Test WD My Passport 6 TB im Test: Die erste 2,5-Zoll-HDD mit 6 TB im Vergleich

Too little, too late.
Bei einer Größe nördlich von 1TB kommt es ganz wesentlich auf die Schreibgeschwindigkeit an.
Es gibt USB-Sticks (sic!) die 1000MB/sec packen -> Beispiel
Und wenn es größer sein soll, dann eben eine M2 in ein Gehäuse packen und mit 2000MB/sec beschreiben.

Ihr hättet mal die Zeit messen sollen, die es dauert, bis die gesamte Platte beschrieben ist.
Also, sie fängt mit 110MB/s an und hört mit 50MB/s auf. Sagen wir mal durchschnittlich 80MB/sec.
5.722.050 MB / 80 MB/s = 71.525 s -> Schlappe 20 Stunden, um das Teil komplett zu beschreiben.

Jetzt der USB-Stick von ADATA:
1.906.688 MB / 1000 MB/s = 1.906 s -> Rund 32 Minuten.
 
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StockholmSyndr. schrieb:
Es gibt USB-Sticks (sic!) die 1000MB/sec packen -> Beispiel

Oh; ist der ADATA eins der seltenen Exemplare, das nicht wegen Thermik, Ende des Pseudo-SLC-Cache oder dergleichen in der Schreibrate einbricht?
 
Araska schrieb:
ist der ADATA eins der seltenen Exemplare, das nicht wegen Thermik, Ende des Pseudo-SLC-Cache oder dergleichen in der Schreibrate einbricht?
:evillol: Sarkasmus akzeptiert :daumen: Nein, ADATA kocht leider auch nur mit Wasser, wie sonstige Silicon Motion SM2230 UFD Sticks, die mit Phison U17 sind tendenziell leicht besser, aber auch nicht zwingend.
StockholmSyndr. schrieb:
Jetzt der USB-Stick von ADATA:
1.906.688 MB / 1000 MB/s = 1.906 s -> Rund 32 Minuten.
Schön wär's... Bei ADATA kannst (genauso wie z.B. bei dem baugleichen Kingston DT Max oder Transcend ESD 310C) mit ca. 80-85 MB/s nach dem Cache rechnen. Und auf Gesamtkapazität als Durchschnitt evtl. ca. 100MB/s nehmen.
Richtig schnelle Sticks brechen in den Bereich 180-200 MB/s ein(so wie Silicon Power MS70 2TB) und die besten (so wie OWC Envoy Pro Mini) evtl. etwas besser, so ca. 200-220 im Idealfall.
Der "fetteste", als USB-Stick kaum zu bezeichnen, SK Hynix T31 (eigentlich eine externe SSD -> JMicron-JMS583-Adapter mit einer 2230-SSD von SK Hynix drin) schafft schon seine ~230-240 MB/s nach dem pSLC-Cache.
Einzog absolute exoten, wie teure USB-Sticks von Sonizoon mit MLC/SLC-Chips drin (AliE liefert aber nicht nach Deutschlang, also nur über Umwege zu beziehen), schaffen schon ihre ~400+ über gesamte Kapazität zu halten - habe da auch keine mit mehr als 512GB gesehen (evtl. Controller/NAND-Einschränkungen).
Richtig schnelle Lösungen sind halt nie super-kompakt und als USB-Stick kaum machbar. Aber als eine kompakte mini-SSD - durchaus. Oder man bastelt halt mit einem entspr. Gehäuse selbst.

P.S. hab mir grad beim AnandTech die "bis zu 90% beschreiben"-Tests angeschaut, ADATA war nicht dabei, aber das baugleiche Kingston hat über 10.000 Sekunden für 90% von 1TB gebraucht und wurde dabei 92°C heiß:
1720101931062.png

Also für vollen 1TB kannst ruhig ca. 11.000 Sekunden rechnen.
Und Du willst 2TB in <2.000 Sekunden schreiben? Geh' lieber von 22.000 Sekunden oder ~6 Std. aus ;-)
 
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Auch wenn einige hier gar keinen Use-Case für die Platte sehen:

Ich betreibe zwei NAS: eine QNAP TS-431XeU mit 4 × 4 TB IronWolf im RAID 5 und ein WD EX4100 mit 4 × 6 TB WD Red im RAID 10. Ich komme damit also auf zweimal netto etwa 10 TB – einmal für Nutzdaten, einmal für das Backup.

Montags um 0:00 Uhr fährt das EX4100 automatisch hoch. Um 01:00 Uhr schreibt die QNAP ein inkrementelles Backup auf das EX4100. Danach fährt das EX4100 wieder herunter. Die SMB-Zugangsdaten für das EX4100 hat nur die QNAP. Zusätzlich existiert eine Offline-Sicherung der wichtigsten Dateien außer Haus.

Jetzt ist mir allerdings der Speicherplatz ausgegangen und die QNAP läuft dauerhaft bei etwa 90 % Auslastung. Wenn ich jetzt Lust hätte, 2.000 € auszugeben, würde ich das EX4100 durch eine QNAP mit 4 × 12 TB im RAID 6 ersetzen, die Platten aus dem EX4100 in die TS-431XeU als RAID 5 stecken und den restlichen Kram bei eBay verkaufen.

Ich habe mir jetzt stattdessen für 320 € zwei der hier getesteten Platten besorgt. Diese laufen als USB-Platten an den beiden NAS und nehmen große Dateien auf, die sich wenig bis gar nicht verändern. Eine hängt an der QNAP und ist dauerhaft online, während die andere mit dem EX4100 einmal pro Woche hochfährt. Das hat den Charme, dass ich keine zusätzlichen Netzteile oder Zeitschaltuhren brauche. Klar wären zwei portable SSDs mit 8 TB besser, aber dann kann ich auch gleich das NAS insgesamt upgraden – da lohnt sich der Kompromiss nicht mehr.

Die 320 € sehe ich dabei im Grunde als eine Art „Zeitkauf“. Wenn ich damit realistisch zwei Jahre überbrücke, kostet mich das effektiv rund 160 € pro Jahr. Zum Vergleich: Wenn man meine aktuelle NAS-Infrastruktur grob über sieben Jahre abschreibt, landet man in einer ähnlichen Größenordnung. Beide NAS haben zusammen ungefähr 2.000 € gekostet (Gehäuse plus Platten). Über sieben Jahre gerechnet sind das etwa 285 € pro Jahr für 10 TB produktiven Speicher inklusive Backup.

Vor diesem Hintergrund wirken die 320 € für zwei zusätzliche Jahre ziemlich günstig. Ich vermeide damit jetzt ein größeres Upgrade für rund 2.000 €, kaufe mir für etwa 160 € pro Jahr etwas Luft – und die Platten sind danach ja nicht wertlos.

Unterm Strich gewinne ich also zwei Jahre Zeit und habe danach zwei zusätzliche Platten, die sich gut für ein rotierendes Backup außer Haus weiterverwenden lassen.
 
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