DLSS 4.5 vs DLSS 4 vs. FSR AI im Test: Fazit
4/4Modernes Upsampling liefert
Upsampling hat sich in den letzten Jahren massiv weiterentwickelt. Mit DLSS 2 (Test) konnte man – nach einem enttäuschenden Auftakt mit DLSS 1 – im Mai 2020 zum ersten Mal erkennen, wohin die Reise hingeht. Erst DLSS 3, jüngst aber insbesondere DLSS 4, DLSS 4.5 und FSR Upscaling AI sind aber seitdem so viel besser geworden, wie man es bis vor kurzem kaum für möglich gehalten hat.
Deshalb sind alle angebrachten Kritikpunkte am Ende Meckern auf hohem Niveau, denn alle drei Technologien liefern vor allem im Quality-Modus eigentlich durchweg eine bessere Bildqualität als die native Auflösung und auch im Performance-Modus gelingt dies mittlerweile vor allem in Ultra HD häufig. Das ist ein riesiger Schritt seit dem Erscheinen von DLSS 2. Die Teils gar nicht so alten Varianten DLSS 3, FSR 3.1 und XeSS 2 können da qualitativ nicht mithalten.
DLSS 4.5 setzt sich wieder ab
Ganz gleich wie hoch das Niveau sein mag, es gibt am Ende in dem Dreierduell aber dennoch einen recht klaren Gewinner. DLSS 4.5 ist nicht immer und nicht überall am besten, meistens dann aber eben doch. Und damit hat es Nvidia dann innerhalb eines Jahres nach Release von DLSS 4 geschafft, das beste Upsampling noch einmal besser zu machen – das ist beeindruckend.
Vor allem geht DLSS 4.5 die Fehler von DLSS 4 effektiv an und reduziert diese entweder sichtbar oder stellt sie komplett ab. Das Endergebnis ist ein Bild, das nach heutigen Maßstäben nahezu perfekt ist. Und das gilt auch für aggressive DLSS-Modi in verhältnismäßig geringen Auflösungen wie WQHD. Die Bildqualität ist auch dann gegenüber der nativen Auflösung in den meisten Fällen überlegen, weil das Bild weniger flimmert und Details durch die temporale Komponente besser dargestellt werden können.
FSR Upscaling AI ist wieder am Zug
FSR Upscaling AI sollte sich zum Release mit DLSS 4 und weniger mit DLSS 4.5 duellieren, was sich im Endergebnis widerspiegelt. Auch FSR Upscaling AI ist eine wirklich gute Upsampling-Technologie, die oft der nativen Auflösung überlegen oder mindestens ebenbürtig ist. Aggressive Modi können in hohen Auflösungen problemlos gefahren werden und sind auch in niedrigen Auflösungen noch gut zu benutzen. Hier hat DLSS 4 aber immer wieder einen Vorteil.
Der größte Unterschied ist in dem detaillierteren Bild zu sehen, das gerade in Bewegung mit DLSS klar besser ist. Und nein, mit Nachschärfen kann das Ergebnis nicht erreicht werden, hier muss AMD das Upsampling selbst verbessern. Das ist dann eigentlich auch schon die Hauptbaustelle von FSR Upscaling AI, der Rest ist viel mehr Feintuning.
Da sich Nvidia trotz des Vorsprunges nicht auszuruhen scheint, muss AMD also am Ball bleiben. Andernfalls kann sich das derzeit gute Fazit zu FSR Upscaling AI auch schnell wieder drehen.
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Ich finde es unglaublich, welche Entwicklungssprünge Upsampling im letzten Jahr gemacht hat. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich über die Ergebnisse von DLSS (dem Original) gelacht habe. Sie waren in meinen (aber nicht in Nvidias!) Augen stellenweise schon irrsinnig schlecht. Ab DLSS 2 wurde dann klar, wohin die Reise geht, doch dass sie so schnell so weit gehen werden würde, hätte ich damals nicht gedacht.
Heute ist es nun so, dass FSR Upscaling AI, DLSS 4 und DLSS 4.5 immer eine mindestens gleichwertige, meistens aber eine bessere Bildqualität als die native Auflösung bieten – auch noch im Performance-Modus. So habe ich persönlich auch meine Präferenzen völlig umgestellt.
Nativ spiele ich überhaupt nicht mehr, der Quality-Modus ist mindestens aktiviert. Und auch auf Performance zu gehen bereitet mir keine Kopfschmerzen mehr. Der optische Unterschied ist meist kaum vorhanden, die zusätzlichen FPS spüre ich aber sofort – mit positivem Effekt auf den Input-Lag. Vor 3 Jahren hätte ich jeden dafür noch für verrückt gehalten, wenn man mir gesagt hätte, dass ich so in Zukunft spiele.