Welches Linux für 8 Jahre alten Rechner.

Du solltest mal genauere Infos zur Hardware geben, RAM, Prozessor, ich weiß nicht, ob 32-bit da noch eine Rolle spielt.
NVidia-Grafikkarte kann noch Probleme machen.
Je nach Hardware kann eher die Desktop-Oberfläche oder der Browser (viele offene Videotabs) eine Rolle spielen als die konkrete Distribution.
Aber vielleicht ist es bei dem Rechner auch völlig unproblematisch. Ohne solche Infos was konkretes zu schreiben, ist meiner Meinung nach eher sinnlos.

Was Du zu Updates schreibst und was ich eh jedem Anfänger raten würde, ist kein Rolling release-Distri zu verwenden, sondern eher eine LTS-Distribution (da hast Du 2-3 Jahre Support, bekommst automatisch Sicherheitsupdates und ist in der Zeit unproblematisch).

Ich würde an Deiner Stelle mich erstmal ein bisschen mit Linux vertraut machen, z.B. in den oben angepinnten Threads lesen. Und dann, nachdem Du was zur Hardware gesagt hast, die Distri(s) nach Wahl erstmal mit einem Live Linux ausprobieren. Da kannst Du auch probeweise installieren, ohne dass Du was an Deinem System kaputt machst. Und wenn es passt, installierst Du es richtig.
 
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Tanne schrieb:
ich weiß nicht, ob 32-bit da noch eine Rolle spielt.
Nein. Wenn der Rechner wirklich „erst“ acht Jahre alt ist, definitiv nicht. 64 Bit wurden mit Core 2 eingeführt, lange bevor es die i-Serien gab.
 
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Ja, aber heißt die Einführung von 64-bit automatisch, dass 32-bit nicht mehr hergestellt wurde? Ich hatte eben gesucht, weil mich das interessierte, aber nichts gefunden.
Bei mir ist es z.B. so, dass ich noch BIOS habe, obwohl schon paar Jahre davor UEFI "üblich" wurde. (geben tat es UEFI noch länger)
 
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madmax2010 schrieb:
[...] Distros haben die offiziellen repos und AUR.
Die AUR ist kein Spielzeug. Ebenso wenig wie RR-Distros. Der 6-Monats-Zyklus von Ubuntu (non-LTS) und Fedora "qualifiziert" sie in meinen Augen zu (Semi-)RR-Distros (wenn auch very slow rolling).

Tanne schrieb:
Bei mir ist es z.B. so, dass ich noch BIOS habe, [...]
Hum? Sockel AM3? Sockel 115x?

Ich habe persönlich etwas gegen Linux Mint. Es scheint mir hier aber der passende Rat zu sein. Kein snap, dafür flatpak, LTS. Reicht. Ab dafür.

Oder halt den Urvater Debian (bookworm/trixie) nehmen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe Linux Mint mit einen i5-6200u und 16GB DDR4 auf nem alten Fujitsu Notebook laufen, läuft prächtig.
 
Donnerkind schrieb:
Nein. Wenn der Rechner wirklich „erst“ acht Jahre alt ist, definitiv nicht. 64 Bit wurden mit Core 2 eingeführt, lange bevor es die i-Serien gab.
Also bei Intel hatten auch die späteren Pentium 4 / D 64-Bit.
 
marioZ750 schrieb:
Ist ca. 8 Jahre alt.

Ich entsorge gerade PCs, die 10-15 Jahre alt sind und eigentlich noch für viele Dinge, wie "Office" brauchbar sind. Ich bin bei einigen auf Mini-PC von Beelink umgestiegen, die sind bei Angeboten sehr günstig. Habe ab 300€ bezahlt, etwas kleiner als die Längsseite eines Handys. Wow, die können schneller als meine neueren Midi-Tower sein, kosten dann aber 500-600€.

marioZ750 schrieb:
Bambu Studio
Orca Slicer
YouTube

Mir sagt es gar nichts was Slicer machen, aber ich könnte mir vorstellen, dass da die Grafikkarte wichtig ist. Youtube sollte kein Problem sein.

marioZ750 schrieb:
Welches Linux nehme ich dafür.

