheidungen und deren Konsequenzen zu leben und nicht vor jeder Truhe oder jeder Dialogzeilenauswahl F5-F9 zu spammen... womit man sich am Ende sehr viel kaputt macht, weil gerade durch Scheitern und einen vermeintlich nicht idealen Weg in KCD so viel Cooles entstehen kann...
Dann:
"Komplexes Kampfsystem" (Frage 5) und "Kompliziertes Kampfsystem" (Frage 6) sind schon mal zwei unterschiedliche Dinge. Das Kampfsystem in KCD ist aber weder komplex noch kompliziert. Linke Maustaste: Schlag, Rechte Maustaste: Blocken. Optional kann man noch Combos machen. Vielleicht noch nen Tritt. Was ist daran bitte komplex oder kompliziert?? Das sind weniger Tasten als in allen anderen RPGs die ich zuletzt gespielt habe. Es zu beherrschen und richtig gut zu kämpfen - DAS ist zugegebenermaßen schwer, weil es wie bei einem echten Schwertkampf eben auf Beobachtung des Gegners, Bewegung, Taktik, im richtigen Moment von der richtigen Seite blocken und zuschlagen geht. Dass Kämpfe träge und langsam seien, wie man oft liest: Ja natürlich!! Wer sowas schreibt hat noch nie einen ECHTEN Schwertkampf gesehen, den KCD nun mal recht gut simuliert. Das hier ist kein Assassin's Creed oder Diablo 4 und auch kein schlechter Hollywood-Streifen...
Verglichen mit KCD1 gehen die Kämpfe aber selbst am Anfang deutlich flüssiger und geschmeidiger von der Hand.
Letztendlich ist in KCD alles schwer, bevor es leicht wird. Alles geht irgendwann leichter von der Hand und fängt dann auch an richtig Spaß zu machen, weil es eben kein stumpfes button mashing ist. Wenn man sich drauf einlässt wird man mit einer sehr befriedigenden Progression und Immersion belohnt, wie ich sie sonst von keinem RPG her kenne.