Netzwerkschrank an Potentialausgleichsschiene anschließen

flo222

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Hallo zusammen,

nachdem meine Netzwerktechnik die letzten Jahre in nem Regal untergebracht war, weil ich keinen an die Wand geschraubten Netzwerkschrank wollte, bin ich kürzlich über nen Netzwerkschrank auf Rollen gestolpert. Diesen hab ich mir nun gekauft und final bestückt, das ganze sieht so aus.

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Das Patchpanel hat ein Erdungskabel, dieses hab ich unter einer Blende festgeschraubt, das sollte also mit dem Schrank selbst verbunden sein, hier das Bild als ich es mal kurz gelöst habe. Die Schraube geht normalerweise durch die darunter gelöste Blende und dann die Ringöse vom Erdungskabel.

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Da der Schrank selbst auf Rollen steht und tendenziell für mobile Einsätze genutzt wird (also nicht bei mir, sondern vermutlich bei anderen Käufern), hat er auch keinen Erdungspunkt. Glücklicherweise ist die Potentialausgleichsschiene des Hauses direkt rechts neben dem Standort des Schrankes. Ich hab hier zwei Erdungskabel rumliegen, einmal mit 6 mm2 und einmal mit 16 mm2. Meine Idee wäre, das 6 mm2 Erdungskabel auf einer Seite mit der Ringöse auf der Rückseite des Schrankes einfach in eines der freien Löcher zu schrauben. Dann wäre die Frage was ich mit der anderen Seite mache. An meiner Potentialausgleichsschiene stecken alle Kabel von oben eingeführt in der Schiene, da ist nichts mit einer Ringöse befestigt. Soll ich hier einfach die andere Seite abschneiden, abisolieren und dann in eine der beiden freien Stellen einführen und festschrauben?

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Und generell die Frage, passt das dann so, oder hab ich einen grundsätzlichen Denkfehler bei dem Konstrukt?
 
Nimm doch eine der freien Schrauben raus und tu die Ringöse da rein.. ev. musst halt gegen ne Schraube mit Normalkopf und ner Unterlegscheibe wechseln.
 
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Merlin352 schrieb:
Nimm doch eine der freien Schrauben raus und tu die Ringöse da rein..
Das wäre auch ne Option. Die Hauptfrage meinerseits war eher, ob das grundsätzliche Vorgehen (verbinden des Erdungskabels vom Patchpanel mit dem Gehäuse, verbinden des Gehäuses mit der Potentialausgleichsschiene) so korrekt ist und passt, oder ob ich hier auf dem Holzweg bin und es womöglich problematisch werden könnte.
 
Hat der Schrank keine Erdungspunkte? Da muss das fest. blankes Metall/Schraube. Nix lackiertes.
Von dort zur Potentialausgleichsschiene. Wenn du es richtig machen willst muss da eine Aderendhülse drauf, und dann in die Schiene.

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Da gehört noch ein Federring bzw Zahnscheibe dran, zwischen Massekabel und gehäuse oder an den oft vorhanden Massepunkt befestigen. Ist meist eine Schraube unten wo so einsam rumsteht.

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Nein, der Schrank hat kein blankes Metall, es ist alles lackiert. Die Geräte werden ja auch außen direkt reingeschraubt, es braucht auch keine Käfigmuttern, sondern es wird direkt mittels Gewinde festgeschraubt. Und es gibt eben auch keinen Erdungspunkt selbst im Schrank.
 
Ich würde in dem Fall das Erdungskabel vom Patchpanel zusammen mit dem abgehenden Erdungskabel mit der gleichen Schraube befestigen. Dann haben beide Kabel untereinander guten Kontakt.
Die andere Seite würde ich unter den Anschluss rechts, der eigentlich für Flacheisen gedacht ist, mit der Ringöse anschrauben.
 
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Gibs da drin keine Verteilersteckdose? Dann wird nur ein Stecker in die Wand gesteckt. Ist der Schrank nicht durch das feste verschrauben der Gerateit geerdet?
 
Mindestanforderung nach VDE0100 ist für Potentialausgleich 4mm².
Beide vorhandene Kabel erfüllen das.
Montagepunkte, zumindest für die Kabelschuhe, von Lack befreien.
 
