BIOS-Updates von ASRock: RAM-Inkompatibilität lässt Ryzen 9000 nicht mehr starten

Update Volker Rißka
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BIOS-Updates von ASRock: RAM-Inkompatibilität lässt Ryzen 9000 nicht mehr starten

Ein Problem in der Ansteuerung des DDR5-Speichers hat einige Ryzen-9000-Systeme mit ASRock-Boards nicht mehr starten lassen. Updates folgen nun direkt auf dem Fuß, der Hersteller hat bereits am Vormittag betont, dass entgegen einiger News-Meldungen keine CPUs daran kaputt gegangen sind.

Speicherproblem statt defekte CPU

Dass es dabei ausgerechnet die Gaming-CPU AMD Ryzen 9800X3D (Test) erwischt hat, lag auf der Hand, schließlich ist dies nahezu die einzige 9000er-CPU, die AMD auch in großen Mengen verkauft hat. ASRock sagt aber, dass potenziell alle Ryzen 9000 betroffen sind, defekte CPUs dementiert das Unternehmen. Vielmehr sind es Inkompatibilitäten beim Speicher, die zu Bootproblemen führen.

Neue Beta-BIOS-Versionen sollen das Problem beheben, diese stellt der Hersteller zur Verfügung.

Update

ASRock hat das Thema einen Monat nach den Vorfällen noch einmal auf die Bühne zurückgeholt. Demnach habe es bei zurückgesendeten Mainboards mit vermuteten Beschädigungen passende Tests und Überprüfungen gegeben. Diese zeigten keine Defekte an den eingesendeten Platinen. Nachdem der Sockel von den Brandspuren befreit und gereinigt wurde, verliefen die Tests komplett fehlerfrei. Eine CPU-Beschädigung durch das Board schließt der Hersteller demnach aus.

Zuletzt gingen Beschädigungen an CPUs oft durch ein falsches Einsetzen der CPU beispielsweise „schief“ im Sockel zurück, das könnte auch hier der Fall gewesen sein. Dass es dabei nahezu immer die Gaming-CPU AMD Ryzen 7 9800X3D erwischte, lag primär am Kaufverhalten der Kundschaft, schließlich ist diese CPU auch die meistverkaufte von AMD in der Serie Ryzen 9000.

ASRocks Tests zu Defekten (Bild: ASRock)

Auch das Thema der möglichen Speicherkompatibilität wird noch einmal angesprochen. Hier gab es kleinere Probleme, die mit BIOS-Updates jedoch behoben wurden – so wie bereits der Ursprung der Meldung erklärte.

1. A retrieved motherboard was in a system where the CPU showed burn damage. When inspecting this motherboard, we found that the motherboard does not have obvious damage nor burn marks around the VRM area. Measurements of the motherboard are also within spec. After cleaning and removing debris from the CPU socket, without further repair, the motherboard can boot up successfully with original onboard BIOS. It also passed long-term stress tests.

2. With some BIOS versions, we have noticed some systems are not being able to boot with random 9000-series CPUs. BIOS 3.20 fixes this issue by improving memory compatibility. The release of BIOS 3.20 is not related to the CPU damage issue. All BIOS versions including earlier iterations will not cause CPU damage.

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