News Bildbearbeitung Darktable 5.4.0: Freie Konkurrenz zu Adobe Lightroom erhält großes Update

Toengel schrieb:
ist die Software gut geeignet, um nur seine Bilder zu verwalten? Ich suche ein Tool, der mir meinen Bilderordner ein wenig "aufwertet" (Freeware, ohne Cloud-Schnickschnack). Bildverarbeitung muss nicht sein...
Kann man machen, aber primär ist darktable ein Raw-Entwickler. Speziell für die Bildverwaltung (mit einfacheren Bearbeitungsmöglichkeiten) gibt es im FOSS-Bereich digiKam. Es würde sich evtl. besser eignen.
Man kann natürlich auch einfach beide ausprobieren und dann entscheiden.
 
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Darktable steht und faellt an einem zentralen Punkt.
Wenn der RAW Converter fuer eure Kamera gut ist, ist es ein sehr guter Lightroom Ersatz. Wenn eure Kamera neu (oder speziell/selten) ist, und der RAW Converter deshalb mies, kann man es vergessen.
Hatte Darktable mit einer EOS 70D benutzt, und ich hab zirka gleich lang gebraucht um ein Bild zu bearbeiten, wie auch bei Lightroom. Das Resultat war in der Regel gleich schoen wie aus Lightroom.
Dann umgestiegen auf eine A7 RII (als der Nachfolger A7 RIII gerade 2-3 Monate am Markt war), und dort konnte der RAW Converter in Darktable anscheinend nicht mit den Bildern umgehen. Sie waren immer extrem verrauscht, selbst bei ISO100. D.h. dann muesste man Jahre(?) warten, bis der Raw Converter brauchbar ist ....
 
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DJMadMax schrieb:
Wenn es dir nur um diese Software geht, was hältst du von Wine und ähnlichen Emulationsmöglichkeiten unter Linux?
Was ich so recherchiert hab, lässt sich DXO nicht unter Wine betreiben. Noise reduction ist schon top. Und allein die Automatische Entwicklung. 99,9% meiner Bilder muss ich nach dem Import nicht mehr anfassen, sondern können direkt als jpg exportiert werden. Bei der Flut an Kinderfotos lässt sich das gar nicht anders handhaben.
 
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SeppoE schrieb:
Bei der Flut an Kinderfotos lässt sich das gar nicht anders handhaben.
Da muss man aber auch mal ehrlich zu sich selbst sein: 99,99% der Fotos hätte man zu Zeiten der Analogkameras gar nicht erst geschossen. Das ist eben Fluch und Segen zugleich bei der Digitalfotografie: einerseits fotografiert man jeden Mist gleich fünffach, andererseits kostet's aber auch nix außer Speicherplatz und eben Zeit :)

Und nicht falsch verstehen: ich will damit natürlich nicht sagen, dass deine Kinderfotos Mist sind, ich hab selbst ein Kind und unzählige Fotos von selbigem (okay, da sind viele Mist - man behält sie dennoch :D )
 
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Blowfly schrieb:
Das ganze Datenbank-Gedöns a la LR ist überflüssig wenn man eine gute Ordnerstruktur auf der Platte hat, zumindest als Hobbyfotograf.
Du hast absolut Recht! Aber ich habe es mit DT echt genossen eine Lösung von der SD Karte zum Export zu haben.
Die Bewertung der Bilder usw. ist schon super und deutlich effizienter als das kopieren in verschiedene Ordner.
Aber ich habe den Fehler gemacht nicht am Ball zu bleiben und nutze es inzwischen nur noch für größere Auswahlverfahren (Urlaub usw.)

andy_0 schrieb:
Darktable selber muss aber unbedingt an der Usability arbeiten. Kleinigkeiten wie die Darstellung von aktivierten Modulen, Anhebung der Bereiche / Flächen zueinander, bessere Darstellung von "Klick hier um was zu machen", entfernen von alten Modulen
Du hast absolut recht! Und das ist bei OpenSource oft ein Problem, weil die Entwickler ja wissen wie es geht und den Mangel an Usability gar nicht erkennen!
Gibt am besten feedback, ich denke man wird dir Dankbar sein!
 