Ich verwende Xubuntu, also XFCE als Oberfläche, soll für Windows-Umsteiger leicht umzugewöhnen sein. Die Oberfläche von Gnome ist nicht die meine, KDE ist zu ressourcenfressend, also nicht Kubuntu, vielleicht Lubuntu, damit habe ich keine Erfahurng. Das hängt von den Programmen ab, die man sonst noch verwendet.

Wenn die HDD groß genug ist, bereite dir Partitionen für mehrere Distris vor. Ich sage mal grob 100G reicht für eine Distri, geht auch mit weniger, wenn man weiß was man will.

Den Rest gibst auf eigene Partition(en). Das hat den Vorteil, du kannst problemlos eine neue Distri dazu installieren, wenn eine erscheint und probieren.

Code:
/dev/nvme0n1p3         ext4      128G     39G   83G   33% /

Ich verwende also zur Zeit 40G und habe sehr viel installiert. Du brauchst aber auch temporär manchmal viel Platz, weil irgendein Programm in /tmp schreiben will und man das nicht ändern kann.

/home ist eine eigene Partition, damit ich die Daten von dort nicht verliere, wenn installiert wird.
Ergänzung ()

Leap schrieb:
Beide lassen sich als Flatpak installieren. Flatpak

Klingt gut, damit hast du relativ neue Versionen. Das ist aber kein Problem, das auch bei Ubuntu nachzuinstallieren

Leap schrieb:
Daher würde ich meine Empfehlung sogar auf Linux Mint einschränken.

Jetzt könnte man diskutieren was die Vorteile von Mint gegenüber Xubuntu sind. Mich hätten die Rolling Releases gereizt, habe den Schritt aber nie gewagt. Es ist auch immer die Frage, wo man in Spezialsituationen die Programm-Version erhält, die man will bzw. braucht.
Ergänzung ()

Tanne schrieb:
die Distri(s) nach Wahl erstmal mit einem Live Linux ausprobieren

Achtung bei alten PCs kann der Start sehr sehr lange dauern, bei mir sind es Minuten, nur nicht glauben, da tut sich nichts und das Ding ist abgestürzt. Was anderes tun und später wieder kommen ;-)
 
Zuletzt bearbeitet:
linuxnutzer schrieb:
also nicht Kubuntu, vielleicht Lubuntu
... oder eben Xubuntu. 😉

Xfce kann je nach Konfiguration ziemlich gut aussehen, ist übersichtlich & leicht zu bedienen.
LXQt sieht oftmals schon sehr rudimentär aus. Die Unterschiede in der RAM-Belegung sind fast gleich.

Auch "Linux Mint Xfce" käme in Frage.

Maldiel schrieb:
Also bei Intel hatten auch die späteren Pentium 4 / D 64-Bit.
Dieses (IA-64) 64bit von Intel war & ist aber nicht kompatibel mit x86 (also 32bit) ... und ebenfalls außerdem nicht nur größtenteils mit dem jetzigen Standard "AMD64". AMD64 ist rückwärtskompatibel mit x86-32bit, Intel selbst aber nicht.

https://de.wikipedia.org/wiki/Intel_64
 
Zuletzt bearbeitet: (dank SirSinclair korrigiert)
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@Tanzmusikus
Intel 64 ist die x64-Implementierung der IA-32-x86-Architektur von Intel. Sie ermöglicht, direkt mehr als 4 GiB Arbeitsspeicher zu adressieren. Die Befehlssatzerweiterung ist weitgehend zu AMD64 von AMD kompatibel und basiert grundlegend auf dieser.
Da hast du was verwechselt, nicht kompatibel war nur der 64 Bit Befehlssatz der Itanium Prozessoren, die 64bit Pentium 4 Prozessoren waren AMD64 kompatibel.
 
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Tanzmusikus schrieb:
oder eben Xubuntu

Bei uns zieht sich Xubuntu schon seit über 10 Jahren durch alle PCs, weil eben Vorgabe ist, dass alle PCs, also die uralten und die neuen gleich bedient werden können. Ich habe noch nichts performanteres entdeckt, nur am Raspi 4 war Xubuntu schon grenzwertig langsam, aber da hat sich bzgl. XFCE was geändert. Ich hatte auf Server-Ubuntu XFCE darauf gesetzt.

Die Frage ist eben, wieviel Energien man als Anfänger hat. Ich stieg von MacOS auf Suse 6.x um. Die erste Herausforderung war Kernel wegen SCSI-Karte kompilieren. Dazu hätte ich als Anfänger heute nicht mehr die Energie, braucht es aber nicht. Gewechselt bin ich dann von KDE1 auf XFCE weil KDE immer mehr ressourcenfressend wurde. Ich brauche aber auch beim Kopieren keine fliegende Animation.

