News Bis zu 1 Gbit/s: Vodafone macht Glasfaser-Tarife schneller und teils günstiger

nlr schrieb:
Ich bin ja froh über jede solche Meldung - das sich endlich in der eingefrorenen Preise und Leistungslandschaft der FTTH Tarife in Deutschland was bewegt. Und nehm das als zarte Andeutung beginnenden Wettbewerbs. Bin halt Optimist.

Seit gut 5J hab ich jetzt FTTH und Preis und Leistungsangebot ist immer noch wie damals - obwohl sich die Technik alle 2..3 Jahre den Faktor 2 weiterentwickelt. Und schlimmer noch - alle Anbieter scheinen sich mehr oder minder stillschweigend über die Tarife abzusprechen und scheinen zu versuchen Wettbewerb aus dem Wege zu gehen und den Mitbewerbern Knüppel zwischen die Beine zu werfen wo sie nur können.

Aber solange die Vorleistungsanbieter, die Netzbetreiber, nicht endlich XGSPON und 25GPON regelhaft anbieten wird das wohl nur bei solchen Kleinigkeiten wie 'Tarifstufenanpassung auf die Telekom' bleiben. Vielleicht sollte die Netzagentur langsam mal die Telekom als den marktmächtigen Marktteilnehmer ermahnen endlich ein derartiges (z.b. 10G) Vorleistungsangebot für den Privatkundebereich zu machen - aber auch hinsichtlich einer an den Kosten orientierten Preisgestaltung für 10G Bitstrom-Vorleistungspreise damit der Wettbewerb auf Resale/OpenAccess Ebene endlich ins Rollen kommt.

Die ersten drei Vodafone Tarifstufen machen ja immerhin - endlich - etwas was eigentlich logisch wär: 150M - 300M - 600M jede Verdopplung der Datenrate kostet 5€ mehr. Datenrate/Technik wächst halt über der Zeitleiste exponentiell - ohne das die Kosten wesentlich steigen.

Das diese Reihe dann allerdings schon bei 1G wieder mit einem Mondtarif abgebrochen wird statt bis 10G, 25G, 50G so weiterzugehen - ist allerdings ne herbe Enttäuschung.

Da braucht's wohl noch viel Druck auf die Bitstrom Vorleistungsanbieter endlich das an Technik einzusetzen was möglich ist und auch den eigenen Vorkosten angemessene Preise zu liefern. Endlich Wettbewerb auf dem Sektor zu erleben, statt Preisgestaltung nach Gutsherrnart, wär schön.
 
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@schmadde

ich beklage mich nicht über meine 1 Gbit. Das sind andere die immer auf die schweiz verweisen und dessen Preise verweisen, was aber halt nicht vergleichbar ist.

Ich selber bin doppelt privilegiert. Vor fast 2 Jahren hat DG bei mir ausgebaut und dieses Jahr die Telekom.
Ich musste bei beiden allerdings einen Vertrag abschließen, damit ich auch angeschlossen wurde. Da von der DG die zwei Jahre im Dezember um sind, wechsle ich zur Telekom.

Ich habe aber auch noch die möglichkeit auf VDSL 175 oder Kabel 1000 zu wechslen. Nur 5G ist bisschen dünn in der Wohnung
 

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Die Ratio im Kabelnetz bei Vodafone ist voll 2005.

1000mbit down / 50mibt up. < und das ist schon der dopplte Upstream! :freak:

Dazu brechen immer wieder die Uploads weg. Der QAM steht im Docis 3.0 bei 4!! sollte bei 256 sein.
Docsis 3.1 ist mal da mal nicht. Wenn dann mit QAM von 32 statt 512.
Sprich, hier geht nichts mehr durch. Timeouts. Bis hin zum Disconnect weil nicht mal mehr 1byte durch kommt.
Vodafone steckt nur Geld in Werbung.
Komplett über buchte DSLAMs. SBC dauert Rot. etc. etc.
 
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hennich schrieb:
1000mbit down / 50mibt up. < und das ist schon der dopplte Upstream!

Für normale Nutzer auch vollkommen ausreichend, Streamer werden damit natürlich nicht glücklich.

Man muss ja auch keinen Tarif für alles und jeden anbieten.
 