Neben Darktable gibts übrigens auch noch Ansel - Eine Abspaltung von Darktable 4.0 mit dem expliziten Ziel dem unfokussierten Feature Creep des Projekts mit sorgfältiger gewähltem Funktionsumfang entgegenzutreten.
Spock37 schrieb:
Eine Menüleiste zu programmieren, scheint heutzutage unmöglich zu sein.
Ansel bringt auch das Hauptmenü zurück.
 
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SeppoE schrieb:
Was ich so recherchiert hab, lässt sich DXO nicht unter Wine betreiben.
Bei mir läuft DxO mit WinBoat unter Linux absolut problemlos und fühlt sich so an, als wäre es nativ installiert. Einfach mal ausprobieren.
 
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SeppoE schrieb:
Was ich so recherchiert hab, lässt sich DXO nicht unter Wine betreiben. Noise reduction ist schon top. Und allein die Automatische Entwicklung. 99,9% meiner Bilder muss ich nach dem Import nicht mehr anfassen, sondern können direkt als jpg exportiert werden. Bei der Flut an Kinderfotos lässt sich das gar nicht anders handhaben.
wieso automatische Entwicklung? 100% meiner Bilder liegen doch schon als JPG vor. Oder stellt ihr eure Kameras nicht so ein, dass sie RAW und JPG gleichzeitig speichern? Also meine Fuji X-S20 hat damit jedenfalls kein Problem und die JPG's sind in der Regel auch schon so gut, dass sie keiner weiteren Bearbeitung bedürfen.
In die RAW's gehe ich nur bei bestimmten Fotos ran, z.B. unter- oder überlichtete oder verrauschte Fotos, wo man mit RAW-Entwicklung noch gut was retten kann. Auch Unscharfe lassen sich in Grenzen noch retten, über RAW-Bearbeitung (als PNG) dann zu Tools wie Topaz Photo AI und am Ende mit dem XL Converter das JPG (über JPEGLI encoden) erstellen. Aber das sind wie gesagt Spezialbehandlungen für fehlerbehaftete Fotos, sei es durch Technik oder den Fotograf selbst provoziert ;-)
 
Wer Nikon nutzt dem kann ich Nikon NX Studio empfehlen. Ist Kostenlos und in einigen Punkten vor allem in der Endbildqualität/Entwicklung besser als LR.
Läuft unter Windows und Mac.
 
SVΞN schrieb:
Bei mir läuft DxO mit WinBoat unter Linux absolut problemlos und fühlt sich so an, als wäre es nativ installiert. Einfach mal ausprobieren.
Ha, super Info. Ich bin dabei mit Linux zu spielen. Schön zu hören, dass dxo auch geht 😃
 
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DJMadMax schrieb:
...und dann kommt DxO - die mit Abstand beste Software am Markt, wenn es um die Nachbearbeitung eigener Fotos geht.
SeppoE schrieb:
Volle Zustimmung. Das ist einer der wenigen Punkte, die mich noch auf Windows hält. Würde sonst gern umsteigen. Gibt leider keine DXO linux Version....
Dito. DXO Photolab ist der Hammer, nutze ich seit den Anfängen.
Aber - es ist halt Äpfel und Birnen Vergleich, Darktable ist FREEEEEware. DXO geht dag schon heftig ins Geld, Updates überspringen iss nich, bzw man zahlt später drauf. Ne neue Kamera erzwingt die aktuelle Version, weil die alten nicht aktualisiert werden. Andererseits, manche DXO Funktionen haben sich 1a weiterentwickelt, insb die ISO-Entrauschung ist inzw sensationell gut geworden. Insofern zahlt man die Updates quasi "gerne". Darktable erfordert mehr Handarbeit, hat aber für lau einen prima Funktionsumfang. Find ich super.
 
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Mills97 schrieb:
DXO geht dag schon heftig ins Geld
Findest du wirklich? Ich zahle liebend gerne einmal 200 Euro und hab dafür Jahre (!) lang Ruhe, als jeden Monat an Adobe mein Schutzgeld dafür bezahlen zu müssen, dass sie hoffentlich meine Fotos gleichsortiert lassen, wie das in Lightroom "irgendwie" dahingedeichselt wurde.
 
