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News Dragon Age: The Veilguard: EA schiebt Schuld an Misserfolg dem Konzept zu

7hyrael schrieb:
sondern dass sie eine der Zentralen Figuren darstellt.
Sie ist genauso wenig zentral, wie alle andere Figuren auch. Nicht mehr, nicht weniger. Die Screentime dieser Figur ist nicht größer, als die der anderen. Und wie bei allen diesen Figuren, können die entsprechenden Neben- und Charakter-Quests auch ausgelassen werden.

Woraus nährt sich dein Wissen eigentlich? Dem Spiel selbst nicht, oder?
 
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Habu schrieb:
Ich fand Baldur's Gate 3 da alles andere als subtil und auch voll in die Fresse, aber das nimmt wohl jeder anders wahr.
Ich kann Baldurs Gate 3 komplett durchspielen, ohne mich mit Pronomen-Diskussionen und aufgezwungenen gleichgeschlechtlichen Beziehungen auseinandersetzen zu müssen.

Das Problem entsteht nicht dadurch, dass Homosexualität oder Gender-Fluidität oder Transsexualität vorkommen, sondern entsteht wenn ich mich damit sehr direkt und tlw. in erster person auseinander setzen muss.

Ich sags mal so: Wenn mir jemand im echten Leben begegnet, hatte ich bisher nie das Thema, dass man mich brüskiert darüber aufklärt als welches Geschlecht man sich fühlt und es sei nicht okay, dass ich das falsche pronomen nutze. Falls das passiert verlässt diese Person damit einen Bereich von Erwartungshaltung gegenüber mir, den ich akzeptiere und die Interaktion wird fortwährend, nach höflicher information dass mir das nicht passt in der Art, auf ein Minimum reduziert. Im Spiel das mir diese Situation aufzwängt, hab ich die wahl zwischen Spielen oder nicht Spielen. Ich würde mich für letzteres entscheiden. In diesem Fall "nicht kaufen". Weil für mich das eine - für den relevanten Anteil an der Geschichte - Abkehr von gutem Storytelling hin zu Agenda ist die mir nicht passt und ich auch nicht unterstützen will in meiner gewählten Zerstreuung vom Alltag. Ich will gute Handlungsstränge und immersive Geschichten die mich mitreissen. Als was sich da wer fühlt und womit wer alles in die Kiste will interessiert mich beim besten Willen nicht und hat für eine Epische Geschichte zur Rettung der Welt auch einfach echt keinen Stellenwert. Die Geschichte profitiert nicht davon dass der Protagonist oder wichtige andere Figuren lieber als er/sie/they/them/it/whatever angesprochen werden wollen.

Und das ist nur ein Beispiel.

Es ist künstlerische Freiheit das alles einzubauen, aber es ist auch meine Freiheit dann zu sagen "kauf ich nicht".
 
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Habu schrieb:
Das Spiel hat keine klare Vision und wurde von Leuten gemacht, die es selbst nicht spielen wollen. Ich glaube, es ist tatsächlich so simpel.
Ich glaube, dass ihr beide mit euren Aussagen an der Stelle recht habt und beides sogar in gewisser Form sogar Hand ind Hand geht, eben weil hier auch Baldurs Gate 3 aber auch die eigenen Vorgänger von Dragon Age: The Veilguard mit der Thematik deutlich besser umging und auch ankam.

Ist The Veilguard gescheitert, weil es Woke ist? Ich würde schreiben: Ja und Nein. Es kommt halt ein Stück darauf an, wie man die verschiedenen Aspekte bewerten will und wie sie zusammenhängen.

Die Schwächen, die ich bei Taash Story bereits aufgezählt habe, könnte ich an vielen Stellen auch an weiteren Stellen anbringen, so zum Beispiel auch an Solas, der sich teilweise vollkommen widersprüchlich verhält. Selbst die "Bösewichte" sind zum Teil sehr inkonsistent.

Das Spiel hat sehr viele Schwächen im Plot und ist an sehr vielen Stellen "halbgar" erzählt, dadurch fallen dann bestimmte Momente in einem Spiel noch viel mehr auf und werden sogar stärker wahrgenommen. Wir haben hier eine Korrelation.

