News Clear Linux: Intels Linux-Distribution fällt fristlos dem Rotstift zum Opfer

Ein Kahlschlag mit der Kettesäge hat noch nie etwas besser gemacht.Das kann Dir jeder Insolvenzverwalter zumindest in Deutschland bestätigen.
Wenn man mit Minimum 50% Marge herangeht, wird am Ende nicht mehr viel übrig bleiben, was sich lohnt weiterzuführen.
Scheinbar steht Intel eine Insolvenz bevor, wenn man nicht zu härtesten Mitteln greift.
Wenn es in der CPU Sparte schon so stark kriselt, das die Fertigung ausgelagert werden muß, wie Seinerzeit bei AMD, dann steht das Wasser bis zum Hals.
Nichts mehr in der Schublade, was Einen Retten könnte !
Das läßt für die Zukunft nichts Gutes ahnen, wenn AMD als Monopolist dasteht.
Noch ist Intel im mobilen Sektor ziemlich gut, aber wenn da auch Entwickler gehen müssen, könnte es für uns Hardware Freaks eng werden, was die Auswahl am Markt betrifft.
 
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Nagilum99 schrieb:
"Die Firma". Weil Linux ja nur von einer Firma bereitgestellt wird...
Du hast anscheinend nicht richtig gelesen.
Es wurde von einem "Einheits-Linux" geschrieben. Das ist fiktiv, keine Realität. Da gibt's kein "falsch/richtig".
 
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Ich vermute den Weg werden bei Intel noch einige andere Projekte gehen müssen.
Erst mal alles weg was nicht kurzfristig Erfolg und damit Geld bringt, Fokussierung auf das Kerngeschäft und hoffen das man durch kommt.
Was wir da leider sehen ist der Kampf um das nackte Überleben und da muss alles über Board was das Schiff unnötig nach unten zieht.
Ich wünsche Intel dabei alles Gute und viel Glück.
 
ETI1120 schrieb:
Viel interessanter ist die Frage wo die ganzen Linux Entwickler die Intel verlassen müssen hingehen.
Mit Intel im Lebenslauf wird das für die schon werden, da gibt es doch ganz andere Menschen auf der Welt um die man sich sorgen müsste …

Zur News - selbstverständlich, da liegt auch kein Geld …
 
Jetzt noch gefühlte 800 mehr einstellen und Linux hätte mal die Chance, eine Standardinstallation hervorzubringen, anstatt dieses Distributionschaos.

Dann gäbe es höchstwahrscheinlich einen Schub bei den Firmen, Linux für Hard/Software Entwicklung in Betracht ziehen zu können, weil es dann einen Standard gibt, den man wesentlich einfacher supporten könnte.

Es gibt leider immer noch viele Applikationen, für die es keinen Linux Support gibt und somit eine Migration von Windows oder Apple nicht möglich machen. Da steht sich Linux leider selbst im Weg.
 
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ChrissKrass schrieb:
Kommen von Intel auch noch gute Nachrichten ?
Ja, die gute Nachricht ist sie haben nun erkannt das sie auf dem absteigenden Ast sind und gänzlich anders werden müssen wenn sie in Zukunft weiter mithalten möchten - grundsätzlich ist das wirklich ne gute Nachricht.
 
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chillipepper schrieb:
Dann gäbe es höchstwahrscheinlich einen Schub bei den Firmen, Linux für Hard/Software Entwicklung in Betracht ziehen zu können, weil es dann einen Standard gibt, den man wesentlich einfacher supporten könnte.
Einen solchen Standard gibt es für Desktop Applikationen längst. Dass viele Firmen kein Interesse an Linux haben, hat andere Gründe.
 
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chillipepper schrieb:
Jetzt noch gefühlte 800 mehr einstellen und Linux hätte mal die Chance, eine Standardinstallation hervorzubringen, anstatt dieses Distributionschaos.
den selben quatsch hast du als selbsterklärter unix-profi schon mal verbreitet. wird heute nicht richtiger...
 
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Macht mir echt ein bisschen Sorgen, was Intel alles „nicht“ mehr macht…

Es wäre wirklich mal wieder gut, wenn Intel wieder konkurrenzfähig wäre.
 
AlphaKaninchen schrieb:
Ein ARM miniPC mit USB4 und Mainline Linux Support inkl. Booten ohne Reifenspringen (z. B. SystemReady oder UEFI) und ich kann gut auf Intel als Konkurrenz zu AMD verzichten.
Shut up and take my money! :daumen:

@wildfly: Weil ja Linux auch so gut mit Telemetrie überwacht wird. Vielleicht ist der Anteil an Windows gar nicht so groß, weil manch Linux sind als Windows identifiziert?
 