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flo222 schrieb:
Soll ich hier einfach die andere Seite abschneiden, abisolieren und dann in eine der beiden freien Stellen einführen und festschrauben?
Auf keinen Fall, das ist ein riesen Pfusch. Wenn Feindrätige Leiter in eine Klemme geklemmt werden, wo die Schraibe direkt auf den Leiter drückt, ist eine Aderendhülse Pflicht. Die Schraube macht die einzelnen Dräte kaputt und reduziert den Gesamtquerschnitt.
cscmptrbs schrieb:
Die andere Seite würde ich unter den Anschluss rechts, der eigentlich für Flacheisen gedacht ist, mit der Ringöse anschrauben.
Das wäre ne gute Lösung 😉
 
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flo222 schrieb:
Das Patchpanel hat ein Erdungskabel, dieses hab ich unter einer Blende festgeschraubt, das sollte also mit dem Schrank selbst verbunden sein, hier das Bild als ich es mal kurz gelöst habe. Die Schraube geht normalerweise durch die darunter gelöste Blende und dann die Ringöse vom Erdungskabel.
Murks wie schon geschrieben, machen auch EFKs so.
flo222 schrieb:
Da der Schrank selbst auf Rollen steht und tendenziell für mobile Einsätze genutzt wird (also nicht bei mir, sondern vermutlich bei anderen Käufern), hat er auch keinen Erdungspunkt.
Sollte trotzdem gemacht werden.
flo222 schrieb:
Glücklicherweise ist die Potentialausgleichsschiene des Hauses direkt rechts neben dem Standort des Schrankes. Ich hab hier zwei Erdungskabel rumliegen, einmal mit 6 mm2 und einmal mit 16 mm2. Meine Idee wäre, das 6 mm2 Erdungskabel auf einer Seite mit der Ringöse auf der Rückseite des Schrankes einfach in eines der freien Löcher zu schrauben?
Such mal nach Einzelheit Z. Mach einen zentralen Bolzen für alles. Sinnvollerweise nimmst Du H07V-K in 4 mm² da ich davon ausgehen das Du keine passende Öse biegen kannst. Wenn alle Stricke reißen geht zum Fachmann.
 
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Ehrlich gesagt halte ich das Gehäuse für eine Fehlkonstruktion. Ohne erhebliche Nacharbeit lässt sich dort kaum eine normgerechte Erdung herstellen.

Wenn es keine dafür vorgesehenen blanken Kontaktstellen gibt, reicht es nicht aus, einfach irgendwo ein Loch zu bohren. An jeder Stelle, an der eine Erdverbindung hergestellt werden soll, muss die Pulverbeschichtung entfernt werden. Das betrifft sämtliche beweglichen Metallteile – Seitenwände, Deckel, Boden usw. Pulverbeschichtete Oberflächen stellen keine zuverlässige elektrische Verbindung her und erfüllen daher nicht die Anforderungen an eine Schutzerdung.

Gute Gehäuse sind so konstruiert, dass jedes bewegliche Teil bereits über zwei oder mehr vorgesehene Erdungspunkte verfügt. Häufig gehört auch eine Potenzialausgleichsschiene zum Zubehör, an die alle Gehäuseteile angeschlossen und anschließend zentral mit dem Gebäudepotezialausgleich verbunden werden können.

Mir hat ein Fachbetrieb einmal ebenfalls ein Rack montiert, das sich praktisch nicht sinnvoll erden ließ. Da es außerdem weitere Schwächen hatte, habe ich es letztlich gegen eine Rittal FlatBox ausgetauscht. Wenn man ohnehin mit Keystone-Patchpanels arbeitet, lässt sich ein Schrank später relativ unkompliziert ersetzen.

Ist das der Schrank? https://de.assmann.shop/de/Netzwerk...l-19-Zoll-Equipment-Rack-mit-Rollen-16HE.html
 
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An die Potentialausgleichsschiene würde ich nur starre Kabel anschließen. Die können direkt verschraubt werden. Geh also einfach zum Elektriker und lass dir ein 4mm² mit der gewünschten Länge mitgeben. An einem Ende sollte er gleich die Ringöse drauf machen. Die Installation schaffst du dann selbst.

Ich gebe @conf_t Recht. Das Gehäuse ist wirklich nicht gut geeignet für eine Festinstallation.
Ich habe mir einfach für rund 100 Euro ein Digitusgehäuse geholt. Meins hat auch eine richtige Erdungsschraube.
 
Das Gehäuse mit Rollen ist wohl auch kaum für Festinstallationen gedacht 😅

Ich würde sowas eher als Ort für ein Homelab sehen oder vielleicht „Techspace“ also, Modem, Switch für den Raum und vielleicht noch ein Nas oder Server.
 
Erdungsschraube zusammenstellen passend zu dem Ringschuh vom 6mm²: Schutzleiteranschluss
Im Schrank eine Stelle allseitig vom Lack befreien. Da Schraube montieren usw.

Beim Elektriker auf das 6mm² an einem Ende eine Aderendhülse drauf machen lassen. (Der hat bestimmt auch die Scheiben usw. für die Schraube.)

Das Patchfeld extra mit der Erdungsschraube verbinden.

Dann hast du es AFAIK sauber. 100% nicht, da die Erdung der Seitenbleche fehlt wenn man es jetzt genau nimmt. Aber wie weit will man das jetzt spielen?
 
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