Chip-Fertigung in SF2A: Samsung Foundry gewinnt Milliarden­auftrag von Tesla

Volker Rißka
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Chip-Fertigung in SF2A: Samsung Foundry gewinnt Milliarden­auftrag von Tesla
Bild: Samsung

Es ist der Erfolg, den Samsung brauchte: Tesla wechselt von TSMC zusätzlich auch wieder zurück zu Samsung und wird dort Chips für viele Milliarden US-Dollar fertigen lassen. Es ist auch der größte Erfolg, den Samsungs Erweiterung der Foundry-Sparte in den USA vorweisen kann. Denn auch Tesla setzt auf Chips „Made in the USA“.

Samsung Foundry ist für Tesla kein Unbekannter. Bereits heute fertigt der Hersteller den AI4 genannten Chip für Teslas Fahrzeugflotte, der beim Full-Self-Driving-(FSD)-System zum Einsatz kommt.

Beim AI5 kommt jedoch TSMC zum Zug. Die Lösung soll zunächst in Taiwan produziert werden, nach der Fertigstellung der Fabs in Arizona sollen aber auch dort die Anlagen von TSMC am Zug sein. Chips „Made in the USA“ sind ein nicht zu unterschätzender Faktor bei US-Firmen und Kunden, auch wenn sie etwas teurer sind. Das gilt nun auch bei Samsung und Tesla.

Heruntergebrochen auf die blanken Zahlen entspricht die Vereinbarung letztlich anfänglich einem Auftragsvolumen von 2 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Denn die Vereinbarung gilt von heute an bis zum 31. Dezember 2033. Auch das ist letztlich ein Erfolg – so etwas würde man sich beispielsweise bei Intel Foundry wünschen. Die ersten Fahrzeuge mit neuem AI6-Chip könnten ab 2027 zum Einsatz kommen. Und wenn es funktioniert, wie Elon Musk betont, könnte der Auftrag noch deutlich größer ausfallen und den anvisierten Betrag deutlich übersteigen.

Unzufriedenheit mit TSMC sorgt für neues Leben bei Samsung

Beim Erfolg von Samsung kommen einige Dinge zusammen. Tesla war zuletzt gemäß Gerüchten nicht wirklich zufrieden mit TSMC, denn ein Großkunde ist man dort eher nicht. Da spielen Nvidia, Apple, Intel, AMD, Broadcom, Qualcomm und andere in einer ganz anderen Liga. TSMCs Fokus liege daher primär darauf, diese Konzerne zufriedenzustellen. Vor allem den Kampf um die beste Fertigungstechnologie in ausreichender Menge zu führen, dürfte für Tesla ziemlich schwierig gewesen sein, hier haben bei TSMC häufig dieselben Kunden die besten Chancen.

Für Samsung Foundry könnte der Zeitpunkt ebenfalls kaum besser sein. Das Fab-Projekt in Texas stand zuletzt auf wackeligen Beinen und war teilweise durch künstliche Verzögerungen beeinträchtigt, da die Kapazität ohne Kundschaft nicht benötigt wird. Seit einigen Wochen heißt es aber bereits, dass nun die Ausrüstung der Fab wieder angeschoben wurde. SF2A, also der Automotive-Prozess der 2-nm-Fertigung, könnte hier letztlich ziemlich exakt ins Bild passen.

2-nm-Entwicklung auf dem Samsung Foundry Forum 2024
2-nm-Entwicklung auf dem Samsung Foundry Forum 2024 (Bild: Samsung)
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