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ChrissKrass schrieb:
Kommen von Intel auch noch gute Nachrichten ?
also jetzt fast 2 Jahre später als ursprünglich geplant scheint gegen Ende des Jahres big Battlemage zu kommen (parallel zur Nachfolgearchitektur Celestial als iGPU) :D
 
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0x8100 schrieb:
für "das bisschen leistung" kaufen so einige leute neue hw, anstatt die bisherige richtig auszunutzen...

Wenn sich Leute wegen Clear Linux tatsaechlich weniger neue Hardware kaufen wuerden, dann wuerde Clear Linux wohl einen negativen Beitrag zu Intels Einnahmen leisten. Wie berechnet man dann die Bruttomarge?

Ich denke aber, dass Firmen mit grossen Serverfarmen aehnliche Techniken anwenden. Fuer die war Clear Linux dann noch ein Massstab, an dem sie ihre eigenen Ergebnisse messen koennen, und hat vielleicht Intel ein etwas besseres Image verschafft.
 
Termy schrieb:
Dass da ja erst kürzlich die Ansage kam, dass Projekte, die nicht mindestens 50% Bruttomarge versprechen, gar nicht erst näher untersucht werden
Wenn ich mich recht erinnere war die Aussage lediglich, dass der Fokus auf 50% Bruttomarge-Produkte gelegt wird.
 
@Jan Die Nachricht von der sofortigen Einstellung von ihrem Clear-Linux, ist vor allem im Hinblick auf das Gehen von Intel's langjährigem prominenten Linux-Programmierer und Kernel-Developer Kirill Shutemov zu sehen, der gerade erst vor ein paar Tagen nach 14 Jahren bei Intel in den Sack gehauen und Intel verlassen hat.

Der freiwillige Abgang von Kirill bei Intel, hat in der Linux-Gemeinde ein kleines Beben ausgelöst …

Hintergrund: Shutemov war als Intel's prominenter Linux-Entwickler vor allem damit beschäftigt, Kernel-Patches für Intel-Sicherheitslücken einzupflegen und den Kernel-Entwicklern von Linux zuzuarbeiten.

Dabei gab es wohl vor ein paar Monaten ein ziemliches Hick-Hack hinter den Kulissen mit Linus Torvalds höchstselbst persönlich – Shutemov wollte einen Intel Kernel-Patch in Verbindung mit Linear Address Masking (LAM) einreichen und übernommen sehen (laut Linus' Aussage „übertrieben und schmerzhaft langsam“), welche aber ohnehin neuere Intel-Serien wie Arrow Lake und Lunar Lake garnicht geschützt hätten, was Kirill wiederrum argumentierte, würde dann in Zukunft durch einen weiteren, neuen Intel-Patch namens Linear Address Space Separation (LASS) adressiert werden.

Scheint so, als hat es irgendwann geknallt und Kirill hatte irgendwann einfach nur noch die Schnauze voll, von Intel als auch von Linus – Er steht (oder zumindest stand er bisher) ja ständig im Kreuzfeuer zwischen Intel und Linus. Weil Kirill bekam ja auf der einen Seite Druck von Intel selbst, Kernel-Patches einzureichen (um Sicherheitslücken zu stopfen), ist aber auf der anderen Seite bei Linus und dem Rest der Kernel-Entwickler auf taube Ohren gestoßen.

Linus Torvalds Haltung zu der Thematik ist jedenfalls diese …
Linus Torvalds schrieb:
„Ehrlich gesagt, bin ich verdammt genervt von verbuggter Hardware und rein theoretischen Angriffen, die in der Praxis noch nie aufgetreten sind.

Diesmal sollten wir den Hardware-Herstellern den schwarzen Peter zuschieben und ihnen sagen, dass es IHR verdammtes Problem ist. Wenn sie nicht einmal in der Lage sind, klare Antworten zu geben, warten wir einfach ab.

Lasst uns die Verantwortung dorthin schieben, wo sie hingehört, und nicht auf jede potenzielle Schwäche von schlechter Hardware eingehen, nur weil es vielleicht ein Problem sein könnte.“ — Linus Torvalds,

Verständlicherweise für alle Beteiligten eine frustrierende Situation, insbesondere aber für Kirill als auch für Linus selbst eine ziemlich nervtötende Gesamtsituation – Möglicherweise ist Kirill Shutemov darüber gegangen.

