Systemkamera für Tierfotografie gesucht

Um welche Tiere soll es denn überhaupt gehen? Der Elefant im Zoo hat da andere Anforderungen als der Greifvogel im Flug ...
 
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Micha- schrieb:
In welchem System sind lichtstarke Objektive günstig? Ich würde sogar sagen das mFT in der Hinsicht eins der günstigeren Systeme ist.
Eigentlich nicht. Materialtechnisch ist es immer der gleiche Aufwand. Allerdings hast du bei hoher Lichtstärke in den größeren Systemen meist mehr Auswahl und Konkurrenz. Daher sind die Objektive oft günstiger.
 
Man kann sogar so weit gehen, dass es bei mFT gar keine lichtstarken Objektive gibt. ;) Die meisten von euch wissen das ja, aber falls nicht fasse ich es nochmal kurz zusammen: mFT 200mm f/2,8 ISO 100, APS-C 300mm f/4 ISO 200 und Kleinbild/Vollformat 400mm f/5,6 ISO 400 ergibt immer (ungefähr) das gleiche Bild, auch in Sachen Belichtungszeit und Rauschen. Nur die Schärfe wird sich ein bisschen unterscheiden und bei mFT auch das Seitenverhältnis.
 
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Micha- schrieb:
In welchem System sind lichtstarke Objektive günstig?
Günstig ist Auslegungssache. Billig sind sie nicht. Preiswert sind manche. In meinen Augen gibt es sehr preiswerte, lichtstarke Objektive bei Pentax. Aber: Da bist Du locker im vierstelligen Bereich. Wie so häufig. Und bei DSLR. Also nichts für Dich.

Sony ist oftmals überteuert. Meine Meinung. Eines meiner Systeme sind Sonys. Allerdings weder sekundär, noch primär. Nutze ich, wenn ich es muß.

Arne schrieb:
Die meisten von euch wissen das ja, aber falls nicht fasse ich es nochmal kurz zusammen
Es geht jedoch bei Tierfotografie nicht so sehr um den gleichen Bildausschnitt, sondern eher um Brennweite. Oder in diesem Falle um äquivalente Brennweite. f/2.8 bleibt f/2.8. Man hat nur nicht die (geringere) Schärfentiefe, die man bei einem vergleichbaren Bildausschnitt an einem größeren Sensor hätte und letztlich auch etwas weniger gesamte Lichtmenge, da die ausgeleuchtete Fläche (deutlich) geringer ist. Aber: Die Blendenöffnung ist nicht unbedingt ein Garant für hohe Lichtstärke. Ein Objektiv mit großer Blendenöffnung kann trotzdem einen schlechteren Transmissionsgrad haben, als eines mit kleinerer Blendenöffnung. Hier spielen Glassorten, Vergütung, Art und Anzahl der Linsen eine größere Rolle. (f-stop bzw. Blendenzahl ist nichts anderes als das Verhältnis von Brennweite zu Eintrittsöffnung, es sagt nichts aus über die Lichtdurchlässigkeit der Linsen).
 
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Twostone schrieb:
Es geht jedoch bei Tierfotografie nicht so sehr um den gleichen Bildausschnitt, sondern eher um [...] äquivalente Brennweite.
Das ist dasselbe.
Twostone schrieb:
f/2.8 bleibt f/2.8. Man hat nur nicht die (geringere) Schärfentiefe [...] und letztlich auch etwas weniger gesamte Lichtmenge
Und deswegen ist es eben so wie ich sagte. :) Im Grunde könnte man bei mFT analog zur Brennweite auch sagen f/2,8 werden zu f/5,6 Kleinbild-äquivalenter Lichtstärke/Blendenöffnung.
Twostone schrieb:
es sagt nichts aus über die Lichtdurchlässigkeit der Linsen).
Nicht direkt, für die fotografische Praxis aber nicht relevant und erst recht nicht für einen Anfänger. Oder suchst du deine Objektive nach dem T-Stop aus? Ich nicht und auch niemand den ich kenne.
 
Arne schrieb:
könnte man bei mFT analog zur Brennweite auch sagen f/2,8 werden zu f/5,6 Kleinbild-äquivalenter Lichtstärke/Blendenöffnung
Ja und dann noch ISO verdoppeln. 🤦

Fakt ist das ich an mFT mit f2.8 die gleiche Belichtungszeit habe wie der Kollege mit der doppelt so schweren Vollformat. Und der überlegt dann noch abzublenden, damit nicht nur die iris scharf ist.
 
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Klar hast du die gleiche Belichtungszeit (genau dafür hat man sich die genormte Filmempfindlichkeit ja mal ausgedacht), weil beim kleineren Sensor mit den kleineren Pixeln eben das Signal schon stärker verstärkt wird als bei größeren. Genau das macht ja die größeren Sensoren dann gerade bei höheren ISO-Stufen rauschärmer und deshalb hatte ich die ISO-Stufe auch mit einbezogen in mein kleines Rechenbeispiel. Auch mFT kommt um die Physik nicht drum herum.
 
Jungs, wir entfernen uns gerade sehr weit vom Thema ....

