Apple iPhone 17 im Test: Dual-Kamera mit zweimal 48 Megapixel
3/3Nach dem iPhone 17 Pro (Max) kommt auch das reguläre iPhone 17 mit einheitlichen Kamerasensoren, die jetzt allesamt eine Auflösung von 48 MP bieten. Während der Umbau beim iPhone 17 Pro das Teleobjektiv betrifft, ist es beim iPhone 17 die neue Ultraweitwinkelkamera, die Apple von 12 MP auf 48 MP umgestellt hat. Damit steckt im Standardmodell effektiv die Ultraweitwinkelkamera des iPhone 16 Pro. Das bedeutet: 48 MP bei 13 mm Brennweite, 0,7 µm große Pixel auf einem 1/2,55 Zoll großen Sensor und ein PDAF, um zum Beispiel Makrofotos mit derselben Kamera zu ermöglichen. Letztere Funktion war allerdings auch schon beim iPhone 16 (Test) zugegen.
Hauptkamera des iPhone 16
Ein Blick auf die technischen Daten der Hauptkamera verrät, Apple die Ausstattung des iPhone 16 übernommen hat – also wie vom iPhone 16 Pro zum iPhone 17 Pro. Die primäre Kamera arbeitet demnach weiterhin ebenfalls mit 48 MP und verbleibt bei einem 1/1,56 Zoll großen Sensor. Im iPhone 17 Pro werden gleich viele Pixel auf größere 1/1,28 Zoll verteilt. Die Pixelgröße liegt somit bei 1,0 µm anstelle von 1,22 µm.
Selfie-Kamera mit quadratischem 18-MP-Sensor
Deutliche Unterschiede zum Vorgänger und eine Angleichung unter allen Modellen gibt es bei der Selfie-Kamera. Diese schießt mit ihrem neuen 18-MP-Sensor nicht nur deutlich bessere Fotos, sondern bietet auch einen erweiterten Funktionsumfang. Realisiert wird dies über einen neuen quadratischen Sensor, sodass es keine Rolle mehr spiel, wie das Smartphone gehalten wird. Fotos mit vertikaler oder horizontaler Ausrichtung lassen sich aus beiden Positionen schießen. Und erkennt die Kamera-App vor Drücken des Auslösers, dass sich am Rand weitere Personen befinden, wechselt sie automatisch zum Landscape-Modus.
Duale Videoaufnahmen mit zwei Kameras
Neu ist für die Selfie-Kamera außerdem die duale Aufnahme inklusive einer rückseitigen Kamera, sodass die Ansicht der Hauptkamera um eine Ansicht des Nutzers erweitert werden kann. Das kann zum Beispiel bei einem Vlog praktisch sein oder wenn in einem Video etwas erklärt wird und der Sprecher dabei sichtbar bleiben soll.
Die duale Aufnahme lässt sich bei allen drei Linsen aktivieren und ermöglicht Aufnahmen von bis zu 4K30 inklusive Dolby Vision. Die Option auf 60 FPS fällt in diesem Modus weg. Darüber hinaus läuft der Modus immer so ab, dass die ausgewählte rückseitige Kamera in der großen Ansicht stattfindet, während die Frontkamera in einem Fenster zu sehen ist, das sich in den vier Bildschirmecken positionieren lässt.
Befindet man sich mit dem Sucher bereits in der Frontkamera und wechselt zur dualen Ansicht, dann wechselt der Sucher zunächst zur Hauptkamera und schaltet dann die Frontkamera im kleinen Fenster hinzu. Die duale Aufnahme lässt sich nicht mit der Frontkamera im Hauptfenster und mit einer anderen Linse im kleinen Fenster, also mit einem vertauschten Fenster-Layout nutzen. Für Fotos steht der Modus allgemein nicht zur Verfügung.
Fazit
Wer sich bei der Vorstellung neuer iPhone-Modelle jedes Jahr wieder die Frage stellt, ob es genügend Neuerungen gibt, die einen Wechsel vom bislang genutzten Modell auf das neue iPhone rechtfertigen, bekommt beim iPhone 17 eine einfache Antwort: ja. Diese Empfehlung ist in erster Linie auf den neuen Bildschirm zurückzuführen, der jetzt dem im Pro-Modell in Nichts nachsteht. 120 Hz waren im Standardmodell längst überfällig, und vier Jahre nach dem iPhone 13 Pro gibt es „ProMotion“ nun endlich auch im 949 Euro teuren iPhone 17.
Die zweite deutliche Verbesserung betrifft die Akkulaufzeiten, die über ein Drittel länger ausfallen als noch mit dem iPhone 16. Selbst das größere iPhone 16 Plus steckt das iPhone 17 mit seiner größeren Batterie in dieser Disziplin diesmal in die Tasche.
Punkt drei betrifft den Storage, der jetzt immer mindestens 256 GB groß ist. Für viele Nutzer dürfte das aufgewertete Basismodell damit völlig ausreichend sein. Falls nicht, kostet die größere Konfiguration mit 512 GB jetzt 130 Euro weniger als letztes Jahr.
Für mehr Leistung, vor allem mehr GPU-Performance, sorgt der A19, zwar ohne „Pro“, aber mit mehr Grafikleistung als beim iPhone Air mit A19 Pro. An das iPhone 17 Pro kommt der Chip nicht heran, insgesamt betrachtet ist es aber ein solides Upgrade.
Wer gerne Selbstporträts knipst, kommt beim iPhone 17 voll auf die Kosten. Die neue Selfie-Kamera stellt eine der größten Verbesserungen seit vielen Jahren dar. Die neue Ultraweitwinkelkamera auf der Rückseite stellt im Vergleich die kleinere Umgestaltung dar, wenngleich man sie auch hier gerne mitnimmt.
Obendrein übernimmt das iPhone 17 die positiven Eigenschaften des Vorgängers, sei es Face ID, Materialwahl und Verarbeitung, Stereo-Lautsprecher, Qi 2.2 mittels MagSafe oder UWB. Das iPhone 17 ist ein überzeugendes Gesamtpaket und holt sich – anders als iPhone 15 und 16 – eine Empfehlung der Redaktion.
- Endlich ProMotion-Display mit 120 Hz
- Sehr guter OLED-Bildschirm
- 256 GB Storage im Basismodell
- Deutlich längere Akkulaufzeiten
- Gute Dual-Kamera
- Deutlich bessere Selfie-Kamera
- Sehr hohe Leistung dank A19
- Hochwertige Verarbeitung
- Sofortige iOS-Updates für viele Jahre
- Sehr gute Stereo-Lautsprecher
- IP68-Schutz bis zu 6 m Tiefe
- MagSafe, Wi-Fi 7, UWB
- Hauptkamera ohne Veränderungen
- USB-C verbleibt auf 2.0-Standard
ComputerBase wurde das iPhone 17 leihweise von Apple zum Testen zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.
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