Blowfly schrieb:
Das ganze Datenbank-Gedöns a la LR ist überflüssig wenn man eine gute Ordnerstruktur auf der Platte hat, zumindest als Hobbyfotograf.
Was ist ein Hobbyfotograf? Da knipst man mehrmals im Jahr Sport- oder schon nur Schulveranstaltungen der Kinder und möchte die Bilder auch anhand der abgebildeten Personen wieder finden (ja, ohne KI, die bei sowas oft kläglich versagt). Dazu kommen noch dutzende weiterer Schlagworte. Und ja, ich suche gelegentlich auch auch die vor 30 Jahren im Urlaub geknipsten Blümchenbilder für aktuelle Anwendungen.
Sowas ohne Datenbank ist im Idealfal mit Linux und 1000 Zeichen Dateinamen (oder dutzenden von Links, womit man halt wieder den Linux-Vendor-Lock hätte) noch zu verschlagworten. Aber wehe, man muss mal ein Schlagwort ändern, weil ich leider meine wieder verheiratete Bekannte unter beiden Nachnamen finden will.
Blowfly schrieb:
Aber wenn man meint man bräuchte unbedingt so eine Datenbank dann wenigstens eine wie Darktable
Die macht genauso abhängig. Und wenn Darktable dann, wie jede OpenSource SW, noch nicht einmal mit den RAWs meiner Kamera umgehen kann (und dies auch nie wird), bleibt max. noch WinBoat o.Ä. (mit viel Glück Wine) um darauf eine lizenzfreise SW für die Bilder unter einem beliebigen OS laufen zu lassen.
Blowfly schrieb:
Erfahrungsgemäß braucht man das Datenbankgedöns aber so gut wie nie
Seltsam, es ist das, was ich ständig benötige. RAW nur, weil die Bilder damit mittlerweile kleiner sind wie JPG in höchster Qualität aus der Kamera. Oder wenn ich alle 6-10 Jahre mal eine neue Kamera kaufe und zu faul bin, vor dem ersten Einsatz alles durchzuspielen.
Nscale schrieb:
12€ für Photoshop und Lightroom als Bundle pro Monat sind auch kein Beinbruch
Ja ein Leben lang jeden Monat. Die Kamera kaufe ich einmal und nutze sie so lange wie ich das möchte (oder bis sie kaputt geht). Genauso, wie ich früher eine neue SW-Version gekauft habe, wenn sie mir Vorteile gebracht hat, geht das mit der Kamera+Objektive auch.
DJMadMax schrieb:
Da muss man aber auch mal ehrlich zu sich selbst sein: 99,99% der Fotos hätte man zu Zeiten der Analogkameras gar nicht erst geschossen.
Stimmt, dann hätte ich das Hobby vor 22 Jahren aufgegeben. Mehrmals im Jahr mind. einen Tausender für Filme+Entwicklung+Scannen wäre mir zu teuer gewesen.
Blowfly schrieb:
wieso automatische Entwicklung? 100% meiner Bilder liegen doch schon als JPG vor. Oder stellt ihr eure Kameras nicht so ein, dass sie RAW und JPG gleichzeitig speichern?
Wozu sollte ich 3 TB an Speicherkarten kaufen, wenn das JPG, das zum Sortieren der Bilder genügt, schon im RAW enthalten ist? So billig sind CFExpress II-Karten auch nicht und sie sind sowieso immer voll, wenn es gerade nicht passt.
Entwicklet wird das RAW dann, wenn ich es für mehr wie die Verschlagwortung und das Sortieren benötige. Dann werden ggf. auch Belichtungsfehler und Weissabgleich-Unfähigkeiten der Kamera ausgeglichen was mit dem JPG erheblich schwerer bis garnicht geht.
SVΞN schrieb:
Bei mir läuft DxO mit WinBoat unter Linux absolut problemlos und fühlt sich so an, als wäre es nativ installiert. Einfach mal ausprobieren.
Wenn der Heise-Bericht dazu nicht völlig falsch war, fühltr sich das nur so lange so an, wie man keine GPU-Unterstützung nutzt. DxO und Entrauschen ohne GPU düfte schon etwas her sein?
Kann man bei DT eigentlich die DB (inkl. Previews, die es vermutlich erzeugen wird) problemlos zwischen mehreren Instanzen/Computern kopieren (jeweils lokal, im Urlaub habe ich keinen Zugriff auf meine Daten zu Hause).
Das war einer von vielen Gründen, vor ca. 18 Jahre nicht mit LR anzufangen und lieber etwas selber zu bauen das zu meinen Ansprüchen passt. Damit sind Datenbank und Entwicklung immer noch schön von einander getrennt und ich kann beide Module austauschen, wenn ich das möchte.