Alternate 4

News US-Bundesstaat Florida: OpenAI we­gen irreführender Sicher­heits­versprechen ver­klagt

Status
Neue Beiträge in diesem Thema müssen von einem Moderator freigeschaltet werden, bevor sie für andere Nutzer sichtbar sind.

mischaef

Kassettenkind
Teammitglied
Registriert
Aug. 2012
Beiträge
7.599
  • Gefällt mir
Reaktionen: flo.murr, Alphanerd, Obvision und 6 andere
Eigentlich müsste die Mutter auch verklagt werden wegen unsachgemäßer Aufbewahrung der Waffen und Munition.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: the_IT_Guy, devanet und herrStreusalz
Die Klage hat für mich im Kern irgendwie den selben Grund, warum auf Kaffeebecher "vorsicht Heiß" drauf stehen muss.
Ich bin echt gespannt wie das ausgehen wird.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: flo.murr, the_IT_Guy, devanet und 3 andere
Ist etwas zu früh, um da wirklich einen Kommentar abzugeben, aber die Klage ist in meinen Augen ein wichtiger Schritt, nicht damit AI verschwindet, sondern damit es Rechtssicherheit gibt.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: GuckenWasGeht, Alphanerd, Abrexxes und 5 andere
Geht solch eine Klage wirklich durch?
Also ja, in den USA sicherlich, aber viele der Antworten bekommt man ja auch bei Google etc.
Solch ein Chatbot kennt ja kein gut und böse und kann hier auch nichts unterscheiden.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 9t3ndo und herrStreusalz
9t3ndo schrieb:
Die Klage hat für mich im Kern irgendwie den selben Grund, warum auf Kaffeebecher "vorsicht Heiß" drauf stehen muss.
Ich bin echt gespannt wie das ausgehen wird.
Das damalige Urteil eigentlich gelesen?
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Erkekjetter
9t3ndo schrieb:
Die Klage hat für mich im Kern irgendwie den selben Grund, warum auf Kaffeebecher "vorsicht Heiß" drauf stehen muss.
Ich bin echt gespannt wie das ausgehen wird.
Nicht ganz. Eher wenn auf dem Becher steht "Ist gar nicht so heiß" und man sich dann den Mund verbrennt.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 9t3ndo
Nightmar17 schrieb:
Also ja, in den USA sicherlich, aber viele der Antworten bekommt man ja auch bei Google etc.
Der Chatbot hilft aber bei Nachfragen weiter und kann Schritt-für-Schritt-Anleitungen erstellen, Tipps geben usw. Ob das in dem Fall so war weiß ich jetzt nicht. Das geht aber über das reine Auffinden von Informationen hinaus
Nightmar17 schrieb:
Solch ein Chatbot kennt ja kein gut und böse und kann hier auch nichts unterscheiden.
Der Bot nicht, aber der Anbieter weiß ja welche Probleme evtl. auftreten können und sollte solche Fälle daher bestenfalls verhindern. Das ChatGPT sicher sei, haben sie ja beworben. Ob das immer möglich ist und ob OpenAI hier eine Schuld trifft, wird ja jetzt geklärt.
 
Die USA haben doch einen Surveillance, das hat doch Snowden aufgedeckt und jetzt wollt ihr mir erzählen das die Unterhaltungen von ChatGPT nicht im Zugriff der Sicherheitsbehörden liegt?

In USA wird halt alles auf die Firmen abgewälzt statt einen Sozialstaat wird halt gesagt die Firma muss das als Leistung anbieten (muss nicht aber wenns die nicht machen machts halt niemand).

Und hier das gleiche, es ist auch nicht das Problem das Kinder easy an Waffen ran kommen sondern das ein Chatbot dem Kind sagt wo viele Menschen sind zu ner bestimmten Uhrzeit.

Ja da man das echte Problem politisch ausklammert (Waffengesetze, Waffenanzahl im Land) muss man halt andere Sündenböcke suchen.

