News Apple legt Berufung ein: Urteil von US-Gericht verstoße gegen Meinungsfreiheit

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Also will Apple jetzt sogar Lügen und Fakenews salonfähig machen? "Mich zur Wahrheit zu zwingen ist ein Breach gegen die Meinungsfreiheit. WTF?


Macerkopf schrieb:
Ich sehe es wahrscheinlich komplett anders wie die meisten hier, aber als CEO von Apple würde es mich genauso ägern. Man baut über Jahrzehnte ein eigenes Ökosystem auf, investiert Milliarden, nimmt Risiken in Kauf und am Ende hätte es auch schiefgehen können, dann hätte es dieses Urteil wahrscheinlich nie gegeben. Nun ist es anders gelaufen, dass Apple Ökosystem ist ein riesen Erfolg, Apple schüttet jedes Jahr Milliarden an Ihre Entwickler aus und das weckt natürlich Begehrlichkeiten. Wenn ich ein Ökosystem aufbaue, wovon andere profitieren, was auch gut und wichtig ist, dann möchte ich auch die Rahmenbedingungen vorgeben unter denen MEIN Ökosystem genutzt werden darf. Wenn es Epic nicht passt sollen sie ihre Apps doch woanders verkaufen, wo ist das Problem. Es ist mein Haus und ich lege fest wer es betreten darf und unter welchen Bedingungen. Wenn ich als Verkäufer den amazon Marketplace nutzen will, gibt es Regeln und Bedingungen an die ich mich halten muss, wem die Regeln nicht passen kann jederzeit auf ebay verkaufen oder einen eigenen online shop eröffnen, Werbung schalten etc..Und seid mal ehrlich, wäre es euer Unternehmen, würdet ihr euch genauso ärgern.
Das ist schön und gut, aber auf dem "Weg" zum Monopol hat/nutzt man den Wettbewerbsvorteil sowieso schon aus. Und systematisch dann mögliche Mittbewerber kleinzumachen/zu hindern sollte eben geahndet werden in einer gesunden Marktwirtschaft.

Und zu deiner Aussage
"Wenn es Epic nicht passt sollen sie ihre Apps doch woanders verkaufen, wo ist das Problem." - Das würde ich gerne mit deinem Amazon/eBay Beispiel aufgreifen: Eben das verhindert Apple. Wenn ich Amazon Marketplace nicht nutzen will, kann ich das Gerät privat, bei Ebay, Flohmarkt, Bulletin bei Kaufland etc. verkaufen. Wenn ich den AppStore (sei es als Nutzer oder Entwickler) nicht nutzen will, habe ich keine andere Möglichkeit die Apps zu vertreiben/nutzen.
Und wenn es Apple (oder jede andere Firma) nicht selbst hinbekommt, muss der Staat eben nachhelfen.
 
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Apple ist langsam wie der Springerverlag, der auch mit immer absurderen Argumenten versucht, Geld für nichts von anderen bekommen zu dürfen.
 
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Macerkopf schrieb:
Wenn es Epic nicht passt sollen sie ihre Apps doch woanders verkaufen, wo ist das Problem. [...] wem die Regeln nicht passen kann jederzeit auf ebay verkaufen oder einen eigenen online shop eröffnen, Werbung schalten etc.
wie kann man denn bitte apps für ios verkaufen, wenn man den apple store nicht benutzen will/kann?
 
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Hier geht es nicht um die Meinungsfreiheit sondern um Geldverdienen. Apple soll endlich andere Storeapps zulassen. Aber dann vedienen sie ja noch weniger. Für Android gibt es andere Storeapps.
 
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DennisK. schrieb:
In den USA haben seit dem Supreme-Court-Urteil zu United Citizens v. FEC aus dem Jahr 2010 Unternehmen durchaus ein festes Anrecht auf Meinungsfreiheit. Deswegen dürfen die seit damals auch legal Wahlen mit Kampagnen etc beeinflussen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Citizens_United_v._Federal_Election_Commission
Bright0001 schrieb:
In den USA ist auch Lobbying und de facto Korruption rechtens, weil sich Unternehmen auf Meinungsfreiheit berufen. Am Ende kann ein Unternehmen ja aus einer Person bestehen, und wenn du die Meinungsfreiheit einer solchen Unternehmung verneinst, dann verneinst damit gleichzeitig die Meinungsfreiheit des Unternehmers/Bürgers.
iSight2TheBlind schrieb:
Ich sehe tatsächlich das größte Problem darin, dass das Urteil auf andere, unverbundene Bereiche übertragen werden soll. Generell ist ed ja auch unproblematisch, wenn jemand ein Wahlkampfvideo mit beliebig hohen production values erzeugt und sich dafür auch unterschiedliche Leute zusammentun. Dabei kann man auch ohne weiteres davon sprechen, dass die Meinungsfreiheit der Gruppe Grundlage des Ganzen sein soll. Sachliche Fehler dürfen selbstverständlich nicht vorliegen bzw. müssen umgehend behoben werden, was in der Praxis die größte Herausforderung darstellen würde.