In Baldurs Gate 3 wird die Diversität - und wir schreiben hier sogar von Zoophilie - nicht als "Agenda" wahrgenommen, weil sich die Diversität harmonisch in das Spiel einfügt. Klar, springt sie mir teilweise mit beiden Popobacken ins Gesicht, haber es passiert. Die Konflikte, die durch die Diversität ausgetragen werden, sind zudem Vielschichtiger, es ist nicht nur der eine Aspekt.

Die Probleme von Veilguard sind vielschichtig und du hast recht mit deiner Aussage, genauso kann ich persönlich allerdings auch - jetzt für mich - schreiben, dass gerade der "Cringe-Faktor" mich nicht mehr dazu bewegen wird, The Veilguard wirklich noch mal zu spielen und dazu gehört auch Taash und der Konflikt mit ihrer Mutter und damit durchaus auch das "Woke".

Es ist eben nicht immer ein "XOR" bei solchen Diskussionen, also das exklusive Oder, also Entweder A oder B, sondern eben ein A oder B oder A und B.
 
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Habu schrieb:
Darüber kann man geteilter Meinung sein, aber es ging mir vor allem um die Aussage "Warum lässt man das Spiel nicht einfach links liegen und spielt was anderes?"
Wieder so eine Sache bzw. ein Argument, welches hier nicht greift.

Die Problematik ist, dass sich viele auf eine Fortsetzung ihrer favorisierten Titel freuen. Fortsetzungen sind deshalb so erfolgreich, weil man eben in eine Spielereihe "hineinwachsen" kann.
Werden die Titel nun zum entgleisen gebracht, komplet ummodelliert oder weit ab des ursprünglichen Settings getrieben, dann fühlen sich die Spieler betrogen. Der Titel verkauft sich schlecht, ein Nachfolger wird nicht produziert und mit ein wenig Pech verschwindet die Serie für immer im Nirvana.

Wenn man einen Witcher 4 erwartet, hat man unabhängig des Geschlechts der Protagonistion/des Protagonisten eine sehr genaue Vorstellung davon, was man da spielen will.

Umso trauriger sind die Analysen, die dann immer "von oben" gefahren werden und umso enttäuschter reagiert die Community, wenn sie sehen, dass diese komplett an den Problemen, welche zu niedrigen Verkaufszahlen geführt haben vorbeigehen.

Die Beschimpfungen seitens einiger Entwicklung und der "Politkrieg" Richtung Community befeuern das ganze noch.
Es wundert mich deshalb kein Stück, warum dann so vehement protestiert wird. Es geht um die Zukunft und die Existenz liebgewonnener Titel.
 
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Über das Spiel selbst kann ich nicht viel sagen, habe es nicht gespielt. Aber dafür BG3 und dort kann ich nur sagen, dass ich keine Szenen gesehen habe die auch nur annähernd an das rankommen was man in DA:Veilguard zu sehen bekommt.

Meine Meinung zum Desaster ist, wie viele schon gesagt haben, EA ist mittlerweile ein uninspirierter Laden geworden der Cash grab betreibt. Da es dem Laden aber an inspiration mangelt, wird eine gute Story eben durch Charaktere wie Tash ersetzt und gehofft, dass sich das Spiel eben durch die Ausrichtung bei der dafür empfänglichen Zielgruppe genug anbiedert, dass diese zum Kauf motiviert wird. Laut genug schreien die ja (Tun aber die Margins beider Seiten, reflektiert nur dummerweise nicht die Mehrheitsmeinungen). Das Vorgehen benötigt keinerlei Inspiration, und wenn es dann schief geht kann man es immer noch auf den intoleranten Gamer schieben, der mehr P2W and GaaS haben will (Spoileralert wollen wir nicht).

Ich finde es gut, dass EA und Ubisoft mit ihrer Einheitsbrei-taktik und dem Ausbluten lassen von Franchises scheitern. Das gibt Raum für neue Publisher und Franchises. Da hatte Darwin mal eine Theorie dazu aufgelegt.
 
Die Industrie hat sich nahezu komplett aufgegeben und ist unfähig neutral zu reflektieren. Als Gamer ist das für mich echt traurig, was so die letzten 12 Monate passiert ist und, dass es vor allem viele Normalsterbliche ausbaden müssen. Offenbar brauchts das jetzt aber auch, um überall wach zu werden.