Generell haben die ja grad nen Tick und wollen Betriebssystemhersteller dazu zwingen Alterskontrollfunktionen ein zu bauen. Solche können nützlich sein aber dann benutz ich halt ein OS das das als feature bietet oder installiere entsprechende Software nach, ich verlange nicht von jedem Honk sowas in sein OS ein zu bauen.
 
drang der mutmaßliche Schütze Phoenix Ikner auf das Gelände der Florida State University ein
Ernstgemeint Frage, warum "mutmaßlich"? Ja, er ist noch nicht verurteilt, aber von mutmaßlich kann doch gar keine Rede mehr sein, oder? :confused_alt:

dass ChatGPT dem mutmaßlichen Täter unter anderem Hinweise zur Auswahl geeigneter Waffen und passender Munition gegeben habe sowie Informationen dazu, welche Waffen sich für bestimmte Distanzen besonders eignen würden.
Ich will das nicht beschönigen, aber hätte er diese Art von Info nicht auf jeder beliebigen Shooting Range in den USA auch bekommen?

Und war das nicht der Amoklauf, bei dem der Täter die Waffe seiner Mutter, welche als Deputy beim Sheriffs-Büro arbeitet, benutzt hat und auf die er gar keinen Zugriff haben dürfen? Ist die Mutter auch (berechtigt) angeklagt oder ist in den USA das Waffengesetz so lax, dass das egal ist?
 
Sehr schön und immer wieder faszinierend, was in den Staaten alles so möglich ist.
 
Nightmar17 schrieb:
aber viele der Antworten bekommt man ja auch bei Google etc.
Solch ein Chatbot kennt ja kein gut und böse und kann hier auch nichts unterscheiden.

Ich denke das sollte man differenzierter betrachten, ein Chatbot (mit Anmeldung) speichert deinen Gesprächsverlauf, nur deswegen lässt sich die Verbindung hier überhaupt herstellen.
Hätte der Täter es per VPN in privaten Browserfenstern gemacht, wäre ein Tracking nahezu unmöglich und der Chatbot hätte die Verbindung nie herstellen können.
Wenn allerdings bestimmte Sachen von einem trackbaren Nutzer gefragt werden, wird das Unternehmen vermutlich die Konversation "anschauen", war zumindest in Tumbler Ridge so.


Da sind wir dann auch beim Problem:
LLMs sind ein Produkt, sollen den Nutzer binden und sind deshalb sehr unterwürfig, niemand will solche Schlagzeilen...

Ehrlich gesagt, weiß ich nicht mal, ob Dinge wie der EU AI Act noch ihre volle Wirkung entfalten können, im Open Source Bereich ist bereits alles zu spät.

Fühlt sich an, als könnte man die dead internet theory nicht mehr aufhalten.
Selbst ich könnte ein Bot sein und niemand würde es merken.
 
Nightmar17 schrieb:
Geht solch eine Klage wirklich durch?
MUSS! Denn: Wie im Artikel schon aufgeführt, wenn ein Mensch am anderen Ende der Leitung die Tips gegeben hätte statt KI/AI, wäre dieser in jedem mir bekannten Rechtsstaat mindestens für die Mithilfe angeklagt worden. Warum also nicht auch die Firma als Verantwortliche. Falls die Gesetze dafür keinen Anlass geben bzw. die Möglichkeit fehlt, muss diese schnellstens nachgepflegt werden. Denn was wäre die Alternative zu die Firma belangen? Einfach laufen lassen? So wie Anfangs das ganze Internet und jetzt laufen sie den Regeln hinterher und wollen alles mögliche Blockieren und vorab Prüfen können, weil jetzt erst gesehen wird, was passiert, wenn Kinder ohne Aufsicht und Führung die weite Welt ohne Regeln erkunden dürfen.....
 
Ich sehe das auch so, alle Daten hätte man auch durch Beobachtung und Er Googlen, Youtube etc. bekommen können ...
 
Hier geschieht vielleicht ein erster Schritt, um Rechtsgrundlagen für AIs in den USA zu schaffen mit einem Grundsatzurteil. Ich sehe es auch so wie der Staatsanwalt, dass Aussagen und Handlungen von KIs und Agenten am gleichen Maas gemessen werden, als hätte es ein Mensch getan, um so die dahinter stehenden Firmen zu einem verantwortlichen Handeln zu zwingen.
Und da Geldstrafen die Tech-Riesen kaum juckt, sollten auch die verantwortlichen Manager in den Bau gehen; auch ein CEO, wenn er über etwaige Risiken informiert war.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Alphanerd
dass „wenn es eine Person am anderen Ende des Bildschirms gewesen wäre“, diese wegen Mordes angeklagt worden wäre.
Das ist einer der ausschlaggebenden Punkte, jede Person welche detaillierte Mordanleitungen geben oder ins Netz stellen würde, würde sich wegen Mittäterschaft strafbar machen.