Ich möchte einmal klarstellen, wie die Zusammenhänge sind, damit wir wieder zurück zum Thema kommen:
  1. Zuerst einmal, sowohl Brennweite als auch Blende sind physikalische Eigenschaften eines Objektives. Die verändern sich nicht durch die Kamera dahinter. Also 200mm bleibt 200mm und f/2.8 bleibt f/2.8.
  2. Nutzt man einen kleinen Sensor, ändert sich nicht die Brennweite, wohl aber der Blickwinkel. (1-Dimensionaler Zusammenhang ~ Länge)
  3. Nutzt man einen kleinen Sensor, ändert sich nicht die Lichtintensität (=Blende), wohl aber die Lichtmenge. (2-Dimensionaler Zusammenhang ~ Fläche)
  4. Kleinere Sensoren werden nicht stärker verstärkt, weil die Lichtintensität identisch bleibt.
  5. Das höhere Rauschen kommt zustande, dass man mit unterschiedlichen Sensorformaten aufnimmt, die Ausgabegröße aber identisch ist.
 
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Wir können gerne wieder dichter ans Thema kommen, wenn der TE wieder schreibt. ;)
Natürlich ist die Brennweite eine fixe physische Größe, aber das bringt niemandem was, weils nur eine von vielen Größen ist, die eben in Relation zueinander stehen. Daher hat man sich so Sachen wie Lichtwert/EV, ISO-Empfindlichkeit, Blendenwert (hier bringt es auch niemandem was, den wirksamen Durchmesser der Öffnung anzugeben, ohne diesen in Relation zur Brennweite zu setzen) aber eben auch die KB-äquivalente Brennweite ausgedacht, damit die Leute nicht so viel rechnen müssen.
Und ja, kleine Sensoren werden nicht zwingend stärker verstärkt...aber kleinere Pixel schon, und die finden sich tendenziell auf kleinen Sensoren. Die sammeln nunmal weniger Photonen ein als größere, sollen aber zum Schluss die gleiche Helligkeit erzeugen...wie das wohl funktioniert? :) Zu Filmzeiten hat man das mit größeren Silberhalogenidkristallen gemacht, dem analogen Äquivalent zu größeren Pixeln. Heute kann man einfach verstärken. Aber um das nicht nur auf kleine Sensoren zu beziehen: Auch innerhalb einer Sensorgröße gilt das natürlich, bei einer R5 mit 45MP muss jeder Pixel stärker verstärkt werden als bei einer R6 mit 20MP. Deswegen rauscht sie auf Pixelebene mehr. Bei gleicher Ausgabegröße wird das Rauschen innerhalb einer Sensorgeneration aber wieder ungefähr gleich sein.
 
Ich denke auch das der TO diese Detail tiefe noch gar nicht bewerten kann und er seine eigenen Erfahrungen machen muss
 
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Arne schrieb:
Und deswegen ist es eben so wie ich sagte. :) Im Grunde könnte man bei mFT analog zur Brennweite auch sagen f/2,8 werden zu f/5,6 Kleinbild-äquivalenter Lichtstärke/Blendenöffnung.
Nein, nicht ganz. Diese Aussage stimmt nur, wenn man eine bestimmte Kombination an Faktoren betrachtet.

Und nein, kleinere Sensoren müssen nicht stärker verstärkt werden, Es reicht teils auch schon, sie anders anzusteuern.Auf Grund der geringeren Größe brauchen sie auch nicht die gleiche Ansteuerung, das wäre ungünstig.
 
Ich weiß nicht wie oft ich "f2.8 ist f2.8" noch lesen muss. Ja. Ist es. Aber die Brennweite verändert sich, wenn der Bildausschnitt gleich bleiben soll, sobald der Sensor kleiner wird. D.h. auch der Durchmesser der Blendenöffnung wird kleiner und damit logischerweise die absolute Lichtmenge geringer. Und das nicht "etwas", sondern eben quadratisch. F2.8 (MFT) = 1/2 Lichtmenge F2.8 (APSC). Das ändert zwar nichts an der Belichtungszeit, aber eben am Rauschen (Helligeit bleibt gleich, aber die belichtete Fläche ist bei MFT nur halb so groß).



Fakt ist. Man kann diese ganzen Mythen ignorieren und einfach folgendes akzeptieren: wenn man mehr Licht braucht (z.B. zum Fotografieren von Tieren) ist ein großer Sensor empfehlenswert. Und wenn man schon explizit dieses Einsatzgebiet möchte, dann bitte kauf dir ein richtiges Teleobjektiv, wenn möglich mit Makrofunktion und kein Reisezoom. Das ist immer die schlechteste Wahl.
 
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Wenn man das oft genug liest, glaubt man irgendwann das man nur mit Vollformat Fotos machen kann. In der Praxis ist es vollkommen irrelevant.
 
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Das nun nicht, aber es wird halt auch oft mit missionarischem Eifer ein Vorteil vor allem von mFT herbeigeredet, der eben bei genauerer Betrachtung nicht immer da ist. Gute Fotos kann man mit allen Systemen machen, das ist gar keine Frage, und alle Systeme haben ihre Vor- und Nachteile. Meine Empfehlung war übrigens auch keine Vollformatkamera. ;)
 
Geht doch einfach fotografieren.
Das braucht doch alles einen Einsteiger noch nicht interessieren. Da erfährt er nur, welche verdrehten Typen in der Fotografie unterwegs sind. Und das ist alles uninteressant, solange man mit den Ergebnissen zufrieden und in einem Format unterwegs ist. Und das steht hier alles noch nicht zur Diskussion.
 
Die Diskussion kommt eh in mind. jedem zweiten Thread, Ergebnis: Der TE als Anfänger ist abgeschreckt und meldet sich gar nicht mehr ...
 
Als Einstieg gebraucht Fujifilm x-s20 und ein xf 70-300 gebraucht.
Dazu noch DxO PureRaw5 zum entrauschen und zum aufhellen.
 
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ja, toller und ehrlicher Typ
 
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