Radeon RX 9070 GRE (China) im Test: Benchmarks in WQHD, UWQHD sowie Ultra HD und die Taktraten
2/8Performancerating mit und ohne RT in 2.560 × 1.440
Die Radeon RX 9070 GRE platziert sich in WQHD ohne Raytracing – wenig verwunderlich – zwischen der Radeon RX 9060 XT und der Radeon RX 9070, ist jedoch näher an der größeren Grafikkarte dran. Konkret liefert die aktuell nicht in Deutschland erhältliche Radeon RX 9070 GRE 29 Prozent mehr FPS als die Radeon RX 9060 XT, während die Radeon RX 9070 weitere 14 Prozent schneller ist. Die Lücke wird also 2/3 zu 1/3 geteilt.
Damit liefern sich Radeon RX 9070 GRE und Radeon RX 7900 GRE ein enges Duell, was die neue RDNA-4-Hardware mit einem knappen Vorsprung von 5 Prozent gewinnt. Die Grafikkarte platziert sich zugleich zwischen der GeForce RTX 4070 und der GeForce RTX 4070 Super und damit automatisch auch zwischen der GeForce RTX 5060 Ti und der GeForce RTX 5070. Die RTX 5070 ist 8 Prozent schneller.
Wird Raytracing hinzugeschaltet, fällt die Radeon RX 9070 GRE etwas ab. Der Grund? Der 12 GB große Speicher ist in dieser Konstellation im Benchmark-Parcours immer mal wieder zu klein. Im Durchschnitt ist die Radeon RX 9070 GRE mit RT noch 17 Prozent schneller als die Radeon RX 9060 XT mit 16 GB (12 Prozentpunkte weniger als bei Raster-Grafik), während der Abstand zur Radeon RX 9070 25 Prozent beträgt (11 Prozentpunkte mehr). Jetzt muss sich die Radeon RX 9070 GRE auch knapp der GeForce RTX 4070 geschlagen geben, während die Radeon RX 7900 trotz der deutlich schlechteren RT-Leistung von RDNA 3 nur 4 Prozent langsamer ist – die alte GRE hat jedoch 16 GB Speicher.
Performancerating mit und ohne RT in 3.440 × 1.440
In UWQHD sieht es bei reiner Raster-Grafik ziemlich ähnlich wie in WQHD aus: Die Radeon RX 9070 GRE liegt um 14 Prozent hinter der Radeon RX 9070 zurück, der Abstand steigt also um 2 Prozentpunkte an – das schmalere Speicher-Interface dürfte die Ursache sein. Die GeForce RTX 5070 ist in diesem Szenario um 12 Prozent schneller, während die GeForce RTX 4070 noch um 7 Prozent geschlagen wird. Der Abstand zur Radeon RX 7900 GRE beträgt nur noch 2 Prozent zu Gunsten des neuen Modells.
Mit Raytracing werden die Probleme durch „nur“ 12 GB VRAM größer: Die Radeon RX 9070 ist 29 Prozent schneller als die Radeon RX 9070 GRE, was noch einmal 4 Prozentpunkte mehr als in WQHD sind. Entsprechend ist die Radeon RX 7900 GRE nun gleich schnell und selbst die GeForce RTX 4070 liefert mehr FPS.
Performancerating mit und ohne RT in 3.840 × 2.160
In Ultra HD ändert sich nicht mehr viel im Vergleich zu UWQHD. Interessanterweise wird der Abstand zur größeren Radeon RX 9070 bei Raytracing etwas kleiner, was eigentlich keinen Sinn ergibt. Der Grund: Beide Modelle kratzen jetzt am Speicherlimit, was zu teils sehr schwankenden Ergebnissen führen kann.
Weitere Analysen zur Gaming-Performance
Wie gut die Radeon RX 9070 GRE in Spielen abschneidet, hängt von zwei Faktoren ab:
- Ist dem Spiel Rechenleistung oder Bandbreite zum Speicher wichtiger.
- Reicht der 12 GB große VRAM aus.
Bezogen auf den ersten Aspekt zeigen Spiele unterschiedliche Neigungen. In Black Myth: Wukong zum Beispiel ist die Rechenleistung King und die deutlich geringere Bandbreite der GRE spielt kaum eine Rolle. Hier ist die Radeon RX 9070 in UWQHD gerade einmal 12 Prozent schneller, in COD: Black Ops 6 sind es gar nur 8 Prozent.
In Dragon's Dogma 2 dreht sich das Bild um, hier wirkt die Radeon RX 9070 GRE ziemlich verloren. Die Radeon RX 9070 ist ordentliche 26 Prozent schneller als das GRE-Modell. Auch in Horizon Forbidden West spielt Speicherdurchsatz eine Rolle, 20 Prozent beträgt dort die Differenz. In den meisten Spielen liegt der Abstand aber irgendwo in der Mitte davon, die großen Unterschiede bleiben die Ausnahme.