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Habe hier bei meinen Anbieter 1000MBit down und 500 MBit up für 75€ im Monat. Könnte auch noch 1000Mbit Upload dazu buchen für 2,50€ mehr. Ich bin damit zufrieden, die haben hier in meinen ~3500 Einwohner Dorf vor knapp 2 Jahren auf eigene Kosten ausgebaut. Vorher hatte ich VDSL100 für 45€ im Monat

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senf.dazu schrieb:
Ich bin ja froh über jede solche Meldung - das sich endlich in der eingefrorenen Preise und Leistungslandschaft der FTTH Tarife in Deutschland was bewegt. Und nehm das als zarte Andeutung beginnenden Wettbewerbs. Bin halt Optimist.
Naja, VF's neue Tarife entsprechen ungefähr den alten Tarifen der Telekom. Das halte ich für überschaubaren "Fortschritt".
senf.dazu schrieb:
Das diese Reihe dann allerdings schon bei 1G wieder abbricht und nicht bis 10G, 25G, 50G so weitergeht - ist allerdings ne herbe Enttäuschung.
Wenn ich richtig sehe, hat die Telekom den 2G-Tarif entfernt oder versteckt. Also eher ein Rückschritt. Aber wenn man die Kommentare hier liest, wundert es nicht.
 
Spriti schrieb:
Für normale Nutzer auch vollkommen ausreichend, Streamer werden damit natürlich nicht glücklich.
Diesen "Normalen Nutzern" würden aber wohl auch 50 MBit Downstream ausreichen. Mehr gibts bei uns in der Straße per DSL eh nicht. Man kann zwar bei der Telekom bis zu 100 Mbit bestellen, die kommen aber nicht an. Bei 1&1 kann man konsequenterweise die 100 Mbit gar nicht erst bestellen. Bevor wir eingezogen sind habe ich fast alle Leute in der Straße befragt, ob Kabel oder DSL besser funktioniert die meisten waren mit ihrem DSL vollauf zufrieden, auch die, die 2 Netflix-Abhängige Jugendlichen im Haus haben.

Ich rechne daher damit, dass selbst wenn irgendein Anbieter überhaupt in Erwägung ziehen sollte hier Glasfaser zu verlegen er mangels Nachfrage das Projekt schnell wieder begraben wird. So läuft es vermutlich vielerorts und ist sehr warhscheinlich der Hauptgrund, warum die Glasfaserabdeckung hierzulande so gering ist.

Einem poweruser, der das viele Geld für einen GBit Anschluss ausgibt unterstelle ich, dass er auch mehr Upstream gut gebrauchen kann.

P.S.: Mein erster DSL Anschluss hatte IIRC 384 Down und 64 Up, das ist ein Verhältnis von 1:6- davor war alles symmetrisch. Oder waren es nicht sogar 128 Up? Das Verhältnis 1000:50, also 20:1 ist krank. Das wäre schon mal an der Zeit das zu ändern.
 
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Schlumpfbert schrieb:
Ich zahle für meinen Vodafone 1 Gbit/s Vertrag seit 2020 "nur" 39,99€ im Monat, was passiert damit dann? Läuft der einfach so weiter? Das neue für mehr Geld will ich nicht. Ich frage mal lieber nicht bei denen nach, kann nur schlechter werden.
Wir sitzen im selben Boot und ich kann dich beruhigen. An unserem Tarif und Anschluss wird sich nichts ändern.
 
Alles Super, wenn es denn hier auch Glasfaser geben würde, würde ich vielleicht auch wechseln, obwohl das von Regen in die Traufe ist.

Ob Vodafone, Telekom oder 1&1 der Kram auch heißen mag, die unterscheiden sich nicht viel mehr.
 
Eigene Erfahrung:

14.000 Einwohner Kaff in Ostfriesland:

Glasfaseranschluss 1000/200 Mbit/s von der EWE (formerly known as Energieversorgung Weser-Ems) für 79,99 Euro pro Monat.

Hamburg Mitte:

1000/50 Mbit/s Kabel von Vodafone. Allerdings auch für 30 Euro weniger im Monat als der Glasfaseranschluss in Ostfriesland.

Beides läuft gut bis sehr gut.

Manchmal* gibt es ein paar Totalausfälle bei Vodafone... aber es ist eben Vodafone und eine chaotische Großstadt.

Fazit:

Ich kann mich für meinen persönlichen Bedarf weder auf dem Land, noch in der Stadt beklagen über die Internetgeschwindigkeit.