Das Spiel selbst ist nicht so schlecht wie überall verschrien, aber es hat an vielen Punkten gefehlt, die weit über diese einseitige Gender-Thematik hinausgehen. Es ist einfach mittelmäßig, fertig. Man kann bestimmt damit Spaß haben, aber es ist kein Multi-Millionen-Seller.
 
7hyrael schrieb:
Wer so "argumentiert" hat einfach verlernt, oder nie gelernt, differenziert zu denken
Du schreibst dies, nachdem du mehrfach insinuierst, dass "woke" eigentlich an allem schuld ist.

Manche Witze schreiben sich echt von selbst :evillol:
 
7hyrael schrieb:
Ich kann Baldurs Gate 3 komplett durchspielen, ohne mich mit Pronomen-Diskussionen und aufgezwungenen gleichgeschlechtlichen Beziehungen auseinandersetzen zu müssen.
Haben bei dir Isobel und Aylin etwa nicht überlebt? Ganz abgesehen davon, dass mich jeder einzelne Charakter im Camp in die Kiste bekommen wollte und sich in der Hinsicht aufgezwungen hat. Vor allem zu einem Zeitpunkt, wo mein Charakter schon was laufen hatte.

Pronomen gab es vielleicht nicht (Pronomen gab es offenbar doch :D), aber das ist dann eben die Stelle, wo du persönlich die Linie ziehst. In meinem ersten Playthrough hat es mich definitiv an einigen Stellen angesprungen und wenn ich bestimmte Inhalte nicht ignorieren will, ist es einfach ein integraler Teil der Spielwelt. Was auch gleichzeitig ein Grund ist, warum es für viele funktioniert, wie auch schon @DevPandi schön ausgeführt hat.

DevPandi schrieb:
Ist The Veilguard gescheitert, weil es Woke ist? Ich würde schreiben: Ja und Nein.
Klar kann man das nicht trennen, ich hab ja selbst gesagt, dass genau diese Sachen exemplarisch für das schlechte Writing stehen. Nur wäre das Writing nicht besser, wenn es andere Themen behandeln würde. Das meiste, was ich vom Spiel gesehen habe, kam ohne diese Inhalte aus und war trotzdem absoluter Cringe.

.Sentinel. schrieb:
Werden die Titel nun zum entgleisen gebracht, komplet ummodelliert oder weit ab des ursprünglichen Settings getrieben, dann fühlen sich die Spieler betrogen.
Der Punkt war für mich schon mit Inquisition erreicht und für viele andere Spieler wahrscheinlich auch. Andromeda hat es nochmal zementiert. Selbst DAII konnte ich ihnen nur verzeihen, weil sie nicht genug Zeit hatten und ich das eher als Spin Off sehe. Diese Wut auf den Sozialen Medien ist auf jeden Fall eine neue Dimension, die wir in der Ausprägung früher nicht gehabt haben. Entäuschungen gab es doch genug, aber so viel Wut und Hass, weil einem ein Spiel nicht gefällt, hab ich noch nicht erlebt und dafür hab ich auch kein Verständnis. Es ist einfach lächerlich, wenn sich erwachsene Menschen so verhalten. Wir reden hier schließlich über Unterhaltungsprodukte für eine eher junge Zielgruppe.
 
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DevPandi schrieb:
Das Spiel hat sehr viele Schwächen im Plot und ist an sehr vielen Stellen "halbgar"
Ja, das trifft es sehr gut. Ich gebe Veilguard eine 3 oder 70%. Technisch sauber, Gameplay fluid. Soweit gut.

Tatsächlich sind es aber Story und Charaktere, die eine bestimmte Schwelle nie überschreiten, um wirklich Tiefe zu erlangen. Es kratzt mal dicht dran, um dann aber wieder davon abzudrehen. Als hätte man Angst, sich in die Tiefen zu begeben (nette Analogie für Dragon Age).

Ganz besonders fällt das bei den Antagonisten auf, die über weite Strecken zunächst eher diffus bleiben, um erst viel zu spät den Hammer herauszuholen und wirklich präsent werden.

Und die Rolle von Solas geht gar nicht blöder. Fast das ganze Spiel über versetzt man diese Figur in Passivität und raubt ihr jegliche Dynamik. Why?

