Sammelthread Kaufberatung und Fragen zu SSDs (Teil IV)

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Gerade die beiden empfohlenen Platten lassen sich (in meiner Wunschgröße) kaum bei eBay finden. Ist die Samsung 470er-Serie denn trotz der Tatsache, dass es sich um ein Auslaufmodell handelt, noch up-to-date?

Werde die zwei laufenden Auktionen jedenfalls mal genau im Auge behalten. :p
 
256gb ssd für ultrabook. schwanke zwischen crucial m4 und samsung 830. wobei mir die watt zahlen der m4 besser gefallen. allerdings ist das ultrabook von samsung und deshalb evtl. zwecks runderem betrieb die 830 vorzuziehen?

grüße flode
 
Man kauft sich keine Massenspeicher in der Bucht, da ist das Risiko geleimt zu werden viel zu hoch und die im Vergleich zu neuer Ware von seriösen Händlern hier aus dem Preisvergleich ebenfalls.

Die Samsung 470 ist eine solide SSD, aber von der Performance her nicht up-to-date. Wirklich gute Performance hat als erste Samsung die 830er Reihe.

flode, die Idle Leistungsaufnahme entscheidet in einem Notebook über die Akkulaufzeit, denn die SSDs sind ja fast nur Idle. Da liegen die m4 und die 830er bei unter 0.1W, wenn die Energiespareinstellungen passen. Seq. schreibens nimmt die 830er mehr, schreibt aber auch schneller und ist damit früher wieder idle, es läuft also aufs gleiche hinaus.
 
So pauschal möchte ich die Aussage zu eBay nicht stehen lassen. Auch seriöse Händler verkaufen ggf. Restposten günstig oder per Auktion über eBay. Im Zweifelsfall hat man von den meisten SSD-Herstellern außerdem 3 Jahre Garantie, wie es auch bei Festplatten üblich ist. Einzig bei Samsung muss man sehr aufpassen, ein EU-Modell zu bekommen, ersichtlich an der Modellnummer. Nicht-EU-Modelle genießen keine Garantie in Deutschland! Ideal ist es, wenn man auf dem eingestellten Foto die Seriennummer erkennen kann. Dann lässt sich auf der Herstellerwebsite der Garantiestatus erfragen.

Also Vorsicht beim Kauf über eBay, wie bei allen Artikeln, aber keinesfalls eine allgemeine Warnung davor.

Was die Samsung 470 angeht, kommt es auf den Einsatz an. An SATA 3.0GBit läuft auch die M4 nicht schneller, denn die Schnittstelle limitiert in diesem Fall. Für einen Desktoprechner, der in absehbarer Zeit eh ein neues Board mit schneller Anbindung bekommt, würde ich sie nicht mehr kaufen. Aber für ein Notebook, das noch ein paar Jahre im Einsatz bleiben soll, wäre sie bei entsprechender Preisdifferenz durchaus sinnvoll. Ich habe übrigens eine Samsung 470 mit 128GB für mein Notebook bei eBay gekauft, incl. verrechnetem Paypal-Gutschein nagelneu mit Garantie für weniger als 1 €/GB vor etwa einem halben Jahr. Da kam eine Crucial M4 noch ein Drittel mehr.

Grüße,
Thomas
 
Moin, ich wollte mir in nächster zeit eine SSD zulegen, nur für Windows, Programme und Spiele

hab mir mal zwei rausgesucht

- Crucial m4 SSD 128GB, 2.5", SATA 6Gb/s (CT128M4SSD2)

- Corsair Force Series GT 120GB, 2.5", SATA 6Gb/s (CSSD-F120GBGT-BK)

die Crucial soll ja sehr gut sein, die von Corsair ist laut Datenblatt aber schneller (soweit ich das beurteilen kann) und Preislich unterscheiden die sich auch nicht

welche ist nun die bessere und schnellere SSD
(sollten ohne Probleme unter Windows 7 laufen, also keine Kinderkrankheiten haben)
 
johnny.de schrieb:
die Crucial soll ja sehr gut sein, die von Corsair ist laut Datenblatt aber schneller (soweit ich das beurteilen kann)

Vergiss beim Blick in die Dateenblätter nicht: Die Sandforce Controller komprimieren die Daten und die beworbenen Transferraten werden mit ATTO mit extrem komprimierbaren Daten (nur Nullen) gemessen. Reale Daten sind weit weniger komprimierbar und damit die Werte teils sehr viel schlechter. Die SF-2281 SSDs mit sync. ONFI NAND wie z.B. AData 511 und Force GT sind leistungsmäßig mit einer Vertex3 zu vergleichen und für die gibt OCZ im Datenblatt auch die Werte mit nicht komprimierbaren Daten (AS-SSD Benchmark) an:

120GB: Seq. Lesen 500MB/s, seq. Schreiben 155MB/s, 4k lesend 29.000 IOPS (115MB/s), 4k schreibend: 38.000 IOPS (150MB/s)

Die Datenkompression bringt bei Dateien die zu 50% komprimierbar sind (etwa Programme und dlls) rund 1/3 mehr, die Schreibrate fällt aber nach dem Übergang vom Neu- in den Normalzustand (nach erstmaligen Beschreiben der Flashpages) um etwa 25% ein.
 
