Yield-Steigerung bei Samsung: Nvidia und Qualcomm könnten bei 2 nm zurückkehren
Hoffnung keimt in südkoreanischen Medien für Samsung Foundry. Die Verbesserung der Ausbeute könnte alte Kundschaft zurückbringen. Primär geht es nun um Fertigungsprozesse in der Klasse 3 nm und 2 nm, in denen Samsung viel Lehrgeld gezahlt hat. Vom „Erster mit GAA in 3 nm“ hat das Unternehmen fast nichts gehabt.
Pionier zu sein und das im Marketing auch noch groß zu bewerben hat sich für Samsungs ersten GAA-Fertigungsprozess nicht ausgezahlt. Im Gegenteil sogar, im Laufe der letzten Jahre wurde der Ruf von Samsung Foundry stetig noch etwas schlechter, was aber kein Rufmord war, sondern auf Fakten beruhte. Großkunden wanderten zu TSMC ab, die dort bessere Leistung und geringere Leistungsaufnahme für den eigentlich gleichen Chip bekamen. Für SF3E, wie der erste GAA-Prozess bei Samsung Foundry hieß, lief es noch schlechter, hier wollten nahezu keine Kunden anbeißen, nicht einmal Samsung Electronics im eigenen Haus für Smartphone-SoCs. Unterm Strich brachte SF3E für Samsung fast nichts.
Fast nichts bedeutet hier aber auch, dass sie durch die vielen Problemen mit schlechter Ausbeute beim ersten 3-nm-Prozess das daraus gewonnene Wissen und Lehrgeld nun auf 2 nm umlegen können. Dies soll bereits geholfen haben, die Auftaktausbeute bei 2 nm rasch zu stabilisieren und auf über 40 Prozent zu bringen, schreibt ChosunBiz. Bei 3 nm soll die Ausbeute selbst nach nun 3 Jahren erst die Marke von 60 Prozent überschritten haben.
Qualcomm und Nvidia als mögliche Kundschaft ..
Dass sich Großkunden wie Nvidia und Qualcomm direkt als erste Namen auf der Liste möglicher Kandidaten finden, überrascht nicht. Diese Firmen schauen sich stets alle Anbieter im Markt an, schließlich haben sie auch viele Produkte im Portfolio, die nicht allesamt auf den besten und teuersten Prozess setzen müssen. Auch gehört es zum Geschäft, um theoretisch die Preise von TSMC zumindest etwas im Zaum halten zu können, die den Markt zuletzt beinahe schon nach Belieben dominieren können, was auch zu höheren Preisen führt.
.. so wie vor drei Jahren schon
Testchips bei anderen Foundrys zu fertigen ist letztlich also Normalität, beide lassen dies auch bei Intel Foundry zu. Samsung Foundry bekommt so auch bei neueren Nodes wieder eine Chance, der Ausgang ist offen. Ziemlich ähnlich klingende Erfolgsmeldungen gab es bezüglich exakt der gleichen Kunden auch schon einmal vor drei Jahren, damals für den 3-nm-Prozess. Nichts davon ist bekanntlich eingetreten.
Die Seoul Economic Daily schrieb bereits vor zwei Wochen, das vor allem Qualcomm mit einem 2-nm-Chip bei Samsung gute Karten haben könnte. Traditionell eignen sich kleine mobile Chips am besten für neue Fertigungsstufen, die Ausbeute ist hier höher als bei größeren Chips wie GPUs.
Am Ende geht es bei Samsung Foundry um ähnlich viel wie bei Intel Foundry. Ohne ein konkurrenzfähiges Produkt und den vielen Versprechen auch wirklich Taten folgen zu lassen, wird keine Kundschaft kommen.