News Clear Linux: Intels Linux-Distribution fällt fristlos dem Rotstift zum Opfer

Termy schrieb:
Wenn man Chip- und Softwareentwickler noch und nöcher rauswirft, dann bleibt halt für sowas auch keine Kapazität mehr.
Das ist so mit Abstand das dämlichste was man machen kann, solche Mitarbeiter stellen doch gerade den Wert eines Unternehmens dar. Abe hey, wer braucht schon Fachwissen?
Termy schrieb:
Dass da ja erst kürzlich die Ansage kam, dass Projekte, die nicht mindestens 50% Bruttomarge versprechen, gar nicht erst näher untersucht werden passt da perfekt zur Kurzsichtigkeit.
Sie sind ja auch "kaufmännisch geführt" und "sparen am Sparen". :freak: Das mit den 50% Bruttomarge sollte man auf sich mal wirken lassen. Wenn ich unser Unternehmen vor die Wand fahren möchte fange ich zuerst damit an die erfahrenen Mitarbeiter los zu werden.
 
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Ich fand Clear Linux grundsätzlich schon cool.
Viele Features haben auch auf AMD Hardware zu besserer Performance geführt. War für mich eher eine Machbarkeitsstudie um zu zeigen was man an x86_64 noch so rausholen kann. Ich glaube aber auch nicht, dass das außer ein paar Nerds jemand produktiv eingesetzt hat.
 
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tomgit schrieb:
Besser die Ressourcen auf allgemeine Unterstützung für Linux fokussieren - dass Intel den Part nicht ignorieren kann, ist klar.
Aber auch da gibt es massive Kürzungen, sogar bei der Entwicklung von Treibern für Intel Hardware.
 
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empower schrieb:
für einen toten linux distro werden 10 neue auferstellen. wir brauchen unbedingt mehr linuxe, 1.000 reichen noch nicht.
Also mich stören eher 1000 Käse im Kühlregal, aufgeteilt auf 100 Marken, was dann real 10 Sorten macht.
Bei Linux such ich mir das raus, was zu mir passt, alle paar Jahre wird mal sondiert, was es neues gibt, und fertig..
 
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Garmor schrieb:
Ja, weil das immer wieder geforderte Einheitslinux sicherlich jetzt ganz toll dastünde, wenn die Firma dahinter es einfach einstellen würde.

Dann geht es halt in die Community über? Dazu kommt die Entwickler der Firma würden denke ich in Ihrer Freizeit auch noch dazu beitragen. So wirklich verstehe ich nicht was du andeuten willst.

0x8100 schrieb:
nichts, was clear linux gemacht hat, hat linux oder oss irgendwie geschadet.

Sehe ich anders. Wenn Intel die Zeit/Ressourcen in ein Debian, Ubuntu oder andere gesteckt hätte wäre das denke ich deutlich besser für alle gewesen als Distribution Nr. 5000 zu bringen, die so oder so nicht angenommen wird und wurde, da die Cloud Anbieter andere Distributionen nutzen. Die meisten Cloud Anbieter werden ein RedHat, Ubuntu oder Debian nutzen und davon auch nicht so schnell weg gehen.
 
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Cool Master schrieb:
Gut, diese Aufsplittung bei Linux bzw. OSS allgemein schadet mehr als es bringt.
Es ist die Stärke von Open source. Damit können viele Ideen ausprobiert werden und das bringt letztendlich die Entwicklung.

Es ist eine Illusion dass es One Size Fits all gibt. Ebenso ist es eine Illusion, dass wenn alles einheitlich ist, es den Eigenen Ansprüchen genügt.

Aber es ist klar dass Gelegenheitsnutzer sich überfordert fühlen, wenn Ihnen erzählt wird es gibt mehr als 100 Linuxe. Aber eigentlich sind es für Einsteiger nur eine Handvoll.
 
