also bei meinem normalen workflow komme ich beim bilderbearbeiten auf ca 15-20gb ramauslastung.
das ist capture one pro + affinity photo. je mehr bilder parallel in affinity photo offen sind, desto mehr wirds natürlich, aber mehr als 2-3 sind das nie, weil affinity photo sonst sehr laggy wird, meistens bearbeite ich deshalb eher seriell. parallel bearbeiten macht nur sinn, wenn man die fotos matchen muss, bspw. beim colorgrading, aber das passiert bei mir alles vorher in capture one. da gehts dann wirklich nur noch im pixel-level korrekturen.
das sind 45 megapixel raws aus einer nikon d850, die entweder direkt aus C1 in jpegs exportiert werden (ich bearbeite eigentlich nur ca 10-20% manuell in affinity photo nach bspw. bei hochzeiten) oder in den fällen, die nachbearbeitet werden müssen, werden in 16bit aRGB tifs exportiert und dann in affinity photo bearbeitet.
das sind dann die angesprochenen 15-20gb. jetzt kann ich natürlich hergehen, c1, affinity photo, topaz gigapixel parallel öffnen und jeweils ein paar bilder laden. dann komme ich auf ca 35gb ram und 5,5gb vram (A770 16gb). aber in der regel schließe ich eine stufe komplett ab und gehe dann in die nächste.
wer will kann natürlich auch 64gb vollmachen, wenn man nur genug parallel öffnet, aber mein capture one workflow ersetzt bspw. zu 90% die "beauty retusche" in photoshop/affinity via frequency seperation und das spart mir immens viel zeit und entsprechend auch ram. es ist halt auch immer eine frage der ressourcen-effizienz im workflow, und das ist halt individuell anders. ich kann bei sowas nur anhand von meinen erfahrungen empfehlen und bei mir ist die ram-auslastung einfach nicht besonders hoch.
ich stimme dir schon zu, dass der ram insgesamt nicht zu eng sein sollte - 32gb ram wären hier nicht schlau, auch wenn das theoretisch für einen schlanken workflow reichen sollte.
wo es dann eng wird wären gigapixel panoramen. das ist aber eine sehr nischige sonderanwendung. da macht mehr ram definitiv sinn.
video bspw. in davinci resolve haut aber schon mehr rein. hier sinds 4k 10bit 422 60fps long-gop aus einer canon c70. da steigt die gesamtramauslastung bei einem ca 1 stunden langen hochzeitsfilm auf ~50gb. da reichen mir derzeit die 64gb auch noch, aber als ich den rechner zusammengebaut habe, waren 96gb kits noch extrem teuer.
du hast recht, derzeit ist der aufpreis auf 96gb von 64gb kommend nicht sehr groß. ein vergleichbares kit würde etwa 70€ mehr kosten als das 64gb kit, das ich damals gekauft habe. von daher würden 96gb ram für eine video-anwendung mehr luft lassen und wären heute definitiv die bessere wahl.
die frage ist halt, wie groß der ram bedarf hinterher wirklich ist. mehr ram bringt überhaupt nichts, wenn man die kapazität nicht braucht. wenn jetzt der workflow der anwenderin 20-30gb auslastung produziert, wäre alles über einem 48gb kit völlig verschwendet - die 64gb gehe ich natürlich auch noch gerne mit, wegen dual ranked, wegen skalierbarkeit usw. aber bei 96gb sollte man sich bei workflow und budget sicher sein, dass das sinn macht - ich kann halt anhand von meinem foto-workflow sagen, dass die 96gb bei mir wahrscheinlich nie über 40% gefüllt wären - da wäre das budget dann an einer anderen stelle sinnvoller gewesen, entweder für schnelleren ram oder eine extra backup-hdd, ggf. schnellere gpu.