News Kompakter 6-Zoll-E-Reader: Boox Go 6 (Gen. 2) richtet sich vor allem an mobile Nutzer

mischaef

Kassettenkind
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Android 11? Klingt nach einem Aprilscherz.
 
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Acht CPU Kerne, 3 GB Arbeitsspeicher, aber ein uralt-OS? Die haben sie doch nicht mehr alle. Resteverwertung pur.
 
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Nur 3 GB RAM und das schon länger tote Android 11 und das für fast 200 Euro? Für 100 Euro fände ich das noch in Ordnung, aber so ist das überteuert.
Immerhin mit microSD-Kartenslot laut Artikel. Ich bevorzuge externen Datenspeicher, das macht das Auswechseln von Dateisammlungen viel leichter und erspart das Kopieren der Buchsammlung und anderer Daten auf das jeweilige Gerät. Mit 32 GB abzüglich des Platzbedarfs fürs OS ist der Speicherplatz eh dürftig.
 
Wieso sollte man sich zu dem Preis nicht ein günstiges Smartphone holen mit dem man mehr machen kann?
Mit modernerer Hardware und neuerem OS?
 
E-Ink ist halt eine andere Technologie und, sofern die Umgebungsbeleuchtung ausreichend hell ist, benötigt das E-Ink-Display keine eigene Lichtquelle. Die Lichtquelle bei E-Ink-Displays ist auch keine Hintergrundbeleuchtung. Manche E-Ink-Geräte haben gar keine eigene Lichtquelle. Das kann, besonders bei Geräten, die man auch für handschriftliche Texte nutzt, vorteilhaft sein, da dann eine Schicht weniger Abstand zwischen Text und Displayoberfläche vorhanden ist. Nachteil ist halt, dass man dann abends und nachts eine externe Lichtquelle benötigt.

Statt eines Smartphones würde ich mir einen noch viel günstigeren androidbasierten MP3-Player zulegen. Da hat man zwar meistens auch veraltete Androidversionen (meistens 13, ich habe aber auch schon welche mit 14 bei Amazon gesehen), aber dafür Farbe und kein Ghosting/Refresh. Ich habe das mal mit einem günstigen 4,7"-Gerät gemacht, das hat ein Scrollrad und noch 3 Tasten neben dem Ein/Aus-Knopf. Die 3 Tasten kann man mit Keymapper mit diversen Funktionen belegen. So nutze ich z.B. den eigentlichen Start/Stopp-Knopf des Players zur Regulierung der Bildschirmhelligkeit: einfaches Drücken erhöht die Helligkeit, ein langes Drücken verringert die Helligkeit. Das Scrollrad kann man, ebenso wie die Vor- und Zurücktasten zum Blättern in Leseapps nutzen. Das Teil ist, nachdem ich eine matte Schutzfolie aufgebracht habe, um Reflektionen zu minimieren, seit einiger Zeit mein Lieblingsgerät zum Lesen vor dem Einschlafen.
 
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Und ich kleiner Naivling dachte, dass jeder E-Book Reader natürlich auch für die mobile Nutzung gedacht sei.
Aber seit heute weiß ich nun, dass das nur der Fall ist, wenn so ein Ding einen möglichst kleinen Bildschirm hat, der nicht einmal der Größe einer gängigen Taschenbuch Seite entspricht.
 
Zemblanity schrieb:
Nur 3 GB RAM und das schon länger tote Android 11
Ebook-Reader??? 🙄

Stahlseele schrieb:
Wieso sollte man sich zu dem Preis nicht ein günstiges Smartphone holen mit dem man mehr machen kann?
Mit modernerer Hardware und neuerem OS?
Weil man nach dem stundenlangen glotzen auf einen normalen Screen Augenkrebs bekommt.
ePaper ftw!
 
Stahlseele schrieb:
Wieso sollte man sich zu dem Preis nicht ein günstiges Smartphone holen mit dem man mehr machen kann?
Mit modernerer Hardware und neuerem OS?
Welches Smartphone mit e ink und gleicher Fläche in cm² (6" sind nicht gleich 6') würdest du da empfehlen?
 
Flutefox schrieb:
Acht CPU Kerne, 3 GB Arbeitsspeicher, aber ein uralt-OS? Die haben sie doch nicht mehr alle. Resteverwertung pur.
Ich habe eben nachgeschaut. Das neueste Android hat aktuell der Bigme B6. Es gibt ihn als schwarz/weiß Variante oder als Bigme B6 Color. Letzterer ist jedoch aktuell sogar günstiger, sodass hier nur die Variante mit Color Sinn macht. Beide Varianten haben Android 14. Die Spezifikationen sind durchwegs besser, nur wiegt er 176 g anstatt 160 g und kommt ohne einen Stylus Pen. Inwiefern solch einer überhaupt unterstützt wird konnte ich nicht herausfinden. Ein weiteres Manko ist ggf. die untere dauerhaft sichtbare Leiste. Diese ist nicht digital, sondern das sind echte Knöpfe. Kann also auch durch künftige Softwareupdates nicht verschwinden.