Mal ein Lob an den TE und die Community für die Mühen, die es einem Laien im SSD Bereich so einfach machen klare und direkte Infos zu bekommen
 
Ist jetzt nicht elementar, die Frage nach Einbaurahmen und Kabeln wird aber auch öfters gestellt.

Vllt. sollte man hier noch einen Hinweis unterbringen, das Kabel idR beim Board dabei sind und nicht jeder SSD ein Einbaurahmen beiliegt. Als Bsp. könnte man dann diese verlinken:
http://geizhals.at/de/705002
http://geizhals.at/de/607806
http://geizhals.at/de/662171

Und falls doch kein Kabel mehr vorhanden ist:
http://geizhals.at/de/?cat=kabelfp&...6gb&asd=on&v=e&plz=&dist=&xf=1112_SATA#xf_top
 
Sollte man alle Treiber (also auch von der Grafikkarte etc.) auf der SSD installieren?
 
Selbstverständlich! Alles was zum System gehört, soll auf die SSD. Sonst braucht der Rechner auch die HDD zu Booten und booteten damit langsamer bzw. bei Probemen mit der HDD überhaupt nicht mehr.
 
Okay, danke dir.

Also ist es auch sinnvoll z.B. das Antivirenprogramm und Programme die man als Autostart konfiguriert hat auf der SSD zu installieren?
 
sevsto, selbstverständlich. Wie schon gesagt, alles was zum System gehört. Das System sollte nur mit der SSD booten können. Was willst Du denn sonst auf die SSD packen?
 
kann mir wer sagen, welche "kennzahl" in der praxis wirklich für geschwindigkeit sorgt im Windowsbetrieb (keine Kopiervorgänge)?
Spontan würde ich behaupten, dass vor allem der 4K Random Read dazu beiträgt.
Demzufolge müsste ja quasi von ich von diesem Artikel (ja ich weiß Händlerwerte, nicht ganz verlässlich) davon ausgehen, dass Windows mit der 120MB Variante etwa doppelt so schnell startet wie mit der 60GB Variante.

Ist dies wirklich so? In vielen Benchmarks war das ja bisher nicht der Fall und warum ist das ggf. nicht so?
 
Beim starten von Windows hat man keine perfekt aneinandergereihten Lesevorgänge, das Stichwort ist hier die "Queue Depth" (Länge der Warteschlange).
Das liegt daran, dass der Kram ja auch in den Arbeitsspeicher übertragen werden muss und dass der Prozessor damit etwas arbeiten muss.
Was die Queue Depth für Unterschiede macht, dass kann man mit manchen Benchmarks erkennen, bei denen man die Länge dieser Warteschlange einstellen und variieren kann.
Eine doppelt so hohe 4K Random Read Leistung (bei unendlich/hinreichend länger Schlange) bedeutet also KEINEN doppelt so schnellen Start.
Außerdem wird die Festplatte/SSD überhaupt erst nach dem POST-Screen (das Schwarze Bild am Anfang, wo die angeschlossenen Geräte gesucht/gefunden werden) belastet.
Die ersten ca 5 bis 10 Sekunden des Startvorgangs werden durch eine SSD also überhaupt nicht verkürzt.

Kleine Richtlinie: 20, maximal 30 Sekunden sollten als Zeit bis zum Desktop reichen.
Langsam antwortende Peripheriegeräte und viel/komplexe Software im Autostart können das zum Beispiel verlangsamen.
Mein System (1 PS2-Tastatur, 1 Maus, 1 SSD, 1 BluRay, 1 HDD) braucht vom gedrückten Power-Button bis zum Desktop 18 Sekunden.
Da ist aber auch nichts was verzögert und das UEFI (BIOS) ist so eingestellt, dass es maximal 1 Sekunde auf Peripheriegeräte wartet.
Viel schneller wirst du es also auch mit der schnellsten/besten SSD nicht schaffen (mit Win 7, ein Mini-Linux ist was anderes).

Grüße vom:
Jokener
 
Macht es eigentlich einen bedeutenden Unterschied wenn ich meine SSD mit einem Kabel mit der Bezeichnung "SATA III" anstatt einem "normalen" SATA Kabel verbinde?

lg
 
Nein. Es gibt keine offizielle "SATA III" oder "SATA 6 Gb/s" Bezeichnung für Kabel. Hinter so einer Bezeichnung kannd er größte Ramsch hinter stecken. Bzw. ein Kabel ohne diese Bezeichnung besser sein.
Normalerweise sollte jedes Kabel ohne Probleme funktionieren. Wenn man natürlich nen extrem Minderwertiges hat, kann es zu Problemen führen und 6 Gb/s werden nicht erreicht.
 
Okay, ich hab jetzt leider ein etwas teureres mit der Bezeichnung "SATA III" gekauft, weil im Internet öfters geschrieben wird, dass man auf jeden Fall so eins nehmen soll...
 
@Jokener: Danke für deine ausführliche Erklärung.

Demzufolge wäre ab diesem Moment die CPU und/oder Ram wieder der limitierende Faktor beim Windowsstart. Mein SATA II-Anschluss würde somit bei einer SATA III SSD auch keinen Unterschied bringen (nur beim seq lesen)

Kannst du mir vielleicht auch noch sagen was der limitierende Faktor beim Starten von Programmen oder einem sehr vollem Autostart ist?
 
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