Zurück zum größten Problem: Damit, dass sich aber eine Firma plötzlich bei einem Thema, das nichts mit Wahlkampf zu tun hat, auf Meinungsfreiheit berufen könnte, hat das nichts zu tun! Das ist so wie die Firmen, die einfach anfangen ihre Bugs oder ihren fehlenden Service auf Datenschutz zu schieben...
 
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Bright0001 schrieb:
Aber das Apple eine Steuer von 30% auf deine Arbeit erhebt, zu der sie nichts beigetragen haben, würde dich nicht ärgern? Zumal es hier gar nicht um Apples Ökosystem geht, denn man will die Zahlungen ja eben nicht in/mit deren Systemen abwickeln.
Die Rahmenbedingungen sind bekannt, niemand wird gezwungen irgendwelche Verträge zu unterzeichnen. Niemand wird gezwungen für iOS oder Android zu entwickeln. Man kann Spiele auch für PC und Konsole entwickeln. Wenn dir die Steuern und Abgaben in Deutschland nicht passen, kannst du auswandern, wenn dir dein Gehalt nicht passt, kannst du kündigen. Optionen über Optionen, niemand wird zu irgendwas gezwungen und auch Epic kannte die Vertragsbedingungen des App Stores. Ich profitiere also gerne von der Reichweite und den Rahmenbedingungen anderer, nutze diese als Absprungbasis und wenn ich groß genug bin will ich davon nichtsmehr wissen. Interessante Logik. Apple stellt dir ein Ökosystem inkl. 1 Mrd. potenzieller Kunden zur Verfügung und du willst nichts dafür zahlen?
 
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Syrato schrieb:
Verständlich! Ich bin kein Apple Fan aber etwas nutzen und Geld generieren ohne etwas zurückzugeben/zu bezahlen ist asozial.
Die Kunden haben die Geräte bereits bezahlt.

Soll jetzt Mercedes 30% von allen Taxifahrern verlangen, da sie das von ihnen verkaufte Fahrzeug nutzen?
 
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Mit der Gefahr der Vergleich könne hinken:
Ich möchte gerne mein Auto tanken, wo ich will und nicht von Shell gezwungen werden zu denen zu kommen und 30% pro Liter draufzuzahlen.
Wann fangen Gebrauchsgegenstände/Ökosysteme an, aufgrund Ihrer Verbreitung im Sinne der Verbraucher bei den Komplementärgütern reguliert werden zu müssen?
 
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So, an alle, die meinen hier Apple in Schutz nehmen zu müssen: Stellt euch vor, der Windows Store wäre obligatorisch und Microsoft würde Steam verbieten…
 
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Offensichtliches Lügen unter Eid ist nicht gut.
Das Apple einen gewissen Obolus für die Bereitstellung der Infrastruktur haben möchte kann ich verstehen, die Höhe scheint aber wenig angemessen zu sein.

Einiges regelt aber auch der Markt, ich habe eine Bekannte die komplett mit Apple ausgerüstet ist.
Unter Android hatte ich nun schon mehrfach interessante kostenfreie Apps wo dann die Aussage kam, gibt es für Apple nicht.
Mit einer App Entwicklerin habe ich mich mal ausgetauscht, dort war die Aussage, auf Apple habe ich kein Bock, eine aus Spaß entwickelte App für Apple ist mir zu teuer.
 
Apple will natürlich nur das Beste für seine Kunden:
Geld!

Wegen der Sicherheit! Und der Kinder!
 
