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High-End-SSD im Test: Drei Lesertests beleuchten die Samsung 9100 Pro ausführlich

Andreas Merchel
19 Kommentare
High-End-SSD im Test: Drei Lesertests beleuchten die Samsung 9100 Pro ausführlich

Ende 2025 hatten drei ComputerBase-Leser die Chance, im Rahmen einer Marketing-Aktion eine Samsung SSD 9100 Pro zum Testen zu erhalten. Die Community-Mitglieder Paris, AlanK und Ayo34 haben sich dabei alle Mühe gegeben, Samsungs aktuelles NVMe-Flaggschiff gebührend auf den Prüfstand zu stellen. Das ist eine Erwähnung wert.

Gefordert war, die Samsung SSD 9100 Pro mit dem Fokus auf AI-Anwendungen im professionellen Umfeld zu testen, also nicht einfach nur die Ladezeit in Spielen zu ermitteln.

Der Test von „Paris“

Den Anfang machte Paris. Nicht nur für die Benchmarks, sondern auch zu deren Vorbereitung nutzte er ChatGPT-5.2 um ein vollautomatisches Testkonzept zu erarbeiten und Gemini 3 Pro um dieses auszuwerten. Dabei war der Aufwand dahinter nicht in wenigen Minuten erledigt, sondern Paris saß geschlagene 30 Stunden an seinem Konzept, um ein vorzeigbares Ergebnis abzuliefern.

Meine Rolle reduzierte sich dabei oft auf gesunden Menschenverstand und eine Portion Skepsis – die technische Fehleranalyse und -behebung führten die KI-Modelle jedoch erstaunlich eigenständig durch, inklusive cleverer Rückfragen und der Anforderung von Logs oder Screenshots. Trotz der derzeit noch erforderlichen manuellen Eingriffe ist die Leistung der beiden KI-Modelle erstaunlich und eine echte Bereicherung im (Arbeits-)Alltag.

Paris

Das Ergebnis ist ein so umfangreicher Lesertest, dass er als PDF in seinem Leserartikel Samsung 9100 Pro im KI-Härtetest: Gen 5 vs. Gen 4 vs. SATA als Download angehangen wurde.

Sein Hauptaugenmerk lag auf KI und virtuellen Maschinen. Unter anderem letzteres konnte ihn begeistern, da die hohe Random-Write-Performance dafür sorgt, „dass Hintergrundprozesse das aktive Arbeiten im Vordergrund, sei es KI-Interaktion, Coding in der IDE oder Videoschnitt, nicht ausbremsen“.

Als Testsystem nutzte er folgende Komponenten:

  • CPU: Intel Core Ultra 9 285K
  • RAM: 64 GB DDR5-5000
  • GPU: Nvidia GeForce RTX 5070 Ti
  • Systemlaufwerk: Crucial T705 mit 1 TB und PCIe 5.0
  • Datenlaufwerke:
    • Samsung 9100 Pro mit 2 TB und PCIe 5.0
    • Samsung 990 Pro mit 2 TB und PCIe 4.0
  • SATA-Laufwerke:
    • OCZ Vertex 3 120 GB mit DRAM
    • Crucial BX100 250 GB mit DRAM
    • SanDisk Plus 120 GB ohne DRAM
    • Windows 11 Education 25H2

Der Test von „AlanK“

AlanK hat für seien Benchmarks ein mATX-Gehäuse von Lian Li genutzt. Bei dem verwendeten Mainboard sitzen drei SSDs unter einem großen Asus-Kühler, während die vierte auf der Rückseite ungekühlt ihren Dienst verrichtet. Zwei laufen dabei mit voller PCIe-5.0-Geschwindigkeit und die anderen beiden nutzen PCIe 4.0.

AlanK ging es damit auch um den Aspekt Temperaturentwicklung, das anfangs bei PCIe 5.0 ein großes, bei der SSD 9100 Pro aber wohl kein Thema mehr war – oder?