* 2025 traf das an drei Tagen, die ich mitbekam, bisher zu, an denen das Internet für mehrere Stunden ausfiel
 
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Ist mir zu teuer für einen Internetanschluss
 
Reset90 schrieb:
ich beklage mich nicht über meine 1 Gbit. Das sind andere die immer auf die schweiz verweisen und dessen Preise verweisen, was aber halt nicht vergleichbar ist.
Warum sollte das nicht vergleichbar sein? Wenn die Glasfaser einmal liegt und an den Backbone angeschlossen ist gibt's keinen Unterschied zwischen den Ländern. Dahin zu kommen ist sicher - wegen des teuren Tiefbau's schmerzhaft. Aber andererseits auch nicht zu schmerzhaft, denn es gibt für einen Haushalt deutlich Teureres als einmalig in 50J lächerliche durchschnittliche 1000..2000€ Tiefbaukosten vorzustrecken. (Die hier und dort (einige % der Gemeinden) durch Zersiedlung darüber hinausgehenden Kosten werden eh von uns allen - durch die staatliche Förderung - vorgestreckt)

Aber die Provider wären ja durchaus frei auch FTTH Tarife anzubieten bei denen man als Kunde einmalig die Tiefbaukosten von 1000..2000€ selbst bezahlt. Um dann gute Monatspreise und Leistungen zu bekommen die ausschließlich an den realen Technikkosten orientiert sind - bei echtem Wettbewerb der Provider um diese Preisgestaltung (kicher). Aber die Provider versuchen lieber durch Ausspielen der Besitzrechte an den verlegten Leitungen (wenn auch manchmal in Kundenrohren) ihre Mitbewerber im Wettbewerb zu behindern und die Preise nach Gutshernnart festsetzen zu können. Nix open-access. Oder nur wenn verordnet grad soweit das man keinen Ärger kriegt.

Aber diese einmal gelegte Glasfaser kann ohne weiteres nicht nur 10G sondern auch 100G und 1T übertragen. Die Technik die man dazu an die Glasfaserenden stellen muß ist in allen Ländern die Gleiche.

Ich beklage mich weniger über das deutsche Preisniveau (40..70+€) für FTTH sondern über die realisierte Datenrate - eben maximal 1G. Das behindert die Internetentwicklung und den Wechsel zu FTTH in Deutschland. Etwas wie 1G ist halt auch auf Kupfer möglich. Das da wenig Wechselwillen besteht ist kein Wunder. Schlechter Deal - wenn man hohen Wechselaufwand/Ärger treiben muß aber offenbar die gleiche Soße (1G) zum gleichen Preis in neuen Gewändern kriegt. Und einfach nicht absehbar ist das sich daran in Deutschland in den nächsten 30J irgendwas ändert. Man ist versucht zu glauben das die Glasfaser gar nicht mehr kann als Kupfer?

Ob das jetzt technische oder wirtschaftliche Gründe hat oder schlicht Providerunwillen ist, ist dabei eigentlich unerheblich? Deutschland verspielt seine Zukunft mit Rumlaborieren weggealteter Infrastruktur. Aber wir brauchen das ja eigentlich auch gar nicht - es geht ja auch so. Irgendwie. Immer schon.
 
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ThePlayer schrieb:
@BDR529
Das ist ja schön das Du so einen tollen Tarif hast. Aber was sollen die Restlichen 99% der Republik jetzt damit anfangen?
Ganz einfach; es zeigt, dass ein Unternehmen diese Geschwindigkeit zu diesem Preis anbieten kann und damit auch noch Gewinn erwirtschaftet. Die anderen Anbieter jedoch ordentlich draufschlagen und ihre Kunden schröpfen.
 
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Ich wechsel erst wenn der Preis inklusive Premium Router sich auf 5€ meinem 1 Gbit Kabel Vertag angenähert hat..
 
Lindar schrieb:
es zeigt, dass ein Unternehmen diese Geschwindigkeit zu diesem Preis anbieten kann und damit auch noch Gewinn erwirtschaftet. Die anderen Anbieter jedoch ordentlich draufschlagen und ihre Kunden schröpfen.
Naja, ein lokaler Anbieter, der keine großflächigen ländlichen Gebiete bedienen muss, hat eine ganz andere Kostenstruktur.
 
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Man zieht einfach nur mit der Telekom dem Incumbent gleich, was sehr schön veranschaulicht das wir NULL Wettbewerb in Deutschland haben.
Wann wird die Politik endlich Aktiv ? 🤡🤡🤡
 
DLMttH schrieb:
Aber [die neuen Tarifstufen gelten] doch sicher nur auf dem Netz der Telekom? [Also nicht dort, wo Vodafone selbst das Glasfasernetz betreibt und einziger Provider ist?]
Dort war der Upload ja schon länger (immer?) bei 500 MBit/s.
 
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