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Cool Master schrieb:
Wenn Intel die Zeit/Ressourcen in ein Debian, Ubuntu oder andere gesteckt hätte wäre das denke ich deutlich besser für alle gewesen als Distribution Nr. 5000 zu bringen,
Was lässt dich denn annehmen, dass das die Alternative gewesen wäre?
Für die Frage, ob das Projekt "Linux an sich" geschadet hat musst du eigentlich nur zwei Szenarien betrachten:
1. Intel hat Clear Linux 10 Jahre betrieben
2. Intel hat Clear Linux nie in Angriff genommen (und somit wären auch die Finanzen dafür nie alloziert worden!)

Und damit ist in meinen Augen deine Aussage vollumfänglich widerlegt.

Dass man das Geld eventuell hätte anders/besser einsetzen können ist dabei eine müßige Diskussion.
 
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Cool Master schrieb:
Wenn Intel die Zeit/Ressourcen in ein Debian, Ubuntu oder andere gesteckt hätte wäre das denke ich deutlich besser für alle gewesen als Distribution Nr. 5000 zu bringen
was hätte intel denn bitte an debian oder ubuntu verbessern sollen? die hw-unterstützung ist im kernel oder in anderen intel-spezifischen libs - die stehen auch dort zur verfügung.

die patches, die intel für andere software für clear linux erstellt hat, sind open source und können von anderen distris oder upstream genutzt werden. nur sind debian und ubuntu recht konservativ, was solche änderungen angeht. wenn das nicht im upstream drin ist, dann werden die auch kaum solche änderungen selber einbauen und pflegen. und damit man eben zeigen konnte, was entsprechende hard- und software leisten kann, hatte intel eben als demonstrator clear linux.
 
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0x8100 schrieb:
spricht nicht unbedingt für dich und deine freunde :p clear linux hat regelmässig gezeigt, was performancetechnisch möglich ist, wenn man die software entsprechend optimiert oder kompiliert:
https://www.clearlinux.org/clear-linux-documentation/guides/clear/performance.html
Hauptsächlich Governor auf Performance setzen und Compilerflags die aggressiver sind als das übliche -O2 und march=x86-64-v2. So viel Zauberei ist da nicht dabei und da march=Westmere gesetzt wird, hing ClearLinux dem Stand der Technik auch immer hinterher[1].

[1] Wobei die Möglichkeit besteht lokal Pakete zu bauen mit march=native

Cool Master schrieb:
Sehe ich anders. Wenn Intel die Zeit/Ressourcen in ein Debian, Ubuntu oder andere gesteckt hätte wäre das denke ich deutlich besser für alle gewesen als Distribution Nr. 5000 zu bringen
ClearLinux war ein Demonstrator. Einige Dinge die da genutzt wurden um Geschwindikeit zu holen würde keine der genannten Distributionen so als Standard ausliefern. Die Adaption von Compilerflags und der Wechsel auf x86-64-v3 wurde aber u.a. durch ClearLinux angeregt.

0x8100 schrieb:
die patches, die intel für andere software für clear linux erstellt hat, sind open source und können von anderen distris oder upstream genutzt werden.
Wobei abgesehen von Buildrezepten, so viele Patches die explizit gut für Performance sind nutzt ClearLinux nicht.
 
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Piktogramm schrieb:
Hauptsächlich Governor auf Performance setzen und Compilerflags die aggressiver sind als das übliche -O2 und march=x86-64-v2.

Wobei abgesehen von Buildrezepten, so viele Patches die explizit gut für Performance sind nutzt ClearLinux nicht.
das kommt ja noch dazu bei der diskussion "hätte intel mal lieber debian/ubuntu unterstützt". clear linux hat keine ressourcen von anderen distris gekostet, sondern hat hauptsächlich gezeigt, was sowieso schon möglich wäre.
 
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Cool Master schrieb:
Sehe ich anders. Wenn Intel die Zeit/Ressourcen in ein Debian, Ubuntu oder andere gesteckt hätte wäre das denke ich deutlich besser für alle gewesen als Distribution Nr. 5000 zu bringen, die so oder so nicht angenommen wird und wurde
ClearLinux war aber auch nie dafür da, breite Verbreitung zu erfahren. ClearLinux muss man sich als Benchmarktool vorstellen: Was kostet uns die Unterstützung und Kompatibilität für allen möglichen Kram, und wie schnell können wir sein, wenn wir das alles weglassen und nur auf aktuelle Hardware optimieren? Für Entwicklerdiskussionen war das definitiv interessant und hat nicht geschadet.
 
