Produktabnahme von Nvidia: Samsungs HBM3E soll qualifiziert werden – schon wieder
Im Juni könnte Samsungs HBM3E endlich von Nvidia qualifiziert werden. Diese Story klingt wie eine Wiederholung der Computex vor einem Jahr. Damals nahm Nvidias CEO Jensen Huang Samsung noch in Schutz, zuletzt wich die Freundlichkeit aber harschen Tönen – und Samsung liefert noch immer nicht.
Samsung und moderner HBM3E, das ist nun beinahe schon eine unendliche Geschichte, die ComputerBase auch bereits mit vielen Meldungen begleitet hat. Und wann immer es zuletzt Zweifel gab, dass Samsung doch gar nicht so schlimm dastehen kann, kam einige Woche später die nächste Nachricht, dass wenig oder gar nichts funktioniert. Anfang 2025 hieß es plötzlich nämlich sogar, dass ein Redesign nötig wurde.
Im Juni soll die finale Qualifizierung für HBM3E auf Basis der fünften Generation DRAM, wie sie bei Samsung heißt, erfolgen. Im März waren die ersten Tests erfolgreich abgelaufen. Das südkoreanische Blatt The Elec wird dabei im Ton auch dramatischer, die Erwartungen seien nun riesig und „Samsung wettet sein Leben auf den Erfolg im Qualifikationstest von Nvidia“, heißt es hier weiter. Das Produkt ist nach unzähligen Rückschlägen effektiv letztlich über ein Jahr zu spät dran, Nvidias Blackwell-Profi-Produktfamilie setzt nun primär auf Chips von SK Hynix.
Produktionsstart sofort nach Qualifikation
Wenn das Produkt dann aber abgenommen ist, soll es ganz schnell gehen können. Denn die Basis für die HBM3E-Chips ist eine angestammte 1-beta-DRAM-Fertigung, mit der das Unternehmen eigentlich viel Erfahrung hat. Im Fokus steht die Fertigung von HBM3E mit 12 Layern. Im zweiten Halbjahr 2025 soll parallel sogar die sechste Generation alias 1c für HBM4 hochgefahren werden – doch hier bleibt abzuwarten, wie es um echte Erfolgsmeldungen dann wirklich bestimmt sein wird. Vor 2026 sind echte Produkte aber nicht zu erwarten.
Der Fuß in diesen Markt ist vor allem fürs Geschäft wichtig. Denn mit HBM verdienen sich die beiden anderen großen Speicherhersteller SK Hynix und Micron aktuell eine goldene Nase, während Samsung von der Seite aus zusehen muss. Zwar liefert das Unternehmen schnellen GDDR aus, bekam bei HBM3E aber bisher einfach keine technisch saubere Lösung hin, wodurch insbesondere SK Hynix davoneilen konnte. Diese verdienten zuletzt Rekordsummen vor allem dank HBM für Nvidia.