Ausbau auch in Deutschland: Globalfoundries expandiert für 16 Mrd. USD und 1,1 Mrd. Euro

Volker Rißka
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Ausbau auch in Deutschland: Globalfoundries expandiert für 16 Mrd. USD und 1,1 Mrd. Euro
Bild: NIST

Globalfoundries investiert weiter in den USA. Wurden bisher rund 13 Milliarden US-Dollar zugesagt, wächst die Gesamtsumme nun auf 16 Mrd. USD an. Auch Dresden bekommt Geld für die Fabs, von 1,1 Milliarden Euro ist die Rede. Bisher war für alles aber ein sehr langer Zeitraum angesetzt worden.

Bereits vor über einem Jahr hatte Globalfoundries die ursprünglichen Expansionspläne mit damals bezifferten 12 Milliarden US-Dollar dargelegt: Die Fabriken in Malta, New York, und Burlington, Vermont, sollen ausgebaut werden, auch auf Möglichkeiten, die bisher nur die Anlagen in Deutschland und Singapur boten. Denn alle Optionen bei der Fertigung in den USA zu haben ist wichtig, vor allem für die finanzielle Unterstützung, aber auch wegen heikler Projekte, denn Globalfoundries ist auch bei Regierungs- und Rüstungsgeschäften stets vorn dabei, Lockheed Martin ist unter anderem Großkunde.

Noch mehr Geld soll nun in Advanced Packaging und Photonics fließen, auch GaN rückt weiter in den Fokus. Unter anderem dafür und erweiterte Forschung in den jeweiligen Bereichen sind die zusätzlichen rund drei Milliarden US-Dollar nun gedacht.

GF’s investment builds upon the company’s existing U.S. expansion plans, including more than $13 billion to expand and modernize its New York and Vermont facilities and funding for its recently launched New York Advanced Packaging and Photonics Center—the first U.S.-based facility of its kind dedicated to silicon photonics packaging. GF is committing an additional $3 billion, which includes advanced research and development initiatives focused on packaging innovation, silicon photonics and next-generation GaN technologies. In aggregate, these investments represent a $16 billion plan to strengthen U.S. semiconductor leadership and accelerate innovation in AI, aerospace, automotive and high-performance communications.

Zu den Gratulanten zählen heute vor allem erst einmal die IT-Branchenriesen: Apple, AMD, Qualcomm, aber auch NXP, General Motors und SpaceX. Sie folgen dabei primär dem Tenor der letzten Wochen, den die US-Regierung unter Donald Trump hören möchte: US-Chips für US-Produkte. Vom Staat wird das Unternehmen bereits mit 1,45 Milliarden US-Dollar aus dem US Chips Act gefördert. Apples Chef steht bei den Glückwünschen dieses Mal ganz vorn, nachdem er zuletzt den Unmut von Trump zu spüren bekam, da Apple Produkte nun in Indien statt China, aber eben nicht in den USA fertigen lasse.

GlobalFoundries has supplied semiconductors for Apple products since 2010 and we’re excited to see them expand right here in the United States. These chips are an essential part of Apple products like iPhone, and they’re a powerful example of American manufacturing leadership.

Tim Cook, Apple-CEO

As a strategic supplier of Qualcomm, GlobalFoundries shares our vision for strengthening U.S. chip production capacity. This commitment from GlobalFoundries will help secure a resilient semiconductor supply chain to support the next wave of U.S. technology innovation, especially in areas vital to enabling power efficient computing, connectivity, and edge intelligence.

Cristiano Amon, Präsident und CEO von Qualcomm

Über einen Zeitplan der Investitionen schweigt sich Globalfoundries heute aber aus. Im letzten Jahr hieß es, dass diese gesamten Vorhaben und Investitionen mindestens über zehn Jahre gestreut werden, was das ganze Vorhaben letztlich relativiert: So sind es letztlich nämlich „nur“ Ausgaben von rund 1,5 Milliarden US-Dollar pro Jahr.

Die Fabs in Deutschland sollen ebenfalls erweitert werden

Nach viel Gerangel um Subventionen für TSMC, die Globalfoundries als ungerechtfertigt ansah, bekommt nun auch Globalfoundries hierzulande „mehrere Hundert Millionen Euro“ für die Erweiterungen der Fabs in Dresden, schreibt das Handelsblatt heute. Dafür sollen am Ende in Summe rund 1,1 Milliarden Euro investiert werden. Auch hier wird das Vorhaben über eine unbekannte Anzahl an Jahren gestreckt.

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