Nvidia-Generationenvergleich: Die Spiele im Detail
3/4Neue Diagramme im Generationenvergleich – mehr Informationen direkt sichtbar
Bevor die 12 Spiele im Detail betrachtet werden, soll es in diesem Abschnitt um die Änderungen zu den vorherigen Generationenvergleichen gehen. Ein Wunsch der Leser war es, dass die Energieangaben des Monitorings für die Spiele mit angegeben werden, damit ein schneller Überblick über die erwartete Leistungsaufnahme gegeben ist. In dem diesjährigen Generationenvergleich ist das nun der Fall. Ebenso wird anhand dieser Daten auch eine Auswertung der Effizienz vorgenommen. Es muss allerdings beachtet werden: Es handelt sich um Angaben der Grafikkarten, diese sind in der Regel zwar akkurat, seit Ada hat sich die Genauigkeit jedoch etwas verschoben und sowohl Ada als auch Blackwell melden etwas niedrigere Werte als vorher noch Turing und Ampere. Messungen der Leistungsaufnahme wurden nur zur Kontrolle durchgeführt, da sich der Testaufbau so noch einmal erweitert und eine zusätzliche mögliche Fehlerquelle beim Ermitteln der Spielleistung einführt.
Wie in den zuvor durchgeführten Tests können die Einstellungen in den Screenshots nachvollzogen werden. Die Einstellungen haben sich zwischen dem Generationenvergleich der Radeon RX sowie GeForce RTX nicht geändert, mit ein paar kleinen Unterschieden. In 2160p wurde statt FSR Quality DLSS Quality verwendet und in Diablo 2: Ressurected sowie Doom: Eternal konnten die GeForce RTX auf DLSS zurückgreifen, beide Spiele jedoch kein FSR-Support anbieten.
Anno 1800
Anno 1800 stellt heute keine der Grafikkarten mehr vor eine große Herausforderung. Egal ob RTX 2070 oder die neue RTX 5070, beide Grafikkarten sind in 1080p sowie 2160p für ein flüssiges Spielgefühl stark genug. Ampere sowie Ada Lovelace legen in Anno 1800 in 1080p jeweils um 40 Prozent bei den durchschnittlichen FPS zu, in den Frametimes ist Ada etwas schwächer, das Schlusslicht bildet Blackwell mit 20 Prozent und kaum einer Steigerung bei den Frametimes. In 2160p ändert sich das Bild und Ada kann die FPS gegenüber Ampere nur um 17 Prozent steigern, während Blackwell beachtliche 43 Prozent zulegt. Der Schritt zurück zum Pascal-Schema scheint Anno 1800 besonders gut zu schmecken. Die geringe Steigerung in Full HD bei den Frametimes kann auf ein CPU-Limit zurückgeführt werden.
Bei der Effizienz zeigen sich zwei unterschiedliche Bilder: In 1080p liegen Turing sowie Ampere sowie Ada Lovelace und Blackwell jeweils dicht zusammen. Ampere kann 11 Prozent mehr Frames pro Watt berechnen, Ada Lovelace legt beeindruckende 58 Prozent zu, Blackwell ist gerade einmal ein Prozent schneller. In 2160p kann sich Ampere deutlicher von Turing absetzen – 25 Prozent – Ada Lovelace legt noch einmal 30 Prozent zu, Blackwell schafft nur 13 Prozent mehr, was jedoch mehr ist als in 1080p.
Cyberpunk 2077
Cyberpunk ist eines der Spiele, die etwas seltsam reagieren. Ampere kann sich – wie fast immer – deutlich von Turing absetzen, Ada wiederum legt nur magere 10 Prozent in der Testszene zu. Pascal wiederum schafft beachtliche 40 Prozent bei den Frametimes und 51 Prozent bei den durchschnittlichen FPS. In 2160p ist es etwas weniger, es zeigt sich allerdings das gleiche Bild. Dieses Verhalten zeigte sich bereits im letzten Generationenvergleich.
Während Blackwell im Mittel bei der Effizienz nur wenig zulegen kann, sind es in Cyberpunk in Full HD gute 23 Prozent und etwas schwächere 11 Prozent in 2160p, gleichzeitig ist Cyberpunk damit das Spiel, in dem Blackwell am ehesten bei der Effizienz zulegen kann. Es gibt nur ein weiteres Spiel, in dem Blackwell bei der Effizienz so deutlich profitiert.