Und bevor wieder Messer/Hammer/Auto/wasauchimmer Vergleiche kommen: liegt da auch ne Mordanleitung bei?
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: GuckenWasGeht und Alphanerd
Finde ich schwachsinnig, ChatGPT hat hier ja scheinbar nur öffentlich verfügbare Infos geliefert die ich genauso per Google bekommen würde.

Dass der Typ völlig problemlos an Waffen kommt ist aber kein Problem.
 
Ich bin, ganz ehrlich gesagt, manchmal schon etwas erschrocken der Kommentare, die da kommen und dass sich keiner mal auch nur eine Minute Zeit nimmt, mal über die Sache nachzudenken.

Weil dann würde einem das Problem dahinter schnell klar werden. Es ist nämlich eben nicht so, wie viele dann schreiben, dass man die Infos auch so im Netz finden würde. Und das stimmt nicht. Man würde sich die INfos sicherlich umständlich zusammensuchen und würde sie nicht quasi vorgekaut serviert bekommen.

Ein manuelles Suchen würde deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen, wenn man überhaupt eine wirklich Chance hätte, die Infos zu bekommen. Es könnte auch sein, dass der Täter vielleicht bei einer zu langen Suche irgendwann die "Lust" an seinem Vorhaben verliert. Auch die sprachliche Barriere ist nicht zu vergessen - vielleicht gibt es die Infos nur in einer anderen Sprache, die er nicht spricht. Und das wird hier gerne als Unterschied vergessen.

Darüber hinaus: Was wäre hierzulande, wenn jemand einen in ein Waffengeschäft oder eine Bibliothek geht und diese Fragen stellt? Würde er die Infos bekommen? Würde derjenige, der sie ihm gibt, sich strafbar machen? Wird alles dabei vergessen.

Im Text wird zudem erwähnt, dass, würde auf der anderen Seite ein Mensch sitzen, dieser ebenfalls angeklagt werden würde - wegen Mordes stelle ich mir auch nur schwer vor, aber zumindest Beihilfe zum Mord.

Das Versäumnis seitens OpenAI ist hier, dass sie dafür eben keine Mechanismen haben, um solche Fragen zu erkennen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: ProfessorJump, olEn, Brrr und eine weitere Person
Ich hoffe, dass die Klage abgeschmettert wird. Die Verantwortung sollen die Menschen schon noch selber tragen. Ansonsten wäre das in gewisseer Weise eine Entmündigung aller Bürger. Keiner kann mehr was, also hat bald keiner mehr "Rechte".

Die Verantwortung kann man auch auf die Eltern abwälzen, oder Gott (da gab es doch auch mal was), auf alle Menschen die mal mit dem Menschen zu tun hatten usw.. Hirnlos. Wie "Katze nicht in Waschmaschine"...
 
Finde ich gut und nachvollziehbar und ChatGPT sollte dann lebenslang hinter Gitter und damit meine ich ChatGPT als ganzes und nicht nur die eine Session.

Nennt man auch Sicherungsverwahrung, da es keine Garantie gibt, dass es nicht zu einer Wiederholungstat kommt.

Das wäre schon amüsant, wenn ganze Modelle verbannt werden. Vielleicht würden die Firmen sich dann mehr Mühe geben.

Ich meine es sind ja genau diese, die uns verkaufen wollen, dass eine KI eine Person ist und kurz vor der Selbstwahrnehmung steht. Dann muss auch entsprechend gehaftet werden.

Und wenn sie ihr Modell nicht hinter Gitter schicken wollen, dann darf dies gern alternativ der CEO absitzen. 😉

Diese Einstellung, wir lassen jeden erdenklichen Kram auf die Menschheit los und soll mal ruhig der Gesetzgeber und die Gesellschaft, das Versuchslabor sein und dafür die Regeln erstellen, wir haben uns das ja nur ausgedacht und haften für nichts, ist aus meiner Sicht völlig daneben.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Volvo480 und Samurai76
Status
Neue Beiträge in diesem Thema müssen von einem Moderator freigeschaltet werden, bevor sie für andere Nutzer sichtbar sind.
Zurück
Oben