Am Ende ist es das, was den Titel für mich nicht in höhere Regionen bringen kann. Das Writing ist an zu vielen Stellen schlicht zu zaghaft.
 
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@7hyrael Eher nicht:

"Wie viele Preise hat Baldur's Gate 3 doch gleich wieder gewonnen, wie sah dort der Wertungsspiegel aus und wie erfolgreich war Larian damit am Ende? Also dieser Titel mit frei wählbaren Genitalien und Pronomen, in dem dich auf Wunsch ein Bär durch die Hecke zieht? Aber klar, The Veilguard holt seine Produktionskosten allein deshalb nicht rein, weil sich dort eine Figur als nichtbinär identifiziert. Klickt sich einfach geiler als Tatsachen."
 
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DevPandi schrieb:
Es ist eben nicht immer ein "XOR" bei solchen Diskussionen, also das exklusive Oder, also Entweder A oder B, sondern eben ein A oder B oder A und B.
Eben das. Meinungspluralismus! Auch bei einer Diskussion um Diversität kann, darf und sollte es divers zugehen bei den Ansichten und dem Umgang damit. Zumindest solange die alte Redewendung "Leben und leben lassen" beherrzigt wird. Alles was diese untergräbt gehört bekämpft.

Ein sinnvoller Diskurs zwischen A und B sollte nie darauf ausgelegt sein dass A oder B unumstösslich recht haben wollen. Viel mehr kann aus einer sinnvollen Diskussion ein C oder (AB) formen wodurch beide Seiten näher zusammen rücken -> Das sollte doch das eigentliche Ziel sein. Man muss nicht alles feiern was andere tun, man sollte aber einen Weg finden wie man miteinander gut auskommt.

Das fängt damit an dass man niemanden schlechter behandelt nur weil er lieber eine Frau wäre oder gleichgeschlechtliche Beziehungen führen will, hört aber auch nicht da auf wo jemand diese Umstände nicht permanent ins Gesicht gehalten bekommen will, evtl. selbst ohne jegliche Ablehnung dieser Lebensweise sondern einfach starkem Unbehagen über (eigentlich) derart private Details einer Person ungefragt informiert zu werden.
Ergänzung ()

Habu schrieb:
@7hyrael Eher nicht:

"Wie viele Preise hat Baldur's Gate 3 doch gleich wieder gewonnen, wie sah dort der Wertungsspiegel aus und wie erfolgreich war Larian damit am Ende? Also dieser Titel mit frei wählbaren Genitalien und Pronomen, in dem dich auf Wunsch ein Bär durch die Hecke zieht? Aber klar, The Veilguard holt seine Produktionskosten allein deshalb nicht rein, weil sich dort eine Figur als nichtbinär identifiziert. Klickt sich einfach geiler als Tatsachen."
Sag ja... Katastrophe. Die Nulpe kann halt auch wieder nicht differenzieren. Ja der Bär zieht mich auf Wunsch von links nach recht nach oben bis unten durch die Hecke. Der Bär wird mich aber auf Wunsch nichtmal schief ansehen wenn ich das nicht will. Und mir auch nicht ständig sagen dass ich ihn mit They/Them anreden soll und er non-binär ist.

Wer da nicht versteht wo der Unterschied liegt sollte meiner Meinung nach an der Diskussion am besten gar nicht teilnehmen... das zieht die Gräben nur tiefer. Wie gesagt, es gibt Woke Spiele (mit einer Mission) und Spiele die Diversität ermöglichen und leben. Und ein Teilaspekt von Diversität ist noch immer das "klassische".

Ich hab mich nie dran gestört dass in BG3 an diversen stellen deutliche angebote unterbreitet werden Beziehungen einzugehen mit dem gleichen Geschlecht. Aber ich stör mich dran wenn man mir die Thematik permanent ins gesicht hält mit einem unterschwelligen Befehlston das ganze zu feiern, während mich das wirklich einfach nicht juckt.
 