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Da oute ich mich mal, dass ich bei Github "zu blöd" bin den Download-button zu finden 😟
 
Blowfly schrieb:
wieso automatische Entwicklung? 100% meiner Bilder liegen doch schon als JPG vor. Oder stellt ihr eure Kameras nicht so ein, dass sie RAW und JPG gleichzeitig speichern? Also meine Fuji X-S20 hat damit jedenfalls kein Problem und die JPG's sind in der Regel auch schon so gut, dass sie keiner weiteren Bearbeitung bedürfen.
Das geht jetzt etwas weg von Darktable, aber ja, ich lasse alle raws am PC entwickeln. Durch dxo ist das Ergebnis einfach sehr konsistent gut. Wahrscheinlich würde man bei den meisten Bildern nicht groß merken, wenn man die Kamera jpg nehmen würde. Aber ich habe bspw. auch eine kleine Olympus, die ich gern auf Spaziergängen dabei hab. Wenn die Fotos durch dxo gehn, sind sie vom look nicht von den Bildern aus meiner Canon zu unterscheiden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dirk aus F. schrieb:
Da oute ich mich mal, dass ich bei Github "zu blöd" bin den Download-button zu finden 😟
Die Builds sind unter "Releases" (dort "Assets" ausklappen). Da sind auch Nightlies, aber das ist eher nichts für normale Anwender. Daher besser einfach über die eigene Projektseite herunterladen. Die Links führen ebenfalls zu GitHub, man muss aber weniger suchen.
 
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Blowfly schrieb:
wieso automatische Entwicklung? 100% meiner Bilder liegen doch schon als JPG vor. Oder stellt ihr eure Kameras nicht so ein, dass sie RAW und JPG gleichzeitig speichern?
Einstellungssache. Ich persönlich fotografiere nur in RAW. Da bin ich einfach flexibler.
Selten hat man die optimalen Lichtbedingungen und in RAW kann ich leichter Schatten und Lichter anpassen.
Toengel schrieb:
ist die Software gut geeignet, um nur seine Bilder zu verwalten? Ich suche ein Tool, der mir meinen Bilderordner ein wenig "aufwertet" (Freeware, ohne Cloud-Schnickschnack). Bildverarbeitung muss nicht sein...
Nein, das ist einer der größeren Themen bei DT wo ich nicht klarkomme.

Unter Linux gibts aber viele gute Bildverwalter wie zum Beispiel DigiKam
 
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Ich hab normalerweise auch nicht RAW+JPEG an. Reduziert wie viel Bilder auf die Karte passen, wie viele in den Serienaufnahme Puffer passen, speichern dauert länger usw.

Bzw. genauer hab ich entweder einfach nur RAW oder nur JPEG. Im Urlaub für Schnappschüsse und co einfach nur JPEG. Da wird eh nicht viel bearbeitet.

Und wenn es mehr ein Shooting ist, dann nur RAW und am Ende einfach einmal den Export für alles laufen lassen.

Ich bin mittlerweile bei ON1 gelandet - vom Workflow ähnlich zu LR, und insgesamt intuitiv - bei Darktable und co war es bei jedem Versuch erstmal Tutorials schauen, Anleitung wälzen etc. ON1 war wie Lightroom - einfach mal paar Bilder reinladen und dann hat man schon gefunden, wo man bearbeitet.

ON1 hat ggü. Lightroom auch Ebenen - gefällt mir gut, dafür nicht immer nach Gimp gehen zu müssen.
 
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Kann Darktable ähnlich wie Lightroom 64GB RAM und 32GB VRAM adressieren? Das ist bislang der Hauptvorteil, den Lightroom hat und damit bei 42-Megapixel-RAWs butterweich arbeiten.
 
Blowfly schrieb:
Das ganze Datenbank-Gedöns a la LR ist überflüssig wenn man eine gute Ordnerstruktur auf der Platte hat, zumindest als Hobbyfotograf.
Was ist ein Hobbyfotograf? Da knipst man mehrmals im Jahr Sport- oder schon nur Schulveranstaltungen der Kinder und möchte die Bilder auch anhand der abgebildeten Personen wieder finden (ja, ohne KI, die bei sowas oft kläglich versagt). Dazu kommen noch dutzende weiterer Schlagworte. Und ja, ich suche gelegentlich auch auch die vor 30 Jahren im Urlaub geknipsten Blümchenbilder für aktuelle Anwendungen.

