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Aus der Community: Anleitung zum Umbau der GPU von Luft auf Wasserkühlung

Andreas Merchel
51 Kommentare
Aus der Community: Anleitung zum Umbau der GPU von Luft auf Wasserkühlung
Bild: LiniXXus

Wie rüste ich meine GPU am besten von Luft- auf Wasserkühlung um? Community-Mitglied LiniXXus zeigt es euch in seinem Leserartikel „Grafikkarte mit einem Wasserkühler umbauen“. Das Ziel ist dabei nicht eine erhöhte Leistung, sondern geringere Temperaturen der RTX 5080.

Vorwort

Der Umbau einer Grafikkarte, in diesem Fall einer Gainward GeForce RTX 5080, geschieht immer auf eigenes Risiko und kann zu einem Erlöschen der Garantie führen.

LiniXXus möchte euch in seinem Leserartikel Schritt für Schritt zeigen, wie er seine GeForce umgerüstet hat. Sein Hauptziel ist dabei nicht eine erhöhte Leistung der RTX 5080, sondern geringere Temperaturen der einzelnen Bauteile. Dies kommt der Lebensdauer zugute und kann, bei richtiger Einstellung der Lüfter am Radiator auch zu einer geringeren Lärmbelästigung führen.

Die ersten Schritte

Der Umbau beginnt mit dem Zerlegen der Grafikkarten, besser gesagt der Demontage der Backplate und des Kühlers. Danach müssen sämtliche Reste von Wärmeleitpaste und -pads beseitigt werden. Als kleinen Tipp bringt er an, dass Wattestäbchen aufgrund der fusselnden Watte weniger gut geeignet sind. Es gibt dafür bei größeren Händlern entsprechende Reinigungsstäbchen mit Schaumstoff.

Tipps zum Zusammenbau

Damit die beigelegten Wärmeleitpads nicht verrutschen, sollten diese auf dem Kühler angebracht werden, danach den GPU-Chip mit Wärmeleitpaste versehen und dann die Karte auf dem Kühler auflegen und festschrauben. Als Alternative zu den Pads kann auch Thermal Putty genutzt werden.

Thermal Putty
Thermal Putty

Anstelle der Wärmeleitpaste kann auch ein Phase Sheet genutzt werden. Folgenden Tipp hat LiniXXus dazu.

In meinem Fall habe ich ein PhaseSheet PTM - Hochleistungs-Wärmeleitpad auf Größe zugeschnitten und für 10 min in den Kühlschrank gelegt. Bitte nicht tiefkühlen, es reicht aus, dass das Pad etwas heruntergekühlt wird. Denn dann lässt der sich besser auf den GPU-Chip auflegen. Das Abziehen der Folie wird aber bei 0,2 mm etwas fummelig und benötigt etwas Geduld. Es ist auch ratsam, nach dem Auflegen noch kurz 3min abzuwarten und dann erst die obere Folie versuchen, abzuziehen.

LiniXXus

Sollte der Hardware-Bastler lieber auf Flüssigmetall setzen, ist hier mehr zu beachten, als bei reiner Paste. Dieses ist elektrisch leitfähig, sodass umliegende Bauteile z. B. mit Klar- oder Nagellack geschützt werden müssen. Die Tipps dazu finden sich nicht im Eingangspost des Leserartikels, sondern sind in Post #25 beschrieben.

  • Vernickelte Materialien sind zu bevorzugen.
  • Kann zwar auf reines Kupfer verwendet werden, wird sich aber etwas einsaugen. Meist wird es beim zweiten Mal auftragen besser. Daher sind Materialien, die vernickelt sind, zu bevorzugen.
  • Kühler dürfen nicht aus Aluminium bestehen, denn Aluminium wird zersetzt!
  • Das erneute zerlegen kann ggf. etwas schwieriger sein, weil sich LM festbacken kann.
  • Lässt sich schwerer nach dem Zerlegen entfernen und die Oberfläche muss manchmal sogar weggeschliffen und poliert werden.
  • Die Bauteile um einer GPU sollten gegen Kurzschluss abgesichert werden. Hierzu lässt sich Nagellack oder auch normale nicht leitende Wärmeleitpaste verwenden.
LiniXXus

Wasser und Elektronik

Diese beiden vertragen sich nicht besonders, es empfiehlt sich also, die Pumpe während des Befüllvorganges an eine externe Stromquelle anzuschließen. So muss der Rechner nicht in Betrieb genommen werden und Flüssigkeit, die doch irgendwo landen kann, kann gefahrlos entfernt werden. Auch empfiehlt es sich, den Rechner mit Küchenpapier auszukleiden, sobald der erste Start ansteht. Jeder kann mal etwas übersehen, sei es eine lose Verschraubung oder ein beschädigter Schlauch.

Schutz vor Wasser ist alles
Schutz vor Wasser ist alles (Bild: LiniXXus)

Alles Weitere lässt sich dem Leserartikel „Grafikkarte mit einem Wasserkühler umbauen“ entnehmen.

Ein weiterer Dauerläufer von minimii

Ein weiterer Dauerläufer zum Thema Wasserkühlung allgemein ist der Leserartikel „minimii und die Wakü - eine unendliche Geschichte?“ des Users minimii. Seit August 2021 lässt der Themenstarter die Leser mit auf seine Reise rund um das Thema Wasserkühlung teilhaben:

Jeder (die meisten) der einmal das Thema Wakü angefangen hat weiß: es kann die Büchse der Pandora sein. Natürlich gibt es "Fire and forget" Lösungen...Aber wenn der Basteldrang nur halbwegs da ist gibt es IMMER etwas zu tun. Jedenfalls ist das meine Erfahrung der letzten 15 Monate 26 nun schon 32+ 40+Monate ;) Und ja. Ich hätte das bei mir auch alles mit einem guten Luftkühler regeln können. In meiner kleinen Erzählung werde ich nicht ausschließlich das Thema Wakü behandeln, die Evolution meines PCs seit März 2020 ist auch Teil des Ganzen.

minimii

Alles begann mit Home Office, Skyrim und einer Menge Langeweile. Auf mittlerweile 81 Seiten findet sich die ganze Geschichte dahinter. Jeder Leser ist dazu eingeladen, an dieser Reise teilzunehmen.

Erste Schritte
Erste Schritte (Bild: minimii)

Feedback und Hinweise ausdrücklich erwünscht

Rückfragen, Anregungen sowie Lob und Kritik zum Leserartikel sind in den Kommentaren zu dieser Meldung sowie in dem entsprechenden Thread wie immer ausdrücklich erwünscht. Auch Hinweise zu weiteren Leserprojekten oder Erfahrungsberichten werden gerne entgegengenommen.

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