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7hyrael schrieb:
Der Bär wird mich aber auf Wunsch nichtmal schief ansehen wenn ich das nicht will.
Das stimmt nur teilweise, die Begleiter waren schon sehr aufdringlich in der Hinsicht. Ich fühlte mich da ein paar Mal in den Schritt gegriffen. Aber es hat mir immerhin vermittelt, wie es für manche attraktive Frauen sein könnte, an einer Horde angetrunkener Bauarbeiter vorbeizugehen und jede Menge "Komplimente" oder Pfiffe zu ernten.

Man kann den Großteil von Taash Quest auf Wunch auch skippen.
 
Habu schrieb:
Genau die Einbeziehung vom Publikum ist doch das Problem von Veilguard.

Rick Rubin bringt es auf den Punkt:

Das ist imho auch das große Problem an vielen modernen Franchisereihen: Die Filme werden von einem Komitee geplant und wenn dann grundlegende Story (und wie sie in die Story des Franchises passt) fertig sind sucht man sich DrehbuchautorEN und Regisseur.
Da ist niemand dabei der den Film für sich selbst machen will, das soll alles für das größtmögliche Publikum gemacht werden und wird deshalb völlig kantenlos und auch austauschbar.
Diese Filme kann man nicht schauen weil man den Stil des Regisseurs mag - der kommt gar nicht zum tragen, wenn man diese Filme per KI drehen lassen könnte würden die Filmstudios es sofort tun - sondern nur weil man die Geschichte des Franchises mag. Aber viel interessanter sind dann imho doch die Filme wo man den Regisseur mag und die Geschichte eigentlich nicht sooo interessant findet, aber weiß, dass der Regisseur einen im Verlauf des Films schon überzeugen wird.
Steven Spielberg hat so viele völlig unterschiedliche Filme gemacht, aber egal ob es nun um Dinosaurier, Außerirdische oder den Holocaust oder zweiten Weltkrieg selbst geht - das sind alles außerordentliche Filme und sie begeistern alle, jeder für sich selbst.
Oder die Werke von James Cameron, der mit Terminator, Titanic und Avatar völlig unterschiedliche Filme geschaffen hat.
Oder Stanley Kubrick, der von schwarzer Komödie, Science-Fiction, Horror und Antikriegsfilm das gesamte Spektrum bearbeitet hat.

Das waren alles Herzensangelegenheiten für diese Regisseure und das fühlt man...

Das ist alles viel interessanter als "Oh, was werden denn die neuen Abenteuer von Iron Man/Thor/Spiderman etc. sein?"

habla2k schrieb:
Nö, eogentlich nicht. Warum muss sich zu Inhalten eines Spiels die mir nicht gefallen sofort eine Gegenbewegung formen? Warum lässt man das Spiel nicht einfach links liegen und spielt was anderes?

Wahrscheinlich der Apple-Effekt: Was auch immer Apple neu einführt wird von Gegnern der Firma kritisiert, selbst wenn sie niemals ein iPhone hatten und niemals eines kaufen werden. Warum? Sie haben Angst das was Apple einführt wird erfolgreich und von anderen Firmen zukünftig kopiert!

Und so haben diese Kritiker hier einfach Angst, dass Dragon Age Veilguard, Dustborn, Concord etc. erfolgreich werden und kritisieren diese Spiele selbst wenn sie sich für das Genre überhaupt nicht interessieren.

Replay86 schrieb:
Die wollen es nicht lernen. Concord ist bestimmt auch geflopt wegen des "Konzepts".

Concord ist gefloppt weil das Spiel ein seelenloser Titel in einem bereits gut versorgten Genre war, mit katastrophalem (aka keines!) Marketing. Ich hatte vor dem Release immer wieder mal mitbekommen, dass Sony an Concord arbeitet, aber das klang für mich alles komplett egal und ich hatte nicht das leiseste Verlangen mich dafür zu interessieren. Ob in dem Spiel Pronomen explizit genannt werden - um das mitzukriegen war mir das Spiel viel zu egal!

Feierbiest schrieb:
Habe ich gemacht und wenn man die Verkaufszahlen so ansieht wohl jede Menge ehemaliger Drage Age Spieler.

Inquisition hat 12 Mio Einheiten verkauft, Veilguard 1.5 Mio Spieler "engaged", die Verkaufszahl dürfte daher deutlich unter dieser Marke liegen.