Als Testsystem nutzte er folgende Komponenten:

  • CPU: Ryzen 7 9800X3D
  • RAM: 96 GB DDR5-6000
  • Mainboard: Asus ROG Strix B850-G Gaming WiFi
  • GPU: Radeon RX 9070 XT
  • Windows 11 Pro
  • Laufwerke:
    • Crucial T705 mit 2 TB und PCIe 5.0
    • Samsung 990 Evo Plus mit 4 TB und PCIe 4.0
    • Corsair Force MP700 mit 2 TB und PCIe 5.0
    • Samsung 9100 Pro mit 2 TB und PCIe 5.0

Hier ganz deutlich gesagt, die T705 und auch die MP700 Elite sind definitiv in jeder Situation heißer als die Samsung. Laufen die Samsung allein, wären sie noch kühler, da der Headspreader des B850-G ROG alle SSD abdeckt. Damit ich den Test aber nicht manipuliere, sind sämtliche Tests mit allen vier SSD entstanden.

AlanK
Temperatur der SSDs
Temperatur der SSDs (Bild: AlanK)

Auch umfassende Benchmarks hat AlanK erstellt, um sich mit Paris aber nicht zu überschneiden, in anderen Szenarien. Um dabei die beiden PCIe-5.0-SSDs perfekt vergleichen zu können, hat AlanK darauf geachtet, dass die Füllstände beider Laufwerk jeweils unter 10 Prozent lagen.

Benchmarks der SSDs
Benchmarks der SSDs (Bild: AlanK)

Lohnt sich der Kauf einer PCIe 5.0 SSD? Ich würde sagen, für die meisten wohl nein. Aber ganz ehrlich, wenn man einen Rechner für 4000+ Euro zusammenstellt, kommt es auf 50 Euro mehr oder weniger vielleicht auch nicht mehr an.

Eine große und gute SSD hält man lange, vermutlich länger als eine Grafikkarte, zumindest mir geht es so. Meine älteste PCIe SSD läuft heute noch im alten NUC. Eine uralte SATA Postville Intel SSD läuft heute noch im alten Lenovo Thinkpad T230.

Das Fazit von AlanK

Der Test von „Ayo34“

Ayo34 ging es vor allem um Effizienz – nicht in Bezug auf den Stromverbrauch, sondern den Zeiteinsatz: Wie schaut es hauptsächlich mit den Ladezeiten aus? Denn was kann wertvoller als Arbeitszeit sein? Genau: Sinnvoll genutzte Arbeitszeit.

Als Testsystem nutzte er folgende Komponenten:

  • CPU: Intel Core Ultra 7 265K
  • RAM: 192 GB
  • Mainboard: Gigabyte Aorus Elite Z890
  • GPU: Nvidia GeForce RTX 4080
  • Laufwerke:
    • Samsung 990 Pro mit PCIe 4.0 (Kühlung über Mainboard)
    • Samsung 9100 Pro mit 2 TB und PCIe 5.0 (BeQuiet MC1 Pro Kühler)

Erste Gehversuche hat Ayo34 in Apps der Adobe Creatore Cloud unternommen. Ein weiterer Test war das Laden von LLMs im Programm LM Studio. Dabei nutzte er die drei folgenden Szenarien:

  • Szenario 1: Das LLM passt komplett in den VRAM
  • Szenario 2: Das LLM passt in den VRAM und RAM
  • Szenario 3: Das LLM passt nicht mehr komplett in den VRAM und RAM

Für den Bereich Gaming und DirectStorage (Community-Test) wurde das Spiel Forspoken (Test) genutzt.

Für mich ist der Test etwas ernüchternd und zeigt mir: Wer nicht genau weiß, wofür er eine PCIe 5.0 SSD braucht, braucht sie einfach NICHT!

Das Fazit von Ayo34

Die Lesertests im Überblick

Rückfragen, Anregungen sowie Lob und Kritik zu den drei Leserartikeln sind in den Kommentaren zu dieser Meldung sowie in dem entsprechenden Thread wie immer ausdrücklich erwünscht. Auch Hinweise zu weiteren Leserprojekten oder Erfahrungs­berichten werden gerne entgegen­genommen.

Die letzten sieben vorgestellten Lesertests im Überblick
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