Bei Aliexpress im Münzshop ab 142,03€ zu haben, Cashback (sofern es klappt) bekommt man auch ordentlich (Shoop, Topcashback etc.):
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Welche Vorteile würde denn ein modernes Android bieten?
Wir reden von einem E-Reader, der mal locker 10 Jahre genutzt werden sollte.
 
Ich finde hier gerade die Kombination aus eInk, Größe und Stylus zu dem Preis ein Alleinstellungsmerkmal.
Bin schon länger auf der Suche nach einer handlichen Möglichkeit abseits des Smartphones/Tablets schnell und unkompliziert Notizen aufschreiben zu können.
Auf dem Smartphone werde ich oft zu schnell vom flüchtigen Gedanken abgelenkt, wenn ich es entsperre.
 
Ophilon schrieb:
Das neueste Android hat aktuell der Bigme B6.

Das stimmt nicht. Viwoods AI Paper Reader hat Android 16 und kann auch als 4G-Smartphone genutzt werden. Da das Gerät keinen Lautsprecher besitzt, ist es aber im Einzelfall nicht unbedingt die beste Fall, um als Telephonersatz zu dienen. Man benötigt halt immer BT-IEMs/Kopfhörer oder BT-Lautsprecher. Ich habe das Viwoodsgerät schon länger. Zum Lesen tagsüber im Zug ist es prima und da ich nur gelegentlich mobil telephoniere, ist das für meine Bedürfnisse ausreichend. CPU ist zwar schon älter und 4 GB RAM sind auch nicht so viel, für Librera, KOReader, Vivaldi u.ä. Apps reicht es aber aus.
Nachteil ist, dass Viwoods mit einem der Updates USB-Debugging eingeschränkt hat und dies nun nur noch mit einem Programm möglich ist, welches die Firma aber auf E-Mailnachfrage bereitstellt. Als ich das Gerät kaufte, ging adb-Gedöns ohne Probleme. Zwischendurch ging z.B. auch die Keymapper App nicht mehr, das wurde aber dann mit einem weiteren Update wieder behoben. Immerhin entwickelt Viwoods ihre Gerätesoftware auch aktiv weiter und auf E-Mail-Hinweise habe ich auch immer eine Rückmeldung erhalten, auch wenn das manchmal etwas dauerte.
Mit BigMe als Verkäufer hatte ich über Amazon keine guten Erfahrungen gemacht. Ich hatte ein Gerät mit "totem Pixel" und BigMe reagierte da auf Nachfrage sehr bescheiden, so dass ich das Gerät an Amazon zurückgeschickt hatte. Das BigMe-Gerät war auch irgendwie verdongelt und USB-Debugging funktionierte nur mit dem Trick, die USB-Standardeinstellungen auf irgendeine andere Option als File Transfer/No Transfer zu stellen.

Eine sehr gute Vergleichsseite bezüglich E-Ink-Geräten ist übrigens https://comparisontabl.es/e-readers/
 
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@Zemblanity
Danke für den Link! Für mich geht das Gerät wegen des Formats allerdings eher in die Kategorie 'Smartphone mit E-Ink-Display' als klassischer eReader. Durch das lange 1:2-Verhältnis hat man am Ende leider gut 13 % weniger Bildschirmfläche als beim üblichen 3:4-Format.

Wer das mal visuell vergleichen will, hier ist die Gegenüberstellung:
https://www.displaywars.com/6-inch-d{3x4}-vs-6,13-inch-d{1x2}
 
Zuletzt bearbeitet:
Ob der Android 11, 8, 14 oder was auch immer drauf hat ist völlig egal. Beim E-Reader liest man und hat sonst eigentlich nichts damit zu tun. Aber für den Ramschverkauf alter Hardware 200,- zu verlangen, ist utopisch. Gerechtfertigt wären hier 29,99 im Restpostenverkaufshandel.
 
fej1965 schrieb:
Ob der Android 11, 8, 14 oder was auch immer drauf hat ist völlig egal.

Völlig egal finde ich es nicht. Aktuelle Apps laufen ggf. nicht auf einem veralteten Android oder nicht mit den Funktionen, welche man haben möchte, sondern nur in alten Versionen. Bei Browsern, so man diese dann nutzt, kommt noch der Sicherheitsaspekt hinzu, da sollte man wirklich immer die aktuellste Version nutzen. Viwoods hat ja gezeigt, dass man Android 16 auch mit E-Ink nutzen kann. Andere Anbieter wie Boox, BigMe, Penstar oder Musnap schaffen das leider nicht. Mit Android 16 hat man jedenfalls eine längere theoretische Nutzungsdauer, wenn man auch gern mal aktualisierte Apps mit neuen Funktionen nutzen möchte. Wie immer hängt es vom konkreten Einzelfall und den eigenen Anforderungen ab, ob man mit Geräten mit "toten Androidversionen" zufrieden ist oder nicht.
29,99 Euro sind nun utopisch niedrig. Das Teuerste ist sicherlich das E-Ink-Display und 100 Euro fände ich mit der veralteten Hard- und Software angemessen.