Sprich man hat einfach mal 85% der ehemaligen Fans verloren.

habla2k schrieb:
Wobei da auch die Frage ist, ob viele Veilguard nicht gekauft haben, weil sie von Inquisition so enttäuscht waren.

@habla2k Du sprichst da einen wichtigen Punkt an, den ich noch kontextualisieren möchte:
Soweit ich das wahrgenommen habe ist Dragon Age eine Reihe bei der die Spieler absolut immer vom jeweils neuen Spiel vollkommen enttäuscht waren, nach dem ersten Teil.
Dragon Age Origins wird von allen gelobt und Teil 2 wurde von den Fans aufgrund einer neuen Ausrichtung gehasst, Inquisition wurde von den Fans aufgrund einer neuen Ausrichtung gehasst und Veilguard natürlich auch.
Im Endeffekt wollen wohl irgendwie alle Teil 1 zurück und alle Teile danach waren kein "echtes Dragon Age".

Sierra1505 schrieb:
@.Sentinel.
Eigentlich müsste man allen Interessierten zu diesem Thema per Zwang mal als prägnantes Beispiel für das Sub-Thema starker weiblichere Charaktere, Alien 1+2 sowie She Hulk auferlegen.

Wobei die Charaktere in Alien 1 alle geschlechtsneutral geschrieben wurden, Ripley hätte also auch als Mann gecastet werden können.
(Theoretisch würde man den Film aber in der Woke Games Liste auch als "woke" bezeichnen, schließlich sind da gleich zwei weibliche "Trucker").
In Aliens ist ihre Rolle aber natürlich schreiend offensichtlich weiblich ausgelegt, ihre Charakterisierung als Ersatzmutter von Newt (nachdem sie ihre eigene Tochter insbesondere in der Special Edition verloren hatte) und wenn man will auch noch dem Konflikt zweiter Mütter (Ripley <-> Alienkönigin) bedingen das ;)

(Fun Fact: Lambert, die Navigatorin der Nostromo, wird in der Befragung von Ripley durch die Firma in Aliens auf den Displays im Hintergrund als Transfrau offenbart)
 
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Habu schrieb:
Haben bei dir Isobel und Aylin etwa nicht überlebt?
Doch, und die Geschichte hab ich auch verfolgt und fand ich super. Toller Storystrang, glaubhaft, spannend und nachvollziehbar. Filigran und elegant in die restliche Geschichte verwoben. Hat mich zu keiner Zeit gestört.

Habu schrieb:
Ganz abgesehen davon, dass mich jeder einzelne Charakter im Camp in die Kiste bekommen wollte und sich in der Hinsicht aufgezwungen hat. Vor allem zu einem Zeitpunkt, wo mein Charakter schon was laufen hatte.
Hab ich so weniger erlebt, aber ja, Astarion versucht alles flachzulegen was nicht bei 3 auf den Bäumen ist, und vermutlich auch das noch. Hat mich aber auch nicht gestört. Die Charaktere waren vielschichtig und sauber herausgearbeitet, dass es eben NICHT so gewirkt hat als würde der Charakter selbst nur dazu existieren, diese Frage zu stellen.
bruteforce9860 schrieb:
Du schreibst dies, nachdem du mehrfach insinuierst, dass "woke" eigentlich an allem schuld ist.
Vielleicht solltest du dann vollständig lesen wie ich differenziere zwischen Woke und genereller akzeptanz von Diversität? Du wärst vermutlich völlig erschrocken wie viele non-binäre, nicht in klassischen Beziehungs-Formen lebende gute Freunde ich habe... :rolleyes:. Es geht nicht drum immer alles zu verstehen oder selbst hinter allem zu stehen was andere machen, sondern darum zu akzeptieren dass es so ist. Solange man von mir genausowenig verlangt dass ich anderer Erwartungen erfülle, wie ich mich zu verhalten hätte, können diese gerne auch machen was sie wollen. Ich muss weder dabei zusehen noch darauf achten? Mensch ist mensch.
Ergänzung ()