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Ich habe das jetzt so verstanden, dass Apple freiwillig zusätzliche Steuern in den Ländern bezahlen möchte, in denen sie Umsatz generieren?
/s
 
Kein Wunder, dass Apple sich dagegen wehrt, das wäre ja mit finanziellen Einschnitten verbunden.
Andererseits gäbe es doch einen Aufschrei, wenn Microsoft x% von den Einnahmen jeder Software verlangen würde, die jemand kauft und auf einem PC mit Windows installiert und nutzt. Man zahlt Microsoft ja bereits für das OS.
 
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Ich verstehe nicht wie User hier, hauptsächlich Konsumenten, sich auf Seiten Apples schlagen.

Was Apple hier macht ist Vergleichbar als wenn Amazon an den Mobilfunk Gebühren beteiligt wird, weil das Handy dort gekauft wurde.

Das Apple Geld für das Auflisten und vertreiben von z.b Spotify Geld haben will ist legitim und bestreitet niemand. Aber warum an den Abo Gebühren? Das hat mit Apple nichts mehr zu tun.
 
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Und warum genau sollte Apple Geld zustehen wenn jemand außerhalb vom App-Store Geld ausgibt?

Das ergibt doch gar keinen Sinn. Wo fängt es an, wo hört es auf? Beteiligung am Umsatz wenn ich un der Spotify-App ein Abo abschließe ist in Ordnung? Wie sieht es aus wenn ich in der Amazon App ne Bestellung ausführe, will Apple da auch ein Stück vom Kuchen? Kann ich mir kaum vorstellen, da würden die Händler doch Sturm laufen. Vielleicht sie übliche Provision wenn sie niemand anderes abgreift, aber sicher nicht 27%. Aber im Sinne der Gleichbehandlung wäre das nötig. Dann würde man kein Geld mehr über ein iPhone ausgeben dürfen und die Nutzer darum bitten das am PC zu machen. Und dann fällt Microsoft was auf, warum bekommt Microsoft eigentlich keine Provision für Geld das über Windows-Systeme ausgegeben wird?

Apple übernimmt sich hier definitiv und fordert Gelder die denen nicht zustehen. Das hier wäre nichts anderes als eine nichtstaatliche Umsatzsteuer. Von daher ist die Entscheidung das Gerichts mehr als richtig.
 
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Witzig wie die rosarote Apple-Brille einigen hier mal wieder die Sicht vernebelt.

Wer hatte denn das Risiko, wenn es um Windows geht? Wer bezahlt die Entwickler, wartet die Infrastruktur für Windows und versogt hunderte Millionen Geräte seit Jahrzehnten mit Updates? Wenn Microsoft von jedem 27 % würde haben wollen, der irgendwo außerhalb des MS-Stores eine Anwendung für Windows verkauft, weil er ja trotzdem von deren selbst aufgebauter Reichweite und deren Aufwendungen für Wartung etc. profitiert, dann wäre das Geheule hier gewaltig. :rolleyes:

Syrato schrieb:
aber etwas nutzen und Geld generieren ohne etwas zurückzugeben/zu bezahlen ist asozial.
Nach der Logik ist jeder, der eine Anwendung für Windows verkauft, aber gleichzeitig nichts an Microsoft "zurückgibt", asozial.
 
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CDLABSRadonP... schrieb:
Menschenrechte gelten nur für natürliche Personen und nicht für juristische Personen. Sechs, setzen!
Das ist das us Recht. Nicht die allgemeinen Menschenrechte.
Letztere gelten in den USA auch nicht mehr.
It's Trump's country now. Mango Mussolini macht die Regeln.
 
Wer mit den Konditionen seitens Apple nicht zufrieden ist, braucht überhaupt nicht Apps für IOS zu verkaufen. So war es von @Macerkopf wohl gemeint. Ich stimme dem zu.
 
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KeLcO schrieb:
Apple hat das Hausrecht in seinem Store
ja klar, nur ich bin da gespalten - damit masst sich Apple ja automatisch das weitere Hausrecht auf den (nicht preiswerten) gekauften Geräten an. Die Infrastruktur wurde mit dem Gerätekauf finanziert...

Warum sind dann so hohe Transaktionsgebühr - Vulgo Zoll denn nötig - wirkt eher wie Windfallgewinne oder Gier

Diese Gatekeeper - ja Secureboot zeigt ja schon unnötige Hürden - werden die Marktmacht wieder zentralisieren. Der teure PC ist dann nur noch das teure VT52 der Neutzeit.


Aber ja, Android wird ja diesen Weg auch gehen, Windows geht diesen Weg auch via AppStore

D.
 
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