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Piktogramm schrieb:
Lustigerweise wurde nur Westmere (vorgestellt 2010) vorausgesetzt.
wobei das aber auch nur das minimum ist. da wurde auch schon für aktuelle hw kompiliert - sonst würde das ganze in der tat nicht sehr sinnvoll sein :)
 
ReactivateMe347 schrieb:
Das wäre eine ziemlich Katastrophe, weil AMD dann ein x86 Monopol hätte.
Das haben sie doch schon zumindest wenn man funktionierende Hardware möchte, Kotze z.B. gerade über ein Gigabyte Q670 D3H bei dem trotz aktiviertem VT-d und Boot Guard fwupd das nicht vorhanden sein dieser Funktionen Meldet, da ich gerade eine Thunderbolt Karte einbauen wollte und IOMMU dem kontrollieren (und unterbinden) von DMA dient, hätte ich das schon gerne.

Auch neigen Intel Systeme bei mir immer zu "gedenksekunden" bei denen das System einfach kurz nicht reagiert bzw stehen bleibt. Bei AMD habe ich soetwas noch nicht gesehen.

Ein ARM miniPC mit USB4 und Mainline Linux Support inkl. Booten ohne Reifenspringen (z. B. SystemReady oder UEFI) und ich kann gut auf Intel als Konkurrenz zu AMD verzichten. Kaufe von Intel guten Gewissens eh nur noch die Low Power Geräte wie N100, N305, Pentium Silber usw
 
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Welche Linux-Distri kann denn diesem Aderlass ersetzen?
Mir fällt da spontan nichts ein.
 
0x8100 schrieb:
spricht nicht unbedingt für dich und deine freunde :p clear linux hat regelmässig gezeigt, was performancetechnisch möglich ist, wenn man die software entsprechend optimiert oder kompiliert:
Sehr viele kennen sie nicht, die Aussage spricht nicht unbedingt für dich.
Das bisschen Leistung rechtfertigt den Aufwand sicher nicht. Die Beteiligung an der Entwicklung von Debian z.B. hätte OSS sicherlich weiter gebracht. Notfalls als optimierter Fork mit upstream...
 
Welchen Aderlass?

Viel interessanter ist die Frage wo die ganzen Linux Entwickler die Intel verlassen müssen hingehen.
 
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Garmor schrieb:
Ja, weil das immer wieder geforderte Einheitslinux sicherlich jetzt ganz toll dastünde, wenn die Firma dahinter es einfach einstellen würde.
"Die Firma". Weil Linux ja nur von einer Firma bereitgestellt wird...
 
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Bei der Schwemme an Distros der typische Sack Reis in China.
 
Nagilum99 schrieb:
Sehr viele kennen sie nicht, die Aussage spricht nicht unbedingt für dich.
es ging aber nicht um "sehr viele", sondern um diejenigen, die von sich behaupten, linux beruflich wie privat "sehr intensiv" zu nutzen. und wer in 10 jahren nichts von clear linux gehört hat, hat sich wohl doch nicht so intensiv damit beschäftigt.
Nagilum99 schrieb:
Das bisschen Leistung rechtfertigt den Aufwand sicher nicht.
für "das bisschen leistung" kaufen so einige leute neue hw, anstatt die bisherige richtig auszunutzen...
Nagilum99 schrieb:
Die Beteiligung an der Entwicklung von Debian z.B. hätte OSS sicherlich weiter gebracht.
nochmal: die compile-flags und patches von clear linux sind für jeden einsehbar. werden von debian & co. aber aus gründen nicht genutzt. und was sollte intel jetzt deiner meinung nach machen, wenn sie zeigen wollten, wozu z.b. ein neues cpu-feature wie avx-512 in der lage ist?
 
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