Habu schrieb:
Ich fühlte mich da ein paar Mal in den Schritt gegriffen. Aber es hat mir immerhin vermittelt, wie es für manche attraktive Frauen sein könnte, an einer Horde angetrunkener Bauarbeiter vorbeizugehen und jede Menge "Komplimente" oder Pfiffe zu ernten.
Ja, das war so. Du hättest dich aber auch jederzeit dazu entscheiden können, so einen Charakter fort zu schicken, verschwinden zu lassen, oder fortan sehr unfreundlich zu behandeln. Diese Form der Freiheit damit umzugehen, ist einer der Aspekte, warum es in Baldurs Gate kein Problem damit gibt.
Ergänzung ()

iSight2TheBlind schrieb:
Wahrscheinlich der Apple-Effekt: Was auch immer Apple neu einführt wird von Gegnern der Firma kritisiert, selbst wenn sie niemals ein iPhone hatten und niemals eines kaufen werden. Warum? Sie haben Angst das was Apple einführt wird erfolgreich und von anderen Firmen zukünftig kopiert!
Ich glaube das Problem ist viel eher dass hier ein Spiel geschaffen wurde, das absolut nichts mit Dragon Age am hut hat, damit dann eine Erwartungshaltung der althergebrachten Fans völlig enttäuscht wurde und zusätzlich so viel aufgesetzte/-gezwungene Diversität reingepumpt wurde, dass das ganze Spiel einfach für viele nicht mehr funktioniert.

Aus der Korrelation wird dann in der emotionalen Enttäuschtheit schnell eine Kausalität. Da kommen dann solche Gedanken:
"Hätte es die ganze Wokeness da drin nicht gegeben, hätten sie vielleicht mehr Kapazität gehabt, die Geschichte sinnvoll mit den vorigen Teilen zu verknüpfen.". Ob da was Wahres dran ist kann niemand von uns bestätigen oder komplett entkräften. Es wurden definitiv Aufwände für DEI generiert. Dass diese komplett alleine dafür verantwortlich sind dass das Storygeflecht im Kontext von Dragon Age weitestgehend völliger Müll ist - halte ich auch für zu weit hergeholt. Aber wäre das DEI-Thema nicht so hoch in der prioritätenliste gestanden, hätte man bei der Auswahl der Autoren für die Geschichte vielleicht ganz andere Personalien gewählt, die was gutes daraus hätten werden lassen können?
Der Diversitäts-Anteil des Spiels ist da halt einfach wirklich einfach schlecht eingearbeitet worden und entsprechend einfach ist es, sich daran zu stören und drauf einzuschlagen.
 
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iSight2TheBlind schrieb:
WOKE! Bisher fand ich den Film gut, aber damit hat es jetzt ein Ende! :D

Auch im ersten Teil war ihr Geschlecht nicht ganz unwichtig. Sie wurde ja von der Crew am Anfang teilweise belächelt und nicht ganz ernstgenommen. Dass sie von einem Phallus auf zwei Beinen verfolgt wird, entbehrt auch nicht einer gewissen Symbolik. Das Drehbuch war zwar neutral angelegt, aber die Entscheidung für eine Frau in der Hauptrolle, die über sich hinauswachsen muss, war dann im Endeffekt sehr passend. In meinen Augen macht es den Film besser, aber wer weiß, wie es gewesen wäre, wenn Ripley ein Mann geworden wäre.

7hyrael schrieb:
Filigran und elegant in die restliche Geschichte verwoben.
Ich hab da wohl einfach eine andere Perspektive, denn ich empfand das als relativ plump. Genau wie die "Refugees welcome"-Schilder in Baldur's Gate... die hab ich jetzt echt nicht gebraucht, um die Message zu verstehen.

7hyrael schrieb:
Die Charaktere waren vielschichtig und sauber herausgearbeitet, dass es eben NICHT so gewirkt hat als würde der Charakter selbst nur dazu existieren, diese Frage zu stellen.
Da stimme ich zu, es wirkte auf mich eher sehr "gamey" dass sämtliche Begleiter playersexuell sind. Aber es war kein Teil ihrer Persönlichkeit. Deswegen hat es mich auch so rausgerissen.

7hyrael schrieb:
Diese Form der Freiheit damit umzugehen, ist einer der Aspekte, warum es in Baldurs Gate kein Problem damit gibt.
Ja, aber nur wenn man die Charaktere bei der ersten Begegnung direkt erdolcht und ausreichend Vorwissen hat. Ansonsten wird man unweigerlich mit dem Thema konfrontiert und da hört es bei einigen Leuten eben schon auf. Genau wie bei dir mit der Pronomen-Diskussion.