Ada Lovelace kann in Cyberpunk 2077 ohne RT kaum zulegen, sind es mit RT wiederum beeindruckende 100 Prozent im Schnitt und 156 Prozent bei den Frametimes. In 2160p wird es mit 196 Prozent und 258 Prozent noch deutlicher. Die RTX 2070 und 3070 laufen hier in einen VRAM-Mangel. Entsprechend fallen auch die Effizienzsteigerungen aus.
Diablo 2: Resurrected
Diablo 2 hat so seine Tücken bei den Tests und die zeigen sich auch in den Benchmarks. Ampere steigert in Full HD die den durchschnittlichen FPS nur um magere 20 Prozent von Turing aus. In Ultra HD sind es beeindruckendere 82 Prozent und sehr gute 120 Prozent bei den Frametimes. Ada sowie Blackwell agieren hier deutlich schwächer mit 31 Prozent im Maximum.
Ampere und Ada Lovelace waren – letztere deutlich – effizienter als die Vorgängerinnen, ist es bei Blackwell dieses Mal ein gemischtes Bild: 1080p ist die RTX 5070 vier Prozent effizienter, in 2160p sind es zwei Prozent.
Doom: Eternal
In Doom: Eternal, das im nächsten Generationenvergleich wahrscheinlich von Doom: The Dark Ages abgelöst wird, können Ampere sowie Ada in Sachen Leistung deutlich gegenüber den jeweiligen Vorgängern zulegen – mindestens 30 Prozent. Blackwell wiederum enttäuscht mit weniger als 10 Prozent in Full HD, in UHD sind es mindestens 14 Prozent, was immer noch hinter der Steigerung der RTX 4070 und RTX 3070 liegt.
Blackwell ist in der Regel bei Rasterizer-Spielen etwas effizienter als Ada Lovelace, verliert allerdings in Doom: Eternal den Vergleich mit Ada Lovelace und ist immer ineffizienter. In FHD sind es drei Prozent und sieben Prozent in 2160p.
Dass Nvidia mit Ada Lovelace deutlich an der RT-Leistung gearbeitet hat, wird in Doom: Eternal deutlich. In Cyberpunk 2077 werden Turing und Ampere durch den VRAM eingebremst, startet Doom: Eternal nicht mit maximierten Einstellungen und erwartet entsprechende Anpassungen. Da sich diese in der Regel aber nur auf die Qualität der Texturen auswirkt, wurde der Test genau so durchgeführt, wie Doom: Eternal es vorschlägt. Dennoch schafft es Ada Lovelace sich um mindestens 36 Prozent in 2160p und beeindruckende 91 Prozent in 1080p von Ampere abzusetzen. Blackwell steigert die Leistung maximal um 13 Prozent.
Auch bei RT zeigt sich das gleiche Bild wie im normalen Durchlauf: Ada Lovelace ist die effizientere Karte als Blackwell.
Horizon: Forbbiden West
In Horizon zeigt sich ein klassisches Bild eines Generationensprungs. Zwar legen Ampere und Ada Lovelace deutlicher zu, bezogen auf die jeweilige Vorgängergeneration, auch Blackwell schafft aber mindestens 17 Prozent.
In 1080p ist die RTX 2070 effizienter als die RTX 3070, die sich erst in 2160p deutlich absetzen kann, mit 29 Prozent. Ada schafft mindestens 50 Prozent zu Ampere, Blackwell ist ein wenig effizienter.
Oblivion: Remastered
In Oblivion kommt es auf die Auflösung an, wie deutlich der Sprung zwischen Ada Lovelace und Ampere ist. Ampere kann sich von Turing in 1080p um 23 Prozent absetzen, in 2160p um deutlich bessere 42 Prozent. In 2160p laufen die RTX 2070 und RTX 3070 in einen VRAM-Mangel, so kann Ada Lovelace sich um 186 Prozent bei den Frametimes absetzen, da gehen die 23 Prozent von Blackwell schon unter. In 1080p schafft Ada immer noch gut 139 Prozent, wodurch sich auch ein möglicher VRAM-Mangel abzeichnet.
RTX 2070 und RTX 3070 gehören hier zu den Verlierern der Effizienz. Durch den größeren VRAM kann Ada als auch Blackwell bei der Effizienz deutlich zulegen, während sich Blackwell ein Stück vor Ada Lovelace setzt.
Overwatch 2
Overwatch 2 stellt selbst mit epischen Einstellungen kaum eine Grafikkarte vor Herausforderungen. Ampere legt in diesem Spiel einen beeindruckenden Sprung von mindestens 70 Prozent bei den mittleren FPS sowie bei den Frametimes hin. Dahinter folgt Ada Lovelace mit 26 Prozent. Blackwell unterliegt in 1080p beim Sprung mit 21 Prozent bei den mittleren FPS und 15 Prozent bei den Frametimes, kann in 2160p jedoch um 27 beziehungsweise 23 Prozent zulegen.
