Immersionskühler Cirrus Mk1: Enermax versenkt Threadripper und GeForce im Tank
Enermax kann nicht nur gewöhnliche PC-Kühlung. Auf der Computex zeigte der Hersteller die Immersionskühlung Cirrus Mk1. In dem durchsichtigen, mit dielektrischer Flüssigkeit gefüllten Tank wurde eine Threadripper-Workstation samt vier GeForce-Grafikkarten versenkt. Das Kühlpotenzial soll bei 3.300 Watt liegen.
Bei einer Immersionskühlung werden die zu kühlenden Komponenten direkt mit dem flüssigen Kühlmittel in Kontakt gebracht, das somit zwar Wärme, aber keinen Strom leiten darf, um Kurzschlüsse zu verhindern.
Enermax Cirrus Mk1 im Einsatz
Die von Enermax auf der Computex 2025 vorgeführte zweiphasige Immersionskühlung Cirrus Mk1 besteht unter anderem aus einem großen Acrylglas-Tank, der mit „Short-chain PFAS“ als flüssigem Kühlmittel gefüllt ist. Darin wurde professionelle Workstation-Hardware im wahrsten Sinne versenkt. Ein AMD Ryzen Threadripper 7960X mit 350 Watt TDP und theoretisch vier High-End-Grafikkarten vom Typ Nvidia GeForce RTX 5090 mit je 700 Watt TDP sollen so mit einer kombinierten TDP von 3.150 Watt gekühlt werden.
Der Hinweis „theoretisch“ ist an dieser Stelle wichtig, denn bei der Messe-Demo waren nur vier GeForce RTX 4070 (je 200 Watt TDP) verbaut, wie ComputerBase vor Ort auf Nachfrage bestätigt bekam. Laut der Beschreibung von Enermax soll die Cirrus Mk1 aber sogar über 3.300 Watt bewältigen können. Eine herkömmliche Geforce RTX 5090 ist mit 575 Watt TDP/TGP spezifiziert, Enermax rechnet aber mit 700 Watt, was für eine Übertaktung spricht.
AI-Workstation der Zukunft
Das insgesamt 70 kg schwere Konstrukt soll eine mögliche Zukunft für AI-Workstations aufzeigen. Das wartungsfreie flüssige Kühlmittel könne 100 Mal mehr Wärme absorbieren als Luft. Die Kühllösung arbeitet dabei mit zwei unabhängigen Wärmekreisläufen. Zunächst wird die Abwärme der CPU und GPUs an die Flüssigkeit angegeben. Ein Kondensator sorgt dann für die Weiterleitung an einen externen Wärmetauscher. So werde auch sichergestellt, dass das Kühlmittel von der Umwelt isoliert bleibt. Angetrieben wurde das System von zwei 2.400-Watt-Netzteilen (Platimax II).
Ohne die Workstation-Komponenten soll die Immersionskühlung allein rund 50.000 US-Dollar kosten.
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