Medienberichte: Samsungs HBM3e qualifiziert, aber bisher keine Nvidia-Bestellung
Nach jahrelangen Rückschlägen soll es Samsung endlich gelungen sein, den HBM3e für Nvidia zu qualifizieren und final validieren zu lassen. Die Lieferung soll sofort starten, denn das Unternehmen hatte im letzten halben Jahr bereits fleißig auf Halde vorproduziert. Von 10.000 Einheiten direkt zu Beginn ist die Rede.
Noch keine offizielle Bestätigung
Aktuell ist die Quellenlage allerdings noch ziemlich dünn, eine offizielle Bestätigung gibt es nicht. Lediglich das südkoreanische Magazin Alpha Economy direkt aus Seoul berichtet darüber. Wenige Stunden zuvor gab es aber auch bereits erste Gerüchte, die via X verbreitet wurden. Am Tag zuvor hieß es hingegen noch, Samsungs HBM3e sei endgültig durchgefallen; diese Behauptung verneinte Samsung jedoch umgehend und erklärte, alles laufe nach Plan.
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— Jukan (@Jukanlosreve) September 19, 2025
Da dieser eigentlich nur vorsieht, dass die Chips von Nvidia gekauft werden, könnte sich die Meldung letztlich als zutreffend erweisen. Zuletzt wirkte die Lage noch dramatisch, als es aus dem Umfeld hieß, Samsung würde sein Leben darauf verwetten, dass der eigene HBM3e am Ende noch zum Erfolg wird.
10.000 Einheiten können viel, aber auch wenig sein
Nicht ganz klar ist, worauf sich die Anzahl von 10.000 Einheiten, die Samsung an Nvidia liefern soll, genau bezieht. Was auf den ersten Blick nach viel klingt, ist aus anderer Perspektive sehr überschaubar. Ein Nvidia GB300 benötigt allein acht 12-Hi-Stacks mit je 36 GByte Kapazität, um seine 288 GByte realisieren zu können. 10.000 komplette HBM3e-Stapel würden also auch erst einmal nur für 1.250 GB300 reichen.
Samsungs Preis für HBM3e 12Hi soll deutlich unterhalb des Preises liegen, den SK Hynix bisher verlangt hat. Koreanische Analysten sehen ihn bei Samsung bei 360 US-Dollar pro Stapel, bei SK Hynix lag der Preis in diesem Jahr bei 540 US-Dollar. Preissenkungen für HBM3e könnten langfristig also die Folge sein, doch schon bald übernimmt HBM4. Hier geht es ebenfalls als 12-Hi Stack wohl bei rund 600 US-Dollar los.
Bei HBM4 erneut hinter SK Hynix?
Letzte Berichte besagen, dass es bei HBM4 zu Beginn wohl erneut ein Alleingang von SK Hynix werden könnte, jedoch soll er dieses Mal nicht mehrere Jahre, sondern nur Monate andauern. Samsung könnte demnach in rund einem Jahr bei HBM4-Lieferungen einsteigen. Nach dem Desaster mit der HBM3e-Qualifizierung bleibt das aber abzuwarten.
Ein weiterer Bericht bei Hankyung untermauert Samsungs Erfolg. Demnach hat es 1,5 Jahre gedauert, bis die Qualifizierung von HBM3e erst mit acht und später zwölf Layern nun erfolgreich abgeschlossen werden konnte, inklusive Redesign aufgrund der stets zu hohen Wärmeentwicklung. Für Samsung war es am Ende auch eine Frage des Stolzes, große Umsätze wird das Unternehmen mit HBM3e wohl nicht mehr generieren, denn SK Hynix und Micron von ihren Positionen zu verdrängen, ist nicht absehbar. Der Blick geht letztlich auch bei Samsung deshalb bereits in Richtung HBM4.
Weitere Analysen, die sich auch auf Samsung berufen, deuten darauf hin, dass es noch keine bestätigten Bestellungen von Nvidia bei Samsung für HBM3e geben soll. Selbst Citi (Group) verweist darauf, dass dies nunmehr das zehnte oder elfte Mal ist, dass es solche Gerüchte und Meldungen gab.
Citi’s note on Samsung, SK Hynix, and Micron:
— Jukan (@Jukanlosreve) September 23, 2025
Samsung denied the press report and our checks (Peter & me) indicate there's no firm orders yet from NVDA. However Samsung up 5% on expectation for NVDA HBM entry. Looking back over the last 3 years, this is probably 10-11th of…