Bei der Effizienz gibt es eine Anomalie gegenüber den meisten anderen Spielen: In 1080p ist Ada Lovelace etwas effizienter, in 2160p Blackwell.
Quake 2 RTX
Als einer der ersten Path-Tracer eignet sich Quake 2 RTX, die RT-Leistung unabhängig von neueren Extensions der nvapi zu untersuchen. In 1080p kann so zwischen Turing und Ampere allerdings auch Ada Lovelace und Ampere große Generationensprünge festgestellt werden. 100 Prozent mehr Bilder kann Ampere berechnen, Ada Lovelace legt dagegen schwächere 33 Prozent zu und Blackwell nur noch knapp 13 Prozent in 1080p. In 2160p vergrößert Ampere den Abstand zu Turing um mindestens 136 Prozent, die RTX 4070 schwächelt mit 28 Prozent etwas und die RTX 5070 kann mit 18 Prozent wieder etwas besser zulegen.
Raytracing scheint bei der Effizienz nicht die Stärke von Blackwell zu sein. Ada Lovelace kann mindestens sieben Prozent mehr Bilder pro Watt berechnen als Blackwell. Ampere legt bei der Effizienz deutlich gegenüber Turing zu.
Ratchet & Clank: Rift Apart
Acht Gigabyte VRAM sind zu wenig, egal ob in 1080p oder 2160p. Auch wenn es in 1080p in der Regel für spielbare Frameraten reicht, können erst Ada Lovelace und Blackwell sich deutlich bei den Frametimes von ihren Vorgängerinnen absetzen. RTX 2070 und 3070 schaffen 50 respektive 80 FPS, bleiben bei den Frametimes jedoch unter 40 Frames, an denen Ampere knapp scheitert, mit 39,3 Bildern pro Sekunde, die RTX 2070 ist mit 34,7 Bilder pro Sekunde 12 Prozent langsamer.
Auch in Ratchet & Clank zeigt sich, dass Ada Lovelace in 1080p effizienter ist. In diesem Spiel berechnete die RTX 4070 11 Prozent mehr Bilder pro Watt, kann sich Blackwell in 2160p sich um 6 Prozent vor Ada Lovelace schieben.
Starfield
Starfield ist in diesem Generationenvergleich schon fast als langweilig zu bezeichnen, Ampere kann sich deutlich von Turing absetzen, die RTX 4070 ebenso deutlich von der RTX 3070. Die RTX 5070 berechnet etwas mehr Bilder pro Sekunde in beiden Auflösungen – mindestens 7 Prozent.
Auch bei der Effizienz gibt es ein gewöhnliches Bild, auch wenn die RTX 5070 nicht oder nur minimal effizienter ist als die RTX 4070.
Total War: Warhammer 3
Auch Total War scheint eines dieser Spiele zu sein, dem die Pascal-Ähnlichkeit von Blackwell zu schmecken scheint. Die RTX 3070 kann sich deutlich von der RTX 2070 absetzen, mit mindestens 55 Prozent bei den Frametimes in 1080p. Die RTX 4070 legt nur um mindestens 19 Prozent zu, die RTX 5070 unterliegt bei den Frametimes in 1080p wegen eines auftretenden CPU-Limits, kann in 2160p allerdings gute 32 Prozent zulegen, im Mittel sind es 30 Prozent.
Ebenso bei der Effizienz kann sich Blackwell hier deutlicher von Ada Lovelace absetzen und mindestens 8 Prozent mehr Bilder pro Watt berechnen, in 1080p sind es deutlichere 31 Prozent.
Warhammer 40.000: Space Marines 2
Space Marines 2 zeigt ein vertrautes Bild, alle Grafikkarten können sich von den Vorgängern in beiden Auflösungen im erwartbaren Rahmen absetzen. Erneut schneidet im direkten Vergleich RDNA 3 etwas besser ab als RDNA 4 und RDNA 2.
In Space Marines 2 kann sich die neue Blackwell Generation besser als im Mittel von der Ada Lovelace Generation absetzen und schafft es mindestens 24 Prozent mehr Bilder zu berechnen. Die RTX 3070 legt in diesem Spiel am deutlichsten zwischen den Generationen zu, mit mindestens 70 Prozent und sehr gute 97 Prozent bei den Frametimes in 2160p.