Eines der beste Dinge bei Linux finde ich die Paketinstallation aus der Konsole. Jedes Paket das man sich installiert, schreibt man auf und bei der nächsten Installation geht alles automatisch.

Gleiches gilt für externe Repos, wie https://build.opensuse.org/project Da gibt es oft aktuellere Versionen, ebenso das erwähnte flatpak.
 
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SirSinclair schrieb:
die 64bit Pentium 4 Prozessoren waren AMD64 kompatibel.
Okay, dann so:
Die "Pentium 4 / D"-Prozessoren auf Basis IA-64* (Intel-64) sind bei 64bit nicht vollständig AMD64-kompatibel und zur IA-32 (x86-32) sowieso nicht.

https://de.wikipedia.org/wiki/AMD64
https://de.wikipedia.org/wiki/Intel_Pentium_4
https://de.wikipedia.org/wiki/Intel_Pentium_D

*Itanium



AMD konterte mit einem Gegenentwurf, der auf die bestehende 32-Bit-x86-Architektur IA-32 aufbaute und diese um einen 64-Bit-Modus erweitern sollte: Am 5. Oktober 1999, einen Tag nach der Itanium-Vorstellung, verkündete AMD, an einer Befehlssatzerweiterung unter dem Titel x86-64 zu arbeiten.[2] Im Gegensatz zu Intels 64-Bit-Architektur Itanium/IA-64 baute AMDs Entwurf auf den herkömmlichen 32-Bit-Prozessoren mit IA-32-Befehlssatz auf, deren Register im 64-Bit-Modus verbreitert wurden. x86-64 ist dadurch uneingeschränkt zur bisherigen 32-Bit- und sogar zur 16-Bit-Architektur abwärtskompatibel. Als größter Vorteil erwies sich im 64-Bit-Modus jedoch die Verdoppelung der verfügbaren Register, sodass mit x86-64 nicht nur ein größerer Speicherbereich adressierbar ist, sondern in manchen Fällen Leistungsverbesserungen allein durch die breiteren Register erzielt werden konnten.

Im August 2000 lieferte AMD eine erste Spezifikation[3] und zeigte damit, dass ein sanfter Übergang von 32- auf 64-Bit-Umgebungen bei gleichzeitiger Modernisierung der x86-Architektur möglich war.

Intel beteiligte sich vorerst nicht an der x86-kompatiblen 64-Bit-Erweiterung und konzentrierte sich voll auf Itanium (IA-64), von dem bereits 2001 erste Prozessoren verfügbar waren. Itanium kam jedoch nicht richtig in Fahrt – da die IA-64-Architektur nicht zu x86 (IA-32) kompatibel war, musste die Software erst dafür geschrieben werden, was Zeit kostete.

Bei AMD dauerte es zwar bis zum April 2003, bis erste Opteron-Prozessoren mit der bei der Veröffentlichung in AMD64 umgetauften 64-Bit-Erweiterung verfügbar waren, diese wurden jedoch vom Markt sehr gut angenommen. Bestehende 32-Bit-x86-Software lief auch im 64-Bit-Modus, ohne verändert werden zu müssen. Mit den Opteron-Prozessoren erreichte AMD eine signifikante Beteiligung im x86-Servermarkt.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/AMD64

Intel hatte zwar bereits vor 24 Jahren erste 64-bit Prozessoren angeboten, welche sich aber nicht durchsetzten.
Dann gibt's also vollständig mit "AMD64" kompatible Prozessoren seit etwa 22 Jahren.
 
Seit Threaderoeffnung nix vom TE.
Hat sich wohl eruebrigt der Thread? @marioZ750
 
Tanzmusikus schrieb:
Die "Pentium 4 / D"-Prozessoren auf Basis IA-64* (Intel-64) sind bei 64bit nicht vollständig AMD64-kompatibel und zur IA-32 (x86-32) sowieso nicht.
Es gibt keine Intel Pentium 4 auf Basis IA-64. IA-64 war immer ausschließlich Itanium. Die nicht vollständige Kompatibilität von Intel 64 zu AMD64 spielte in der Praxis nie eine Rolle.
 
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