Mich stört es ja auch nicht wirklich, offenbar war es auch ein Bug, dass mich sämtliche Mitbewohner in der selben Nacht angemacht haben. Ich fand nur das Writing von dem Spiel ähnlich plump wie bei den meisten anderen Games und auch nicht weniger woke als manch anderer Titel. Veilguard setzt dem natürlich nochmal locker die Krone auf, gerade wenn man die deutsche Version spielt.

Da frage ich mich auch, inwieweit das die Entscheidung vom Studio oder von den Übersetzern war. Absolut bizarr!
 
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Habu schrieb:
Das meiste, was ich vom Spiel gesehen habe, kam ohne diese Inhalte aus und war trotzdem absoluter Cringe
Volle Zustimmung. Ich versuche gerade aber auch etwas die Diskussion zu lenken, dass wir mal auf einer inhaltlichen Ebene bleiben und nicht sofort in die üblichen Fronten kommen, die sich wieder nur verhärtend auswirken.

Die Diskussion, die wir jetzt über DA führen, verläuft inhaltlich sehr gut und ich versuche zu Vermitteln. Ich sehe nämlich, dass das hier durchaus auf fruchtbaren Boden stößt.

Ich will vermeiden, dass wir uns in festfahren in den üblichen Mustern.

Deswegen such an alle Beteiligte: ich finde es super, dass wir hier zwar mit Woke und Co als Begriffe verwenden, wir aber mal aus der eigentlich vergifteten Diskussion so ausgebrochen sind und uns wirklich auf inhaltlicher Ebene dem Thema annehmen und respektvoll miteinander umgehen.
 
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iSight2TheBlind schrieb:
Wobei die Charaktere in Alien 1 alle geschlechtsneutral geschrieben wurden …

Exakt! Ich finde jedoch statt Wobei gerade Weil die Rollen geschlechts unspezifisch geschrieben wurde merkt man dem Film keinen „Hammer“ der mir die Aussage „Starke Frau im Action Film? Geht das? Jaa!!! Guck mal!!! Sie doch hin!!“ ins Gesicht hauen will an.
Es fühlt sich total organisch an. So wie es sein soll. Eine Person, in diesem Fall Ripley, eine Frau, ergreift ihre Rolle im Film. Und das macht einfach Spaß mit anzusehen.
In Teil zwei ist Sie dann längst etabliert und ein Aufbau wie du ihn ja beschreibst ergibt sich viel besser.
Wobei ich ja Ripley in Aliens noch wesentlich mehr BadAss finde als in Teil eins wo man einfach nur blanke Angst um u.a. ihr überleben hat.
 
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7hyrael schrieb:
Du wärst vermutlich völlig erschrocken wie viele
Wer hat gefragt? Klingt nach "Ich kann gar nicht x sein, ich habe Freunde die y sind."

7hyrael schrieb:
Vielleicht solltest du dann vollständig lesen wie ich differenziere zwischen Woke und genereller akzeptanz von Diversität?
Klingt bei dir eher so, dass es wenn überhaupt Toleranz als Akzeptanz ist.
Wieder auf das Spiel bezogen: So wie es sich liest, hast du es nicht gespielt. Du musst dich gar nicht so viel mit Taash befassen, wenn du es nicht willst. Das Spiel besteht aus mehr als nur Taash. Die zwei, drei berüchtigten Clips kennt jeder, ist aber ein kleiner Teil des Spiels. Stößt dir offensichtlich sauer auf, andere Aspekte des Spiels kennst du wahrscheinlich nicht. Vielleicht mal selbst hinterfragen, warum das so ist und wer dir diese Inhalte so sehr "in die Fresse" hält.
Jedenfalls hast du einen Punkt gefunden, der dich, egal wie groß der Anteil am Spiel eigentlich ist, stört. Er stört dich so sehr, dass du ihn als alleinigen Grund für das Scheitern des Spiels ansiehst. Quasi die Wurzel allen Übels. Nennt sich Confirmation Bias.
Ich weiß, das Ragefarming diverser Medien ist stark, aber als differenziert denkender Mensch sollte man darüber stehen.
 
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