Rickmer schrieb:
@wuselsurferFür Bremsstrahlung braucht es relativistische Geschwindigkeiten.
Mit 2 kV bekomme ich Elektronen auf fast 6.000 km/h oder so.
Die zugehörige Wellenlänge der Röntgenstrahlung beträgt ca. 620pm nach dem Duane-Hunt Gesetz
Mit den 27kV Beschleunigungsspannung der ersten Farb-TVs hatten die Elektronen so 90.000 km/h drauf, wenn sie in die Leuchtschicht einschlugen, haben wir mal in Atomphysik an der Uni ausgerechnet.
Das ist fast 1/3 Lichtgeschwindigkeit.
Rickmer schrieb:
Das braucht mehr als ein paar kV damit nicht ionisierte Teilchen relativistisch gehen.
Wie beschleunigt man ungeladen Teilchen?
Bei CERN sehe ich nur Beschleuniger für geladene Teilchen (Ionen, Elektronen, Positronen, Protonen).
Und hier werden ja auch Ionen beschleunigt und reißen die ungeladenen Luftmoleküle mit.
Zwei Elektroden stehen dabei unter Hochspannung. An einer Elektrode werden Luftmoleküle ionisiert, also elektrisch geladen. Das starke elektrische Feld beschleunigt diese geladenen Teilchen in Richtung der anderen Elektrode. Auf ihrem Weg stoßen sie mit neutralen Luftmolekülen zusammen und „schieben“ diese mit.
Natürlich ist ein Proton 1836 mal schwerer als ein Elektron und ein Neutron als zweiter Kernbestandteil ist noch um ein Elektron schwerer.
Das bremst beim Anschieben und die Kerne von Sauerstoff und Stickstoff haben ja 16 und 14 fache atomare Massen, die sind eben noch träger, als ein Proton mit umgebenden Elektron (Wasserstoff).
Kreisen sagt man ja nicht mehr bei der Elektronenbahn, das sind Orbitale.
Aber irgendwo werden die Ionen ja dann aufprallen und dann gibt es Bremsstrahlung, wenn sie nicht von einem anderen Luftmolekül gebremst werden.
Abhängig ist das von der mittleren freien Weglänge der Ladungsträger.
In Luft dürfte die nicht allzu groß sein, daher auch das Vakuum in der Bildröhre.