Ophilon schrieb:
Durch das lange 1:2-Verhältnis hat man am Ende leider gut 13 % weniger Bildschirmfläche als beim üblichen 3:4-Format.

Klar ist das ein anderer Formfaktor. Mich stört die eher langgezogene Form beim Lesen von epub-Dateien nicht, PDFs könnte man im Querformat lesen, das ist aber recht unpraktisch, je nach PDF-Datei funktionert aber Reflow gut und dann hat man letztlich auch ein epub mit anpassbaren Schriftarten und -größen.
Dafür läßt sich das Gerät besser mit einer Hand umschließen und passt besser in die Hosentasche, zumindest bei mir als Mann. Ich las mal, dass Frauen sich Hosen ohne oder mit winzigen Taschen kaufen. Da passt dann natürlich kaum ein Lesegerät rein.
 
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Zemblanity schrieb:
Völlig egal finde ich es nicht. Aktuelle Apps laufen ggf. nicht auf einem veralteten Android oder nicht mit den Funktionen, welche man haben möchte, sondern nur in alten Versionen. Bei Browsern, so man diese dann nutzt, kommt noch der Sicherheitsaspekt hinzu, da sollte man wirklich immer die aktuellste Version nutzen.
Sehe ich nicht so. Bestimmt nutzen 99% aller EBook Besitzer ausschließlich die Funktion um Bücher zu lesen. Man braucht keine App oder Browser, da ist jedes Handy, Tablet um ein Vielfaches schneller und besser. Wir selbst lesen auf Tolino, Kindle und Co. was will man da noch anderes haben außer dass diese Gerät gerne einen stärkeren Prozessor haben sollten.
Zemblanity schrieb:
Mit Android 16 hat man jedenfalls eine längere theoretische Nutzungsdauer, wenn man auch gern mal aktualisierte Apps mit neuen Funktionen nutzen möchte.
Die Nutzungsdauer um Bücher zu lesen schein unendlich, denn die Anforderungen sind eigentlich nicht vorhanden. Und Ebook-Reader bedürfen aus meine Sicht keinerlei Sicherheit oder sonst. Funktion. Da öffnet sich die EPub-Datei und fertig. Und kauft man diese Buch-Dateien legal, was soll dann groß passieren... Man kann da die Kirche schon im Dorf lassen.

Und nochmal - der Preis dieser Hardware "Boox Go 6" ist grausig überzogen. Dieses unterirdische Hardware mit 3GB RAM, 2GHz, Android 11, usw. ist nun mal nicht mehr als 80 bis 100,- Euro im "deutschen" Endverkauf wert. In diversen Asia-Shops gibt es solche Billigteile weit unter 50,- Euro.
 
fej1965 schrieb:
Bestimmt nutzen 99% aller EBook Besitzer ausschließlich die Funktion um Bücher zu lesen.
Selbst ausgedachte Zahlen sind immer die besten. Ich habe mal in die Teeblätter des heutigen Aufgusses geschaut, da steht, dass 63,4% der Nutzer von E-Inkgeräten mit Android damit auch andere Dinge machen als nur Bücher zu lesen.

Ich hatte in der Vergangenheit verschiedene Apps unter Android zum Lesen von epubs, pdfs, cbz usw. genutzt. Die letzten Jahre blieben dann noch 2 übrig (KOReader und Librera), beide Apps erhalten immer mal wieder Updates mit neuartigen Funktionen. Davon benötige ich nicht alle, aber manche sind durchaus nützlich. Ich kann mir vorstellen, dass auch zukünftig etwas hinzukommt, von dem ich noch gar nicht weiß, dass es mir gefallen wird.
Aber auch die Tatsache, dass man einfach mal verschiedene, aktuelle Apps zum Lesen installieren und ausprobieren kann, spricht für mich für eine aktuelle Androidversion. Ich habe keine Lust, auf Github oder anderswo so lange zu suchen, bis ich eine Appversion finde, die z.B. zu Android 11 passt.

fej1965 schrieb:
Wir selbst lesen auf Tolino, Kindle und Co.

Ah, pluralis maiestatis. Wir finden dessen Verwendung generell nicht so toll, weshalb wir auch bevorzugt die 1. Person Singular verwenden. Ich finde, Tolino und Kindle sind nun wirklich nicht mit Androidgeräten vergleichbar (außer vielleicht der ältere Tolino Epos 3) und um solche ging es hier.
 
Wenn ich mal das von @Zemblanity verlinkte Vergleichstool verwende, scheint dieses Modell das günstigste handliche Gerät zu sein, was eInk mit Stylus kombiniert und dann noch durch Android angepasst werden kann.
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