Sowas ohne Datenbank ist im Idealfal mit Linux und 1000 Zeichen Dateinamen (oder dutzenden von Links, womit man halt wieder den Linux-Vendor-Lock hätte) noch zu verschlagworten. Aber wehe, man muss mal ein Schlagwort ändern, weil ich leider meine wieder verheiratete Bekannte unter beiden Nachnamen finden will.

Blowfly schrieb:
Aber wenn man meint man bräuchte unbedingt so eine Datenbank dann wenigstens eine wie Darktable
Die macht genauso abhängig. Und wenn Darktable dann, wie jede OpenSource SW, noch nicht einmal mit den RAWs meiner Kamera umgehen kann (und dies auch nie wird), bleibt max. noch WinBoat o.Ä. (mit viel Glück Wine) um darauf eine lizenzfreise SW für die Bilder unter einem beliebigen OS laufen zu lassen.

Blowfly schrieb:
Erfahrungsgemäß braucht man das Datenbankgedöns aber so gut wie nie
Seltsam, es ist das, was ich ständig benötige. RAW nur, weil die Bilder damit mittlerweile kleiner sind wie JPG in höchster Qualität aus der Kamera. Oder wenn ich alle 6-10 Jahre mal eine neue Kamera kaufe und zu faul bin, vor dem ersten Einsatz alles durchzuspielen.

Nscale schrieb:
12€ für Photoshop und Lightroom als Bundle pro Monat sind auch kein Beinbruch
Ja ein Leben lang jeden Monat. Die Kamera kaufe ich einmal und nutze sie so lange wie ich das möchte (oder bis sie kaputt geht). Genauso, wie ich früher eine neue SW-Version gekauft habe, wenn sie mir Vorteile gebracht hat, geht das mit der Kamera+Objektive auch.

DJMadMax schrieb:
Da muss man aber auch mal ehrlich zu sich selbst sein: 99,99% der Fotos hätte man zu Zeiten der Analogkameras gar nicht erst geschossen.
Stimmt, dann hätte ich das Hobby vor 22 Jahren aufgegeben. Mehrmals im Jahr mind. einen Tausender für Filme+Entwicklung+Scannen wäre mir zu teuer gewesen.

Blowfly schrieb:
wieso automatische Entwicklung? 100% meiner Bilder liegen doch schon als JPG vor. Oder stellt ihr eure Kameras nicht so ein, dass sie RAW und JPG gleichzeitig speichern?
Wozu sollte ich 3 TB an Speicherkarten kaufen, wenn das JPG, das zum Sortieren der Bilder genügt, schon im RAW enthalten ist? So billig sind CFExpress II-Karten auch nicht und sie sind sowieso immer voll, wenn es gerade nicht passt.
Entwicklet wird das RAW dann, wenn ich es für mehr wie die Verschlagwortung und das Sortieren benötige. Dann werden ggf. auch Belichtungsfehler und Weissabgleich-Unfähigkeiten der Kamera ausgeglichen was mit dem JPG erheblich schwerer bis garnicht geht.

SVΞN schrieb:
Bei mir läuft DxO mit WinBoat unter Linux absolut problemlos und fühlt sich so an, als wäre es nativ installiert. Einfach mal ausprobieren.
Wenn der Heise-Bericht dazu nicht völlig falsch war, fühltr sich das nur so lange so an, wie man keine GPU-Unterstützung nutzt. DxO und Entrauschen ohne GPU düfte schon etwas her sein?

Kann man bei DT eigentlich die DB (inkl. Previews, die es vermutlich erzeugen wird) problemlos zwischen mehreren Instanzen/Computern kopieren (jeweils lokal, im Urlaub habe ich keinen Zugriff auf meine Daten zu Hause).
Das war einer von vielen Gründen, vor ca. 18 Jahre nicht mit LR anzufangen und lieber etwas selber zu bauen das zu meinen Ansprüchen passt. Damit sind Datenbank und Entwicklung immer noch schön von einander getrennt und ich kann beide Module austauschen, wenn ich das möchte.
 
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