12 GB sind teils ein Problem
Und dann gibt es natürlich die Fälle, in denen die 12 GB nicht mehr ausreichend sind. Vor allem wenn Raytracing eingesetzt wird, ist dies gar nicht so selten der Fall. Aber auch bei reiner Raster-Leistung kann das bereits passieren. In Dragon Age: The Veilguard ist die Radeon RX 9070 in UWQHD bei Raster-Grafik bereits 34 Prozent schneller als die Radeon RX 9070 GRE, die sogar langsamer als die Radeon RX 7800 XT ist, die von ihren 16 GB profitiert. Mit Raytracing beträgt die Differenz sogar 37 Prozent.
Darüber hinaus werden 12 GB auch in Indiana Jones und der große Kreis sowie in Spider-Man 2 ein Problem, in denen die Radeon RX 9070 GRE sehr schlecht abschneidet und sich teils selbst der Radeon RX 7800 XT klar geschlagen geben muss.
GPU-Taktraten unter Last
AMD lässt die Radeon RX 9070 GRE ziemlich „frei drehen“: Die Grafikkarte zeigt im Spiele-Einsatz teils sehr hohe Taktraten, die zwar nicht ganz an das Niveau der Radeon RX 9060 XT heran kommen, aber sogar über der Radeon RX 9070 liegen. Im Vergleich zur RX 9070 liegt der Takt fast 300 MHz höher.
Die RX 9070 GRE kann sehr hoch takten
Limitiert die Board-Power auf der Radeon RX 9070 GRE nicht, kann die Grafikkarte mit rund 3.230 MHz arbeiten, ohne dass händisch an den Taktreglern gespielt wurde.
Im Durchschnitt arbeitet die Radeon RX 9070 GRE im Testparcours mit 2.933 MHz, was ein hoher Wert ist. In manchen Spielen geht es hinauf auf bis zu 3.070 MHz, in anderen hinab auf bis zu 2.686 MHz, wo die Bord Power die Navi-48-GPU doch ordentlich einbremst. Das ist aber eher selten der Fall, generell limitiert die Leistungsaufnahme den Takt eher nur gering.
| 3.440 × 1.440 | AMD Radeon RX 9070 GRE |
|---|---|
| Black Myth: Wukong | 2.905 MHz |
| Call of Duty: Black Ops 6 | 2.954 MHz |
| Dragon Age: The Veilguard | 3.061 MHz |
| Dragon Age: The Veilguard + RT | 3.108 MHz |
| Dragon's Dogma 2 | 3.038 MHz |
| Dragon's Dogma 2 + RT | 3.024 MHz |
| Empire of the Ants | 2.806 MHz |
| F1 24 | 2.699 MHz |
| F1 24 + RT | 2.686 MHz |
| Frostpunk 2 | 2.811 MHz |
| Ghost of Tsushima | 3.035 MHz |
| God of War: Ragnarök | 2.856 MHz |
| Horizon Forbidden West | 2.946 MHz |
| Indiana Jones und der große Kreis + RT | 3.229 MHz |
| Kingdom Come 2 | 3.070 MHz |
| MechWarrior 5: Clans | 2.896 MHz |
| Outcast – A New Beginning | 2.932 MHz |
| Satisfactory | 2.868 MHz |
| Senua's Saga: Hellblade II | 2.861 MHz |
| Silent Hill 2 | 2.947 MHz |
| Silent Hill 2 + RT | 2.798 MHz |
| Spider-Man 2 | 2.967 MHz |
| Spider-Man 2 + RT | 3.095 MHz |
| Stalker 2: Heart of Chornobyl | 3.040 MHz |
| Star Wars Outlaws + RT | 2.833 MHz |
| Warhammer 40k: Space Marine 2 | 2.798 MHz |
| Durchschnitt | 2.933 MHz |
VRAM-Limitierung lässt den GPU-Takt hoch schnellen
In manchen Spielen zeigt die Grafikkarte nochmals höhere Taktraten: In Spider-Man 2 liegen 3.095 MHz an, in Dragon Age: The Veilguard sind es 3.108 MHz, in Indiana Jones und der große Kreis sind es gar 3.229 MHz. Das liegt aber schlicht daran, dass in den entsprechenden Titeln der VRAM der Grafikkarte überläuft und der Rechenkern in dem Fall nicht mehr ausgelastet ist. Das reduziert die Leistungsaufnahme, was wiederum einen höheren Takt ermöglicht. Das liegt aber eben rein an der VRAM-Limitierung, ohne diese würde die Grafikkarte niedriger takten.