In jedem Falle aber, ist die jetzige Einstellung von Clear Linux mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf den kurzfristigen Abgang von Kirill Shutemov zurückzuführen – Intel hat dadurch seinen langjährigen führenden Linux-Entwickler verloren und somit kaum eine realistische Perspektive, wie bisher die Wartung und Weiterentwicklung von Clear Linux in gewohntem Maße fortzuführen.

Könnt Ihr vielleicht die Hintergrunde der Clear Linux-Einstellung mit dem Weggang von Kirill Shutemov vor ein paar Tagen in der Meldung ergänzen?

Phoronix: Another Longtime Intel Linux Engineer Leaves The Company
IT-boltwise.de Langjähriger Intel-Ingenieur verlässt das Unternehmen: Auswirkungen auf die Linux-Entwicklung

WinFuture: Linux-Gründer schimpft genervt über ständige Hardware-Schwachstellen
Golem: Linux Kernel - Softwareentwickler frustriert von Hardwareproblemen
Phoronix: Intel Continues Working On Linear Address Space Separation "LASS" For Linux
 
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chillipepper schrieb:
Jetzt noch gefühlte 800 mehr einstellen und Linux hätte mal die Chance, eine Standardinstallation hervorzubringen, anstatt dieses Distributionschaos.
Oh Mann... Was machst Du bloß, wenn Du ein neues Auto kaufen möchtest oder im Supermarkt vor zig verschiedenen Produkten gleicher Art stehst?

Ich vermute: Ausprobieren und das am Besten passende nehmen. Und wenn es besondere Anforderungen gibt, diese mit einbeziehen. Und schon kann man eine Auswahl treffen.
Wo kommt dieser geradezu zwanghafte Beissreflex her, dass es zu viele Distributionen gibt? So viel Auswahl ist man von Windows eben nicht gewohnt...
 
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Ich kann mich gut erinnern, wie Clear Linux vor einigen Jahren gehyped wurde, in der Nachbetrachtung hat man in den letzten 2 Jahren nicht mehr viel davon gehört..
 
Elderian schrieb:
Oh Mann... Was machst Du bloß, wenn Du ein neues Auto kaufen möchtest oder im Supermarkt vor zig verschiedenen Produkten gleicher Art stehst?

So einen dümmlichen Kommentar bekommt man nur selten zu lesen, meine Anerkennung.

Elderian schrieb:
Ich vermute: Ausprobieren und das am Besten passende nehmen. Und wenn es besondere Anforderungen gibt, diese mit einbeziehen. Und schon kann man eine Auswahl treffen.
Wo kommt dieser geradezu zwanghafte Beissreflex her, dass es zu viele Distributionen gibt? So viel Auswahl ist man von Windows eben nicht gewohnt...

Dein Vergleich hinkt gewaltig. Bei Autos oder Supermarktprodukten ist die Auswahl zwar groß, aber die Interoperabilität, Kompatibilität und Erwartungskonformität sind deutlich höher. Wenn ich eine Banane kaufe, funktioniert sie mit meinem Magen. Wenn ich ein Auto kaufe, muss ich nicht erst ein eigenes Bedienkonzept lernen, die Tankstelle nachher umrüsten oder befürchten, dass meine Werkstatt das Modell gar nicht betreut.

Bei Linux-Distributionen reden wir nicht über kosmetische Unterschiede, sondern über unterschiedliche Init-Systeme, Paketmanager, Verzeichnisstrukturen, Security-Policies, Release-Zyklen und teils inkompatible Binärschnittstellen. Das betrifft nicht nur Userkomfort, sondern Wartbarkeit, Dokumentation, Bugfix-Kompatibilität und sogar Treiberverfügbarkeit. Das ist kein "Beißreflex", sondern ein seit Jahrzehnten real existierendes strukturelles Problem, das selbst unter erfahrenen Admins regelmäßig für Mehraufwand sorgt.

„Ausprobieren und das Passende nehmen“ ist ein legitimer Ansatz für Privatnutzer mit viel Zeit und niedrigen Anforderungen. Aber in produktiven oder komplexen Umgebungen, insbesondere bei Servern, Studios, Forschung, Embedded oder Enterprise, ist das schlicht realitätsfern. Da entscheidet man sich nicht „spontan nach Gusto“, sondern sucht nach Standardisierung, langfristigem Support und maximaler Planbarkeit – genau das, was durch 800 Distributionen mit wechselndem Fokus und Lebensdauer konterkariert wird.

Dass du diesen Unterschied nicht erkennst, zeigt nur, dass du die Problematik offenbar noch nie in einem ernsthaften Kontext erlebt hast.
 
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